Aktuelle Studie: Event-Wirtschaft unterschätzt Aufgaben des Teilnehmermanagements
Juni 30, 2009
Bad Honnef, 2. Juli 2009 – Studenten der Fachrichtung Eventmanagement an der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef · Bonn haben eine Studie zum Teilnehmermanagement bei Veranstaltungen verfasst. Die Ergebnisse beruhen auf Umfragen unter 188 Event-Agenturen und Eventmarketing treibenden Unternehmen, die von März bis Juni 2009 durchgeführt wurden.
Durch die Studie wird der Begriff Teilnehmermanagement erstmals definiert. Er umfasst die Erhebung, Verarbeitung, Verwaltung und Auswertung von veranstaltungsrelevanten Teilnehmerdaten. Dazu gehören Anmeldevorgänge, Erfassung von Kontaktdaten und Versand von Informationsmaterial bis hin zu Verpflegung und Feedback. Ebenso gehört dazu die quantitative Auswertung der Daten zum Beispiel nach Altersstruktur, Interessen oder Bildungsgrad der Besucher. Das Teilnehmermanagement schließt auch die Planung und Koordination von Ressourcen und Aktivitäten für Events ein. Darunter sind Raumplanung und Bestuhlung ebenso zu verstehen wie der Einsatz von Platzanweisern, Ordner- und Catering-Personal.
Die Resultate zeigen, dass das Ausmaß von Teilnehmermanagement in der Eventbranche oft unterschätzt wird. Mit Blick auf Organisation und Umsetzung weichen die Vorgehensweisen in Agenturen und Unternehmen in einzelnen Fällen voneinander ab. Während die Verantwortung für das Teilnehmermanagement häufig bei der Projektleitung liegt, erfolgt die Umsetzung oft auf der Assistenz- und Praktikantenebene.
Oft werden einzelne Aufgaben an externe Dienstleister ausgelagert, um eine Qualitätssteigerung zu erzielen, was auf erhöhte Anforderungen seitens der Teilnehmer zurückgeführt werden kann. Die technische Abwicklung erfolgt in der Regel über Tabellenkalkulationsprogramme oder selbstentwickelte IT-Lösungen. Online-basierte Teilnehmermanagement-Programme werden zunehmend genutzt werden, so dass eine genauere Zielgruppenbestimmung und ein höherer Grad an Individualisierung bei der Gast-Ansprache und beim Service von Veranstaltungen möglich ist. Das Teilnehmermanagement gilt in den meisten Agenturen und Unternehmen als eigenständiger Bereich mit besonderer Bedeutung.
Die Studie wurde von sieben Studenten des Fachbereichs Eventmanagement unter der Leitung von Prof. Ulrich Wünsch erstellt. Beauftragt wurde die Projektgruppe von der CompuCoach GmbH (www.compucoach.de) und unterstützt von der Vereinigung Veranstaltungsplaner (www.veranstaltungsplaner.de). Die Studie kann auf www.fh-bad-honnef.de heruntergeladen werden.
Die Internationale Fachhochschule Bad Honnef · Bonn mit ihren Studienstandorten Bad Honnef und Bad Reichenhall ist das Kompetenzzentrum für Dienstleistungsmanagement. Das Studienangebot beinhaltet Bachelor-, Diplom- und Masterstudiengänge in den Bereichen Hotel-, Tourismus-, Event- und Luftverkehrsmanagement sowie Internationales Management und Wirtschaftsprüfung und Steuern. Die 1998 gegründete Fachhochschule zählt heute knapp 1.700 Studenten sowie etwa 100 Professoren und Lehrbeauftragte. Sie gehört zu den “Leading Hotel Schools of The World” und erhielt 2004 die Auszeichnung “Hotelier des Jahres”.
