Jeden Samstag und Sonntag Frühstück im Chimära in der Bonner Altstadt

SPD Bad Honnef ist zuversichtlich

Januar 25, 2008

In Bad Honnef kommunale Politik zu gestalten ist kein Zuckerschlecken. Die finanzielle Situation der Stadt lässt keine großen Sprünge zu. Aber ebenso stark fällt ins Gewicht, dass die Kommunalpolitik selbst da, wo es zum Wohle der Stadt geboten wäre, nicht fähig ist, an einem Strang zu ziehen. Splittergruppen verfolgen eine durchsichtige Profilierungsstrategie, die mit seriöser Oppositionspolitik wenig zu tun hat.Alle Versuche aus diesen Kreisen, Bürgermeisterin Wally Feiden durch Eingaben und Beschwerden bei der Kommunalaufsicht anzuschwärzen, sind grandios gescheitert.

Mitverursacher der prekären Haushaltslage der Stadt setzen auf das kurze Gedächtnis der Bürgerinnen und Bürger, indem sie bei ihrer Kritik geflissentlich übersehen, dass die Verschuldungssituation die Stadt nicht über Nacht heimgesucht hat, sondern ihr folgenreiche politische Entscheidungen in den Jahren vor 2004 vorausgegangen sind. Der Vorstand der Bad Honnefer SPD begrüßt die Entscheidung
von Bürgermeisterin Wally Feiden, sich im Herbst 2008 erneut zur Wahl zu stellen.

Unter ihrer Führung sind große Anstrengungen unternommen worden, den städtischen Haushalt zu konsolidieren. So wurde nicht nur eine Nettoneuverschuldung vermieden, sondern überhaupt kein Kredit in Anspruch genommen. Aber die Einnahmen reichen weiterhin nicht aus, um die notwendigen laufenden Ausgaben zu decken. Ohne eine strukturelle Steuerreform und eine veränderte Verteilung der Landesförderung wird der gestalterische Spielraum für die Bad Honnefer Kommunalpolitik eng begrenzt bleiben. Aus eigener Kraft können sich die Nothaushaltskommunen aus ihrer misslichen Situation nicht befreien, stellte vor kurzem auch der kommunalpolitische Arbeitskreis des Landtags fest. Vor diesem Hintergrund sieht die SPD in der auf Konsolidierung angelegten Politik der Bürgermeisterin den richtigen Weg. In unermüdlichen und stets schwierigen Verhandlungen mit Unternehmern, Investoren und Grundstückseigentümern konnten eine Reihe von Projekten initiiert werden, die der städtischen Wirtschaft und dem Wohnungsbau aber auch zu Wachstum verhelfen werden. Dazu zählen: das Klostergelände am Frankenweg, die Bebauung des Grundstücks des früheren deutsch-französischen Jugendwerks, das Projekt Villa Merkens und der Business-Park. Vor allem bei letzterem wäre es leichtfertig, die Dynamik auf demGesundheitssektor zu ignorieren und Chancen für Bad Honnef zu verspielen, auch wenn jede entwicklungspolitische Maßnahme bestehende Interessen berührt.

Bad Honnef hat den Ruf, eine „Seniorenstadt“ zu sein und als Mitglied im Netzwerk „Gesunde Städte“ verfügt die Stadt über ein enormes Entwicklungspotential, das es zu
nutzen gilt. Der SPD-Vorstand würdigt das Verhandlungsgeschick der Bürgermeisterin, der es entgegen allen Vorhersagen gelungen ist, den Uhlhof in Bad Honnef zu halten. Auf der Erfolgsliste der Bürgermeisterin steht auch, dass das zukünftige Gewerbegebiet Am Dachsbergnun schneller als erwartet, realisiert werden
kann. Überwunden wurde auch die Stagnation im größten Wohnbaugebiet der Stadt in
Aegidienberg (Höhe-Rottbitze).

Für das Jahr 2008 sind bereits entscheidende Weichen in der Schulpolitik und für den
Ausbau des der Stadt zugute kommenden Tourismus gestellt worden. Der SPD-Vorstand begrüßt, dass an der Realschule St. Josef für die Schuljahre 2008/09 und 2009/10 ein dritter Zug gesichert ist. Die Kölner Bezirksregierung hat bestätigt, dass für die Honnefer Hauptschule Bestandsschutz existiert, auch wenn sie in die Einzügigkeit geraten sollte. Schließlich hat Bürgermeisterin Wally Feiden inzwischen
beim Schulministerium beantragt, das von allen Schulleitern der Stadt Bad Honnef erarbeitete Konzept einer Modellschule zuzulassen.

