bösARTig: 29. Februar 2008
Februar 29, 2008
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Sie werden jetzt sicherlich wohlwollend nicken und sich denken, dass hab ich mir immer schon gedacht: Ich bin momentan ein wenig verwirrt. Ich sage Ihnen warum: Seit geraumer Zeit gehe ich nicht aus dem Haus, ohne vorher eine Kapsel Biovital Aktiv +Coenzym Q10 zu schlucken. Acht Mal täglich schmiere ich mir meine Antifaltencreme mit Ingwer auf die zerknitterte Haut und dann das: Ich treffe den Immobilienfachmann m.V., an sich ein „American Dream Boy“, und sage: Seit sieben Jahren schaue ich vom Schreibtisch aus auf das Siebengebirge. Jetzt möchte ich mal auf den Rhein blicken! Gibt’s da was schönes? Er schaut mich an.Von oben bis unten. Er grinst. Er sagt: Ja, natürlich: Oberste Etage in der Parkresidenz.
Kommen wir zu Herrn Vedders. Der Technische Beigeordnete ist stinksauer weil ein verpennter Mitarbeiter der HWZ-Group in der vergangenen Ausgabe Vedders mit „F“ geschrieben hat. Zur Strafe hat er diese Ausgabe nicht gekauft. Er hat sie sich geliehen! Als Wiedergutmachung haben wir vereinbart, dass ich Chefin Feiden mal mit „V“ schreibe: Veiden! Veiden’s Wally. Cool,oder? VW – und sie läuft und läuft und läuft und läuft… Nein, nein das war jetzt aber nur ein Scherz.
So, was hammer noch? Herr Direktor Gerdes ist zurück aus dem „Nach Karneval kann ich nicht mehr Urlaub“ – herzlich willkommen zurück am hoffentlich jetzt voll bepackten Schreibtisch. Und nun? Das Telefon klingelt! Oh, Oh, das war der Herr Zumsande, der Innenstadtretter. Bei der Versammlung der Innenstadtgemeinschaft am Dienstag im Alten Rathaus wurde beschlossen, dass auch die Einzelhändler (neben der Initiative Pro Bad Honnef) eine Unterschriftenaktion gegen den geplanten Markt im Business
Park auf den Weg bringen. Diese Listen sollen in allen Innenstadtgeschäften ausliegen. Solange in der Innenstadt keine neuen Verkaufsflächen geschaffen werden, solange dürfe auch kein Nebenzentrum
im Honnefer Norden entstehen. Um so erfreuter nahmen die Geschäftsleute die Aussage von Jopa Vedders, Technischer Beigeordneter der Stadt, zur Kenntnis, dass am Saynschen Hof Verkaufs- und Parkflächen entsehen sollen. Jo mei, ist denn schon Wahlkampf? So, und die Initiative Pro Bad Honnef ist bezüglich Business-Park-Vollversorger in Gesprächen mit Anwälten. Auch diese Tatsache begrüßte die Innenstadtgemeinschaft mit Applaus.
Neben allem Ärger über die nördlichen Absichten, konnte Zumsande auch erfreuliches mitteilen. Die Planungen für das erste große Stadtfest des Jahres, „Fühl die Frühlich“ am 5. und 6.April liefen gut an. Vorbereitet werde just auch eine umfangreiche Werbekampagne für dieses Fest, mit Radiowerbung und überregionalen Anzeigenschaltungen. Schade, schade, dass die HWZ nur regional erscheint.
Ich wünsche allerseits ein stürmisches Wochenende, allen Wochenend Geburtstagskindern viele, viele Runden und ich muss jetzt ganz schnell meine Antifaltencreme auftragen… Telefon… nee, nicht der Herr Zumsande, viel schlimmer, mein Steuerberater… boe
Der Bürger – bewusst ahnungslos?
