Jeden Samstag und Sonntag Frühstück im Chimära in der Bonner Altstadt

Basketball: Dragons müssen gegen die Giraffen hellwach sein!

Februar 28, 2008

Samstag, 19.30 Uhr: TV 1862 Langen vs. SOBA Dragons Rhöndorf

Wollen die Dragons den Giraffen am Samstag (19.30 Uhr) einen langen Hals machen, müssen sie hellwach zur Sache gehen. Denn kaum ein anderes Team in der ProA agiert in der Offensive so unberechenbar wie TV 1862 Langen. Entsprechend „unkonventionell“ ist für die Jungs von SOBA Rhöndorf die Vorbereitung auf die Begegnung gelaufen.

„Normalerweise stehen Spielsysteme des Gegners und wie sie durchkreuzt werden können im Mittelpunkt des Trainings,“ erklärt Rhöndorfs Assistant-Coach Eric Detlev. Speziell abgestimmte Team-Defensive sei in der Regel das probate Mittel. „Doch diesmal müssen wir individuell sehr gut verteidigen.“ Nur so könne man die Giraffen unter Druck setzen, dessen Spieler ungeachtet der Position überall auf dem Spielfeld anzutreffen seien. Beispielsweise Robin Benzing (ø 6,2 PpG): nominell ist er Power Forward, trotz seiner beachtlichen 2,08 Meter Länge aber verdammt schnell und mit gutem Ballhandling sowie Distanzwurf ausgestattet. „Der Bursche hat von der Position Eins bis Vier alles drauf“, staunt Eric Detlev. Folglich ist Benzing auch häufiger an der Drei-Punkte-Linie anzutreffen – als Schütze! Was übrigens auch auf seinen Center-Kollegen Koray Karaman (ø 7,5 PpG) zutrifft, der bislang rund 35 Prozent aller Dreierversuche eingeklinkt hat. Auf der anderen Seite nutzt der kanadische Regisseur des TV jede sich bietende Lücke um in die Zone zu schneiden. Und dort ist Daniel John Boticki (ø 11,2 PpG) dank explosiver Athletik nur schwer zu stoppen. Und das Mark Kelley unter den Brettern effektiv zu wirbeln versteht, belegen seine durchschnittlich 17,4 Punkte pro Spiel eindrucksvoll, womit der bullige Center eindeutiger Topscorer der Hessen ist.

Es versteht sich also von selbst, dass sein Aktionsradius wirkungsvoll eingeengt werden muss. An den personellen Alternativen für diesen Job mangelt es den Dragons ebenso wenig, wie an Spieler, um die zweite Schlüsselposition zu beschatten. „Daniel Boticki unter Druck zu setzen ist ein klares Ziel“, verrät Eric Detlev. Logisch, gilt es doch zu verhindern, dass er mit seinen Pässen die bereits erwähnten Mitspieler findet, womit die anderen Akteure der Giraffen keinesfalls unterschätzt sein sollen. Kai Barth, James Mitchell Laue, Alain Ekambi, Armin Willemsen und nicht zuletzt Igor Starcevic steuern zur Team-Statistik durchschnittlich jeweils mehr als sechs Punkte pro Begegnung bei.

„Hagen hat vorgemacht, wie Langen zu packen ist“, so Rhöndorfs Assistant-Coach. Die Westfalen haben den Gegner mit konsequenter Defensive niedergekämpft (92:81). „Lässt man sie frei zur Entfaltung kommen, kann das Team einen Spielrausch entwickeln und man kann richtig böse unter die Räder kommen.“ So wie die Bremen Roosters, die mit einer 80:66-Packung die Heimreise antreten mussten. Und auch die Dragons bekamen beim knappen 85:83-Hinspielsieg eine Kostprobe von der Offensiv-Stärke der Giraffen. Wenngleich in Rhöndorf noch Rätselraten herrscht, mit welcher Formation Langen antreten wird. „Unseren Informationen zur Folge stehen hinter einigen Spielern verletzungsbedingt Fragezeichen“, berichtet Eric Detlev. „Bislang hat Headcoach Frankie Ignatovic aber stets eine kreative Lösung gefunden.“ Den Dragons hingegen steht aller Voraussicht nach der komplette Kader zur Verfügung – allerdings ohne Garantie auf optimale Fitness. Fast jeder im Team wurde in den vergangenen zwei Wochen von einer Virus-Infektion gebeutelt, der eine mehr der andere weniger. Am schlimmsten hat es übrigens Olaf Stolz erwischt, der seit über einer Woche mit Fieber im Bett liegt. Am Samstag will er jedoch wieder als Headcoach mit von der Partie sein.

Basketball: Big Points gemacht

Februar 24, 2008

SOBA Dragons Rhöndorf vs. USC Heidelberg 87:82 (24:17, 16:25, 23:19, 24:21)
Einmal mehr war der Menzenberg Schauplatz eines echten Krimis, in dem die Dragons nach harten Kampf mit 87:82 (40:42) die Oberhand behielten. Spielerisch nicht immer auf hohem Niveau, ließ das Duell zwischen SOBA Rhöndorf und USC Heidelberg in Sachen Spannung nichts zu wünschen übrig.

