„Sie bringen den Beton zum schmelzen“
Oktober 30, 2009
AALKÖNIGSFEST: Die bayerische Skilegende Rosi Mittermaier wird zur umjubelten Monarchin im rheinischen Aalkönigsreich
Punkt 17 Uhr am vergangenen Aalfestfreitag vor dem Avendi Hotel: WDR Kameras sind auf die Hoteleinfahrt gerichtet. Um 17 Uhr wird sie erwartet, die zukünftige Aalkönigin Rosi Mittermaier, natürlich in Begleitung ihres Göttergatten Christian Neureuther. Das Black Berry von Chris Wirtgen, Aalkönigskomiteepressesprecher, vibriert: „Die Maschine von Mittermaier verspätet sich um zirka 50 Minuten.“ Die WDR-Kamerafrau telefoniert: „Der Beitrag rutscht aus der Aktuellen Stunde in die Lokalzeit.“ Die Vibrationen gehen weiter: „Die Herren Genscher und Clement verspäten sich auch.“ Aalkönigskomiteechef Friedhelm Ost und Hoteldirektor Michael Holmer Gerdes nehmen das gelassen zur Kenntnis: „Das ist halt so“. Warten. Kurz vor 18 Uhr biegt der Sponsor-Mercedes mit den Gästen um die Ecke. Umarmungen. Küsschen. Schnell ins Hotelzimmer, „um 18.25 Uhr holen wir euch wieder ab.“ Das Aalkönigskomitee, Sponsoren und Fotografen warten vor dem Kurhaus. Mitten drin ein Superstar: Der neue Porsche Panamera. Um 18.30 fährt der Mercedes mit den Stargästen vor. Blitzlichtgewitter, Neureuther kümmert sich um den Panamera. Das Komitee herzt die zukünftige Königin. Ab ins Restau- AALKÖNIGSFEST: Die bayerische Skilegende Rosi Mittermaier wird zur umjubelten Monarchin im rheinischen Aalkönigsreich „Sie bringen den Beton zum schmelzen“ rant Konrad A., zum Sponsorenempfang. Noch ist alles im Zeitplan. Mittermaier und Neureuther sind völlig relaxt, „es ist wie bei alten Freunden hier“. Genschman mit Gattin Barbara kommt in einem Panamera vorgefahren. Eben war er noch in Berlin bei seinem Außenministerenkel Guido, jetzt wird er vom Aalvolk umjubelt. Sein erster Wunsch im Konrad A.: „Jetzt brauche ich erst einmal ein schönes Pils“. Quasi ein Aalkönig-Pilsener. Er bekommt es. Klaus Wirtgen begrüßt die Ehrengäste. Mittlerweile ist auch Wolfgang Clement eingetroffen, der Urvater aller Aalkönige. Derweil strömt das Aalkönigsvolk in den Kursaal. Knapp 400 Untertanen an der Zahl. Das Fest beginnt. Friedhelm Ost begrüßt die Aalfangemeinde, das Servicepersonal steht mit den Vorspeisen im Foyer Gewehr bei Fuss. Die Zeremonie nimmt ihren Lauf. Bürgermeisterin Wally Feiden betont in ihrer launigen Rede, „dass endlich ein sehnlicher Wunsch von mir in Erfüllung gegangen ist“. Nämlich die Nominierung einer Aalkönigin, nach sechs Aalkönigen. „Das Aalkönigskomitee hat endlich erkannt, was die Aalwelt schon immer wusste: Frauen sind größer.“ Zumindest bei den Aalen. „Ein weiblicher Aal wird bis zu 140 Zentimeter lang, fast so groß wie ich, die männlichen Aale kommen mal eben auf 60 Zentimeter.“ Gänge, Reden und Musik wechseln sich ab, Raucher bevölkern die Aschenbecher im Foyer. Kurz vor Mitternacht dann die Laudatio von Genscher auf seine Nachfolgerin auf dem Aalthron, Rosi I. Die erste Aalkönigin der Neuzeit bedankt sich humorvoll und stellt in Aussicht, die Region in ein pulsierendes Skigebiet umwandeln zu wollen. Darauf einen Schneewalzer von den Bläserfreunden aus Niederdollendorf. Die Königin und ihr Prinzgemahl verewigen ihren Handabdruck für den „Walk of Fame“ zwischen Kurhaus und Hotel Avendi. Das Finale im Foyer beginnt. Jens Böhlitz entertaint, Aale Dieter versteigert mit Goldaal-Rosi fangfrische Aale vom Hamburger Fischmarkt. Gegen vier Uhr verlassen die letzten Gäste das Fest.
