Warum ist der 1. Mai ein Feiertag?
April 30, 2008
Rund jeder vierte Deutsche kennt die Bedeutung des 1. Mai nicht. Auf die Frage, ob sie wüssten, weshalb der 1. Mai in Deutschland ein Feiertag ist, nannten in einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern zwar 74 Prozent korrekt den Tag der Arbeit. 26 Prozent aber konnten nicht die richtige Antwort geben.
Besonders hoch ist der Anteil der Unwissenden bei den 18- bis 29-Jährigen: In dieser Gruppe wussten 47 Prozent nicht, was am 1. Mai traditionell gefeiert wird. Gefragt, ob es für sie wichtiger sei, am 1. Mai frei zu haben oder sich für die sozialen Rechte der Arbeitnehmer einzusetzen, erklärten allerdings 53 Prozent aller Befragten, dass es ihnen an diesem Tag um die Arbeiterschaft gehe. Überdurchschnittlich hoch sehen dies so die Anhänger der Linken (73 Prozent), der SPD (66 Prozent) und der Grünen (56 Prozent). Mehr als 40 Prozent der Deutschen sagen aber, ihnen sei am 1. Mai die Freizeit am wichtigsten. Der Meinung sind vor allem die unter 30-Jährigen (58 Prozent) sowie die Wähler der FDP (56 Prozent).
Werbetrends 2008: «Wir», «besser», «bio» bestimmen Werbesprache
April 30, 2008
«Wir», «besser», «bio» sind nach einer aktuellen Studie typische Begriffe in der heutigen Werbung. Mit solcher Wortwahl greife sie gesellschaftliche Trends auf, das geht aus einer am Montag in Hamburg veröffentlichten Analyse «Werbetrends 2008» hervor.
Sie wurde vom Hamburger Trendbüro und Slogans.de, einer Datenbank für Werbung, erstellt. Die Verfasser untersuchten mehr als 5700 Werbesprüche aus 35 Branchen, die zwischen den Jahren 2000 bis 2007 erschienen sind.
Angesichts schwindender sozialer Strukturen in Familie und Staat werde Gemeinschaft wieder wichtiger, schreiben die Autoren. So habe die Aktion Mensch jüngst einen neuen Slogan durch den früheren «Das Wir gewinnt» ersetzt. Auch Wörter wie «zusammen» und «Team» sollen dem Konsumenten ein Gemeinschaftsgefühl vermitteln.
Motivierende Botschaften, die zum Handeln aufrufen («Tu, was Dir schweppt»), nehmen laut Mitteilung seit 2004 ebenfalls wieder zu. Das neu entdeckte «Grüne Bewusstsein» drücke sich in der Werbesprache in Attributen wie bio, bewusst, besser, wertvoll und nachhaltig aus. Und nach dem Billigtrend der vergangenen Jahre finde der Wunsch nach hochwertigen Produkten wieder Einzug in die Werbung: Wörter wie Qualität, Erfolg, Service, Erfahrung und Tradition zeugten davon.
Jeder Zweite gönnt Bayern den Meister-Titel
April 30, 2008
Jeder zweite Bundesbürger gönnt es dem FC Bayern München, dass er voraussichtlich erneut Deutscher Fußball-Meister wird. In einer bundesweiten Umfrage erklärten dies 51 Prozent der Befragten. 37 Prozent sagten, sie gönnten den Bayern den Titelgewinn nicht. 12 Prozent hatten zu dem Thema keine Meinung. Nach dem 4:1-Sieg am Sonntag gegen Vorjahrsmeister VfB Stuttgart haben die Bayern den Titel praktisch sicher. Der Rekord-Champion aus München geht mit einem Zwölf-Punkte-Vorsprung nahezu uneinholbar in die letzten vier Spiele der Bundesliga-Saison.