Als der Hallensprecher die letzten beiden Spielminuten ankündigte, hatten sich die rund 800 Fans längst von den Sitzplätzen erhoben und verwandelten die Halle in einen Hexenkessel. Auf des Messers Schneide stand das Spiel, entsprechend wichtig war die moralische Unterstützung für die Hausherren. Ein Dreier von Michael Jones brachte Heidelberg wieder in Schlagweite (80:77). Chris Grosse antwortete eiskalt und klinkte seinerseits einen Wurf jenseits der 6,25-Meter-Linie ein (83:77). Im Gegenzug schloss Byant Nash per Korbleger ab (83:79). Jetzt waren gute Nerven gefragt, Kelvin Parker hatte seine bestens im Griff. Rhöndorfs Playmaker verwandelte 40 Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe sicher zum 85:79. Die Vorentscheidung? Denkste! Jamie McNeilly konterte nochmals mit einem sagenhaften Distanzwurf (85:72), die Spieluhr signalisierte noch 20 Sekunden. Dem Raunen auf den Rängen folgte postwendend ein Aufschrei des Entsetzens, provoziert durch einen Ballverlust der Dragons. Alexander Starr schnappte sich den Ball, stürmte nach vorne und jeder rechnete damit, das er den Dreier zum Ausgleich versucht. Erstaunlicherweise zog der USC-Guard jedoch zum Korb durch und legte den Ball, hart bedrängt von zwei Dragons, daneben. Fünf Sekunden vor Ende gleichbedeutend mit der Entscheidung, Kelvin Parker sorgte mit zwei weiteren Freiwurfpunkten für den Endstand (87:82).

„Als es darauf ankam, haben wir in der Defensive konsequent agiert und vorne die Big Points gemacht,“ lobte Eric Detlev, der den erkrankten Olaf Stolz als Headcoach vertrat. Rundum zufrieden war er auch mit dem Start seiner Mannschaft. In den ersten neun Minuten hatte Rhöndorf alles im Griff und führte 22:10. „Trotzdem habe ich mit keine Sorgen gemacht,“ meinte USC-Coach Torsten Daume, „mir war klar, das wir mit ein oder zwei guten Aktionen ins Spiel finden würden.“ Und insgeheim hat er wohl auch auf die temporäre Nachlässigkeiten spekuliert, die sich die Dragons in letzter Zeit immer wieder leisten. In beiden Punkten wurde Torsten Daume nicht enttäuscht. „Wir haben einmal mehr die Intensität nicht hochgehalten,“ nickte Eric Detlev. Rhöndorf wurde in der Defensive schwächer, Heidelberg in der Offensive analog stärker. Als der bis dahin effektive Jürgen Malbeck in der 17. Minute seine Fouls drei und vier kassierte, gerieten die Gastgeber kurzzeitig völlig von der Rolle. Mit einem 14:2-Run verwandelten die Gäste den 38:28-Rückstand in die knappe 42:40-Pausenführung.

Im dritten Viertel ging es wieder munter hin- und her. Rhöndorf meldete sich zurück, legte kurzzeitig fünf Punkte vor (23“ / 49:44), Heidelberg antwortete jedoch prompt. Danach wechselte die Führung bis zur besagten Crunchtime fast im Sekundentakt. Auch ein Verdienst von Sebastian Adeberg, der mit 16 Punkten zu Heidelbergs Topscorer avancierte. Oder Johannes Lange, der Jürgen Malbeck in der Defensive klasse vertrat und mithalf, die Kreise von Peter Hubber-Saffer erfolgreich einzuengen. Mit zwölf Punkten und fünf Rebounds blieb der Ex-Drache klar unter seinen Möglichkeiten. Neben der zur rechten Zeit wieder erwachten Defensive sah Eric Detlev den Schlüssel zum Erfolg in den variablen Offensive-Optionen: „Es waren immer wieder andere Spieler, die bei uns in den wichtigen Phasen Verantwortung übernommen und gepunktet haben.“ Eifrigster Punkte-Sammler der Dragons war mal wieder Terren Harbut mit 16 Punkten. Aber auch Kris Krzyminski (15 Pkt. / 3-3er), Matt Dlouhy (8 / 2) und Chris Rojik (15) verdienten aufgrund von Feldtrefferquoten von 86, 75 sowie 70 Prozent ein Sonderlob. Außerdem bemerkenswert: Rhöndorfs Dreierquote von 42 Prozent (Heidelberg 35 %). Und auch den Kampf unter Brettern entschieden die Hausherren mit 39:28 Rebounds eindeutig zu ihren Gunsten. Wären da nicht die 24 Ballverluste gewesen, den Dragons und ihren Fans wäre die Zitterpartie wohl erspart geblieben. Wenngleich Eric Detlev anmerkte: „Heidelberg ist ein unangenehmer Gegner, der alles andere als leicht zu schlagen ist. Uns ist es gelungen. Daher können wir zufrieden sein, auch wenn wir Heute nicht eine unserer besten Leistungen abgerufen haben.“

