Aktionswochen „Betrifft: Frauen“
August 28, 2009
Auch in diesem Jahr hat der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Rhein-Sieg-Kreis wieder ein facettenreiches Programm für die kreisweiten Aktionswochen „Betrifft: Frauen“ zusammengestellt. Eine Übersicht über alle Veranstaltungen der Aktionswochen im 2. Halbjahr 2009 mit ausführlichen Informationen gibt eine kleine Broschüre. Diese ist kostenfrei in den Rathäusern der Städte und Gemeinden sowie im Kreishaus in Siegburg erhältlich. Der Inhalt der Broschüre kann auch im Internet unter bad-honnef.de über den Pfad Gleichstellung/ Ratgeber abgerufen werden. Das Motto „Betrifft: Frauen“ ist gleichzeitig Programm: Neben altbewährten Angeboten zu „Frau und Beruf – Informationen über den (Wieder-) Einstieg“, Treffpunkte für Alleinerziehende und Frauencafes finden sich im zweiten Halbjahr interessante Angebote wie zum Beispiel das Frauenkabarett „Die Weberinnen“, die Lesung „Reise durch die Welt der Frauenkrimis“, Vorträge mit anschließender Diskussion zu Themen wie „Todesfall - versorgt über den Partner“, „Frauengesundheit und Gesundheitsförderung“, „Wie Eltern sich Erwerbs- und Familienarbeit teilen“. Informationen erteilt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Honnef, Iris Schwarz, unter der Telefonnummer 02224/184-140. |eb
R(h)einspaziert
August 28, 2009
Der Stadtjugendring Bad Honnef organisiert Jahr für Jahr die wohl größte Familienparty in der gesamten Region. R(h)einspaziert auf der Insel Grafenwerth gehört tagsüber den Familien. Ein Trödelmarkt lädt zum stöbern ein, gigantische Spielgeräte begeistern die Kids, die Eltern genießen die einzigartige Atmosphäre auf der Insel. Am vergangenen Wochenende passt einfach alles wieder zusammen, die Sonne lacht die geschätzten 5.000 Besucher an und ist damit einer der Programmhöhepunkte. Nach Spiel und Spass am Nachmittag rückt die Bühne in den Mittelpunkt. Einige Bands stimmen die Besucher auf den Top- Act ein. Schichtwechsel. Die Familien und Trödler rücken ab. Jugendliche bevölkern die Wiese vor der Bühne. Menschenschlangen vor den Versorgungsständen. Dann gegen 22 Uhr der nächste Wechsel. Die reifere Jugend erstürmt die Insel. „We are the Champions“. Nach einem gewaltigen Soundcheck steht Mayqueen auf der Bühne. Die perfekte Queen- Tribute- Band. Und der Rock ´n Roll beginnt. Leider für viele Fans ein wenig zu spät, denn um kurz nach Mitternacht wird der Strom abgeschaltet. Der Lärmschutz lässt grüßen. „We are the Champions“ ist kaum noch zu hören. Dennoch, der wahre Champion heißt einmal mehr: Stadtjugendring.
Brücken-Festival
August 28, 2009
Nach dem großen Erfolg von 2007 veranstaltet der gemeinnützige Kunstverein FJK in Kooperation mit dem Kunst- und Kulturkreis ad Erpelle vom 29. August bis zum 13. September 2009 zum zweiten Mal das „Brücken-Festival“ in der ehemaligen Brücke von Remagen in Erpel. Der Auftakt fand 2007 mit großem überregionalen Echo und über 5000 Besuchern statt. Mit dem interdisziplinären Einzug von zeitgenössischer Kunst, Musik und Performance erhält das architektonisch und historisch faszinierende Bauwerk alle zwei Jahre eine aktuelle, Grenzen überschreitende Widmung. Das umfangreiche und vielfältige Festival-Programm bietet zwei Wochen lang einen spannenden Dialog zwischen Kultur, Künstlern und Besuchern. Das Brücken-Festival in Erpel inspiriert durch das Monument der ehemaligen Brücke von Remagen mit seinen außergewöhnlichen Brückenkopftürmen und dem stillgelegten Eisenbahntunnel. Das romantische Rheinufer und die dramatische Felsformation der Erpeler Ley bilden die einzigartige Bühne, Kulisse und Spielstätte für das