Aalfestsamstag 10 Uhr: Zwei Busse stehen am Kurhaus bereit. Das Komitee, die Königin und 100 Bürgerliche machen sich auf zum Drachenfels. Dort oben im Drachenfelsrestaurant werden sie von Bürgermeister Peter Wirtz und Hermann Nolden empfangen. Die Königin ist empört. Mit Blick auf Wirtz und Nolden ruft sie lachend: „Diese herrlichen, durchtrainierten Mannsbilder habt’s ihr mir den ganzen Abend vorenthalten? Das ist eine Schande!“ Immerhin wurde bei dieser Gelegenheit bekannt, dass der Königswinterer Bürgermeister seit seiner frühesten Kindheit in Rosi’s Heimat mit Begeisterung Ski fährt. Nolden fährt kein Ski, zeigt sich aber als königlicher Charmeur: „Ich weiß jetzt, wie wir hier oben eine Menge Geld sparen können, beim Abriss des alten Restaurants. Mit ihrem charmanten Lächeln wird der Beton ganz von allein dahin schmelzen.“ Der Abriss steht im Herbst 2010 auf dem Plan. Zeitgleich mit dem nächsten Aalkönigsfest mit Rosi I. Schaun mer mal…
Ein Jahr in 22 Minuten
Oktober 30, 2009
HALT POL: Jahreshauptversammlung im Rekordtempo
Weinhaus Steinbach, Mittwoch, 20.11 Uhr. Jörg Pütz, der Präsident und 1.Vorsitzende, steigt schmunzelnd in die Tagesordnung ein, und sagt, „wir sind gleich fertig“. Dann liest er den Jahresrückblick vor, wie Dieter-Thomas Heck in seinen besten Zeiten. 28 Termine standen im abgelaufenen Jahr auf dem Programm, inklusive der umjubelten Prunk- und Mädchensitzung. Pütz erwähnte die sensationelle Herren-Tour nach Köln, die 2010 wieder statt findet, die neu installierte und vom Start weg erfolgreiche Jugendparty, die Zugteilnahme in der City, in Selhof und Aegidienberg. Nicht ohne Stolz verweist er dabei auch auf eine staatse Zahl hin: 558 Mitglieder zählt die KG heute,die 2010 in das 136ste Vereinsjahr startet. Das jüngste Mitglied ist 1,9 Jahre alt, das älteste Mitglied stolze 94,2 Jahre. Allein im Jahr 2009 traten 47 neue Mitglieder dem Verein bei. Natürlich sind die Sitzungen im kommenden Jahr komplett ausverkauft, alle die nicht dabei sind, werden De Bläck Fööss, De Räuber, American Dream Boys, Jan von Werth, Bernd Stelter oder Guido Cantz verpassen.
Pütz zollte seinem Literaten Jens Wilke dafür großen Dank. Peter Brassel ist als Senatspräsitent bestätigt worden, als Vize steht ihm Ludwig Geerling zur Seite. Einstimmig wiedergewählt wurden die Beisitzer Ehrenpräsident Juppi Pütz und Literat Jens Wilke, ebenso Schatzmeister Ralf Schilken und 2. Vorsitzender Dirk Schneider. Am 8.November um 18 Uhr treffen sich Elferrat, Großer Rat und Senat im Restaurant der Parkresidenz. Dort wird dann ein großes Geheimnis gelüftet: Der neue Sessionsorden. Am 14. November beginnt dann die Session im Kurhaus. Erstmals mit den American Dream Boys. 20.33 Uhr, Ende der Sitzung. Übergang zum geselligen Teil.
