„Eine weihnachtliche Weltreise“ - „a Christmassy World Trip“
November 30, 2007
Bad Honnefer Weihnachtsmarkt – „Eine weihnachtliche Weltreise“
„Macht hoch die Tür, die Tor’ macht weit!“ So könnte man beschreiben, was wir, der EM 03/07 Kurs, gerade versuchen. Die Türen der FH für Jung und Alt zu öffnen, um gemeinsam eine fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit einzuläuten, und diejenigen zu unterstützen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Also machten wir uns Anfang des Semesters daran, den Weihnachtsmarkt auf dem Campus der FH zu organisieren. Inzwischen sind wir schon sehr weit mit der Planung und Umsetzung der vielen Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Nicht zuletzt auch, wegen der enormen Hilfe, die wir von vielen ansässigen Unternehmen aus Bad Honnef und Umgebung bekommen. So hat das Team, welches sich um das Programm kümmert „sehr nette Erfahrungen mit dem Personal der Stadtsparkasse Bad Honnef gemacht“ das „in jeder Hinsicht super hilfreich“ war und den Besuch des Weihnachtsmannes organisiert und gesponsort hat. Ich persönlich bin absolut begeistert davon, wie gut wir mit der Druckerei „Studiprinter“ zusammen arbeiten. Gemeinsame Überstunden mit Herrn Haase und aufmunternde Worte, wenn man eigentlich schon kurz vor dem resignieren steht, sind nur ein Teil der Aspekte, die mich so
erfreuen und die Arbeit voran bringen. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz. So hat sich zum Beispiel das Programmteam vor kurzem zum gemeinsamen Weih-nachtslieder singen getroffen. Dies sollte die Kreativität der Programmbeschreibungen für das Internet erhöhen, was unter den Kommilitonen, die auch im „take off“ waren, zu Verwirrung führte. Das Wichtigste bei diesem Projekt ist jedoch, das Zusammenleben der Studenten und der Bürger Bad Honnefs noch mehr zu stärken und zusammen zu arbeiten, wenn es darum geht denen zu helfen, die unserer Hilfe bedürftig sind.Und so freue ich mich schon auf das erste Dezemberwochenende, wenn es heißt: „Bad Honnefer Weihnachtsmarkt – Eine
weihnachtliche Weltreise“.
Bad Honnef Christmas Market – a Christmassy World Trip
It’s Christmastime on campus! We’re opening the doors of the FH for young and old, to ring in together a happy holiday season, and to support those dependant on the help of others. And we started at the beginning of the semester to organize the Christmas market on the campus of the IUAS. But by now we’ve come pretty far with the planning and execution of everything that must be done. This has been made much easier through the fantastic help of many resident businesses from Bad Honnef and surroundings.
The team responsible for the program says: “The staff at the Stadtsparkasse Bad Honnef was great,
helpful in every way!” I’m personally thrilled by our cooperation with the printing shop Studiprinter.Working with Mr. Haase for long hours and the words of cheer and support when I was just
about to give up were only part of the fun that that brings us one step closer to our event and that make this all so satisfying. Recently,we were looking for new words to describe our event on the internet, so we got together to sing carols in the Take Off – I think it seemed quite strange to our fellow students! Nevertheless, the most important aspect of this project is to further strengthen the relationship of the students and the citizens of Bad Honnef and to work together to help those who need our support. I’m looking forward to the first December weekend, when the motto will be: „The Bad Honnef Christmas Market – a Christmassy World Trip“.
Wie im richtigen Leben
November 30, 2007
In den letzten Monaten häuften sich bei mir die Arztbesuche a) wegen eigener Krankheiten (man wird schließlich nicht jünger), b) als Begleitung meiner 88jährigen Mutter, so dass ich mit unserer famosen Gesundheitsreform näher in Kontakt kam, als mir lieb war, und mir dabei mehr als einmal der Kragen platzte.
