Jeden Samstag und Sonntag Frühstück im Chimära in der Bonner Altstadt

Web-Video: Der Rückblick - Die Aalkönigszeremonie 2007

Oktober 12, 2007

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„Von heftigem Trennungsschmerz geplagt“

Das Honnefer Aalkönigsfest hat seine eigenen Gesetze, seine Rituale und für das ehrwürdige Komitee verspricht es immer wieder Nervenkitzel pur kurz vor dem Beginn der Krönungsfeierlichkeit: Kommt der zukünftige König pünktlich? Das Honnefer Aalkönigsfest hat hart gesottene Fans und davon gibt es Jahr für Jahr mehr. Obschon die Aussagen vieler Gäste nicht widersprüchlicher sein können: Es ist zu
warm, es ist überfüllt, es ist hektisch, es ist zu laut, es ist zu langatmig – aber es ist einfach phantastisch! Eben einmalig! weiterlesen . . .

Kamera: SINNfrisch, Christian Preuß
Postproduction: 3R-Productions, Roman Schilling
Mit freundlicher Unterstützung von: Aalkönigskomitee und Die Madämchen

bösARTig: 12.Oktober 2007

Oktober 12, 2007

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

wenn im Rat der Stadt Bad Honnef darüber gesprochen wird, ob eine Partei einer anderen Partei einen Knigge schenken darf, dann sollten wir quasi alle sehr, sehr froh sein. Denn dann scheint der Rat ja überhaupt keine anderen Probleme mehr zu haben. Dat is prima! Die Außenwirkung unserer Stadtpolitiker wird dadurch aber gewiss nicht wirklich besser. Der Herr Rauw, der den Knigge von der CDU bekommen soll, wird das Benimmwerk gleich an Frau Bürgermeisterin weiter reichen, weil die ihm bei der letzten Ratssitzung das Mikrofon abgeschaltet hatte. Das tut man nicht, sagt Rauw, Herr Knigge hätte so etwas niemals geduldet, wenn es denn vor 200 Jahren schon ein Mikrofon gegeben hätte. Nun gut.

Ich mach mir mal eben eine Zigarette an, und was lese ich da: Ab Januar 2008 soll in NRW, also hier bei uns, ein Nichtraucherschutzgesetz in Kraft treten. In der Gastronomie. Nun hat der Gesundheitsminister 42.000 Unterschriften auf den Tisch bekommen, mit der Forderung, dass sich kleine Betriebe, mit nur einem Gastraum, künftig in unternehmerischer Eigenverantwortung als Raucheroder
Nichtrauchergaststätte deklarieren dürfen sollen. Denn: Ein absolutes Raucherverbot würde Existenzen vernichten und es stelle einen Angriff auf die Berufsfreiheit dar. Und die werde durch das Grundgesetz geschützt.
Warum gibt es eigentlich kein Autofahrerschutzgesetz? Schutz vor Knöllchen! Es ist doch schier
unanständig, mit welch einer Verbissenheit die maroden Kommunen, nicht nur Bad Honnef, vorgehen, um sich mit Knöllchengeldern zu sanieren. Meine gesammelten Knöllchen der letzten Monate liegen nun wieder schön bei meinem lieben Freund Udo, dem Vollstrecker m.V., ich werde ihn wohl mal zu einem Kaffee – ohne Milch und Zucker – einladen müssen. So! Ach Herrjemine, Telefon: … Hallo… ja… mmmh… nööö … Das war Herr Schmidt. Timm Schmidt! Der Gastronomie- Koch- Service-Dozent der FH. Vor vier Wochen haben wir wieder, zum zweiten Mal, also traditionell,eine Runde durch die Honnefer Gastronomie gedreht. Ich habe noch keinen Platz für diesen heiteren Beitrag gefunden. Und nun ist Herr Schmidt sauer.
Herr Schmidt, ich hab da einen Vorschlag zu machen: Wir nehmen heute Abend noch das Aalkonigsmenü und die aktuellen Kurhausbiertemperaturen unter die Lupe und bringen das alles zusammen dann in
der nächsten Woche. Mein Leben ist manchmal quasi auch nicht sooo doll.