Weltweites Medienecho: Inzest im Verlies schockiert die Welt
April 30, 2008
Das grausige Verbrechen im österreichischen Amstetten hat ein weltweites Medienecho ausgelöst. Zeitungen berichten in meist mehrspaltigen Beiträgen und in Kommentaren und beziehen auch den Fall Natascha Kampusch mit ein. Die dpa dokumentiert einige Beispiele.
«New York Times»: «Er (der Fall) wirft auch die beunruhigende Frage auf: Warum passieren gleichzeitig zwei so schreckliche Verbrechen in Österreich, das als ein friedliches Bilderbuchland bekannt ist? Es gibt keine einfache Antwort darauf. Die österreichischen Behörden betonen, dass es ähnliche Verbrechen auch in anderen Ländern gab. Zugleich sagen sie, wie schwer es ihnen fällt, die einzigartigen Untaten Fritzls zu verstehen.»
Mit reißerischen Überschriften berichten Boulevardzeitungen in Großbritannien über den Fall. «The Sun»: «In der Höhle des Teufels» und «Tor zur Hölle». Josef Fritzl wird als «Monster» bezeichnet. «Daily Mirror» schreibt: «Der schlimmste Vater der Welt». «Daily Mail»: «Wie konnte seine Frau nichts davon wissen?» Über den Bildern des Kellers steht zu lesen: «Gebaut von einem Biest». Die seriösen Zeitungen halten sich mit Kommentaren zurück. Nur in der «Times» heißt es: «Dass kein Polizist während der letzten 24 Jahre auf einer ordentlichen Untersuchung der Geschichten von Josef Fritzl bestanden hat, ist ein Versagen des Staates auf jeder Ebene.»
In Italien titelt die römische Tageszeitung «La Repubblica»: «Das Lager des Vater-Monsters: Eine Gummizelle für die vergewaltigte Tochter». «Der Mann gesteht 24 Jahre Gewalt, unmöglich, dass keiner etwas davon gewusst hat.» Die Turiner Zeitung «La Stampa» spricht von «Biedermeier-Perversion, wo sich Gewalt und Missbrauch hinter den Vorhängen der Bürgerlichkeit einnisten».
Die spanische «El País» schreibt: «In Amstetten geschahen für das menschliche Wesen unvorstellbare Monstrositäten.» Und bei «El Mundo» heißt es: «Horror im Souterrain - Das Geschehen von Amstetten ist in gewisser Hinsicht ein grausames Abbild der heutigen Gesellschaft, des zunehmenden Individualismus, des Desinteresses für die Mitmenschen und der falsch verstandenen Privatsphäre. An der Oberfläche scheint alles normal zu sein. Aber wer hinter die Kulissen blickt, erlebt die schlimmsten Alpträume.»
«Keller des Schreckens für eine Mutter und ihre Kinder», heißt es im französischen «Le Parisien». «Österreich fehlen die Superlative, um den Schrecken zu beschreiben, den Natascha Kampusch durchlebt hat, die entführt und acht lange Jahre in einem Versteck gefangen gehalten wurde. Erschüttert finden die Österreicher jetzt keine Worte, die stark genug sind, um die monströse und diabolische Geschichte zu beschreiben, die sich im Geheimen seit drei Jahrzehnten in Amstetten abgespielt hat.»
Der südafrikanische «The Citizen» (Johannesburg) berichtet auf seiner Titelseite «Sünden des Vaters - Enthüllungen über Inzest im Verlies schockieren die Welt». Die australische Zeitung «The Daily Telegraph» überschreibt ihren Bericht: «Österreichische Polizei nicht überzeugt, dass die Nachbarn über das Horror-Haus nur wenig wussten». Im niederländischen «NRC Handelsblad» heißt es: «Grauenhafter Inzestskandal in Amstetten wirft viele Fragen auf».
Die israelische Zeitung «Maariv» berichtet unter der Überschrift «Das Monster aus Österreich». Die auflagenstärkste «Jediot Achronot» schreibt unter der in fetten roten Lettern gedruckten Schlagzeile «Psycho» über den Inzest-Fall: «Das Monster mit dem Namen Josef Fritzl ist gefasst und hat alles gestanden, aber Österreich ist noch nicht aus dem unglaublichen Alptraum erwacht.»