Mein endgültiges „Erweckungserlebnis“ hatte ich, als ich an der Pinwand in einem Wartezimmer ein Angebot für einen ärztlichen Geschenkgutschein entdeckte. Eigene Erfahrungen, Gespräche mit Freunden und Kollegen brachten mich zu der Überzeugung, dass diese Reform wenigstens ein Gutes hat: Bald wird das mühselige weihnachtliche Geschenkeaussuchen erheblich vereinfacht werden, jedenfalls für die Leute der mittleren Mittelschicht und abwärts. Zum Beispiel Osteoporose, diese chronische und schmerzhafte Knochenkrankheit, wenn für diese Krankheit in der Familie eine genetische Veranlagung besteht,sollte man zur Vorbeugung unbedingt beizeiten eine Knochendichtemessung machen lassen. Leider müssen wir neuerdings diese Untersuchung selber zahlen.
Wer klamm im Geldbeutel ist und sie deshalb immer wieder aufschiebt, wacht eines Tages mit zerkrümelnden Knochen auf, die beim kräftigen Händedruck des Notarztes, zerbrechen. Also wünscht sich Mutter dieses Jahr zu Weihnachten eine Knochendichtemessung als Geschenk. Opa bekommt dagegen ein Bündel Taxigutscheine.Kann er sich doch noch allzu gut daran erinnern, als vor 1 Jahr sein gebrochenes Bein im Krankenhaus versorgt wurde, und er fürsorglich mit dem Rollstuhl vom Behandlungsraum bis zur Eingangstür gefahren und dort dann weniger fürsorglich auf die Straße gekippt wurde. Opas knappe Rente gab kurz vorm Ersten keine Taxifahrt mehr her, und einen von der Krankenkasse bezahlten Transportschein gibt es nur, wenn der Patient über keinerlei Extremitäten mehr verfügt, mit deren Hilfe er nach Hause robben kann.
Vater bekommt ein neues Gebiss geschenkt. Er hat einen humanen Zahnarzt, der Ratenzahlung gewährt. Ist zwar etwas langweilig, 10 Jahre lang immer dasselbe (nämlich die 12 Monatsraten) geschenkt zu bekommen, aber Sohn Hubert hat noch einen mit Tannenbäumen geschmückten Apothekengutschein dazugelegt.
Nur Tante Inge ist ganz übel dran. Sie braucht ein Gebiss und ein Hörgerät, da sie einen Hörsturz erlitt, als sie die neueste Gas- und Stromrechnung erhielt. Seitdem hört sie nichts mehr. Aber ein Gebiss und ein Hörgerät – das übersteigt das Budget der Familie! Zudem braucht sie auch noch eine neue Brille. Das Gestell könnte ihr Onkel Herbert schnitzen, aber die Gläser gibt es nicht einmal bei ebay günstig. Ihre finanziellen Reserven sind aufgebraucht. Sie hatte die angekündigten Regierungsmaßnahmen zum Klimaschutz falsch eingeschätzt. „Klimaschutz hat höchste Priorität in allen Bereichen!“ hieß es vollmundig. Also würde wohl als erstes der öffentliche Nah- und Fernverkehr gefördert werden, so dass ein jeder den Klimakiller Auto stehen lassen könne. Daher hat sie das Autofahren aufgegeben. Nun, die Benzinpreise schossen ungebremst in die Höhe.Tante Inge triumphierte - ein kurzer Triumph! Die Preise für Fahrkarten rasten ebenfalls ungebremst in die Höhe und die Pendlerpauschale in die Tiefe. Also nahm Tante Inge eine Hypothek auf ihr Haus auf, um ihre Fahrkarten für die Fahrt zur Arbeit usw. bezahlen zu können. Doch da Züge und Busse sehr unpünktlich und selten fahren, verlor sie als Folge ihre Arbeitsstelle wegen dauernder Unpünktlichkeit. Hinzu kam,dass sie als Hausbesitzerin als eine Klimakillerin 1. Grades (noch vor der Industrie und den Flugzeugen) eingeschätzt wurde – um die klimafreundlichen Sanierungsmaßnahmen, die Unsummen verschlungen, bezahlen zu können, musste sie eine weitere Hypothek aufnehmen.