Brücken-Festival. Zwei Wochen lang wird hier das vielfältige Programm bestehend aus Ausstellung, Konzerten, performativen Kunstprojekten, Land Art und einem Kunstcamp die Besucher begeistern.30 Bildende Künstler stellen ihre Werke aus. Bilder, Skulpturen und Installationen sind eigens für das diesjährige Brücken-Festival geschaffen worden und folgen dem Motto „Laut und Leise“. Sie nehmen inhaltlichen und formalen Bezug auf die faszinierende Architektur der Brückentürme und auf die einzigartige Atmosphäre des historischen Geländes. Der Bonner Installationskünstler Wolf Rabe hat gemeinsam mit 40 Schülern des Gymnasiums Schloss Hagerhof, Bad Honnef ein Landart-Projekt erarbeitet. Während des Festivals wird der Tunnelvorplatz zum Künstlercamp. Mit der Fahneninstallation „Reflexionen“ entlang der Erpeler Rheinpromenade zeigt die Künstlerin Anke Noreike weithin sichtbar Flagge. |eb
Bürgerentscheid
August 28, 2009
Eine umfangreiche Informationsseite zum Bürgerentscheid am 27.9.2009 bietet die Stadt Bad Honnef ihren Bürgerinnen und Bürgern im Internet an. Unter www.bad-honnef.de sind über das Informationsblatt zum Bürgerentscheid, das allen Abstimmberechtigten in den nächsten Tagen mit der Abstimmungsbenachrichtigung übersandt wird, viele weitere aufschlussreiche Erläuterungen zum Bürgerentscheid abrufbar. Unter anderem finden sich hier auch die verschiedenen Anträge für die Abstimmung per Brief. Das Abstimmungsbüro im Rathaus ist geöffnet: Montags und dienstags 7.30 bis 15 Uhr, mittwochs 7.30 bis 13 Uhr, donnerstags 7.30 bis 18 Uhr und freitags. 7.30 bis 12 Uhr. Das Bürgerbüro in Aegidienberg ist geöffnet: Montags bis freitags 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags zusätzlich von 14 bis18 Uhr. Weitere Auskünfte erteilt das Wahlamt der Stadt Bad Honnef, Herr Schöne- Warnefeld. |eb
Warmes Bier und kalte Duschen
August 28, 2009
FATHER CHARLES CONVENTION: Reisebericht Uganda 1. Teil
Wenn man seinen nächsten Urlaub auf Mallorca plant, weiß man ziemlich genau, was einen erwartet, selbst wenn man noch nie dort war. Ganz anders ist Afrika und vor allem Ostafrika. Familie Hurrelmann hat mit ihren zwei Kindern in Uganda ihre Urlaubserfahrungen gemacht und auch ihr Entwicklungshilfeprojekt in Kasambya besucht. Hier ihre außergewöhnlichen Erlebnisse.
Ein Wort vorweg, Uganda ist ein landschaftlich atemberaubendes, grünes Land, allerdings touristisch kaum erschlossen. Die Anzahl der jährlichen Touristen entspricht in etwa der Zahl der Saisonbesucher am Timmendorfer Strand. Trotzdem haben wir es gewagt.
Schon die Ankunft in Entebbe, dem Flughafen von Uganda, ist ganz anders als auf anderen internationalen Flughäfen. Wir kommen um die Mittagszeit als einzige Maschine auf dem kleinen Airport an. Zu Fuß geht’s ins das etwas entfernte Abfertigungsgebäude. Viel Bürokratie und weiße Mundschutzmasken bei den Offiziellen. H1N1 ist auf großen Plakatwänden überall präsent und man ist scheinbar strengstens darauf bedacht, die Schweinegrippe nicht ins Land zu lassen. Dazu muss der Tourist zusätzlich zu den umfangreichen Immigrations- und Zollpapieren noch ein Formular ausfüllen, in dem man bestätigt, dass man frei von Schweinegrippe ist. Das werfen wir dann auf den großen unsortierten Stapel auf einem riesigen Tisch hinter dem sich fünf mit Mundschutzmasken ausgerüstete Bedienstete postiert haben, die peinlich darauf achten dass auch jeder seinen Zettel abgibt. Dabei hat man hier ganz andere Krankheiten, die den Durchschnittseuropäer wesentlich mehr beeindrucken, wie Malaria, HIV, Gelbfieber, Amöben, Bilharziose, Tollwut, usw. Wir sind natürlich gegen alles vorbereitet und topgeimpft.