Gemeinsam haben die Honnefer und die Königswinterer Sozialdemokraten entschieden, das Projekt eines Nationalparks Siebengebirge engagiert zu unterstützen. Mit dem Land verhandelt die Bürgermeisterin bereits über einen gerechten Ausgleich für die Einbringung des Honnefer Stadtwaldes und über Möglichkeiten, eventuelle Belastungen für den städtischen Haushalt zu vermeiden.

Der Vorstand der SPD Bad Honnef ist überzeugt, dass auch die künftigen Aufgaben für die Stadt Bad Honnef bei Bürgermeisterin Wally Feiden in den besten Händen sind. Sie vertraut uneingeschränkt ihrem ungebrochenem Einsatzwillen, ihrem Verhandlungsgeschick und ihrer Erfahrung. Sten Martenson, Pressesprecher der SPD-Fraktion

Geld von der AWO

Januar 25, 2008

„Wir sammeln“, sagt AWO-Chefin Lucia Olbrück, „ wir sammeln unermüdlich für alte Menschen, für arme Menschen und natürlich auch für unsere Jugend.“ Gestern konnte sich der Stadtjugendring wieder einmal über einen Beitrag freuen. 400 Euro kamen zusammen, um den bei den Jugendlichen so beliebten Hitkeller im Feuerschlösschen weiter auszubauen. Jugendring-Chef Andreas Roschlau nahm das Geld dankend entgegen.

gutARTig: 18. Januar 2008

Januar 25, 2008

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

in den vergangenen Tagen wurden eine Menge Gespräche geführt. Ich fasse zusammen: Die Einzelhandelsgemeinschaft mit knapp 50 Unternehmern ist gut aufgestellt, in ihrer Kasse klingeln 45.000 Euro. Sieben Großveranstaltungen sind geplant. Auch an attraktiven Aktionen zwischen den Großveranstaltungen wird gearbeitet. Die Honnefer Innenstadt-Unternehmer hoffen darauf, dass sie in diesem Jahr der BM-Wahl „endlich“ von der Politik unterstützt werden. Heißt: Parkraum schaffen rund um den Marktplatz, Poller weg, einen Innenstadtring und keinen Vollsortimenter im Businesspark.

Dort fand gestern übrigens eine Pressekonferenz statt, zu der die HWZ nicht eingeladen wurde. Das nenne ich souverän. Kritik scheinen die Herrschaften im Park nicht zu mögen. Pressefreiheit wohl auch nicht. Mitgeteilt wurde dort allerdings nichts, was nicht schon hundert Mal geschrieben worden wäre. Oder? Mit Ärztehaus und Vollversorger gebe es keine Konkurrenz zur Innenstadt. Ach was! Es gebe auch nicht mehr Verkehr in Rhöndorf. Anwälte der Initiative „Pro Bad Honnef“ werden das jetzt mal überprüfen.

Die Hölle! Ja,wirklich: Eine Spielhölle kommt in die Stadt: In die Luisenstraße, direkt neben dem Parkplatz. Liebe Frau Drenker, bitte kümmern Sie sich doch mal darum. So,was hammer noch? Frau Bürgermeisterin hat jetzt eine eigene Sparkasse. In den neuen Abgabenbescheiden steht geschrieben: …bitte überdenken Sie, ob Sie meiner(!) Stadtkasse eine Einzugsermächtigung erteilen.

So, nun heißt es Abschied nehmen: Die KG Löstige Geselle feiert am kommenden Samstag ihre letzte Sitzung im Kurhaus. Danach ist Schluss mit dem löstigen Sitzungskarneval. Die KG arbeitet an einem neuen Konzept. Wir sind gespannt.