„Wir haben alle Fäden in der Hand“
Oktober 30, 2009
EINZELHANDEL: Centrum e.V. jetzt schon mit 80 Mitgliedern
Vergangenen Dienstag trafen sich Honnefer Einzelhändler im Hotel Avendi. Der Centrum Bad Honnef e.V. hatte zum regelmäßigen „offenen“ Meinungsaustausch eingeladen. 30 Unternehmer folgten der Einladung der Vereinsspitze Georg Zumsande, Jürgen Kutter und Walter Löbach. Trotz unangenehmen Gezeter mit dem Kirchenvorstand war das Trio guter Dinge. Zumsande: „Zum Thema Kirche sage ich hier und heute kein Wort.“ Warum auch? Fest steht, dass im kommenden Jahr der Kirchplatz bei Großveranstaltungen ausgegrenzt werden soll, um die drohenden Gebühren zu umgehen. Auch die Spezialitäten- und Wochenmärkte verschwinden vom Kirchplatz, die entsprechenden Stände sollen in der Einkaufstraße verteilt werden. „Eine Bereicherung für die Innenstadt.“ Allein: Ein Gespräch mit Bürgermeisterin Wally Feiden und Pfarrer Bruno Wachten stehe noch aus. Für Irritationen im Einzelhandel sorgten in der letzten Zeit vermehrt die „Fülle der geplanten Großveranstaltungen“. Ganze Zehn stehen auf dem Plan für das kommende Jahr. Zumsande klärte auf. „Es bleibt wie bisher bei den vier verkaufsoffenen Wochenenden. Nur das tangiert uns hier in der Innenstadt. Alle anderen Feste die wir mit dem Verein begleiten, wie beispielsweise das Weinfest in Rhöndorf oder den Weihnachtsmarkt an der Fachhochschule, haben ja keinen Einfluss auf die Innenstadtunternehmer.“ Auf die unterschiedlichen Öffnungszeiten einiger Händler in der City angesprochen, meinte Zumsande: „Wir können nur eine Plattform bieten, eben auch mit Festen oder Märkten, was der Einzelne daraus macht, das bleibt ihm ganz allein überlassen.“ So sollen beispielsweise die Geschäfte am Martinimarkt-Freitag bis 22 Uhr geöffnet sein. Oder eben auch nicht.
Eine wichtige Wendung in meinem Leben
Oktober 30, 2009
Für die vielen internationalen Studenten, Professoren und Mitarbeiter mit englischer Übersetzung
An der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef · Bonn zu studieren war eine wichtige Wendung in meinem Leben – denn die Hochschule ist sehr weit weg von meiner Heimat Peru. Es ist das erste Mal, dass ich in Deutschland bin und alles ist sehr neu für mich. Als ich mein Hotelmanagement Studium begann, war ich von Anfang an daran interessiert, an einem Austauschprogramm teilzunehmen.
Viele Studierende haben mich gefragt, warum ich mich für diese Hochschule entschieden habe und die Antwort ist ganz einfach: Ich habe mich schon immer für Deutschland interessiert, meine Universität in Peru kooperiert mit der Internationalen Fachhochschule und einige Freunde haben mir diese Universität empfohlen.
Bis jetzt habe ich viele positive Erfahrungen gesammelt: Ich mag den akademischen Ansatz des Unterrichts und die familiäre Atmosphäre des Campus sehr. Die „Open-door policy“ der Fachhochschule ist eines der wertvollsten Dinge die sich ein Student wünschen kann: Hier kann ich meine Dozenten problemlos erreichen, mit ihnen reden und diskutieren – was für mich sehr wichtig ist. Die Dozenten und Freunde, die ich hier habe, waren im ersten Monat auf dem Campus eine große Hilfe. Außerdem haben Sie mir geholfen, mich der neuen Situation und Umgebung anzupassen.