Rhöndorf (Pkt./3er): Krzyminski (15/3), Parker (11/1), Grosse (6/2), Rojik (15), Malbeck (10), Lange (4), Dlouhy (8/2), Woods (2), Harbut (16)

Heidelberg (Pkt./3er): Starr (14/1), Nash (8), Huber-Saffer (12), McNeilly (12/2), Adeberg (16), Jones (14/3), Stoll (6/1)

Rhöndorf/Heidelberg: Feldquote (50%/42%), 3er (8[19]/7[20]), Freiwürfe (11[14]15[22]), Rebounds (39/28), Turnover 24/14), Assists (9/11), Steals (9/11), Blocks (2/0), Fouls (18/15)

baumARTig: 22. Februar 2008

Februar 22, 2008

Ich habe das Paradies kennen gelernt, meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich habe glückliche, lachende, entspannte Menschen gesehen, nette Wirte und fröhliche Gäste. Mit einem Wort: Ich war in Selhof. Um mich herum zirka 10 staatse Recken m.V., quasi als Leibwächter, aber nein, es ist nichts passiert. Manch ein Ureinwohner hat mir sogar einen schönen, guten Tag gewünscht. Frau Kosterke hat sich gefreut wie eine Schneekönigin, sie meinte allerdings, ich hätte Fotos machen sollen, quasi als Beweismaterial. Ich muss wirklich sagen, die ersten Selhofer Stationen, „Zum Leyberg“ und „Kuckstein“, das sind Häuser mit „Wohlfühlcharakter“ und mit „gute alte Zeiten-Charme“.

So, genug geschleimt, richten wir jetzt unseren Blick auf den Bürgermeisterkandidaten von BürgerblockFDPFWG: Dr.Ralf Schaaf ist quasi die männliche Ausgabe von Frau Dr. Angela Merkel. Beide haben Chemie studiert und das ist ja bekanntlich eine wunderbare Voraussetzung für ein hohes politisches
Amt. Zumal, wenn wie in Bad Honnef, die politische Chemie überhaupt nicht mehr stimmt. Dr. Schaaf, der Kandidat, kommt selbstbewusst daher, kompetent und konzentriert. Rein rechnerisch ist er jetzt schon
Bürgermeister. Wenn wir die Prozentpünktchen von Bürgerblock, FWG und FDP zusammen zählen, plus die Stimmen der entnervten CDUler, die mit der neuen Führungsspitze nicht parat kommen, dann wählen 40 Prozent der Honnefer den Herrn Schaaf. Das reicht. Frau Feiden genießt den Amtsbonus. Sie ist im Volke ungemein beliebt aber hinter ihr steht – oder fällt – nun mal die falsche Partei. Frau Nasner hat sicherlich das strahlendste Lächeln von allen Kandidaten, ob das allerdings zum Wahlsieg reicht, das ist derzeit noch nicht wirklich geklärt. Dr Schaaf – ich muss mal nachforschen, wo der diesen Nachnamen her hat – ist ein gewievter, erfolgreicher Geschäftsmann. Ein Sanierer! Ein gebürtiger Solinger! Aus der Stadt der Klingen.

Was wollte ich eigentlich gesagt haben wollen? Rischtisch: Der geplante Nationalpark vereint Königswinter und Bad Honnef. Oh ja! Das verhindert jetzt auch kein Strohhut mehr. CDU und FDP beider Städte ziehen
an einem Parkstrang. Herr Wirtz scherzt mit Frau Feiden auf Honnefer Boden. Und der Herr Krämer, der Verschönerer, sitzt pausenlos im Honnefer Rathaus, um dort den Sinn und Zweck eines Nationalparks zu erklären. Sein Problem: Viele Menschen denken, wenn ein Nationalpark kommt, dürften sie nicht mehr das tun, im Wald, was sie jetzt tun. Falsch! Sie dürfen auch jetzt schon nicht das tun, was sie tun. Beispielsweise Hunde frei rumlaufen lassen. Schön für das Siebengebirge: In einem Nationalpark sorgen Ranger – oder neudeutsch: Knöllchenjäger – für Ordnung und für die Einhaltung der Gesetze, die jetzt noch nicht eingehalten werden. Das ist ganz schlecht für mich: Ich kann dann auch nicht mehr mitten im Wald parken und Pilze pflücken oder Kaminholz hacken.  Vorbei!

Das war’s! Schließen wir diese Kolumne mit einem wunderbaren Satz von Herrn Krämer: „Der gesunde Menschenverstand wird im Siebengebirge auch weiterhin Gültigkeit haben.“ Hoffentlich, Herr Krämer, hoffentlich!

POLITIK: Nun werden die Karten neu gemischt

Februar 22, 2008

In den vergangenen Tagen hat sich die Honnefer Politik eindrücklich aus der Winterpause zurück gemeldet. Bürgerblock, FDP und FWG stellten ihren gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten stilvoll im Hotel Avendi vor. In entsprechenden Mitgliederversammlungen wurde Dr. Ralf Schaaf zum Bürgermeisterkandidaten der „Initiative Bürgermeister für Bad Honnef“ gewählt (wir berichteten).