Helmut Schmidt durfte bei der “Zeit” sein Gehalt selbst bestimmen
April 30, 2008
Als der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt vor 25 Jahren als “Zeit”-Herausgeber angeworben wurde, gewährte ihm der damalige Verleger Gerd Bucerius ein großes Privileg: “Er meinte: ‘Das Gehalt bestimmen Sie selbst.’ Ich habe gesagt, ich wüsste nicht, was die Herausgeberin Marion Dönhoff bekommt, aber er müsste mir dasselbe zahlen. Wenn man gleiche Gehälter bekommt, ist man auf gleicher Ebene, darauf habe ich Wert gelegt. Mit der ersten Gehaltsabrechnung habe ich gemerkt, dass Marion Dönhoff nicht übermäßig bezahlt wurde”, sagt Schmidt jetzt dem “ZEITmagazin LEBEN”.
Schmidt ist der Ansicht, der 1995 verstorbene Bucerius habe ihn mit einem konkreten Ziel angestellt: “Ich vermute, dass er gedacht haben könnte, der Schmidt ist wahrscheinlich ein auf Realismus bedachtes Gegengewicht zu den Idealisten in der Redaktion.” Mit der Aufgabe sei ihm ein “großer Glücksfall widerfahren”, urteilt Schmidt.
Die “Zeit” hat sich in den 25 Jahren nach Beobachtung von Schmidt verändert: “Aber sie ist natürlich, der allgemeinen Entwicklung folgend, heute stärker auf Unterhaltung orientiert, während sie früher mehr auf politische Unterrichtung ausgerichtet war. Das ist sie heute auch noch, aber das Entertainment spielt eine größere Rolle - muss es wahrscheinlich auch, denn die Leute wollen nicht immer bloß Politik lesen.”
Auf die Frage, warum anders als früher bei Redaktionskonferenzen der Alkohol verbannt worden ist, sagt Schmidt: “Kann ich nicht erklären, und ich halte es nicht für eine positive Veränderung.”
Die Bad Honnefer CDU bekommt Unterstützung aus Düsseldorf
April 30, 2008
Hendrik Wüst beim Wahlkampfauftakt der CDU
Eine Veranstaltung mit dem Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst MdL, bildete den Auftakt der Aegidienberger Christdemokraten zum Wahlkampf für die Bürgermeisterwahl in Bad Honnef am 19. Oktober 2008. Den Kontakt mit dem 32-jährigen NRW-Spitzenpolitiker hatte die Bürgermeisterkandidatin der CDU Bad Honnef, Cornelia Nasner, hergestellt. Sie kennt Hendrik Wüst aus ihrer Zeit als Landesgeschäftsführerin der Jungen Union NRW.
Nasner lobte zu Beginn des Abends die ausgesprochen gute Zusammenarbeit zwischen dem CDU-Stadtverband und dem Ortsverband Aegidienberg und freute sich über ein ‘tolles Team’. Zwischen der Bad Honnefer Kommunalpolitik und dem Land Nordrhein-Westfalen gebe es aktuell zahlreiche Berührungspunkte, leitete Cornelia Nasner zum Hauptredner der Veranstaltung über. Beispiele dafür seien etwa - neben dem Projekt “Nationalpark Siebengebirge” - die Themen Kinderbildungsgesetz (KiBiz) und Schule.
Das wichtigste Ergebnis des Abends: Von Cornelia Nasner auf den Antrag des Rates angesprochen, in der Hauptschule ein Mittelschul-Konzept zu realisieren, erklärte sich der CDU-Generalsekretär bereit, die Suche nach einer Lösung des Bad Honnefer Schulproblems positiv zu begleiten. Hendrik Wüst: “Es muss möglich sein, einen Weg zu finden, der der besonderen Situation Bad Honnefs an der Grenze zu Rheinland-Pfalz Rechnung trägt.” Auch der Einrichtung einer Dependance einer weiterführenden Schule in Aegidienberg steht der Generalsekretär durchaus positiv gegenüber. Dieses Thema war von der Schulausschuss-Vorsitzenden Petra Kansy angesprochen worden. Wüst bot an, zu den drängenden schulpolitischen Themen in Bad Honnef Gespräche zu vermitteln.