Was gibt’s noch? Politik! Im Ausschuss für Bauen und Planen waren sich die Mitglieder einig, dass der Verwaltungswunsch, die geplante Errichtung eines Nationalparks zu unterstützen, abgelehnt wird. Tenor: Dafür sei es noch viel zu früh. Erst mal abwarten. Abgelehnt wurde auch die Änderung des Flächennutzungsplanes für den Park der Villa Merkens. Heißt: Es wird dort doch nicht gebaut! Rhöndorf jubelt! Die Villa selbst ist dagegen verkauft und bezahlt. Nur mal so am Rande: Der gleiche Ausschuss hatte vor genau einem Jahr einer Änderung des Nutzungsplanes zugestimmt. Damals war aber noch kein Wahlkampf in Sicht. Nun sind wir mitten drin. Schöne Zeit!

bösARTig: 05.Oktober 2007

Oktober 5, 2007

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

heute in 36 Tagen, am 10. November, beginnt die Karnevalssession im Kurhaus zu Bad Honnef. Am 6. Februar ist dann bereits Aschermittwoch. Ich mein ja nur. Und beachten Sie bitte: Im Kurhaus, ja, ja, nicht im Rathaus. Ich werde mich in der kommenden Session übrigens als Frau verkleiden. Als Mann kommt man ja keinen Schritt mehr weiter. Ist doch wahr: Wir haben eine Bundeskanzlerin, wir haben eine Bürgermeisterin und jetzt sind wir auch noch Weltmeisterin geworden. Mann oh Mann!

Da lob ich mir doch das Aalkönigskomitee: Nur staatse Kerle. Nächsten Freitag ist es wieder soweit: Aalkönigsfest. Für all die Millionen Menschen,die keine Eintrittskarte ergattern konnten, hier der Trost: Das Komitee trifft sich am Samstag danach mit den Aalkönigen um 10 Uhr vor dem Kurhaus und marschiert dann durch die Stadt zur Internationalen Fachhochschule zu einem Empfang. Das Aalkönigsvolk ist herzlich eingeladen mit dabei zu sein.

Heute Nachmittag beginnt, wie ich meine, eine der größten Veranstaltungen die Bad Honnef je gesehen hat. Zumindest in diesem Jahr. 5.000 Menschen werden bis Sonntag in der Stadt verweilen. 2.700 Kinder und Jugendliche werden am Samstag in fast allen Hallen und Schulen dieser Stadt um die 27.Deutsche Meisterschaft der Turnerjugendgruppen kämpfen. Heute Abend werden 70 (!) Busse am SIBI erwartet. An alle DezibelmessgerätebesitzerInnen in der näheren Umgebung hier die große Bitte: Geräte ausschalten. Ups, kleinen Moment, Entschuldigung… oh eine Mail von der CDU…, liebe Güte, wir haben doch gar keinen Platz mehr. Gleich schwingt der Drucker wieder die Keule. Also, die CDU schreibt, quasi als Reaktion auf den Leserbrief auf Seite 5 vom Bürgerblock: Der Bürgerblock habe sich keine Sekunde über die Folgen eines eigenen Jugendamtes Gedanken gemacht. Die CDU aber schon! Dä: Und jetzt jammerten alle über die damit entstehenden Kosten. So isses! Noch ein CDU-Satz: Ein eigenes Jugendamt fordert eine hohe Verantwortung von der Kommune und von jedem einzelnen Ratsmitglied! Denn: Eine vernünftige Jugendarbeit spare langfristig viel Geld. So, das war das. Telefon! Oh, Monica, nein…, ich komme! Es ist ja ganz schön praktisch, wenn man seinen Schreibtisch über einem Restaurant stehen hat. Da kommt dann schon mal der fröhliche, telefonische Befehl im typisch italienischen Staccato: Komm runter! Probieren! Pronto, pronto…! Diesmal durfte ich als Testperson für eine italienische Steinpilzsuppe herhalten, nach Omas Rezept – ohne Sahne –, dies nur als kleiner persönlicher Hinweis an den Herrn Becker. Das tut hier aber ja rein gar nichts zur Sache, es geht um die Meisterschaften am Wochenende.

Ich werde, um Ihnen in der kommenden Ausgabe eine spannende Reportage darüber abzuliefern, am Samstag bereits – Sie sehen richtig – um 5 Uhr am Start sein. Dann nämlich werden im HIT Markt die Lebensmittel zusammengestellt, für die 2.700 sicherlich sehr hungrigen TurnerInnen.

Ich wünsche Ihnen ein sportliches Wochenende.

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