Zur Politik: Frau Bürgermeisterin will die Nationalparkverwaltung in der ehemaligen Wäscherei Mesenholl unterbringen. Die Renovierungsarbeiten würde das Land übernehmen. Jetzt haben wir quasi noch keinen Nationalpark, aber immerhin schon einen Wohnsitz. Prima! Die CDU findet das allerdings nicht so prickelnd: „Über die Frage, wo das Nationalparkzentrum in unserer Stadt angesiedelt werden könnte, muss beraten werden, wenn die Grundsatzfrage, ob ein Nationalpark eingerichtet wird, beantwortet ist. Dabei gäbe es sicher bessere Standorte als die von Frau Feiden favorisierte Wäscherei Mesenholl – zum Beispiel in Rhöndorf. Es macht keinen Sinn, ohne Not zusätzlichen Verkehr durch die gesamte Innenstadt in Richtung Schmelztal zu leiten.“ Rhöndorf? Businessnationalpark? Cool!

Oh, Moment mal, eine Mail der Stadt Bad Honnef: „Durch einen bedauerlichen Fehler im automatisierten Versand hat ein Teil der Abgabepflichtigen die Grundbesitzabgabebescheide des Vorjahres zugestellt bekommen. Eine Korrektur wurde bereits veranlasst, so dass in den kommenden Tagen ein erneuter Bescheid mit den tatsächlichen Werten für das Jahr 2008 an die Abgabepflichtigen versandt werden kann.“ Heidernei,was das wohl wieder allein an Porto kostet? Aber die Stadt hat’s ja. Ich sach nur:Wally’s Stadtkasse!

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich kaufe mir jetzt eine weiße Perücke, damit man mich am kommenden Sonntag auch bei der 60+ Party im Kurhaus rein lässt. Ihnen wünsche ich alles Gute, ein schönes Wochenende – und denken Sie fest daran:Alles wird guter!

Basketball: Dragons sind heiß wie Frittenfett

Januar 24, 2008

Samstag, 18.30 Uhr: SOBA Dragons Rhöndorf vs. BBC Bayreuth (Video folgt)

Aus „zwei mach eins“ lautet bei SOBA Rhöndorf die Devise für das Heimspiel am kommenden Samstag (18.30 Uhr). So stark wie in der ersten Halbzeit gegen den MBC und der zweiten in Kaiserlautern wollen die Dragons auftrumpfen. Dann ist ein Erfolg über den BBC Bayreuth drin.

Doch Vorsicht: der Traditionsklub aus dem Frankenland hat deutlich mehr drauf, als der achte Tabellenplatz vermuten lässt. „Bislang konnte der BBC selten aus den Vollen schöpfen,“ weiß Dragons-Coach Olaf Stolz um die Probleme des Kontrahenten. Immer wieder musste Cheftrainer Marco Amelow Ausfälle beklagen. Wobei die Langzeitverletzung von Lars Grübler besonders schwer wiegt. Der BBL-erfahrene Center, zuvor in Diensten der Bayer Gigants Leverkusen, kam bislang nur auf zwei Einsätze. So blieb Bayreuth in der Hinrunde fast zwangsläufig weit unter seinen Möglichkeiten. Was übrigens auch auf das erste Duell mit den Dragons zutrifft. Null Treffer bei 18 Versuchen jenseits der Dreierlinie und zusätzlich noch acht Fahrkarten aus der Mitteldistanz waren gelinde formuliert indiskutabel. „So etwas passiert pro Saison nur einmal,“ ist sich Olaf Stolz sicher. Man sollte sich also nicht vom klaren 70:53 Erfolg der Dragons im Hinspiel blenden lassen.

Die ersten beiden Auftritte in der Rückrunde deuten auf einen Aufwärtstrend beim BBC hin. Zwar kassierte Bayreuth in Hagen eine Niederlage, lieferte beim 111:100 jedoch eine beeindruckende Offensivleistung ab. Beim Heimsieg über Lich (63:49) überzeigten die Franken durch eine bärenstarke Defensive. „Wir wissen, dass so oder so ein hartes Stück Arbeit auf uns zukommt,“ nickt Olaf Stolz. Über die Qualitäten von Ex-Nationalspieler Tim Nees erübrigt sich jeder Kommentar. Zuletzt in bester Spiellaune präsentierten sich zuletzt auch das US-Trio Brandon Chappel, Mani Harris und Ty Harrelson. Im wahrsten Sinn des Wortes eine solide Bank sind die beiden gestandenen Zweitligaprofis Sebastian Hänel und Christoph Tetzner.

