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„Die Liga ist stärker als erwartet!“

Dezember 9, 2011

DRAGONS: Cheftrainer Eric Detlev im Gespräch

Dragons- Headcoach Eric DetlevHalbzeit in der ProB Süd: Mit sechs Siegen aus den elf Hinrundenpartien belegen die Drachen den fünften Tabellenplatz und liegen damit auf Playoff-Kurs. Dragons- Headcoach Eric Detlev (Foto) zieht im Interview eine erste Bilanz.

Philipp Döring: Eric, wie fällt dein bisheriges Saisonfazit aus?

Eric Detlev: Wir sind im Soll. Unser Ziel nach dem schwierigen Saisonstart war es, die Hinrunde noch mit einer positiven Zwischenbilanz abzuschließen. Das ist uns gelungen. Vielleicht hätten wir noch ein Spiel mehr gewinnen können, aber insgesamt bin ich mit der Hinrunde ganz zufrieden.

Ihr habt jetzt gegen jedes Team einmal gespielt. Wie stark ist denn nun die ProB Süd?

Sie ist insgesamt doch viel stärker und vor allem tiefer besetzt, als ich es vorher erwartet habe. Wir haben es mit richtig guten Mannschaften zu tun. Ich würde mittlerweile sogar behaupten, dass die Südstaffel insgesamt stärker als die Nordgruppe ist. Wobei das natürlich eine subjektive Einschätzung ist. Im Norden denken sie wahrscheinlich genau anders herum.

Was macht die angesprochenen Teams denn so gut?

Sie haben alle ihre Ausländerpositionen hervorragend besetzt, manchmal sogar mit drei starken Amerikanern. Aber das ist noch nicht einmal der Hauptgrund. Viel entscheidender ist die Qualität der deutschen Spieler. In einer Liga, wo alle Mannschaften über starke ausländische Akteure verfügen, trennt sich erst da wirklich die Spreu vom Weizen. Vor allem die Erfahrung ist ein wichtiger Faktor. Wir haben mit Marco Leschek und Nick Larsen eigentlich nur zwei erfahrene Deutsche. In der Hinsicht sind uns die vor uns platzierten Teams sicher voraus.

Zu Hause lief es mit bisher fünf Siegen deutlich besser als auswärts. Ist das der traditionellen Rhöndorfer Heimstärke oder doch eher den bisherigen Gegnern geschuldet?

Beides. Einerseits haben wir durch unsere tollen Fans eine für die Liga wohl einmalige Atmosphäre, die uns sicher noch zusätzlich pusht. Auf der anderen Seite haben wir bis auf Spitzenreiter Gotha gegen alle vor uns platzierten Teams auswärts gespielt, während wir die hinter uns rangierenden Mannschaften abgesehen vom Schlusslicht Weißenhorn im Dragon Dome zu Gast hatten. Hinzu kommt noch, dass wir auswärts noch nicht den richtigen Rhythmus gefunden haben. Schwächephasen werden dort härter bestraft als zu Hause. Da müssen wir lernen, noch mehr dagegen zu halten.

Mit welchen Zielsetzungen geht ihr in die zweite Hälfte der Saison?

Insgesamt müssen wir noch besser und konstanter zu Werke gehen. Die anderen Teams werden sich sicher noch einmal auf dem Transfermarkt verstärken. Primärziel bleibt nach wie vor die Playoff- Teilnahme. Wir wollen aber auch mehr Spiele als in der Hinrunde gewinnen. Und wir wollen uns in den Spielen gegen die Spitzenteams beweisen. Gelingt es uns, in Gotha lange zu bestehen? Können wir Nördlingen oder Leipzig zu Hause sogar schlagen? Das sind Fragen, die wir uns beantworten wollen. Vor Weihnachten werden wir im Hinblick auf unsere Leistungsfähigkeit sicher schon schlauer sein. |eb

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