Februar 29, 2008
Desinteresse zementiert Ahnungslosigkeit. Es fällt eben allemal leichter, zu meckern, Gerüchte zu verbreiten und auf alten Vorurteilen sitzen zu bleiben, wenn man sich nicht informiert oder kritisch mit einer anderen Meinung auseinander setzt. Man könnte hin und wieder verzweifeln! Da nimmt sich der Präsident des Bundesrechnungshofs vor einigen Wochen einen ganzen Abend Zeit, um interessierten Honnefer Bürgern etwas darüber zu erzählen, wie seine Behörde arbeitet und was sie an öffentlicher Steuerverschleuderung schon alles aufgedeckt hat. Er weiß aber auch zu berichten, dass unser Gemeinwesen im internationalen Vergleich gut dasteht und dass sein Rechnungshof unwirtschaftliche Projekte schon im Keim erstickt. Da lädt eine örtliche politische Partei eine kompetente Bildungspolitikerin
mit Landtagsmandat ein, um über Schule im allgemeinen und die Honnefer Situation im besonderen zu referieren. Neben den interessierten „Stammgästen“ solcher Informationsveranstaltungen haben sich einige pensionierte Pädagogen eingefunden, die ihren Frust über das vorhandene Schulsystem nur noch nacharbeiten können. Mit einer Ausnahme ist unter den Besuchern der informativen Veranstaltung
kein aktiver Lehrer zu entdecken. Geschweige denn eine größere Anzahl der Eltern, die sich gern am Mittagstisch das Maul über die Zustände an den Honnefer Schulen zerreißen, der Politik alles und jedes in die Schuhe schieben, aber sich nicht aufraffen können, sich einmal Informationen aus erster Hand geben
zu lassen.
Es kann doch nicht wahr sein, dass sie sich alle nur davon haben abhalten lassen, weil die „eine“ Partei und nicht die „andere“ als Veranstalter auftrat. Was steckt hinter einer solchen Haltung für ein Demokratieverständnis,was für ein Bürgersinn? Sten Martenson
Hinweis der HWZ-Redaktion: Bitte lesen Sie dazu auch den Leserbrief von Josef Thienen
Campus: Repräsentative Geschäftsreisestudie der FH
Februar 29, 2008
Vorläufige Erkenntnisse über den Zusammenhang von Geschäftsreisen und beruflichem Erfolg bis hin zu konjunkturellen und ökologischen Einflüssen
Die Internationale Fachhochschule Bad Honnef/Bonn hat in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Infas die erste repräsentative Geschäftsreisestudie initiiert. Seit Anfang Februar bis Ende März 2008 werden bundesweit rund 1.000 Geschäftsreisende befragt, um Einstellungen und Verhalten der Reisenden sowie aktuelle Strukturen des Geschäftsreisemarktes zu erfassen.
Nach ersten Erkenntnissen sind rund zwei Drittel der Geschäftsreisenden in Deutschland der Meinung, dass die geschäftliche Reisetätigkeit wesentlich zu ihrem beruflichen Erfolg beiträgt. Dieser Eindruck ist bei den weiblichen Geschäftsreisenden stärker ausgeprägt als bei den männlichen Kollegen, die in geringerem Maße davon überzeugt sind, dass die berufsbedingte Reisetätigkeit karrierefördernd ist. Zudem verbinden die Damen das Angenehme mit dem Nützlichen: Etwa jede fünfte Geschäftsreisende empfindet Geschäftsreisen als Kurzurlaub, was den männlichen Reisenden weniger gelingt. Demzufolge schaffen es weibliche Geschäftsreisende besser, mit den Strapazen berufsbedingter Mobilität umzugehen.
Die vorläufigen Befragungsergebnisse haben auch ergeben, dass die konjunkturelle Entwicklung maßgeblichen Einfluss auf die Reisehäufigkeit der Befragten hat. Demnach erwartet rund ein Fünftel der Geschäftsreisenden in Deutschland einen Rückgang der Geschäftsreisen bei Verschlechterung des Wirtschaftsklimas. Dem entgegen wird durch das steigende Umweltbewußtsein eher kein negativer Einfluss auf die Anzahl der Geschäftsreisen gesehen.