Besonders gut gefallen mir außerdem die Angebote für die Studierenden: Daher bin ich direkt Mitglied in der Grape (s)ociety geworden und nahm am Mallorca Wine Festival teil. Zusätzlich bekam ich die Möglichkeit, am Open Campus Day der Fachhochschule mitzuwirken, was mir auch sehr gut gefallen hat. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Events an denen ich teilnehmen kann. Bad Honnef ist eine gemütliche Stadt und Köln ist ein idealer Ausgangspunkt um zu Reisen und um weitere Gegenden kennen zu lernen – für mich mit der beste Grund hier zu sein.
Schon jetzt freue ich mich auf die verbleibende Zeit in Deutschland und bin mir sicher, dass ich sehr viele gute Erinnerungen mitnehmen werde.
An important twist in my life
Studying at the International University of Applied Sciences Bad Honnef · Bonn has been an important twist in my life because the university is quite far away from my home Peru. This is my first time in Germany, so everything is quite new for me. Since I started studying Hospitality Management, I always wanted to take part in an exchange programme. Many students ask me why I decided to come to this university and the answer is easy: I was really interested in Germany, my university in Peru has a partnership with the International University and some of my friends recommended the university to me.
So far, the experiences have been amazing. I really like the academic approach they have on the lectures and the familiar environment on campus. The open door policy of the university is one of the most valuable things a student can ask for: to be able to reach my lecturers, to talk and to discuss with them is very important. Lecturers, as well as the friends I have made so far, have been of great help during my first month at university. And they have made it easier for me to adapt to this new experience.
Student activities are also great: I had the chance to enroll in the Grape (s)ociety and I participated in the Mallorca Wine Festival. After that I had the chance to participate in the Open Campus Day, which was quite nice as well. I am looking forward to keep participating actively in different events like these.
In addition to that, Bad Honnef is a cozy town, and it is not far away from Cologne, which is good to travel around and get to know new places – this is one of the best things of being here.
For the time, I am looking to get the best out of the time I am staying in Germany and I will be taking very good memories home with me.
Der Martini Markt ist bis Sonntag geöffnet
Oktober 30, 2009
Noch bis Sonntag, 1. November, sind die festlich dekorierten Holzbuden rund um den Marktplatz von 12 bis 22 Uhr geöffnet. Am heutigen Freitag haben die Innenstadtgeschäfte bis 22 Uhr geöffnet. Mit fast 80 Buden bricht Organisator Michael Schuch nicht nur quantitativ Rekorde, einmalig ist auch das riesige Angebot an hochwertigem Kunsthandwerk in Holz, Eisen, Glas, Leder, Stein und mehr. Die einzigartige Vielfalt teils uralter Fertigungstraditionen aus den verschiedensten Regionen Deutschlands und dem benachbarten Ausland, ist neben den ebenso unterschiedlichsten kulinarischen Angeboten, das eigentliche Geheimnis des Martinimarktes. Das Pfeifenmännchen als neues Logo bringt es optisch auf den Punkt: Gemütlichkeit und Tradition. Bestens aufgestellt präsentiert sich auch der Honnefer Einzelhandel mit den aktuellsten Angeboten und Trends zu Weihnachten. Ein Gewinnspiel der ganz besonderen Art findet im Arboretum statt. Dort spielt am Samstag ab 18 Uhr auch die Gruppe Les Copains. Vergangenen Mittwoch eröffnete Bürgermeisterin Wally Feiden den Markt.