Antony, ein ehemaliges Parlamentmitglied Ugandas, den wir im Vorfeld kennengelernt hatten holt uns mitsamt seiner Familie in einem Kleinbus von Entebbe ab. Wir machen uns auf den Weg in seine Herberge „Treasures DeLuxe“ in Mukono, das wir uns als Stützpunkt für die nächsten vier Wochen ausgesucht haben. Mukono ist zwar nur 60 km von Entebbe entfernt. Es dauert aber Stunden bis wir da sind. Wegen der unglaublichen Verkehrsstaus rings um Kampala sind auch kurze Entfernungsangaben in Uganda wertlos. Man kann die Fahrstrecke nicht in Kilometern messen sondern nur in geschätzter Fahrzeit. Zeit spielt hier irgendwie keine Rolle. „Die Europäer haben die Uhren und wir die Zeit.“ lacht Antony.
Die Straßen, bis auf wenige Hauptstraßen, sind eine Herausforderung für Fahrzeuge und die Gesundheit der Insassen. Autos setzen wegen der riesigen Schlaglöcher permanent auf und man wundert sich, dass die Pkw, die schon Idi Amin erlebt haben müssen, immer noch durchhalten und die Bremsleitungen nicht schon lange abgerissen sind. Außer japanischen Fabrikaten gibt es kaum andere Autos in den „Straßen“. Auch ein TÜV ist unbekannt, wie uns Antony bestätigt. Trotzdem passiert nicht viel, weil man halt die meiste Zeit steht. Das zentrale Verkehrmittel ist das Matatu, Sammeltaxis die zu tausenden im Land unterwegs sind. „Ein Matatu ist niemals voll.“ sagt uns Antony. Kleine Busse, nicht viel größer als ein Sharan mit fünf äußerst engen Sitzreihen und Klappsitzen wie früher in der Ente. Drinnen ein Fahrer und der Conductor, der aus dem geöffneten Seitenfenster ununterbrochen lauthals das Fahrziel schreit und die Fahrgäste beim Aus- und Einsteigen organisiert und abkassiert. Bis zu 19 Personen gleichzeitig haben wir selbst erlebt. Allein das Aus- und Einsteigen ist ein Abenteuer, denn meistens will der von der Schiebetür am weitesten Entfernte raus. Das heißt beim nächsten Stopp, alle raus und der Rest wieder rein. Boda-Bodas sind schneller aber nicht ungefährlich. Blitzblanke Mopeds mit einem großen Soziussitz, die sich durch die zugestauten Straßen mogeln. Manchmal sitzen ganze Familien mit bis zu 5 Personen auf den Vehikeln. Über die Feinstaubdiskussion in Europa können wir Muzungis (Europäer) hier nur lachen. Hier kommt zum unglaublichen Feinstaub aus den Fahrzeugen und dem Rauch aus der Verbrennung des Plastikmülls an den Straßenrändern noch der feine rote Staub der Straße. Zusammen mit Schweiß bildet sich schon morgens sofort eine dünne klebrige Schicht auf der Haut.
Am Straßenrand sehen wir ein handgeschriebenes großes Schild „Carwash“. Um eine modrige Wasserpfütze stehen ein paar Autos, die jeweils von zwei Männern gewaschen werden. Dabei hat jeder einen abgeschnittenen gelben Plastikkanister mit Wasser (aus der Pfütze?) gefüllt und „wäscht“ mit einem Lappen die Autos. Erst innen die Polster, Scheiben und Böden und dann außen den Lack oder was von ihm übrig ist. Zum Schluss sogar noch die Laufflächen der Reifen. Alles mit dem gleichen Lappen und dem gleichen Wasser. „Das dauert pro Auto ca. eine Stunde und kostet umgerechnet knapp einen Euro.“ sagt Antony. Ganz schön teuer, finden wir! Endlich in Mukono angekommen zeigt uns Antony unsere Zimmer. Sie haben mit herkömmlichen Hotelzimmern, geschweige denn mit früheren Jugendherbergen nicht viel zu tun. Ein kleiner Raum mit eigenem „Bad“. Es hat zwar eine Dusche aus der das in der Zisterne gesammelte kalte Regenwasser tröpfelt und eine europäische Toilette, die aber wohl schon länger nicht mehr gereinigt worden ist. Im Zimmer steht ein schmales Doppelbett, an dem Antony provisorisch ein Moskitonetz anbringt, was er auf dem Weg nach Mukono noch schnell gekauft hat. Wir hatten ihn unterwegs gefragt, ob die Betten Netze hätten. Auf die Frage einer Ablagemöglichkeit bringt er uns bereitwillig 2 Plastikstühle, auf dem wir für 4 Wochen unser Hab und Gut aus den vielen Koffern und Taschen ausbreiten. Um 19 Uhr geht die Sonne unter und eine halbe Stunde später ist es hier am Äquator stockdunkel. Antonys Frau Aisha hat uns ein leckeres Abendessen gekocht und dabei wirklich alle Register gezogen. Matooke – Bananenbrei – der wie Kartoffelbrei schmeckt, Avocado, Mango, Bohnen, Erdnusssoße, Süßkartoffeln, Kasava, Kürbis …..und auch Hühnchen. Alles in allem immens viele Kohlehydrate, die wir an diesem Abend im gemütlichen Licht der drei Taschenlampen zu uns nehmen. Aber wie gesagt, lecker. Dazu gibt es warmes Bier.