„Der Kader des Gegners ist exzellent und sehr erfahren,“ zollt Dragons-Manager Michael Wichterich Respekt. Die erklärten Aufstiegsambitionen Bayreuths vor dem Saisonstart waren also durchaus gerechtfertigt. „Vielleicht war neben der Verletzungsserie auch die hohe Erwartungshaltung des Umfelds ein Grund, dass das Team bislang noch keinen richtigen Rhythmus gefunden hat.“ Da zum Aufstiegsplatz inzwischen eine Lücke von zehn Punkten klafft, können die Franken nun eigentlich befreit aufspielen – was den BBC noch gefährlicher machen könnte.

Spekulationen, die Olaf Stolz emotionslos zur Kenntnis nimmt: „Gelingt es uns des Gegners Stärken zu nehmen und unsere hundertprozentig abzurufen, sind wir nur sehr schwer zu bezwingen.“ Und ausgehend von den Trainingseindrücken brennen die Dragons darauf sich gegen Bayreuth 40 Minuten lang von ihrer besten Seite zu präsentieren. Einer brennt regelrecht: Chris Grosse. „Er ist heiß wir Frittenfett,“ grinst der Dragons-Coach, „wenn kein Veto von der medizinischen Abteilung kommt, wird Chris am Samstag sein Come Back feiern.“ Sorgenfalten bereitet indes Matt Dlouhy, den in den letzten Tagen ein Magen-Darm-Infekt viel Substanz gekostet hat. Bleibt zu hoffen, dass der Rebound-König seine Akkus bis zum Wochenende wieder einigermaßen aufgeladen hat . . .

Campus: “Nein, ich bin keine Studentin- Ich bin Azubi”

Januar 24, 2008

Stefanie Höser Auch wenn immer alle denken ich wäre Studentin – nein, das bin ich nicht. Denn seit ca. 6 Monaten absolviere ich an der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef · Bonn eine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation und ich muss sagen, ich bin total begeistert. Die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich. Die ersten Wochen verbrachte ich im Study Advisory Services wo ich alle Studiengänge sowie Aufbau und Vorgänge in der FH von Grund auf kennengelernt habe. Hier habe ich Interessenten telefonisch beraten, durfte Campusführungen übernehmen und habe Anfragen per E-Mail beantwortet. Seit September nun arbeite ich mit zwei netten Kolleginnen im Marketing & Communications Department zusammen. Wir kümmern uns um interne und externe Kommunikation, um sämtliche Broschüren, den Internetauftritt, Events on and off campus und viele weitere Marketingaktivitäten. Außerdem trage ich dafür Sorge, dass jede Woche eine Anzeige bzw. eine Campus Perspective in der Bad Honnefer Wochenzeitung erscheint. Besonders gut gefällt mir die Zusammenarbeit
mit den unterschiedlichsten Leuten und die abwechslungsreichen Aufgaben. Allerdings istauch das freundliche und helle Ambiente sowie die Aussicht auf den Campus nicht zu verachten. Denn von meinem Arbeitsplatz geniesse ich jeden Morgen einen schönen Sonnenaufgang . . .

Langlebige Nachkriegsehen

Januar 23, 2008

Traditionell ihr Eheversprechen in einer Trauungszeremonie zu erneuern, nutzten bestimmt einige der 1.234 Goldhochzeiter, die nach fünfzig Ehejahren im vergangenen Jahr 2007 ihr Jubiläum im Rhein-Sieg-Kreis feierten. Stabil und langlebig erscheinen auch die Eheversprechen, die in frühen Nachkriegszeiten gegeben wurden. Einen augenfälligen Anstieg bei den Eheleuten, die nach 60 Jahren Diamanthochzeit feierten, verzeichnet das Büro des Landrats in der Kreisverwaltung für 2007. Feierten in 2001 erst 97 Eheleute Diamanthochzeit, so waren es in 2006 schon 147 und in 2007 sogar 221. 41 Paare feierten nach 65 Ehejahren Eiserne Hochzeit, und drei Jubelpaare nach 70 Jahren die Gnadenhochzeit. Sicherlich trägt auch die demografische Entwicklung, wonach die Menschen älter werden als in vergangenen Jahren, zum Zuwachs der Ehejubiläen bei. Denn auch die Statistik der Altersjubiläen im Rhein-Sieg-Kreis verzeichnet einen stetigen Anstieg. Im Vergleich feierten vor zehn Jahren, 1998, zwanzig Menschen im Rhein-Sieg-Kreis ihren 100. Geburtstag; im vergangenen Jahr, 2007, waren es 35 Bürgerinnen und Bürger, denen zu ihrem 100. Geburtstag gratuliert werden konnte. 21 Bürgerinnen und Bürger wurden vor 101 Jahren geboren, neun Bürgerinnen und Bürger vor 102 Jahren und ein Jubilar vor 107 Jahren. Mit insgesamt 72 Altersjubiläen in 2007 wird ein vorläufiger Höchststand erreicht. Landrat Frithjof Kühn und die stellvertretenden Landräte gratulierten persönlich mit einem kleinen Präsent. eb