Neben diesen ersten Erkenntnissen werden in der Studie weitere Einstellungen der Geschäftsreisenden und deren Zufriedenheit mit den Leistungsanbietern ermittelt. Außerdem werden Reisemerkmale wie Ausgaben pro Reise und Leistungsträger sowie Dauer und Reiseziele erhoben. Weitere Schwerpunkte bilden das Buchungs- und Kaufverhalten sowie die soziodemographischen Strukturen der Geschäftsreisenden. Schließlich wird das Spannungsverhältnis zwischen beruflicher Karriere, der Reisetätigkeit und damit verbundenen privaten Vor- und Nachteilen beleuchtet. Alle Ergebnisse werden für den Gesamtmarkt und zusätzlich für die Gruppe der weiblichen Geschäftsreisenden erhoben. Die Ergebnisse der Studie mit dem Titel „Geschäftsreisende 2008 – Strukturen, Einstellungen, Verhalten“ sind ab Sommer 2008 als Print- und Onlineversion über die Fachhochschule Bad Honnef/Bonn für 99 Euro zu beziehen.
Anlass für die Studie sind die vielfältigen Einflüsse und permanenten Veränderungen des touristischen Marktes und vor allem des Geschäftsreisemarktes. Gesellschaftliche Trends, Veränderungen im wirtschaftlichen und politischen Umfeld beeinflussen die Struktur, die Einstellungen und letztlich das Reiseverhalten der Geschäftsreisenden. Auch die Anbieter touristischer Dienstleistungen sind diesen Einflüssen ausgesetzt und entwickeln ihre Marktangebote ständig weiter, wie die zunehmende Verbreitung webbasierter Verkaufskanäle und die steigende Anzahl von Angeboten der Low-Cost-Carrier oder der Budget-Hotellerie zeigen. Somit ist die regelmäßige Beobachtung und Analyse der Reisenden für die Reiseindustrie von besonderer Bedeutung, um schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können und um eine Planungsgrundlage für Leistungsanpassungen zu haben.
Unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Schneider von der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef/Bonn wird die Studie jährlich erscheinen und wird unterstützt von der Steigenberger Hotel Group, FCm-DER Travel Solutions, Amadeus Germany, der Europcar Autovermietung GmbH, der Deutschen Lufthansa AG, der HSMA Hospitality Sales and Marketing Association und dem Travel Industry Club.
Hinweis:
Auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin findet am Donnerstag, den 6. März 2008 um 14.00 Uhr am Stand-Nr. 123 in Halle 5.1 ein Pressegespräch der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef/Bonn u.a. zu der neuen Geschäftsreise-Studie statt.
POLITIK: Peter Profittlich im Gespräch
Februar 29, 2008
„Rhöndorf hat die perfekte Infrastruktur“
„Und ich muss ja auch noch backen,“ schmunzelt Peter Profittlich, der Rhöndorfer. In der Tat, denn seine Berufsbezeichnung lautet Konditor und Bäckermeister. Darüber hinaus ist der Junggeselle Vizebürgermeister, CDU-Ratsmitglied, Ausschussmitglied, Schützenpräsident, Hauptbrandmeister, Lehrlingswart der Bäckerinnung Bonn Rhein-Sieg, Beiratsmitglied des VVS und natürlich Mitglied in allen Rhöndorfer Vereinen.
Im Moment steht Rhöndorf, der verträumte Adenauer-Ort, im Mittelpunkt vieler Interessen. Stichwort Adenauer: „Vor dem Bonn-Berlin Beschluss besuchten 130.000 Gäste jährlich das Haus des ersten Bundeskanzlers der Republik. Heute sind es nur noch 40.000 jährlich.“ Aber nicht nur das. In den vergangenen zehn Jahren seien 355 Arbeitsplätze verloren gegangen, allein 270 durch die Schließung von Penaten. So ist es für Profittlich nicht nur wichtig, Wohnraum für Neubürger zu schaffen, „davon haben wir nun genug“, es müssten sehr dringend auch Arbeitsplätze geschaffen werden. Daher unterstützt er den Wunsch der Initiative „Wir in Rhöndorf“, die sich dafür einsetzt, dass die Nationalparkverwaltung, wenn sie dann kommt, in Rhöndorf angesiedelt wird. Und zwar im ehemaligen Müttergenesungswerk Haus Hedwig am Rande des Parks der Villa Merkens.„Das Haus ist optimal dafür geeignet, und das dazugehörige Informationszentrum könnte in der ehemaligen Landvolkhochschule vis a vis untergebracht werden.