Die erste Nacht ist ungewöhnlich. Obwohl es tagsüber selten wärmer als 25 Grad ist, trinkt man hier mehr und man muss dann auch nachts mal raus. Das heißt, Taschenlampe neben dem Portemonnaie unter dem Kopfkissen erfühlen, das Moskitonetz aus der Bettritze ziehen, Schlappen mit der Taschenlampe suchen einige große und vor allem extrem schnelle Kakerlaken im Bad verscheuchen. Dann wieder zurück ins Bett und alles wieder an seinen Platz. Irgendwie alles anders als zu Hause. Gute Nacht! Um 4 Uhr krähen die ersten Hähne. Bleiben Sie dran…bis nächste Woche!
Peter Hurrelmann
Brotdosen und Blinkis für i-Dötzchen
August 28, 2009
Alle Aegidienberger i-Dötzchen waren begeistert, als sie von der Stadtsparkasse Bad Honnef eine leuchtend rote Brotdose erhielten. Überreicht wurden diese von der Sparkassenmitarbeiterin Silvia Krahforst aus der Geschäftsstelle Aegidienberg. Aber nicht nur das, alle Brotdosen waren gefüllt mit mehreren Blinkis. Mit Hinblick auf die bevorstehende dunkle Jahreszeit werden die Kinder die Blinkis gut gebrauchen können. Ob am Anorak, am Schulranzen oder am Fahrrad, überall werden die Kinder gut sichtbar sein, vor allem im Straßenverkehr. Bereits im Vorfeld der Einschulung hatte sich die Stadtsparkasse Bad Honnef stark gemacht und für alle Bad Honnefer Schulanfänger Schulweg- Ratgeber kopiert und in den Kindergärten verteilt. Diese wurden in Zusammenarbeit mit der Direktion Verkehr, Verkehrsunfallprävention Polizeihauptkommissar, Karl-Josef Bechtel, erarbeitet. Bei Bedarf liegen die Ratgeber in den Geschäftsstellen der Stadtsparkasse aus. Die Stadtsparkasse wünscht allen i- Dötzchen viel Freude und einen guten Start zum Schulbeginn. |eb
Das Rhöndorfer Weinfest
August 28, 2009
Traditions- und Brauchtumspflege ist in der heutigen Zeit für viele Menschen in Vergessenheit geraten. Um so mehr sollte man denen danken die bereit sind, neben ihrer beruflichen Arbeit, diese beiden „Heimatwerte“ in ihrer Freizeit nachzugehen. In Rhöndorf, dem kleinen romantischen Stadtteil von Bad Honnef, gibt es noch Bürger die bereit sind den heimatgebundenen Traditionen nachzukommen und dadurch lebendig zu halten. Der Ablauf und Besuch der vielen Veranstaltungen zeigen, dass man hier auf dem richtigen Weg ist. Unter die Traditionsfeste fällt auch das Weinfest. Die konstanten guten Besucherzahlen zeigen die Beliebtheit dieses Heimatfestes. Am ersten Wochenende im September, in diesem Jahr vom 4. bis 6. September, wird in Rhöndorf das traditionelle Weinfest gefeiert. In diesem Jahr zum 41. Male. Ausrichter ist das Winzercorps Rhöndorf. Im Ortskern von Rhöndorf, dem Ziepchensplatz, spielt sich an drei Tagen das Weinfest ab. Ein großer Weinbrunnen, umringt von Weinständen und Weinhallen laden die Besucher zum Verweilen und Genießen ein. Weine der Lage Mittelrhein und edle heimische Weine von den Hängen des Drachenfelses sind im Angebot und finden sicher ihre Liebhaber. Für das leibliche Wohl steht ein Imbissstand mit diversen Leckereien bereit.