BRAUCHTUM: Patronatstag, Senioren, jecke Wiever und ein Abschied

Januar 23, 2008

Schritte in eine bessere Zukunft

Schritt 1: Frauen an die Macht

Der Veranstaltungsreigen am vergangenen Wochenende begann mit dem Patronatstag der St. Sebastianer Schützen. Er fand wie immer im großen Saale des Seminaris Hotel statt. An und für sich ist das nicht wirklich ein spannender Termin, aber dieses Mal gab der Präsident Rolf Menzel eine Sensation bekannt: Ab sofort darf auch das weibliche Geschlecht an den Schießwettbewerben teilnehmen. Ab sofort haben die Damen im 680 Jahre alten Verein die gleichen Rechte und Pflichten wie die Herren, bis hin zur Schützenkönigin oder Schutzenpräsidentin. Schützen-Urgestein Siegfried Westhoven, der für seine 60jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, erinnerte an die Anfangszeiten nach dem Krieg: „Damals durften keine SPD-Mitglieder in den Verein aufgenommen werden, und keine Evangelen. Diese alten Statuten haben wir abgeschafft.“ Auch wurde aus der Schützenuniform die Schützentracht. Westhoven, der viele Jahre lang Präsident war, zeigte sich erschüttert über den heutigen Werteverfall: „Jede zweite Ehe wird geschieden, das soziale Engagement lässt immer mehr nach. Heute sind drei Berufstätige für die Versorgung eines Rentners zuständig, heute schuften manche Bürger 47 Stunden in der Woche und können trotzdem ihre Familie nicht ernähren.“ Für Westhoven seien gut funktionierende Vereine ganz wichtig, um Jugendliche aufzufangen. Ohne Vereine nähme die Jugendkriminalität immer mehr zu. Für 60jährige Zugehörigkeit wurden auch noch Franz Walkembach, Karl Jacobs und Franz-Josef Schneider geehrt. Der Präsident teilte den Mitgliedern stolz mit, dass der Verein nach unruhigen Zeiten wieder bestens da stehe: „Wir sind zurück, zurück in der Stadt.“ Und nun können auch die Frauen das Zepter der Schützenmacht in die Hand nehmen. Und SPD-Mitglieder sind auch schon ganz lange herzlich willkommen.

Schritt 2: Frauenpower im 85sten

Das Damenkomitee Ziepchen wurde 85 Jahre alt. Dennoch: Die aktuellen Mitglieder des Komitees sind jung, frisch und fröhlich. Und diese Damen können feste feiern. Das bewiesen sie am vergangenen Samstagnachmittag bei ihrer Geburtstags-Möhnensitzung im Rhöndorfer Schützenhaus. Statt Horrido erklang Alaaf. Das Schützenhaus war brechend voll. Im Publikum und am Elferratstisch nur herrlich kostümierte Damen. Die Herren der Schöpfung verrichteten den Thekendienst. Die Damenkomiteemitglieder um Präsidentin Monika Schneider traten erstmals in ihren neuen Schottenkostümen auf. Aber nicht nur das war neu bei der Jubiläumssitzung. Auf der imaginären Bühne unter dem mächtigen Kronleuchter traten nicht nur Eigengewächse auf, sondern viele Highlights der Honnefer Session: Die American Dreamboys vum Rhing, die Old Stars us Sellef, die Kindertanzgarde der Löstigen Geselle, die Köbesse und natürlich die Tanzgarde der Ziepches Jecke. Die Stimmung war phantastisch und die Darbietungen teils atemberaubend, denn der Platz von rechts nach links und nach oben war arg begrenzt. So kam es vor, dass ein Dreamboy auf den Schultern seiner Kollegen im mit Luftballons gefüllten Kronleuchter verschwand. „Viva Colonia“ in Rhöndorf. Natürlich räumten auch die Spielmänner des TV Eiche mächtig ab.