"Wat’ne geile Nummer" – ein neues Projekt startet
Juni 30, 2009
RÜCKBLICK: Ein Honnefer Wochenende mit gleich acht Veranstaltungen und einigen Überraschungen
Viele Köche verderben den Brei, sagt man, für Bad Honnef scheint das nur bedingt zu gelten. Der Veranstaltungsmarathon am vergangenen Wochenende beginnt auf dem Campus der FH, mit einem Sommerfest und auf dem Marktplatz mit dem Kirmes-Fassanstich vor dem Restaurant Markt3. Dann geht es Schlag auf Schlag. Samstag Vormittag pilgern 116 SIBI-Abiturienten samt Anhang zum Kurhaus, im Freibad treffen 400 Rheinschwimmer ein, im Rathaus werden die Sportler des Jahres geehrt, die St. Sebastianus Schützen schießen auf dem Rathausplatz um die Königswürde, der Selhofer Kindergarten feiert seinen 50sten Geburtstag und in der evangelischen Kirche wird Goldene Konfirmation gefeiert.Über allem: Regenwolken. Und einige Erkenntnisse. So ist der Schützenpräsident der Sebastianer, Rolf Menzel, trotz der Wetterkapriolen zufrieden mit dem diesjährigen Schützenfest mitten in der Stadt,umrahmt von der Kirmes. Die dagegen leidet, seit Jahren immer eklatanter unter Besucherschwund. Der Grund? Vielleicht der: Ein sichtlich genervter Opa sagt: „Heute ist das Kirmesgeld für meine Enkel quasi in 10 Sekunden aufgebraucht“. Was soll’s? Die Kirmes gehört vor die Kirche. Eine gute alte Tradition, die im Zeichen von Handy, Internet, Xing, Facebook, eben den sozialen Netzwerken der heutigen Generation, zum Sterben verurteilt ist. Der Lauf der Zeit. Der bringt es auch mit sich, dass in der ehemaligen Männerdomäne der Schützen,die Damen die Oberhand gewinnen. Nach Uschi Römerscheidt wird Ulrike Bonsch Schützenkönigin. Und das ausgerechnet nach einem sehr spannenden Endkampf gegen ihren Göttergatten Dietmar. Ein Wissender sagt augenzwinkernd, warum das so ist:„Die Herren der Schöpfung üben nicht mehr so richtig. Die Damen dagegen trainieren sehr ehrgeizig.“ Klar auch, dass es keinen Jugendprinzen gibt, sondern eine Jugendprinzessin: Nadine Drothen. Macht aber nichts. Die St. Sebastianer sind im Aufwind. Die Königin ist 36 Jahre alt, die Prinzessin 20 Jahre alt. Die lang ersehnte Verjüngung des Traditionsvereins ist nun Wirklichkeit geworden. Dennoch gibt es Wermutstropfen, so Präsident Menzel. Die Aegidienberger Schützen feiern am gleichen Wochenende ihr Schützenfest. So kommen die befreundeten Vereine nur in kleiner Formation daher.Und:Ein Gastronom am Markt hat schon zum wiederholten Mal sein Haus an den Schützentagen geschlossen, aus Protest dagegen, dass die Schützen selbst die Bewirtung auf dem Marktplatz übernehmen, und nicht er. Menzel: „Die Stadt hat uns gebeten, das Schützenfest in der Innenstadt zu veranstalten. Das können wir aber nur stemmen, wenn wir auch Einnahmen erzielen.Ohne die Bewirtung auf dem Marktplatz geht das schlichtweg nicht.“ Am Rande: Alle anderen Marktgastronomen sind mit den Umsätzen während der Schützentage mehr als zufrieden. Zurück zum Königspaar. Ulrike und Dietmar Bonsch werden nun ein Jahr lang die Honnefer Schützenbruderschaft repräsentieren. Unterstützt werden sie dabei von ihren Adjutanten Sabine und Hans-Walter Drohten sowie Sibilla und Bernd Ufken. Am Sonntag zelebrieren die St. Sebastianer dann das Patrozinium von St. Johann Baptist mit einer feierlichen Messe,gehalten von Pfarrer Bruno Wachten. Bei einer anschließenden Prozession durch die Stadt wird das Allerheiligste von den Schützenbrüdern eskortiert. Krönender Abschluss ist am späten Sonntagnachmittag die Proklamation der neuen Majestäten auf dem Marktplatz. Musikalisch begleitet vom Bläserchor Rheinbreitbach und dem Spielmannszug TV Eiche, dankt der Präsident der scheidenden Königin Uschi Römerscheid und ihrem Prinzgemahl Heinz für das erfolgreiche Jahr und übergibt die Königskette an die neue Majestät Ulrike Bonsch. Der Gatte der Königin, Dietmar Bonsch,wartet am Rande des Festes mit einer handfesten Überraschung auf. Unter dem Label „Wat‘ne geile Nummer.de“, wird es bald ein breit gefächertes Merchandising-Angebot geben und regelmäßige Auftritte von bekannten Musikern aus Köln. Man darf gespannt sein.
So gespannt wie die 116 Sibianer die vergangenen Samstag ihr Reifezeugnis im Kurhaus in Empfang nehmen konnten. Oberstudiendirektor Joachim Nowak gibt ihnen mit auf den Weg: „Das Leben soll kein uns gegebener, sondern ein von uns gemachter Roman sein.“ Und er fügte an:„Wir wissen, Sie haben das Rüstzeug zu Erfolgsautoren.“ Bürgermeisterin Wally Feiden sagt: „Mit dem Abitur haben Sie jetzt als Lohn für alle Mühen den Schlüssel in der Hand, mit dem Sie sich selbst die Türen öffnen können, die zum Erfolg führen sollen. Sie haben es nun in der Hand, die Gesellschaft zu gestalten.“ Passend zu diesen Worten singt das Oberstufenensemble:„ We are the world“.