Der Prozess der deutschen Wiedervereinigung
Oktober 30, 2009
KATHOLISCH-SOZIALES-INSTITUT: Von Anfang an dabei (Teil 1) | Werner Osterbrink |
Am 9. November jährt sich zum 20. Mal der Tag des Mauerfalls und der Öffnung der innerdeutschen Grenzen, Ereignisse die ein Jahr später zur Deutschen Einheit führten, ein Ereignis, auf das die Mehrheit der Menschen in der DDR nach Errichtung der Mauer am 13. August 1961 sehnlich gehofft, an das, realistisch gesehen, die Mehrheit der Menschen jedoch, besonders auch im Westen , nicht mehr geglaubt hatten. Und jenen, die das Ziel der Wiedervereinigung nicht aus den Augen verloren hatten, wurde häufig der schlimme Begriff der „Lebenslüge“ entgegen gehalten. Ungeachtet von Resignation und Gleichgültigkeit in weiten Kreisen, gab es jedoch viele Initiativen in der alten Bundesrepublik, denen das Schicksal der Menschen im unfreien Teil Deutschlands eben nicht gleichgültig war und die sich über Jahrzehnte, nicht nachlassend, mit den Problemen der Deutschen Teilung auseinandersetzten. So mit Sicherheit auch in Bad Honnef. Es wäre interessant zu erfahren, auf welche Weise Mitbürgerinnen und Mitbürger, Institutionen, Vereine in Bad Honnef die Deutsche Teilung und den Prozess der Wiedervereinigung erfahren und ggf. begleitet haben. Der Verfasser des nachfolgenden Artikels hat 33 Jahre in einer Erwachsenenbildungsstätte mit sozial- und gesellschaftspolitischer Zielrichtung als pädagogischer Mitarbeiter und Leiter eines Langzeitstudiengangs gearbeitet. Er berichtet in dieser und den folgenden Ausgaben der HWZ über die deutschlandpolitische Bildungsarbeit des Katholisch-Sozialen Instituts (KSI) in Bad Honnef und dessen Bemühungen, jungen westdeutschen Arbeitnehmern das Los der Menschen im anderen Teil Deutschlands nahe zu bringen, den Gedanken an die Deutsche Einheit wach zu halten und nach der Wiedervereinigung den Aufbau demokratischer Strukturen beim Übergang der DDR von der Zentralverwaltungs- in die Marktwirtschaft zu fördern und zu begleiten.
Die Ausgangssituation in den Jahren 1953/54
Das KSI, 1947 gegründet, begann 1953 mit seiner Arbeit im damaligen Honnefer Antoniusheim und eröffnete 1954 den ersten Jahreslehrgang für Arbeitnehmer, der, gewissermaßen als „Flagschiff“ des Instituts, 48 Jahre ununterbrochen durchgeführt wurde und dem das Sozialinstitut über Jahrzehnte seinen Ruf als Garant für katholisch-soziale Bildungsarbeit verdankte. Der erste wie auch die folgenden Lehrgänge fanden in einer Zeit statt, die noch stark geprägt war von den Aus- und Nachwirkungen des 2. Weltkrieges: Zerstörte Städte, ganze Regionen, wie das Ruhrgebiet, die danieder lagen, ein Millionenheer von Flüchtlingen und Vertriebenen aus dem Osten musste integriert werden, Wiederaufbau der zerstörten Städte, der Fabriken und Betriebe etc, etc. Diese Umstände, nicht zuletzt aber die sich abzeichnende Teilung in West und Ost kennzeichnete die damalige Situation und bestimmte die sozial- wie gesellschaftspolitische, aber auch die allgemeine politische Diskussion: Berlinkrise, Chrustchew-Ultimatum, Aufstand der Arbeiter in der SBZ 1953, sind nur einige Stichworte, die für die Situation im getrennten Deutschland bestimmend waren. Die letzten Kriegsgefangenen kehrten erst 1956 aus sowjet-russischer Kriegsgefangenschaft heim. Das waren u.a die äußeren Begleiterscheinungen für Teilnehmer der ersten