Ausschlaggebend für diese Entscheidung war laut Bürgerblock seine Führungserfahrung verbunden mit Wirtschaftkompetenz und sozialem Engagement in Bad Honnef. „Er hat in Bad Honnef seine Sanierungsqualitäten mit dem Aufbau der DIACOR GmbH nachgewiesen, die aus wenig wirtschaftlichen Unternehmen der evangelischen Kirchengemeinde ein kerngesundes machte, und das ehrenamtlich,“ so Diether Habicht Benthin, Chef des Bürgerblocks.

Schaaf ist mit der Kinder- und Jugendärztin Beate Schaaf verheiratet, er ist Vater von zwei Söhnen. Nach dem Abitur studierte der gebürtige Solinger Chemie an der Universität Düsseldorf mit dem Abschluss als
Diplom-Chemiker. Danach promovierte er zum Dr.rer.nat. Seine bisherigen beruflichen Stationen lauten: Wissenschaftlicher Angestellter/Wiss.Rat im Fachbereich Luftreinhaltung im Umweltbundesamt Berlin, Wissenschaftlicher Angestellter/Wiss. Rat im Fachbereich Luftreinhaltung beim Bundesminister des Innern in Bonn, Leiter der Abteilung Genehmigungsverfahren/Consulting, ab 1988 Geschäftsführer bei Kinetics Technology International in Hamburg. 1995 eröffnete Schaaf sein eigenes Büro für Engeneering
und Consulting in Bad Honnef. Nach einem Treffen mit Pastor Uwe Löttgen-Tangermann wurde der
Neubürger in seiner neuen Heimatstadt sogleich ehrenamtlich tätig. Er konzipierte und entwickelte die Umstrukturierung des Vereins „Alterswohl“ zur Diacor GmbH als einem fortschrittlichen und wirtschaftlich erfolgreich arbeitendem Sozialunternehmen.

Die Diacor GmbH betreut heute mit 80 Mitarbeiternetwa 200 Menschen in unterschiedlichen Wohnformen für Senioren (betreutes Wohnen und Pflege) in der ev. Seniorenresidenz am Honnefer
Kreuz und im Dahlstift. Seit 1996 ist Schaaf Vorsitzender des Aufsichtsrates der Diacor GmbH. Er ist Mitglied des Presbyteriums der Ev. Kirchengemeinde Bad Honnef und dort für die Ausschüsse Theologie,
Gottesdienst und Kindertagesstätte tätig. Am kommenden Sonntag stellt er sich erneut bei der Presbyteriumswahl zur Verfügung. „Und in acht Monaten wird er dann zum Bürgermeister gewählt,“ sagt Bürgerblockler Christian Klein, denn:„Dr.Schaaf ist unabhängig, parteilos, er muss nicht klüngeln und er kann Mehrheiten schaffen.“ Das sei doch erfrischend für diese Stadt.

Der Ausschuss
Gleich vier Honnefer Ausschüsse (Planung, Bezirk,Verkehr,Wirtschaft) mit ihren Vorsitzenden tagten am vergangenen Dienstag im überfüllten Ratssaal. Die Verwaltungsspitze war vertreten, Ratsmitglieder, sachkundige Bürger, Verwaltungsangestellte und Fachleute in Sachen Nationalpark. Und um den ging es.

Nach knapp vier kurzweiligen Stunden gespickt mit durchaus sachlichen Diskussionen unter der bravourösen Leitung von CDUFraktionschef Sebastian Wolff stand fest: Die Ausschüsse bitten den Rat, nun den „Prozess Nationalpark“ auf den Weg zu bringen. Freilich nicht ohne Bedingungen. Die Bedingungen machen deutlich, dass der Weg zu einer Entscheidung, das Siebengebirge zu einem Nationalpark erklären zu lassen, ein langer, ein komplizierter sein wird. So soll die Landesregierung gebeten werden,die Bezirksregierung Köln zu beauftragen, aufbauend auf bestehenden Grundlagen das Verordnungsverfahren zur Errichtung des Bürger-Nationalparks und die Anhörung des Entwurfs des Wegekonzeptes einzuleiten und es in enger Abstimmung mit den regionalen Partnern durchzuführen. Der Rat behalte sich ausdrücklich vor, nach einer abschließenden Würdigung der Anregungen und Bedenken insbesondere der betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie Grundstückseigentümer, die im Verfahren vorgetragen werden, über die Errichtung eines Bürger-Nationalparks zu entscheiden.