Schritt 3: Abschied von einer Tradition

Abschiedsstimmung kam kaum auf, bei der letzten Bürgersitzung der KG Löstige Geselle im Kursaal. Unter dem Motto, „Die Löstigen treffen auf 1001 Nacht“, wurde bestens gelaunt gefeiert. Knapp 250 Narren gaben der Abschiedsveranstaltung einen würdigen Rahmen. Sitzungspräsident Heinz Arenz führte, diesmal ohne Pause, gewohnt entspannt durch ein buntes Programm mit eigenen Kräften, mit dem Aegidienberger Dreigestirn und zum Schluss mit den Spielmännern des TV Eiche. Die Mischung stimmte und entsprach den ehemals so erfolgreichen klassischen Sitzungen: Musik, Tanz, Bütt, lachen, schunkeln. Das Publikum war zufrieden. „So hätte es immer sein können.“ Trotzdem arbeiten die Löstigen wie berichtet an einem neuen Konzept, um noch mehr Jecken zu ihren Veranstaltungen in das Kurhaus zu locken. Wird es ein Karnevalsball oder eine Karnevalsparty? Noch hält man sich im Vorstand bedeckt. Vielleicht ist das Kurhaus einfach zu groß für den Fankreis der Löstigen. Es wurde viel spekuliert, im Foyer, wo es nach der Sitzung noch hoch her ging. Die Messlatte hängt hoch. Immerhin hat der Präsident noch kürzlich gesagt: „So etwas hat es in Bad Honnef noch nicht gegeben.“

Schritt 4: Den Senioren etwas Gutes tun

Diese Frage wird oft gestellt, in den Reihen der Honnefer Karnevalisten: Ist eine Seniorensitzung noch zeitgemäß? Dazu gibt es vom Chef des Festkomitees, Gerd Papenbrock, eine klare Antwort: „Natürlich.“ Es sei schön, wenn man älteren Menschen eine Freude bereiten könnte. Die Seniorensitzung ist so etwas wie ein Familienfest. Die Großeltern feiern mit den Kindern und den Enkeln. Und da die Sitzung vom Festkomitee veranstaltet wird, ist diese Sitzung auch immer wieder ein beliebter Treffpunkt aller Honnefer Karnevalisten. Dabei wird das Festkomitee von der Bad Honnef AG unterstützt und alle Kräfte auf der Bühne treten kostenlos an. Sitzungspräsident Udo Krahe konnte daher durch ein ansehnliches, vielfältiges Programm führen. Die Eisbrecher des TV Eiche machten klar Schiff. Die Selhofer Rasselbande begeisterte die Honnefer Senioren, ebenso wie der Rhöndorfer Tanzcorps, Heike und Marion von den Löstigen, die Husmester vom Bundestag oder die Jungs vom Tambour Corps Frei Weg. 120 Honnefer Senioren kamen in den Genuss eines schönen karnevalistischen Nachmittages.

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Basketball: Kollektiver „Tiefschlaf“ kostete Dragons den Sieg

Januar 19, 2008

Kaiserslautern Braves vs. SOBA Dragons Rhöndorf 82:76 (20:15, 25:11, 14:28, 23:22)

Während die Kaiserslautern Braves am Freitagabend den 82:76-Erfolg (45:26) feierten, schoben die Dragons Frust. Verständlich, hatten sie sich doch selbst auf die Verliererstraße gebracht. Rund zehn Minuten kollektiver „Tiefschlaf“ in Halbzeit Eins kosteten SOBA Rhöndorf den möglichen und brachte den Pfälzern den verdienten Sieg.

„Im zweiten Viertel waren wir nicht präsent,“ nickte Dragons-Coach Olaf Stolz zustimmend. „Besonders unsere Defensive war in dieser Phase indiskutabel.“ Immer wieder kamen die Rhöndorfer einen Schritt zu spät und ermöglichten den Hausherren leichte Korberfolge aus der Nahdistanz. Die Braves nutzten die Chancen eiskalt aus und zogen dank einer 11:0-Serie bis zur 13. Minute erstmals deutlich davon (29:15). Und auch die Offensive der Dragons geriet vorübergehend gehörig außer Tritt. Von druckvollen Fast Breaks, mit denen die Rheinländer die Braves in den ersten zehn Minuten öfters in Verlegen brachten, war plötzlich nichts mehr zu sehen. Und da selbst beste Gelegenheiten ungenutzt blieben, durften sich die Dragons über den klaren 19-Punkte-Rückstand zur Pause nicht beschweren (45:26) – der gegen die bislang stärkste Heimmannschaft der Saison kaum wettzumachen schien.