Der Programmablauf:
Fr. 4.9. 19 Uhr Öffnung der Weinstände und Weinhallen; 20 Uhr Einzug der Weinköniginnen mit ihren Weinprinzessinnen, dem Spielmannszug TV Eiche und der Tanzgarde der K.G. Ziepches Jecke; Proklamation der Weinkönigin 2009; Musikalische Unterhaltung mit der Gesangsgruppe „Drei Nejer un en Bunn“; Sa. 5.9. 16 Uhr Öffnung der Weinstände und Weinhallen; 19 Uhr Weinfeststimmung mit der Brassband „Gute Laune“ aus Aegidienberg; So. 6.9. 11 Uhr Öffnung der Weinstände und Weinhallen , Frühschoppen; 14 Uhr Benefizkonzert der Bigband des Landespolizeiorchester NRW zu Gunsten der Benediktinerabtei Maria Laach, Schirmherr: Prof. Markus Schächter, Intendant des ZDF; 16.30 Uhr Treffen der Weinköniginnen des Mittelrheins; Musikalischer Ausklang des Weinfestes.
Das Winzercorps Rhöndorf heißt die vielen Gäste herzlich willkommen und wünscht allen unvergessliche weinfrohe Stunden am Fuße des Drachenfelses. |eb
Nationalpark
August 28, 2009
Die Leserbriefe von Herrn Munk (immerhin Vizebürgermeister und SPD Ratskandidat) und Herrn Norbert Kramer in der letzten Ausgabe dieser Zeitung können nicht unwidersprochen bleiben. Insbesondere die Stellungnahme von Herrn Munk ist voller Unterstellungen und auch geprägt von Ignoranz. Wer etwas ändern will, muss hierfür Gründe haben, die überzeugend sind. So sollte es auch mit dem geplanten Nationalpark sein. Seit mehr als zwei Jahren verfolgt die Landesregierung dieses nach internationalen Kriterien unsinnige Projekt und ist nicht in der Lage vor der Kommunalwahl am 30.8. die Fakten auf den Tisch zulegen. Erst danach wird die Katze aus dem Sack gelassen. Daher sollte der Bürger am 30.8. wohl überlegen, welcher Partei oder Wählergemeinschaft er seine Stimme gibt. Ich möchte darauf hinweisen, dass bei positivem Votum für den Bürgerentscheid nach zwei Jahren das Land einen erneuten Vorstoß in Richtung Nationalpark machen kann. Dann brauchen wir einen Rat, der diesem Ansinnen widersteht. Von unserer Bürgermeisterin, die nach § 26(2) Gemeindeordnung mit der Verwaltung beim Bürgerbegehren behilflich sein muss, ist dies jedoch nicht zu erwarten. Es ist insofern beschämend, dass Herr Rettich, Ratskandidat der CDU, die Plakatierung gegen den Nationalpark , die die FWG macht, als Populismus bezeichnet. Wir wollen die von Generationen geschaffene und mannigfaltige Kulturlandschaft unseres Siebengebirges auch in Zukunft erhalten und pflegen und nicht sich selbst überlassen. In den 90ger Jahren hat die CDU bundesweit mit dem Slogan „DIE SCHÖPFUNG BEWAHREN“ die Wahl geführt. Hiervon ist die örtliche CDU meilenweit entfernt. Die Größe des Siebengebirges (nur 4.500 ha), die das Gebiet durchschneidenden Verkehrstrassen usw. zeigen, dass ein Nationalpark Siebengebirge ETIKETTENSCHWINDEL wäre.