Außerdem sind Parkplätze für 60 Mitarbeiter vorhanden.“
Bei der optimalen Anbindung von Rhöndorf an den Rest der Welt mit dem Bahnhof, der Stadtbahn, der B42 und der Anlegestelle gäbe es wohl kaum eine andere Alternative. Auch wenn unsere Bürgermeisterin
die ehemalige Wäscherei Mesenholl im Schmelztal als Sitz einer eventuellen, zukünftigen Nationalparkverwaltung favorisiert, da bin ich eben anderer Meinung. Mesenholl hat keine Infrastruktur.“ Auf jeden Fall aber solle auch das Problem Mesenholl angepackt werden. „Ich könnte mir auf dem Gelände ein Handwerkszentrum vorstellen, oder ein Fortbildungszentrum.“
Profittlichs Meinung zu einem Vollversorger rund um ein geplantes Ärztehaus im Rhöndorfer Business Park lautet: „Ich persönlich brauche das nicht, aber es wäre eine gute Sache für den Ort.“
Als sehr gut für den Ort, für die dortige Gastronomie, für Ferienwohnungsbesitzer und Hotels hätte sich bereits der Wanderweg „Rheinsteig“ entwickelt. So ist Profittlich nicht so sehr erfreut darüber, dass im Hotel Bellevue direkt am Rheinufer Wohnraum geschaffen werden soll. „Der Wandertourismus wird weiter boomen und wenn denn der Nationalpark Wirklichkeit wird, dann brauchen wir hier ein entsprechendesHotel. Die vorhandenen Hotels und Ferienwohnungen sind schon jetzt sehr gut gebucht.“ Profittlich steht zu dem Projekt Nationalpark, „auch wenn da noch einige Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Wenn der Nationalparkgedanke aufgegeben wird, dann werden wir sehr lange keine Fördergelder mehr bekommen.“
Und noch ein Blick über den Rhöndorfer Tellerrand: „Eine Bebauung von Selhof Süd ist unabdingbar für die Entwicklung von ganz Bad Honnef.“
INITIATIVE: Die Vorteile in Rhöndorf überwiegen
Februar 29, 2008
Akzeptable Nutzung sicher stellen
Die Bürgerinitiative „Wir in Rhöndorf“ bittet die Mitglieder des Bad Honnefer Stadtrates, bei einer erneut
anstehenden Abstimmung im Planungsausschuss für eine entsprechende, weiterhin dem Gemeinbedarf verpflichtete Flächennutzung zu votieren.
Der Ausschuss hat sich dankenswerterweise diese Möglichkeit offen gehalten, als er kürzlich die Bebauung des Geländes im Herzen von Rhöndorf mit massigen Siedlungswürfeln ablehnte. Dem Vernehmen nach stehen Vertreter der für den Nationalpark zuständigen Behörden und Naturschutzinstitutionen der Auswahl Rhöndorfs als Sitz der Nationalparkverwaltung aufgeschlosssen gegenüber. Haus St. Hedwig, das frühere Müttergenesungswerk, und die dazugehörigen Gebäude der ehemaligen Katholischen Landvolkhochschule einschließlich des sonst vom Abriss bedrohten Schürmann-Baus, bieten sich als Sitz der Nationalpark-Verwaltung samt Schulungszentrum an. Die Bausubstanz ist zufriedenstellend. Innere Umbauten wären in einem finanziell erträglichen Rahmen möglich. Parkplätze für die Bediensteten des Nationalparks sind in ausreichender Zahl vorhanden. Es gibt großzügige Räumlichkeiten für die Information und die Betreuung von größeren Besuchergruppen, zum Beispiel Schulklassen.