Jahreslehrgänge, unter ihnen viele ehemalige Kriegsteilnehmer, die in der Regel einige Jahre Kriegsgefangenschaft hinter sich hatten. Andererseits jedoch eine nicht zu bremsende Aufbruchstimmung und das Bestreben so vieler Lehrgangsteilnehmer, am Aufbau demokratischer Strukturen in Westdeutschland mitzuwirken. Vor allem in den Gewerkschaften, den Verbänden der Sozialbewegung sowie in den Sozialausschüssen (CDA) der Christlich-Demokratischen/ Sozialen Union. Schließlich von Anfang an eine klare antikommunistische Grundeinstellung sowohl der Institutsverantwortlichen als auch der Lehrgangsteilnehmer und ein ebenso klares Bekenntnis für ein wieder zu vereinigendes Deutschland. Dazu bildete die Auseinandersetzung mit dem „Gesellschaftsordnungssystem“ im anderen Teil Deutschlands den Hintergrund. Wie ein roter Faden zogen sich durch die Programme des Instituts während jener Zeit, insbesondere auch durch den Lehrplan des Jahreslehrgangs Themen wie „Dialektischer Materialismus“, „Marxismus- Leninismus“, „Sozialismus“ und „Sowjet-Kommunismus“. Die Bücher von Pater Prof. Gustav A. Wetter und Wolfgang Leonhard waren Bestseller unter den Lehrgangsteilnehmern.
Fortsetzung folgt
Lebensverlängerung
Oktober 30, 2009
Zu einem Besinnungsnachmittag am Mittwoch, 11. November von 15 bis 18 Uhr lädt ein die kfd St. Johann Baptist, Bad Honnef. Das Thema des Nachmittags lautet: „Lebensverlängerung um jeden Preis?“ Referenten sind Dr.med. Haase, der aus der fachärztlichen Praxis berichten wird, und Dr. Herbert Breuer nimmt Stellung aus kirchlicher Sicht. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr mit einer Andacht im Kloster „Haus Magdalena“, Königin-Sophie-Str. 10. Danach findet das Kaffeetrinken im Wintergarten statt und der Vortrag mit Diskussion. Gäste sind willkommen. Anmeldung bei Schulze, Tel. 02224 -3638 oder Kolfenbach, 02224-2264. |eb
Offenes Glaubensgespräch
Oktober 30, 2009
Das nächste offene Glaubensgespräch findet statt am Montag, 2. November. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr im Saal des Pfarrzentrums von St. Johann Baptist, Bad Honnef (hinter der Kirche am Markt). Referent ist Pfarrer Dr. Herbert Breuer zu dem Thema: „Was haben wir von der Kirche?“ Jeder kann teilnehmen, die Teilnahme ist kostenlos. Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht! Weitere Infos bei Dr. Breuer, Telefon 02224-940597. |eb
Gemeindeversammlung
Oktober 30, 2009
Die Evangelische Kirchengemeinde Bad Honnef lädt alle Gemeindemitglieder zu einer Gemeindeversammlung am Sonntag, 1. November, in das Gemeindehaus an der Luisenstraße ein. Anschließend an den Gottesdienst um 10 Uhr in der Erlöserkirche wird es dabei u.a. um den Haushalt der Kirchengemeinde, den Gottesdienst am Samstagabend, Hygienefragen bei der Austeilungspraxis der Abendmahlsfeier, die Gemeindeentwicklung im Kirchenkreis, die Planungen zum Wohnprojekt für Senioren im Krachsnußbaumweg (Projekt LEAH) und um Informationen über die Kirchenstiftung gehen. |eb
CDU-Bürgersprechstunde
Oktober 30, 2009
Am Samstag, 31.10., findet im CDUBüro (Fußgängerzone / Ecke Linzer Str.) von 11 Uhr bis 12 Uhr die wöchentliche Bürgersprechstunde statt. Im Büro ist während dieser Zeit Petra Kansy, stellv. Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende der CDU-Frauen Union anwesend und stellt sich den Fragen der Bürger und Bürgerinnen. |eb