Tante Inge hat nun Schulden, ist pleite und arbeitslos. Aber da sie inzwischen gar nichts mehr hört und sieht, verfällt sie in Lethargie. Immerhin braucht sie nun kein Gebiss mehr, da sie kein Geld mehr hat, um sich etwas zu essen zu kaufen. Also arrangierte sich die Familie mit Tante Inges schwieriger Situation und schenkte ihr ein riesiges Bündel Tütensuppen.
Neffe Karl-Heinz machte zusammen mit mehreren besorgten Ärzten eine Eingabe bei der Krankenkasse, dass man doch die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen wieder kostenfrei stellen solle. Die Krankenkasse antwortete, dass sie absolut jeden Cent brauche, den sie von den Versicherten bekommen könne. Es gehe inzwischen weniger um die Managergehälter und die Büropaläste – nein, man habe jetzt große Probleme, die Folgekosten, die durch die nicht stattgefundenen Vorsorgeuntersuchungen entstanden seien, zu bezahlen. Der Weihnachtsmann kam daraufhin auf die Idee, den Krankenkassenmanagern und den Regierungsmitgliedern, die unter ähnlichen Problemen litten, Kurse für die Entwicklung des logischen Denkens zu schenken. Doch die Herrschaften lehnten dankend ab. Dafür habe man keine Zeit, da man schon genug mit der Arbeit am vorgeschriebenen Qualitätsmanagement zu tun habe, das zwar „sauteuer“ aber notwendig sei, um verbesserte Arbeitsabläufe und Kostensenkung garantieren.
Daraufhin stelle der genervte Neffe die Theorie auf, dass die Sparmaßnahmen der Krankenkassen wohl langfristig doch erfolgreich sein werde, weil die Bevölkerung aufgrund mangelnder oder zu spät erfolgter ärztlicher Versorgung nur noch wenige Jahre in den Genuss einer Rente komme und so die Ausplünderung der Rentenkassen endlich ein Ende habe. Außerdem sei die Rente der kommenden Generation so gering, dass die zukünftigen Rentner eh nicht mehr ausreichende Gesundheitsvorsorge betreiben könnten.
Und dann klagte er auch noch öffentlich über die geringe Höhe der Renten für die zukünftigen Rentengenration. Aber dieser Jammerei wurde sofort abgeschmettert mit dem Argument, dass schließlich jeder Bürger die Möglichkeit hat, sich als Abgeordneter in den Bundestag wählen zu lassen und er somit nach 4 Jahren Abgeordnetendaseins die Möglichkeit hat, seine Rente um monatlich 1.500 Euro aufzustocken. Richtig greifen würde diese Idee allerdings nur,wenn man die Zahl der Abgeordneten im Bundestag erheblich erhöhen würde.
Die Personen als solche in diesem Leserbrief sind in ihrer familiären Zusammensetzung zwar frei erfunden, aber jede einzelne mit einem der genannten Probleme lebt wirklich in Bad Honnef und gehören nicht gerade zu den Ärmsten der Armen, und vor allem die finanziellen Probleme sind alleine in meinem Bekannten- und Kollegenkreis real existierend (nur bis jetzt noch niemand eine Hypothek für Fahrkarten aufnehmen musste, und der Opa hatte Gott sei Dank einen guten Freund, der ihn nach Hause fuhr – aber es soll ja auch Opas oder sonstige Leute ohne gute Freunde geben – was machen die?) Das Gegenargument lautet bei finanziellen Problemen mit der Krankenkasse, dass Leute unterhalb eines Mindesteinkommens unterstützt werden – aber wehe, man liegt einen Euro über diesem Mindesteinkommen, oder eine
unerwartete, aber notwendige Ausgabe senkt Einkommen oder Rente.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Autorin dieses köstlichen Leserbriefes,
ich habe beim kopieren des Beitrages durch einen dummen Zufall den Namen gelöscht. Bitte, verehrte Schreiberin melden Sie sich, ich werde den Namen in der kommenden Ausgabe gebührend veröffentlichen.
großARTig: 30. November 2007
November 30, 2007
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
eigentlich wollte ich hier mit Ihnen gemütlich über Weihnachtsplätzchenrezepte plaudern, aber es ging quasi dermaßen viel ab in der Woche, Sie werden das gar nicht glauben wollen. Ehrlisch!