Die Liegenschaft Haus St. Hedwig in Rhöndorf als Sitz der Nationalparkverwaltung hat wesentliche Vorteile gegenüber der ins Gespräch gebrachten ehemaligen Wäscherei Mesenholl im engen Eingangsgebiet des Schmelztales. Der Abriss der Wäschereiruinen mit all den vermuteten Bodenlasten
und ein kostspieliger Neubau des Verwaltungszentrums würden sich erübrigen. Die verkehrstechnische Anbindung des Verwaltungssitzes Haus St. Hedwig ist wesentlich günstiger: Für die zu erwartenden Besucherströme bietet Rhöndorf die nahen Ab- und Zufahrten der Bundesstraße 42, dazu den Anschluß an das Bundesbahn- und Regionalbahnnetz mittels eigenem Bahnhof sowie die Haltestelle der Rheinschifffahrt.
Die Bürgerinitiative appelliert an die Landesregierung in Düsseldorf, entsprechend ihrer Zuständigkeit für den Nationalpark, sich baldmöglichst mit dem Erzbistum wegen des Erwerbs der Liegenschaft Haus Hedwig ins Benehmen zu setzen und eine für die Rhöndorfer Bürger akzeptable Nutzung des Geländes sicherzustellen.
In eigener Sache: Erfolg der www.diebadhonnefer.de
Februar 29, 2008
Mit, rein statistisch gesehen, 8.000 Lesern pro Woche in Bad Honnef, Aegidienberg, Rheinbreitbach und Unkel kann sich die gedruckte Ausgabe der HWZ durchaus sehen lassen. Das ganz einfache Konzept, Honnefer über ihre Stadt preiswert zu informieren, ohne erhobenen Zeigefinger, dafür aber mit einer guten Priese Witz, ist bisher aufgegangen. Dank der treuen Anzeigenkunden!
Der in den heutigen Zeiten so wichtige Ableger einer Zeitung, der Online-Auftritt, ist vor drei Monaten unter www.diebadhonnefer.de an den Start gegangen. In knapp 90 Tagen konnten 611.826 Zugriffe(!) auf diese Seite gezählt werden. Besonders häufig werden die Kolumnen angeklickt, und vermehrt auch die Videos. So steht das Video vom Honnefer Karnevalszug mit durchschnittlich 650 Aufrufen täglich an erster Stelle, gefolgt von dem Video über die Präsentation des Bürgermeisterkandidaten Ralf Schaaf mit durchschnittlich 550 Aufrufen täglich.
Angeklickt wurde die Seite bisher von Usern aus 22 Ländern der Erde. Und das Foto zeigt: Gelesen wird die HWZ auch in Paris.
Keine Wohnbebauung im Honnefer Süden
Februar 29, 2008

Die CDU Bürgermeisterkandidatin Cornelia Nasner kann sich auf die Junge Union Bad Honnef verlassen. Bei einem gemeinsamen Treffen versprachen die JU-Mitglieder der 43-Jährigen volle Unterstützung im Wahlkampf. Cornelia Nasner stellte ihr Programm vor und stieß dabei auf breite Zustimmung der JUler. So wendete sich auch der JU-Vorsitzende Jonathan Grunwald gegen eine reine Wohnbebauung von Selhof Süd, da zunächst grundlegende Fragestellungen wie die Verkehrssituation sowie das Problem der zahlreichen leeren Wohnungen in Bad Honnef geklärt werden müssten. „Besonders im Hinblick auf den demografischen Wandel wäre ein rein wachstumsorientiertes Denken hier voreilig und kurzsichtig“, betonte Grunwald in Bezug auf andere Städte, die mit einer solchen Bebauungspolitik auf der grünen Wiese schlecht gefahren seien und die mancherorts zur Verödung der Innenstädte geführt hätten. „Oberstes Ziel muss es sein, die Lebens- und Wohnqualität in Bad Honnef aufrechtzuerhalten. Dazu zählt auch eine lebendige Innenstadt“, machte Grunwald klar. Lebendig wird es auch beim traditionellen Ostereiersuchen der JU mit Cornelia Nasner am Ostermontag (24. März) ab 14 Uhr auf der Insel Grafenwerth zugehen. Zusätzlich sorgt die Frauen Union Bad Honnef für frische Waffeln.