Wer nun dachte, Olaf Stolz hätte in der Kabine ein Donnerwetter losgelassen, lag falsch. „Da muss man nicht viel sagen oder umfassende taktische Anweisungen auspacken,“ verriet der Dragons-Coach. „Jeder hatte über die eigene desolate Leistung soviel Wut im Bauch, die es nur noch richtig zu kanalisieren galt.“ Was dem Cheftrainer augenscheinlich punktgenau gelang, jedenfalls wirbelte von Beginn des dritten Spielabschnitts an ein ganz anderes Rhöndorfer Team auf dem Parkett. Der 8:0-Run zum 47:34, – maßgeblich Kris Krzyminski (14 Pkt./1-3er) und Jürgen Malbeck (13) initiiert – erweckte die Dragons zum Leben und verunsicherte die Braves sichtlich. Es folgte der große Auftritt von Chris Rojik, der mit insgesamt 15 Punkten und 10 Rebounds ein bemerkenswertes Double-Double erzielte. Acht Zähler klinkte der Routinier innerhalb von nur 120 Sekunden ein und brachte seine Dragons fast im Alleingang wieder in Schlagdistanz (30“ / 59:54).

So erlebte die begeisterte Kulisse in der Unihalle den im Vorfeld erwarteten und zwischenzeitlich abgehakten Krimi doch noch. Als Kelvin Parker (18 Pkt./2-3er) seine Rhöndorfer in der 37. Minute per Dreier sogar mit 67:69 in Front warf, schien die Begegnung komplett zu kippen. Doch Kaiserlautern behielt die Nerven. Hatte die Braves zuvor der überragende Whit Holcomb-Faye (23 Pkt. / 3-3er) im Spiel gehalten, schlugen plötzlich zwei Backups zu. Besonders der Dreier von Tim Schwartz (8 Pkt./2-3er), zum 72:71 zwei Minuten vor Ende, schmerzte aus Rhöndorfer Sicht extrem. „Er nahm uns viel Energie,“ so Olaf Stolz. Den zweiten Dreier von Johnny Mathies (7 Pkt./1-3er) knapp 60 Sekunden später bezeichnete er als den „Dolchstoß“ für seine Mannschaft.

Zwar hängten sich die Dragons in der Schlussminute nochmals voll rein und versuchten bis zur letzten Sekunde das Blatt mit taktischen Fouls zu wenden, doch die Braves präsentierten sich an der Freiwurflinie nervenstark. „Die Begegnung verlief wie unser Heimspiel gegen den MBC, nur mit vertauschten Rollen,“ stellte Olaf Stolz fest. Die Aufholjagd habe viel Kraft gekostet, die in der Crunchtime dann gefehlt habe. Aufgrund des schwachen zweiten Viertels sei die Niederlage ärgerlich und schade. „Wichtig ist, daraus die richtigen Lehren zu ziehen: wer in der starken ProA sein Potenzial nicht konsequent abruft, verliert …!“

Rhöndorf (Pkt./3er): Krzyminski (14/1), Parker (18/2), Kovacev, Rojik (15), Malbeck (13), Lange, Dlouhy (7), Woods, Harbut (9)

Kasierslautern (Pkt./3er): Holcomb-Faye (23/3), Schwartz (8/2), Skender (9/1), Mathies (7/1), Kreis, Robbins (10), Oliver (10), Oppland (7)

Rhöndorf/Kaiserslautern: Feldquote (41%/45%), 3er (10[3]/16[7]), Freiwürfe (19[15]/23[17]), Rebounds (44/38), Turnover (12/12), Assists (9/13), Steals (4/5), Blocks (3/7), Fouls (23/21)

Hallo Herr Pfirrmann!