Außerdem müssten nach Auffassung der Ausschüsse vor einer endgültigen Beschlussfassung über die Errichtung eines Bürger-Nationalparks folgende Punkte erfüllt sein:
Auf der Grundlage der verkehrswirtschaftlichen Untersuchung des Bundes und des Landes, die zur Zeit läuft, müssen Lösungen für den fließenden und ruhenden Verkehr erarbeitet und bis zur endgültigen Beschlussfassung zumindest verbindlich zugesichert werden. Hierzu gehörten insbesondere verbindliche
Verpflichtung der beteiligten Gebietskörperschaften in engem Einvernehmen mit Bund und Land (bei
Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen), die das Naturschutzgebiet querenden Straßen durch geeignete Planungs- und Baumaßnahmen zwischen B 42 und A 3 nachhaltig zu entlasten.
Für die Stadt Bad Honnef müsse sichergestellt werden, dass die Einnahmen, die der Stadtwald zurzeit realisiert, über eine Vereinbarung mit dem Land kompensiert werden. Falls der Stadt Bad Honnef durch einen Bürger-Nationalpark Kosten entstehen, dürften diese nicht über eine weitere Verschuldung finanziert werden, sondern müssten an anderer Stelle kompensiert werden.

In der interkommunalen Rahmenvereinbarung sei verbindlich sicherzustellen, dass gegen den Willen der beteiligten Städte auch zu einem späteren Zeitpunkt keine nachträglichen Einschränkungen der Nutzungsmöglichkeiten in einem Nationalpark Siebengebirge, insbesondere in Bezug auf das Zonierungskonzept, vorgenommen werden können. Das Siebengebirge müsse auch weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Städte sowie der umliegenden Region in erheblichem Umfang als Naherholungsgebiet zur Verfügung stehen.
Die FDP hat dazu ein Drei-Punkte-Programm entworfen.

Die GRÜNEN verbinden mit der Zustimmung zu weiteren Schritten für die Planung des Nationalparks Siebengebirge eine direkte Beteiligung der Bürger, eine Aufwertung des Naturschutzes, den Erhalt als Naherholungsgebiet und die Realisierung eines umweltverträglichen Verkehrskonzepts. Ein Bürgernationalpark Siebengebirge könne eine Chance für die gesamte Region bieten. Er könne die Attraktivität der Region erhöhen, die Verbindung einer traditionsreichen Kulturlandschaft mit einer
einzigartigen Naturlandschaft überregional sichtbarer machen, die Kooperation einbezogener Kommunen zielorientiert stärken, die Verkehrinfrastruktur verbessern und der regionalen Ökonomie Impulse geben, die mit einer qualitativen Aufwertung des Naturschutzes im Einklang stehen. Die Grünen legen besonderen Wert darauf, dass die Bezeichnung Bürgernationalpark keine Worthülse bleibt. Notwendig sei neben einer umfassenden Information der Öffentlichkeit während des gesamten Prozesses die Durchführung einer Bürgerbefragung, um die hier lebenden Menschen, die nicht in Vereinen oder Interessengruppen organisiert sind, einzubeziehen.

Die Ratssitzung
Die gestrige Ratssitzung umfasste 19 Beratungspunkte, zwei davon wurden gestrichen, und so ging die erste Ratssitzung diesen Jahres ohne größere Vorkommnisse nach knapp zwei Stunden zu Ende. Der Rat beschloss, den Schülerspezialverkehr der Konrad-Adenauer-Schule einzustellen und in den Öffentlichen
Personennahverkehr zu überführen. Die Stadt spart dadurch 35.556 Euro ein. Im Rahmen der Terminplanung für das Jahr 2008 hat das Stadtforum Bad Honnef die Genehmigung von vier verkaufsoffenen Sonntagen aus Anlass des Frühlingsfestes „Fühl Dich Frühlich“ am 6.4.2008, des „Rosenfestes“ am 01.6.2008, des Festes „Augenschmaus & Gaumenfreuden“ am 28.9.2008 und des „Martinimarktes“ am 2.11.2008 am 17.1.2008 beantragt.

Im Rahmen dieser Veranstaltungen sind zahlreiche Aktivitäten geplant, wodurch mit erheblichen Besucherzuströmen gerechnet wird. Der Rat beschloss, die verkaufsoffenen Sonntage zu genehmigen. Einige Neubesetzungen wurden bekannt gegeben, unter anderen die von Horst Jünger, der als Ratsmitglied für Helga Drenker, FWG, nachrückt.

Bei der Bebaungsplanänderung Menzenberger Str./
Kucksteinstraße,wo vier Einfamilienhäuser gebaut werden sollen, wurden interessante Einzelheiten bekannt. So nisten oder brüten in dem Gebiet 18 verschiedene Vogelarten, zwei davon sind im Rückgang begriffen, aktuell aber noch nicht gefährdet. Etwas zäh erwies sich der Tagesordnungspunkt „Besetzung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten“. Die CDU wollte diese Stelle aus Ersparnisgründen mindestens
für ein Jahr streichen.Verblüfft war man in den Reihen der CDU, als Bürgermeisterin Wally Feiden mitteilte, dass die Stelle derzeit besetzt ist, und auch zukünftig besetzt bleiben wird. Das diene der Verwirklichung des Verfassungsauftrages, die Gleichberechtigung von Mann und Frau in den Gemeinden in Einklang zu bringen. Darauf sei nicht zu verzichten.