AUSCHUSS: Visionen und nackte Tatsachen
Februar 29, 2008
„Ein Boulevard statt B42 und Bahn“
Der Ausschuss für Wirtschaft Tourismus und Verkehr ist sicherlich derzeit ein ganz wichtiges Gremium
für die Zukunft der Stadt Bad Honnef, wenn denn der Rat die Empfehlungen der Ausschussmitglieder beherzigt.
Der Wunsch vom Vorsitzenden Sebastian Wolff, „die Sitzung diszipliniert“ über die Runden zu bringen, wurde am vergangenen Dienstag erfüllt. Ein Wunsch der Einzelhändler in der Innenstadt dagegen nicht: Der innere Marktplatz wird auf keinen Fall für Parker frei gemacht. Darunter würde das Stadtbild zu sehr leiden. Dafür kam ein bereits vielfach diskutiertes Thema erneut auf den Tisch: Die Verwaltung wird beauftragt, als so genannten „Innenstadtring“ folgende Regelung für die Verkehrsführung im Innenstadtbereich zu prüfen: Die Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung zwischen Hauptstraße/Markt und Weyermannallee, und die gleichzeitige Verkehrslenkung Richtung Saynscher Hof über Weyermannallee, Luisenstraße und Bahnhofstraße. Dabei sind mögliche Lösungen für eine direkte Anfahrt zum Krankenhaus aus Richtung Rhöndorf in die Prüfung mit einzubeziehen. Die Begründung der Antragsteller CDU und FDP lautet: Der „Innenstadtring“ bietet die Chance, die Attraktivität der Einkaufszone in der Innenstadt durch neue Parkplätze und Verkehrsberuhigung zu verbessern. Die Schaffung von neuen Parkplätzen in bester Stadtlage ist eine konkrete Wirtschaftsförderungsmaßnahme
für den Einzelhandel in unserer Innenstadt. Dies würde auch zu Einnahmeverbesserungen für die Stadt führen. Eine fußgängerfreundliche Ausgestaltung könnte durch einen Zebrastreifen weiter gefördert werden.
Die Zukunft der Stadt nahm einen breiten Raum ein, bei dieser 12. Ausschusssitzung. Zur näheren Zukunft wurde mitgeteilt, dass die Arbeiten am Brückenbauwerk „Honnefer Kreuz“ noch bis in den Sommer andauern werden.
Visionen sorgten für Heiterkeit
Wie Bad Honnef in 30 Jahren aussehen könnte, dieses visionäre Bild wurde von Vertretern der „Montag-Stiftung“ gezeichnet, die das Planprojekt „Stadträume am Rhein“ betreuen. Das ist ein Kooperationsprojekt der Regionale 2010 und der „Montag Stiftung“ aus Bonn mit dem Titel „Stadträume am Rhein“. Ziel ist es, die Kommunen mit ihren Akteuren und Projekten sowie die Bewohner der Region an das „Rückgrat Rhein“ heranzuführen und die bislang vernachlässigten Entwicklungspotenziale der Flusslandschaft für die Region neu zu erschließen. Bad Honnef wurde dabei dem so genannten Raumtyp VI: „Rheinromantisches Tor“ zugeordnet. Informationen über das gesamte Projekt sind auch über das Internet; www.stadtraeume-am-rhein.de erhältlich. Die Ergebnisse der „Entwurfswerkstatt“ liegen nun vor und wurden in der Sitzung präsentiert. Es wurden recht interessante Zukunftsbilder mit einer Gesamtperspektive von 25-30 Jahren vorgestellt. Ausgangspunkte für die Wahl des Raums „Bad Honnef/Rolandseck“ sind die mit den Themen „Freizeit und Rhein-Erholung“ verbundenen Raumelemente. Kern des Entwurfsraumes ist dabei die Insel „Grafenwerth“. Sie sei aufgrund ihrer Lage und traditioneilen Bedeutung als Freizeitort ein „Schlüssel“ für die erneute Hinwendung der Stadt zum Rhein. Ufernahe Trassen verschiedener Verkehrsträger erschwerten beiderseits die Erlebbarkeit der „Rheinorte“. Als Ergebnis der Planideen soll ein modernes, innovatives Raumbild der Rheinerholung stehen, das verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung trägt und die bestehenden Strukturen neu interpretiert. So werden die B 42 und die Bahnen in einem Tunnel verschwinden, um Bad Honnef über einen Boulevard mit Villen und Hotels näher an den Rhein zu bringen. Eine Vision,die von den Ausschussmitgliedern mit Heiterkeit aufgenommen wurde. Dennoch: In 30 Jahren werde der Rheinraum, die Projektgruppe „bearbeitet“ den Raum zwischen Leverkusen und Bad Honnef, komplett anders aussehen. So werde es neben der „Rheinromantik“ durchaus auch eine „Werksromantik“ geben. Dies wohl in Bezug auf Leverkusen, wenn dort die Werkstore für den Tourismus geöffnet werden.