Manfred Rauw – Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft
„Beton-as-Beton-can“
August 28, 2009
Betrachtungen zur städtebaulichen Entwicklung in der Stadt Bad Honnef in jüngster Zeit: Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Stadtverwaltung nicht gerade eine glückliche Hand beweist, geht es um die Genehmigung von Bauprojekten von sogenannten Investoren. Deren Interesse besteht offensichtlich nicht darin, Projekte zu erstellen, die sich harmonisch in das gewachsene Stadtbild einfügen. Vielmehr scheint ihr vorrangiges Interesse darin zu liegen, ein Grundstück bis zum letzten Quadratmillimeter auszunutzen, natürlich des Profits wegen. Ein solches Beispiel absoluter architektonischer Geschmacklosigkeit ist derzeit in Rhöndorf zu „bewundern”, im sogenannten Hofgarten. Da wurde ein Grundstück gnadenlos seines gesamten alten Baumbestandes beraubt und bis zum letzten Winkel zubetoniert. Zusätzlich wurden die Gebäude in einer Weise mit einem aggressiven ziegelroten Anstrich versehen, dass es nur so zum Himmel schreit. Konrad Adenauer würde sich im Grabe herumdrehen, könnte er sehen, wie sein geliebtes Rhöndorf verschandelt wird. Man fragt sich, wie ein solcher Komplex genehmigt werden konnte. Freunde, die uns von auswärts besuchen, äußern ihr Unverständnis. Doch damit nicht genug: Ein weiteres Beispiel städtebaulicher „Bereicherung”, ein Koloss, der an Hässlichkeit und plakativer Phantasielosigkeit kaum mehr zu überbieten ist, entsteht gerade an der Ecke Hauptstraße/Bismarckstraße: Eine totale Entwertung der umliegenden Jugendstilvillen! Warum gibt es von verantwortlicher Seite keine Auflagen, geplante Projekte auf harmonische Weise in ihre vorhandene gewachsene Umgebung einzupassen? Warum muss Bad Honnef immer mehr Opfer von Investoren werden, die ausschließlich Gewinnmaximierung im Sinne haben und sich einen Teufel um die städtebauliche Verträglichkeit scheren?
Annegret Jacobs
Reitertage auf dem Hagerhof
August 28, 2009
Bereits eine Woche nach dem großen Sommerturnier des Reit- und Fahrvereins Bad Honnef, wurden am vergangenen Wochenende auf dem Hagerhof erneut die Pferde gesattelt. In familiärer Atmosphäre konnten auch Reitschüler und Freizeitreiter die Rittigkeit ihrer Pferde unter Prüfungsbedingungen auf die Probe stellen. Für erfrischende Abwechslung sorgten Wettbewerbe, wie der Dog Trail, bei dem Hundebesitzer jeder Altersklasse ihre vierbeinigen Lieblinge durch einen bunten Parcours steuern mussten. Nicht einmal Pferdewirtschaftsmeisterin Anja Mengert ließ sich diesen Spaß entgehen und nahm mit ihrer Hündin „Tessi“ die Herausforderung an. Der jüngste Teilnehmer, Leo Müller (11 Jahre) trat mit dem Rüden „Oscar“ an und meisterte den Parcours zur Überraschung aller Anwesenden fast ohne Fehler. Der „Jump and Run“, bestehend aus Reitern und Läufern verlangte nicht nur den Pferden Geschwindigkeit und Sprungqualität ab. Auch die Läufer mussten die Hürden nehmen und bekamen einen ungefähren Eindruck davon, was ihre Pferde sonst im Parcours leisten. Laura Hameyer auf ihrem temperamentvollen Araberhengst „Nagorny ox“ und Maxime- Louis Frenkel-Badé, der seine springfreudige Stute „American Pie“ diesmal im Stall gelassen hatte und die Staffel in Form eines „Zonks“ selbst im Laufschritt über den Parcours trug, gingen bei diesem Wettbewerb als Sieger hervor. Ein Doppel-Coup gelang den Schwestern Juliana und Camilla Vreden: Sie belegten Platz Eins und zwei im Springreiter-Wettbewerb und krönten ihren Erfolg mit einer besonders schneidigen Ehrenrunde. Reitlehrer und Pferdewirtschaftsmeister Karl Heidrich-Kräften stand seinen jungen Reitern mit Rat und Tat zur Seite, freute sich jedoch auch mit seinen Gästen über gelungene Reiterprüfungen. Auch die Zuschauer kamen bei dem strahlend schönen Wetter auf ihre Kosten. Eingerahmt vom idyllischen Siebengebirge schmeckten hausgemachte Kuchen und Leckerbissen vom Grill nochmal so gut. Die Erlöse sollen der Jugendförderung zu Gute kommen. Auch die bunte Vielfalt von Pferden – Norweger, Irish Tinker, Haflinger und Araber – sorgte für bleibende Eindrücke. Jugendwartin Esther-Luisa Schuster und Breitensportwartin Franca Rings haben wieder einmal gezeigt, dass auch in einem ungezwungenen Rahmen ein schönes Turnier möglich ist. |eb