SPENDE: „Inselmusiker“ teilen den Erlös christlich Nonnenwerther Musiker erspielen 800 Euro

Februar 22, 2008

Spende

Am 13. Februar überreichte Pastor Klupsch den 50 Mitwirkenden der Musik-Ensembles des Privaten Gymnasiums Nonnenwerth ein besonderes Mitbringsel: die Hälfte der Einnahmen des festlichen Konzertes in der Oberwinterer Pfarrkirche St. Laurentius vom 12. Januar diesen Jahres.

Damals spielten verschiedene Schulensembles (u.a. das Orchester, der kleine Chor, das Blechbläserensemble, die Vokalgruppe Nice Guys, ein Jazzensemble und Solisten) verstärkt von Schwester Michaele an der Orgel Auszüge des Weihnachtskonzertes. Da das Konzert sehr gut besucht war und als
„Lohn“ für die jungen Nachwuchskünstler nicht nur reichhaltig Applaus gespendet wurde, konnten sich am Ende die Gemeinde und die Musiker über einen Spendenbetrag von 800 Euro freuen! Durch die Vereinbarung, den gemeinsam erzielten Erlös christlich zu teilen, erhielten beide Seiten jeweils 400 Euro.

Die Gemeinde verwendet ihren Teil für die Renovierung der Kirche, der Fachbereich Musik des Privaten Gymnasiums Nonnenwerth möchte seine Hälfte wieder den Schülern zu Gute kommen lassen. Schon lange wünschen sich Bigband und Orchester einen Kontrabass. Mit diesem Erlös ist zumindest schon das Startkapital vorhanden! Alle Beteiligten waren sich ob des Erfolges einig, dass dies nicht das letzte Gastspiel der „Inselmusiker“ war.

Drei-Punkte-Programm der FDP zum Bürgernationalpark

Februar 22, 2008

Nach der CDU präsentierte in der vergangenen Woche auch die FDP Bad Honnef gemeinsam mit den Kollegen aus Königswinter ihre Vorstellungen zum geplanten Bürgernationalpark Siebengebirge.

In einer gemeinsamen Stellungnahme heißt es: „Die FDP Bad Honnef und Königswinter wird in den Ausschüssen/Rat der Errichtung eines Nationalparks nur dann zustimmen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

1. Bund und Land wie auch in die Kommunen müssen mit konkreten Straßenbau- und Straßenerweiterungsprojekten sicherstellen, dass sie das Siebengebirge querenden Straße dauerhaft entlastet werden. Es muss sichergestellt sein, dass diese Projekte in engem Zusammenhang mit der Einrichtung eines Nationalparks, innerhalb von fünf Jahren realisiert werden. Mit diesen und weiteren Maßnahmen muss Sorge dafür getragen werden, dass durch die Besucher eines künftigen Nationalparks im Siebengebirge keine zusätzlichen verkehrlichen Belastungen in Bad Honnef und Königswinter erfolgen, sondern viel mehr eine längst überfällige Entlastung erreicht wird.

2. Bei der Finanzierung eines Nationalparks Siebengebirge ist durch verbindliche Zusagen des Landes sicherzustellen, dass Bad Honnef und Königswinter keine zusätzlichen Haushaltsmittel bereitstellen müssen.

3. Für die Nutzung eines Nationalpark Siebengebirge ist verbindlich sicherzustellen, dass die bisherige Funktion des Siebengebirges als Naherholungsgebiet nicht beeinträchtigt wird.“ Am Rande der Pressekonferenz in Königswinter stellte Peter Endler, Fraktionschef der Honnefer FDP, fest:„Der geplante Nationalpark erfährt zunehmende Akzeptanz bei den Bürgern. Wir sollten die Chancen Nutzen, für die Natur, für die Bürger und für unsere Gäste.“

Freie Grüne zum Nationalpark Siebengebirge

Februar 22, 2008

Keinen voreiligen Grundsatzbeschluss Die Fraktion Freie Grüne lehnt einen Grundsatzbeschluss für den Nationalpark Siebengebirge zum jetzigen Zeitpunkt ab. Es gibt noch einen viel zu großen Klärungs- und grundsätzlichen Beratungsbedarf, als dass ein für die Stadt Bad Honnef und ihre Bürger derart wichtiger und in die weite Zukunft reichender Beschluss, das formelle Verfahren für einen Nationalpark Siebengebirge einzuleiten, gefasst werden sollte.

Erinnert sei an die hastige Beerdigung des crossborder leasing Vertrages für das Honnefer Abwasserwerk kurz vor der Unterzeichung in den USA, die uns viel Geld gekostet hat, weil wir zu unkritisch eine Vorbindung eingegangen waren. Niemand legt das Fundament für ein Haus, bevor nicht alle grundlegenden Fragen geklärt sind wie die nach dem Bedarf, den gesetzlichen Bestimmungen, den Finanzierungsmöglichkeiten, dem verbindlichen Bauplan, den Erschließungskosten.