Beim 24. DLRG-Rheinschwimmen reisen 400 Wasserratten aus ganz Deutschland in Bad Honnef an. Mit dem MS „Beethoven“ geht es nach Linz, dort auf die Fähre und von dort aus in den Rhein. Die bunt bekleideten Schwimmerinnen und Schwimmer haben durchweg witziges Plastikgetier dabei, um sich daran die elf Stromkilometer nach Bad Honnef treiben zu lassen. Ziel: Das Freibad auf der Insel Grafenwerth.Dort wird bis in den frühen Morgen gefeiert. DLRG-Geschäftsführer Tobias Karsten sagt: „Eine rundum gelungene Veranstaltung mit einem hohem Spaßfaktor.“
Die Veranstaltungswelt in Bad Honnef ist in Ordnung. Traditionelle Veranstaltungen haben, so scheint es, bleibenden Wert. Neue, wie das Sommerfest der FH, haben eine gute Zukunft, weil sie gespickt sind mit kreativen Ideen der angehenden Event-Manager. Das ist gut für die Stadt.Und bald vielleicht ein perfekter Ersatz für eine Kirmes, die offensichtlich keiner mehr will. Mal abgesehen vom Fassanstich.
bösARTig
Juni 30, 2009
Es ist Donnerstag, 16.30 Uhr, ich bin völlig unterhopft und daher halbschlecht gelaunt. Standort: Ziepchensplatz vor dem Café Profittlich, Drehort für eine Szene der ZDF-Serie SOKO Köln. Das Kamera-Team sollte um 14 Uhr aufschlagen, alle Parkplätze rund um den Platz sind für das Team reserviert. Helmut Brethauer kümmert das nicht sonderlich, er muss ein kaltes Buffet für 150 Leute ausliefern. Ein wichtig aussehender Mensch der Produktionsfirma kommt daher: „Auf gar keinen Fall mit Blitz arbeiten“, sagt er. Wir versprechen ihm das. Peter Profittlich schaut nach dem Rechten. Vom Kamera- Team nichts zu sehen. Aber: Acht wichtige Menschen wuseln auf dem Platz herum. Alle haben ein Handy am Kopf. Ein Fahrzeug wird präpariert. Ein Produktionsmensch hämmert auf dem Zigarettenautomaten herum. Er hat vier Euro eingeworfen. Aber die Zigaretten kommen nicht raus. Rhöndorfer Bürger schauen zum Himmel herauf. „Es könnte Regen geben.“ Apropos: Am Sonntag wird am Ziepchensplatz ab 11 Uhr gefeiert. Dann wird der Wein-Lehrberg offiziell eingeweiht und die Renovierung des Pavillons gefeiert. Oh, der Herr Profittlich kommt an den Pressetisch. Mit einem Stapel Unterlagen. Herrjemine. Am Sonntag kracht’s ja richtig, am beschaulichen Platze. Gefeiert wird dort auch: 165 Jahre Ziepchensbrunnen, 100 Jahre Ortsverein Rhöndorf, 60 Jahre „neuer“ Ziepchensbrunnen, 54 Jahre Musikpavillon und 50 Jahre Ziepchensplatz. Hier: Herr Profittlich wird einen Vortrag halten. Thema: „Vom Weinberg und Gemüsegarten zum Dorfmittelpunkt“. Zurück zur Gegenwart. Ein Fahrzeug braust heran. Der Fahrer springt heraus, und schnappt sich den Konditor …nein, nicht den Profittlich, einen Schauspieler…wirft ihn zu Boden, prügelt auf ihn ein und ruft „Du Schwein“. Klappe. Die Trockenprobe, quasi. Die Regisseurin sagt: „Wir drehen jetzt noch zwei Stunden. Dann haben wir die Szene im Kasten.“ Ein Buffet wird angerichtet. Das Team hat Hunger. Die Szene wird wiederholt und wiederholt. Immer mit neuen Kameraeinstellungen. Endlich: Werner Ebeling spendiert ein Kölsch. Er sagt: „Bösartig ist großartig“. Ich sage: „Stimmt“. Meine Unterhopfung lässt nach. 18 Uhr. „Wir drehen – Ruhe bitte“! Ein weiteres Fahrzeug braust heran, eine Frau springt heraus und brüllt: „Auseinander“! Dabei schießt sie mit einer Pistole in den Abendhimmel. Peng! Ein Rhöndorfer Bürger flüstert ehrfurchtsvoll: „Das ist die Kommissarin.“ Klappe. Die Kommissarin muss nachgeschminkt werden. Wann diese SOKO-Folge ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest, wir werden ihnen den Termin natürlich rechtzeitig mitteilen. Herr Profittlich und ich wechseln den Standort. Im Hause Walkembach wird ein Bulthaup-Küchenstudio eingeweiht. .So, zurück zur gnadenlosen Wirklichkeit. Über den geplanten Nationalpark und das anstehende Bürgerbegehren konnte ich mich nicht auslassen, weil es in dieser Ausgabe so richtig eng zu geht,obwohl wir schon zwei Seiten mehr gemacht haben.Aber,das ist quasi auch ganz gut so, denn die Vorgehensweise der Nationalparkgegner halte ich für mehr als bedenklich. Und ich kann halt Typen nicht ab,die immer lauter werden, wenn ihnen die Argumente ausgehen. Wie den Sprecher dieser Initiative. Egal. Tschüss zusammen…