Ganz Bad Honnef mit einem Klick
Zurück in die Wirklichkeit wurden die Mitglieder des Ausschusses von Thomas Bock geholt. Der Chef der Honnefer Tourist-Info, stellte sein Projekt „Bad Honnef von A-Z“ vor. Seit Anfang des Jahres finden sich alle wichtigen Informationen rund um Bad Honnef im Internet auf den Seiten der Stadtinformation unter www.service-badhonnef.de. Über eine Suchfunktion oder nach Kategorien sortiert können ausführliche Angaben z.Bsp. zu den Bereichen „Bildung und Beruf, Dienstleistung, Handel und Gewerbe, Gesundheit und Pflege, Freizeit, Kunst und Kultur sowie Tourismus“ abgerufen werden. Rund 1.000 Einträge in 250
Kategorien bilden den Start. Die Datenbank wird von dem ehrenamtlichen Team der Stadtinformation
kontinuierlich ausgebaut. Die Einträge im Internet können auch selbst erstellt werden: Unter dem Motto „Auch schon drin?“ ruft die Stadtinformation alle Honnefer Bürger und Gewerbetreibenden auf, sich kostenlos direkt in die Datenbank einzutragen oder bestehende Einträge zu bearbeiten. Auch Bilder und
Logos können eingestellt werden. Alle Angaben werden redaktionell geprüft. Nach erfolgter Freischaltung können die eigenen Einträge passwortgeschützt aktualisiert und erweitert werden.
Das neue Internetangebot ist in Zukunft Basis für sämtliche Publikationen der Stadtinformation Bad Honnef und erweitert die bestehenden Internetseiten www.termine-badhonnef.de beziehungsweise www.stadtinfo-badhonnef.de. Diese wurden im vergangenen Jahr fast 1 Million mal angeklickt, so Bock.
HONNEFER SÜDEN: Ein altes Thema in Klausur beleuchtet
Februar 29, 2008
Auf der Suche nach Lösungen für Selhof-Süd
Einen Blick zurück aus dem Jahr 2018 auf heute warfen die sieben im Stadtrat vertretenen Fraktionen am vergangenen Wochenende. Die zweitägige Klausur zum Bad Honnefer Streitthema Selhofer Süden, an der auch der Verwaltungsvorstand teilnahm, fand unter professioneller Moderation statt. An ihrem Ende wurde vereinbart, für einen Planungszeitraum von zehn bis zu 20 Jahren das weitere Vorgehen und die dazu notwendigen einzelnen Schritte in den Fraktionen zu beraten und ein Zeitfenster für Entscheidungen verbindlich festzulegen.Vorurteilsfrei und ohne wechselseitige Schuldzuweisungen wurden die teilweise seit Jahrzehnten diskutierten Entwicklungsmöglichkeiten und Modelle von den Spitzen der Fraktionen in gemischten Arbeitsgruppen erörtert. Auch die Auswirkungen auf die Stadtentwicklung und das Umfeld sowie die unterschiedlichen Standpunkte der Fraktionen wurden unter den Zielvorgaben des Moderators analysiert.