Im Zentrum des Abends stand erwartungsgemäß die Landespolitik. Hendrik Wüst stellte im “Domblick” eine erfolgreiche Zwischenbilanz der ersten 3 Jahre CDU-geführter Landesregierung vor. Die grundlegenden Eckdaten dabei: Mehr Arbeit, mehr Bildung, weniger Staat. Gleichwohl werde die CDU die Hände nun keineswegs in den Schoß legen, sondern weiter mit Nachdruck für Nordrhein-Westfalen arbeiten. Die nachdrückliche Unterstützung von Mittelstand und Wirtschaft sei für die CDU als Volkspartei ein wichtiger Schwerpunkt. Bereits kurz nach Übernahme der Regierung im Land seien z.B. zahlreiche Vorschriften nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz abgeschafft worden. “Mit dem Abbau von hinderlichen Regelungen und Bürokratie erreichen wir für die Betriebe Zeit- und Kostenersparnisse”, sagte Hendrik Wüst.
Ein weiteres Kernelement der CDU-Landespolitik sei die Konsolidierung des Landeshaushalts durch Schuldenabbau, mit dem Ziel einer Nettonullverschuldung. Wüst betonte, für die CDU könne es hier nur eine dauerhafte und seriöse Lösung geben. Sparen sei unverzichtbar, um Handlungsspielräume für die Landespolitik zu erhalten. Bei ihrem Regierungsantritt hätte die CDU-geführte Landesregierung von Rot-Grün einen Schuldenberg von deutlich mehr als 110 Milliarden Euro übernommen.
Allen Sparzwängen zum Trotz habe die CDU in NRW wichtige Investitionen in die Zukunft getätigt. So habe die Landesregierung unter ihrer Führung 5.000 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen und dadurch das Problem des Unterrichtsausfalls deutlich reduzieren können. In diesem Zusammenhang erinnerte Hendrik Wüst: “Bei einem Weiterregieren von Rot-Grün in NRW hätte es mit Blick auf die demographische Entwicklung geheißen: ‘Weniger Kinder – weniger Lehrer’”. Eine solche Politik verkenne, dass die individuelle Förderung der Schüler zunehmend wichtiger geworden sei.
Als weiteren Erfolg der NRW-CDU in der Jugend- und Familienpolitik nannte Hendrik Wüst die Durchfinanzierung von 45.000 Kindergarten-Plätzen für unter Dreijährige, die ganz wesentlich auf die Initiative des Landesministers für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet, zurückgehe. Auch habe man in NRW inzwischen eine fast 100%ige Kindergartenquote.
Auf Betreiben der CDU sei der Landesfonds “Kein Kind ohne Mahlzeit” eingerichtet worden, um an Ganztagsschulen auch für bedürftige Kinder eine Schulspeisung sicherstellen zu können.
Im Bereich der Jugendkriminalität schließlich gingen inzwischen verschiedene Initiativen auf die NRW-CDU zurück, die auf eine intensive Betreuung straffällig gewordener Jugendlicher und damit auch auf eine Senkung der Rückfallrate abzielten.
“Wir haben viele Themen angepackt, die von Rot-Grün verschlafen worden sind”, so das Resümee des von Hendrik Wüst nach drei Jahren CDU-geführter Landesregierung.
Im Anschluss an seinen Redebeitrag stand der Landesgeneralsekretär den Besuchern für eine Diskussion mit einer Bandbreite von der Schul- und Jugendpolitik über “Nokia” bis hin zum Thema Rente zur Verfügung.