Die meisten Honnefer und Aegidienberger Bürger und Bürgerinnen haben keinen Bedarf an einem Nationalpark Siebengebirge. Er wird ihnen eingeredet. Die Menschen fühlen sich in der wunderschönen, durch Natur- und FFHSchutz hinreichend bewahrten Natur- und Kulturlandschaft sehr wohl. Ein in seinen
Kernzonen verwilderndes, unzugänglicher werdendes Siebengebirge entspricht nicht ihren Wünschen und schränkt ihre Bewegungs und Nutzungsmöglichkeiten ein. Deswegen ist es ziemlich verwegen, von einem Bürger-Nationalpark zu sprechen.

Dass die Natur ausgerechnet im kleinen Siebengebirge zukünftig einem darwinistische Experiment, in dem das Stärkere sich durchsetzt, unterworfen werden soll, kann doch niemand ernsthaft verantworten wollen. Bedarf hat allerdings der VVS, dem die Zuschüsse gestrichen wurden. Und Bedarfhat das Land, das sein durch die Forstreform freiwerdendes Personal im Nationalpark unterbringen möchte, das also zu Lasten des VVS und der Kommunen umzuschichten versucht. Diskutiert werden muss bei der beschworenen
Partnerschaft das alleinige Vetorecht des Landes. Es wird auch nicht durch die befristeten Zuschüsse des Landes von bis zu drei Millionen Euro gerechtfertigt, denn Bad Honnef und der VVS bringen ja auch ihren Wald ein. Für eine Grundsatzentscheidung fehlt auch eine belastbare Kosten-Nutzen-Gegenüberstellung.
Nichts ist bis jetzt darüber bekannt, welchen Wert der Honnefer Wald hat, ein Gutachten soll erst im Sommer vorgelegt werden. Die Pachterlöse vom Land sollen angeblich die Umlage für den Zweckverband decken. Was deckt die anderen Bewirtschaftungs- und Folgekosten, etwa für die Portale, den OPNV, die
Shuttle-Busse, Personal- und Materialkosten.

Es gibt kein Verkehrskonzept für die jetzt schon zahlreichen Besucher, nur die Zusage für ein Gutachten in ferner Zukunft. Die Frage bleibt offen, wie Natur und Kommunen den Tourismus in Zukunft verkraften sollen. Es fehlt ein belastbarer, die Wünsche der Bevölkerung berücksichtigender Wegeplan. So soll der beliebte Rundgang um den Lohrberg eigentlich wegfallen, die Aussichtspunkte würden ohnehin bei der Verwilderung zuwachsen. Es werden Versprechungen an die rodelnden Kinder gemacht, die einer NLP-Verordnung widersprechen.

Dass die abschließende Entscheidung über den Nationalparkplan beim kommunalen Zweckverband liegen soll und nicht bei den kommunalen Entscheidungsgremien offenbart die Aushebelung kommunaler Entscheidungsbefugnisse, die sich auch in Zukunft negativ für die Stadt und ihre Bürger auswirken könnte.
Was spricht eigentlich dagegen, dass wir uns die Zeit nehmen, die für eine fundierte Entscheidung nötig ist? Ruth Hoppe, Fraktionsvorsitzende, Freie Grüne

CDU Kandidatin Cornelia Nasner online

Februar 22, 2008

Mit eigener Homepage möchte Cornelia Nasner, Bürgermeisterkandidatin der CDU Bad Honnef, den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vertiefen.

Auf www.cornelia-nasner.de findet man ab sofort in übersichtlicher Form Stellungnahmen der Kandidatin zu zentralen kommunalpolitischen Themen. „Die Seite erhebt nicht den Anspruch,jede Frage umfassend
zu beantworten. Mir ist es vielmehr wichtig, mit Bürgerinnen und Bürgern, die konkrete Anliegen haben oder sich über meine bzw. die Ziele der CDU informieren möchten, persönlich ins Gespräch zu kommen,“ so die CDUBürgermeisterkandidatin. Deshalb übernimmt Cornelia Nasner ab sofort an jedem ersten Samstag im Monat die Bürgersprechstunde im CDU-Büro (Ecke Linzer Str./ Fußgängerzone) und steht jeweils von 11 Uhr bis 12 Uhr allen Interessierten für Fragen und Anregungen zu Verfügung Darüber hinaus ist sie unter der Rufnummer 02224/73234 telefonisch erreichbar.

Abschlussball der Tanzschule Holtzwarth

Februar 22, 2008

Am Samstag glühte das Tanzparkett im Kursaal. Ilse Holtzwarth begrüßte die Gäste zum 130sten Ball der Tanzschule im Kurhaus. Über 100 Jugendliche feierten mit Eltern und Gästen den Abschluss ihres Anfangskurses.

Abschlussball der Tanzschule Holtzwarth

Mittlerweile üben die jungen Tänzer schon im Fortschrittkursus neue Schrittfolgen. Der Ball fand wegen der kurzen Karnevalssession erst jetzt im Februar statt. In ungewohnt eleganter Garderobe, lange Ballkleider und Anzug mit Krawatte, stellten dieTanzschüler das bisher Erlernte nach Tanzkarte zur Musik der BG-Live-Band vor. Auch die Eltern wurden auf das Parkett gebeten, schließlich waren und sind nicht wenige auch Tanzschüler der Tanzschule Holtzwarth. Bei einer kleinen Unterrichtseinheit erlernten die Mütter mit ihren Söhnen und die Väter an der Hand ihrer Töchter die Western Polka. Im Rahmenprogramm zeigten Paare der Donnerstags und  Sonntagstanzkreise eine Lateinamerikanische Formation.