Januar 18, 2008

Was regen Sie und Ihre Mitstreiter sich so auf, dass ein Einkaufszentrum und ein
Ärztehaus nach Rhöndorf kommen sollen. In der Innenstadt war man ja nicht immer in der Lage, Läden zu halten (Edeka). Wenn nun zehn Ärzte in Rhöndorf, einziehen, dann müssen nicht Personen aus Rhöndorf nach Honnef, sondern umgekehrt eben mal Honnefer nach Rhöndorf. Die in Selhof haben es ja besser, da gibt es jede Art kleiner Läden und man ist auch schnell bei Hit oder Aldi. Was den Verkehr betrifft: Die Firma Penaten hat vor Jahren 250 Personen entlassen, die sind wohl nicht zu Fuß gekommen oder geflogen, dazu sind durch Penaten täglich viele Lkw nach Rhöndorf rein und raus gefahren. Wir in Rhöndorf wären verkehrsmäßig auch etwas entlastet, wenn nicht zu bestimmten Zeiten Honnefer Bürger mit dem Pkw durch Rhöndorf, sondern ab Honnef über die B42 fahren würden. Ich bin eine nicht mehr junge aber schon immer in Rhöndorf wohnende Bürgerin und würde mich auf das Neue freuen.
Freundliche Grüße, Schmitz-Müller

Verkehrskollaps in Rhöndorf!

Januar 18, 2008

Es werden zirka 1 Million Autos jährlich in den Buinesspark ein- und ausfahren!
Wir erlauben uns einige Anmerkungen: Der Kollaps bezieht sich auf die Staugefahr
der Rhöndorfer Straße,dem Haupteingang für Bad Honnef. Die gesamte Rhöndorfer Bevölkerung könnte bei 100% Bedarfsdeckung 60% des Umsatzes des Supermarktes decken und nicht 40% des Bedarfs. Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, das 100% gedeckt werden, –real wären das ein Drittel des im BBE Gutachten vorgesehenen Umsatzes. Woher kommt also der andere Umsatz? Zum Verkehr: Nur für den Supermarkt sind täglich 768 PKW laut dem von der Stadt empfohlenen Gutachten errechnet, zuzüglich sollen es nur ca.6 Pkw (insgesamt nur 72 pro Tag) pro Stunde für den Getränkemarkt und für den 1.500 qm Markt für Artikel des täglichen Bedarfs (was ist das? Discounter-Drogeriemarkt?) sein. So kommt der Gutachter auf nur 840 Pkw täglich. Hinzu kommen die Pkw für die geplanten Mitarbeiter der Büros ,der
Arztpraxen, des Marktes und der Hausbewohner etc. und die 1.000 Patienten, die
täglich die Ärzte aufsuchen sollen, von denen allerdings nur 30%!!! mit dem Pkw kommen sollen, der Rest aus der Umgebung oder per Bus und Bahn oder Fahrrad, was für kranke Menschen doch sehr unwahrscheinlich ist!!! Unserer Meinung sind dies mindestens 1.500 bis 1.700 Autos täglich – macht ca.1.000.000 Autos pro Jahr die an und abfahren. Bei dieser Rechnung und in dem Gutachten, ist der Zulieferverkehr nicht enthalten. Bei nur fünf LKW pro Tag oder Nacht und 10 Kleintransportern sind es nochmal 4.500 Transporter und LKW die sich jährlich auf dem Weg zum Buisnesspark machen.

Frau Bürgermeisterin Feiden erklärte auf einer öffentlichen Sitzung zum Thema
Nationalpark, dass sie für die jährlich erwarteten 30.0000 Besucher für den Bereich
Bad Honnef, die vielleicht in 15.000 Pkw kommen, an den Autobahnabfahrten Parkplätze einrichten und die Wanderer per Shuttle-Bus in den Nationalpark bringen werden. Zitat Frau Feiden in dieser Sitzung:“Diese Blechlawine tue ich Bad Honnef nicht an.“ Dann wohl auch nicht die eine Millionen Autos die in den Rhöndorfer Buisnesspark jährlich ein und ausfahren sollen, das mehr als 30-fache, die sich in die kleine Einfahrt des Parks drängeln und den fließenden Verkehr aufhalten bzw.in der Rush Hour bis zur B42 bzw Honnef Innenstadt stauen könnten. Wer denkt dabei an die Umwelt und die Bürger? Wir hoffen auf Einsicht.

Die Initiative ProBad Honnef hat viele konstruktive Vorschläge zur Bereicherung,
Attraktivitätssteigerung und Verschönerung der Stadt gemacht, worauf wir gerne gelegentlich zurückkommen. Georg Pfirrmann

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