Es wurde gebrüllt, geschrien, ja, es ist fast zu einer Schlägerei gekommen. Wo? Im ehrwürdigen Weinhaus Steinbach zu Rommersdorf-Bondorf, dem beschaulichen Ortsteil. Beobachter der Versammlung des Bürgervereins der dort tagte trauten ihren Ohren und Augen kaum. Der alte Vorstand brüllte den Neuen an und der neue Vorstand den Alten. Und nun ist der neue Vorstand, Peter Mohr, zurück getreten.
Aufgestaute Aggressionen sollen sich da wohl mächtig entladen haben. Vereinsleben find ich prima. Apropos: Der Kur- und Verkehrsverein seit Jahrzehnten ohne Kurs und Verkehr – zuckt wieder: In der kommenden Woche findet eine Versammlung statt.
So, jetzt arbeite ich mal meine Merkzettel ab: Bürgermeisterinkandidatin Cornelia Nasner, CDU, hat vergangene Woche alle Haushalte mit einem Prospekt beglückt. Nachdem ich das gelesen hatte, konnte ich frohlocken: Keinen Satz gefunden, den ich nicht schon 100 Mal gehört hätte war darin zu lesen. Auch: Bad Honnef sei kein Sanierungsfall! Jubeeel! Am gleichen Tag mahnt der Kölner Regierungspräsident einen unverzüglichen Sanierungsprozess an, den der Bürgerblock im Rat(los) vergeblich eingefordert hatte. Dumm gelaufen. Sehr oft kommt in dem Prospekt – gestaltet in Bonn, nicht in Bad Honnef – das Wort „bedauern“ vor. 1.000 Jahre war ihre Partei an der Regierung, nun geht alles den Bach runter, und Frau Kandidatin bedauert das. Cool, sehr cool. Wir lesen: Haushaltsprobleme müssen gelöst werden. Rrrrischtisch! Aber: Wie, wie, wie? Frau Nasner,wie? Ich bin schon mal sehr gespannt auf das Prospekt von der SPD. Ich lach mich jetzt schon mal weg, quasi rein prophylaktisch.
Nun der Knaller: Bürgerblock, FDP und FWG haben ja per Stellenangebot einen knallharten Sanierer-Bürgermeister gesucht und wohl auch gefunden. Son jungen Typen, 44 Jahre alt, drei Kinder, stahlblaue Augen. Entschuldigung, das ist jetzt mal nur eine Vermutung. Und Frau Drenker wird den
Kandidaten an die Hand nehmen und mit ihm einen Stadtrundgang machen, damit der mal sieht, was hier abgeht. Und dann wird saniert: Räte und Verwalter raus aus dem Rathaus und rein mit einem Vollversorger inklusive vorhandener Tiefgarage. Der Sanierer, nennen wir ihn Bruce, wird sich mit einer
Kettensäge bewaffnen und in Pollertown Selhof alle Poller abrasieren, damit die Linzer Straße wieder Luft bekommt und er wird auch die Innenstadt von den Pollern befreien, damit die Einzelhändler wieder parkende Kunden bekommen. Bruce wird im Business Park eine Wellness-Landschaft mit einem Hotel
bauen lassen. Bruce wird den Park der Villa Merkens in einen Nationalpark umwandeln. Bruce wird jeden Morgen zwischen sechs und sieben Uhr mit Peter Wirtz joggen und dabei werden die Probleme der Region gelöst. Bruce will es! Frau Nasner schreibt: Wir brauchen einen attraktiven Lebensmittelanbieter in der
Innenstadt… ich habe keine Tränen mehr, meine sehr verehrten Damen und Herren, ich gehe jetzt an die Theke m.V.und frische meinen Feuchtigkeitshaushalt auf.
Ich wünsche Ihnen ein feucht- fröhliches Wochenende. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…