Einig war man sich schnell, dass ausschließlich das Allgemeininteresse der Stadt Bad Honnefzum Maßstab genommen werden darf. Privat gelenkte Interessen hatten in diesem Mediationsprozess auch tatsächlich keinen Platz. Aufgabe der Fraktionsvertretungen wird es nun sein, den Prozess in ihre Fraktionen zu tragen, dort fortzusetzen und zu Ergebnissen zu führen. Am Ende der Klausur lobten alle Teilnehmenden das ausgesprochen offene und faire Gesprächsklima. Der Wunsch, möglichst viel von dieser neuen Diskussionskultur in die Alltagsarbeit des Stadtrats hinüber zu retten, war einhellig.
Stellungnahme zur Klausurtagung von Manfred Rauw
Die Klausurtagung über das schwierige Thema “Selhof- Süd“ wurde von allen Fraktionen begrüßt. Die Tagung fand in guter Atmosphäre statt. Da dieses Thema die Bevölkerung und die Kommunalpolitk seit
mehr als 30 Jahren zum Teil strittig beschäftigt, war man sich einig, dass die Politik nun endlich Rahmendaten für die künftige Nutzung dieses Areals setzen muss und hierbei auch die Verkehrsthemen berücksichtigen muss. Poller sind keine Lösung. Die Fraktionen sollen in absehbarer Zeit ihre Positionen
erarbeiten.Keine Einigung wurde bei der Tagung über die Art der Nutzung erzielt, was bei den bisherigen Positionen der Parteien und Gruppierungen nicht zu erwarten war. Erreicht wurde jedoch, dass man für die Ansichten der „anderen“ und deren Argumente Verständnis aufbrachte. Allen war das Wohl der Stadt ein zentrales Anliegen. Die Vorstellungen der Klausurtagung über die Nutzung des Geländes reichten von einer moderaten Bebauung bis zum Belassen der Natur (Erholungspark).
Stellungnahme zur Klausurtagung von Ruth Hoppe
Danke für Ihren positiven Bericht. Meine Erinnerung gibt allerdings nicht her, dass wir nur von einem Planungszeitraum von 10 bis 20 Jahren gesprochen hätten, in denen das weitere Vorgehen und die dazu notwendigen einzelnen Schritte in den Fraktionen zu beraten und ein Zeitfenster für Entscheidungen verbindlich festzulegen seien. Wir haben doch auch übereinstimmend von der Notwendigkeit einer
Nutzungsfestlegung innerhalb der nächsten 10 Jahre für das Selhofer Feld gesprochen, und sind einvernehmlich zu der Überzeugung gelangt, dass wir es nicht so lassen wollen, wie es jetzt ist. Wir dachten darüber nach, wie Selhof-Süd in Zukunft aussehen sollte, zum Beispiel eine Hälfte baulich genutzt (moderate, energie- und umweltfreundliche Wohnbebauung und/oder Ansiedlung einer Institution) und die andere Hälfte mit einer Parkanlage. Wir haben weiter über eine Änderung der Verkehrsverhältnisse
auf der Linzer Straße nachgedacht, über die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer unter Berücksichtigung moderner technischer Möglichkeiten. Nach meiner Meinung müsste die Presseinformation etwas konkreter sein, um der Öffentlichkeit zu vermitteln, dass es uns nicht nur in einer teuren Umgebung kommunikativ gut gegangen ist, sondern dass wir uns auch um eine wirkliche Problemlösung bemüht haben.
Blut rettet Menschenleben
Februar 29, 2008

Am vergangenen Wochenende wurden Honnefer Blutspender geehrt. Bei einem kleinen Festakt bedauerte Uschi Brodesser, Geschäftsführerin des DRK Bad Honnef, dass die Bereitschaft, Blut zu spenden, spürbar zurück gegangen sei. „Junge Leute haben nicht mehr den Mut, zu uns zu kommen.“
Derzeit seien 85 Honnefer bereit, regelmäßig Blut zu spenden. Vizebürgermeister Peter Profittlich erinnerte daran, dass Operationen ohne Blutkonserven nicht möglich wären. Er dankte den Blutspendern sehr herzlich: „Sie helfen vielen Menschen aus akuter Not.“