Basketball: Samstag, 18.30 Uhr: SOBA Dragons Rhöndorf vs. USC Heidelberg

Februar 21, 2008

Turbo-Tempo wird erwartet!

SOBA Rhöndorf gegen USC Heidelberg, am Samstag (18.30 Uhr) geht’s am Menzenberg um die goldene Ananas, munkelt manch einer hinter vorgehaltener Hand. Von wegen: noch ist für den USC der Klassenerhalt nicht in trockenen Tüchern. Und die Dragons richten den Blick weiterhin nach oben.

Daran lässt der Dragons-Coach nicht den geringsten Zweifel aufkommen. „Als Profi willst du jedes Spiel gewinnen, ist doch ganz klar“, betont Olaf Stolz ausdrücklich. „Unsere Motivation ist ungebrochen, schließlich haben wir noch immer Tuchfühlung zu den Top-Four.“ Um den Kontakt zum Tabellenvierten, dem Mitteldeutschen BC zu waren, wäre ein Heimsieg natürlich enorm wichtig. Zumal die Wölfe zeitgleich beim Schlusslicht Nürnberg ran müssen, wo sie wohl kaum ausrutschen werden. Rhöndorf sieht zweifellos der deutlich härteren Aufgabe entgegen. Nach drei Siegen in Serie hat sich der USC auf Rang Acht etwas Luft zu den Abstiegsplätzen und zudem ordentlich Respekt verschafft. Vor allem der deutliche 91:77-Auswärtserfolg in Hagen ließ aufhorchen. Wobei der Aufwärtstrend für Olaf Stolz nicht von ungefähr kommt: „Der neue Point Guard hat dem Team die zwischenzeitlich verloren gegangene Kontrolle wiedergegeben.“ Für den etatmäßigen Spielmacher John Bynum war aufgrund einer Schulterverletzung die Saison vorzeitig beendet. Jamie Ajala McNelly erreicht mit durchschnittlich 9,4 Punkten pro Spiel zwar (noch) nicht ganz die Scores seines Vorgängers (ø 14,4 PpG), bewies während der ersten fünf Einsätze jedoch tadellose Leader-Qualitäten.

Die Startformation des Traditions-Klubs braucht in ProA übrigens keinen Vergleich zu scheuen. „Auf den Guard Positionen haben sie uns gegenüber klare Längenvorteile,“ räumt Olaf Stolz ein. McNelly misst 1,91 Meter, Shooting Guard Alexander Starr (ø 15,0 PpG) ist sogar noch vier Zentimeter länger. „Beide Spieler ziehen gerne zum Korb und sind starke Rebounder.“ Ebenso weiß der Dragons-Coach um die Gefährlichkeit der langen USC-Garde. Sebastian Adeberg (ø 12,9 PpG) und der Bryant Nash (ø 6,6 PpG) agieren zuverlässig auf dem Flügel. Unter dem Brettern wirbelt ein durchschlagkräftiges Duo: der multifunktionale Michael Jones (ø 15,5 PpG), der auch aus größeren Distanzen punkten kann sowie der in Rhöndorf bestens bekannte Peter Huber-Saffer. Bei der Hinspielniederlage (71:70) hat der Center seinen ehemaligen Verein mit 16 Punkten und 14 Rebounds ordentlich geärgert. Neben dem gepflegten Setplay wird der Dragons-Coach die Aufmerksamkeit seiner Spieler wohl auf eine ganz besondere Waffe der Gäste lenken: Kein Team in der Liga stibitzt dem Gegner mehr Bälle, durchschnittlich bringt es Heidelberg auf zehn Steals pro Spiel. „Gleichbedeutend mit mindestens 20 leichten Punkten durch Fastbreaks,“ rechnet Olaf Stolz vor.

Es könnte also ein richtig flottes Spiel werden. Zu mal auch Kelvin Parker über verdammt fixe Hände verfügt – derzeit ligaweit die Nummer eins in Sachen Ballgewinne – und dadurch viele Schnellangriffe forciert. Was dem Dragons-Coach übrigens sehr recht wäre: „Mit Fastbreaks könnten wir Heidelberg in die Rotation zwingen.“ Gemäß dem Motto: Wer viel laufen muss, braucht mehr Pausen, in denen die Backups zum Einsatz kommen. „Unsere Bank ist sicherlich tiefer besetzt,“ ist Olaf Stolz überzeugt, „vielleicht der entscheidende Vorteil.“ Ungeachtet dessen fordert Rhöndorfs Cheftrainer auch in der Defensive bedingungslosen Einsatz: „Wer in dieser Liga siegen will, muss jeden Gegner respektieren und die Intensität im Spiel möglichst lange hochhalten.“ Bedeutet im Idealfall: die letzte Minute in Chemnitz mal Faktor 40 …

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