So wird unsere Region zukunftsfähig
November 30, 2009
ERGEBNISSE: Kreisentwicklungskonzept 2020 – Vitalität und Vielfalt – hin zur rheinischen Sommerfrische
Sich in einer durch den demografischen Wandel verändernden Welt gemeinsam zukunftsfähig zu machen, darum geht des den 19 kreisangehörigen Kommunen und dem Rhein-Sieg-Kreis in ihrem Kreisentwicklungskonzept 2020. Seit der Auftaktveranstaltung im April 2008 haben rund 140 Akteure aus Politik, Verwaltung, Kammern, Gewerkschaften, Kirchen, Unternehmen und Interessensverbänden die fünf ausgewählten Strukturbereiche diskutiert. Für die Bereiche „Bevölkerung und Wohnen“, „Soziales und Integration“, „Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Wissenschaft“, „Bildung“ und „Tourismus“ wurden zunächst Stärken und Schwächen und darauf aufbauend Ziele und Leitbilder erarbeitet. Das Ergebnis ist ein Abschlussbericht, unter anderem mit 55 konkret benannten Projekten und Maßnahmen, von denen einige aufgrund ihres Beitrages zur Bewältigung des demografischen Wandels als so genannte „Leuchtturmprojekte“ vordringlich umgesetzt werden sollen.
„Der Kreis und die Städte und Gemeinden möchten den Wandlungsprozess aktiv mitgestalten“, sagte Landrat Frithjof Kühn bei dem heutigen Treffen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit der Verwaltungsspitze des Rhein-Sieg-Kreises im Kreishaus in Siegburg. „Wir möchten unseren Kreis weiter als Standort für Unternehmen, vor allem aber auch als Wohnort für Jung und Alt attraktiv halten. Das nun vorliegende Kreisentwicklungskonzept 2020 bietet einen guten Entwicklungs- und Handlungsrahmen für die notwendigen Anpassungen und unsere weitere Arbeit. Die gewonnenen Erfahrungen der Zusammenarbeit, insbesondere mit den kreisangehörigen Kommunen und den regionalen Akteuren sollen genutzt werden, um den Prozess in der bewährten Form weiterzuführen.“
Die Mehrzahl der Projektteilnehmer wünscht sich eine weitere Zusammenarbeit. Das Instrument Kreisentwicklungskonzept 2020 „schmiede zusammen“ sagte der neu gewählte Sprecher der Bürgermeiserinnen und Bürgermeister im Rhein-Sieg-Kreis Stefan Raetz aus Rheinbach im Vorfeld. „Die Zusammenarbeit war sehr konstruktiv und bildet eine gute Basis für eine über die kommunalen Grenzen hinausgehende künftige Zusammenarbeit“, kommentiert Landrat Frithjof Kühn. Der Bericht fand bei den Stadt- und Gemeindeoberhäuptern eine breite Zustimmung. Damit ist der Erarbeitungsprozess seitens der Verwaltung zunächst abgeschlossen und die Beratungen in den politischen Gremien der Kommunen und des Kreises können beginnen.
Bevölkerung und Wohnen: Im Strukturbereich Bevölkerung und Wohnen ist beispielsweise das Leuchtturmprojekt „Schaffung von preiswerten Seniorenwohnungen“ vorgesehen. Für immer mehr Menschen wird ein Leben im Alter mit kleinen Renten und Grundsicherung Realität. Ziel dieser Maßnahme ist die Schaffung von bezahlbaren altengerechten Wohnungen in einem stadtnahen Wohnumfeld einschließlich medizinischer Versorgung-, Einkaufs- u. Kontaktmöglichkeiten aber auch die Stärkung von Eigeninitiative und gegenseitiger Hilfe der Senioren.
Soziales und Integration: Durch das Leuchtturmprojekt „Orientierungsklassen für zugewanderte Kinder und Jugendliche“ soll eine intensive und individuelle Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen in Orientierungsklassen vor der Entscheidung, welche weiterführende Schulform geeignet ist, stattfinden. Damit soll der zurzeit gängigen Praxis, Kinder und Jugendliche mit Sprachdefiziten primär den Hauptschulen zuzuweisen, entgegengewirkt werden.
Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Wissenschaft: Durch ein „Kompetenznetzwerk Energieberatung“ soll im Rhein-Sieg Kreis eine neutrale und flächendeckende Energieberatung für Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien aus einer Hand, eingerichtet werden. Diese Energieberatung richtet sich an Privatpersonen, insbesondere Hauseigentümer und Bauherren, sowie an Kommunen und Gewerbetreibende, hier vor allem an Produktionsbetriebe. Sie soll Informationen und Beratungsleistungen aus den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien bereitstellen, einschließlich einer objektbezogenen Vor-Ort- und Fördermittelberatung.
Bildung: Ziel des Leuchtturmprojektes „Übergangsmanagement Schule–Beruf“ sind gezielte und aufeinander abgestimmte Maßnahmen zur Förderung von Jugendlichen hinsichtlich einer möglichst frühzeitigen Begründung eines Ausbildungsverhältnisses im Anschluss an die allgemein bildende Schulpflicht oder – wenn dies zu diesem Zeitpunkt nicht sinnvoll erscheint – eines Arbeitsverhältnisses. Die damit verfolgten Zielsetzungen bestehen in der Vermeidung unnötiger Warteschleifen und der Besetzung aller freien Ausbildungsplätze der Betriebe mit geeigneten Jugendlichen. Bestehende regionaler Gremien und Initiativen sollen in diesen Prozess eingebunden werden.
Tourismus: Das Leuchtturmprojekt des Bereiches Tourismus ist die Entwicklung eines Tourismusprofils „Rheinische Sommerfrische“. Hier soll ein gemeinsames regionales Tourismusprofil geschaffen beziehungsweise weiter entwickelt werden. Zur Imageverbesserung und Wettbewerbsfähigkeit soll es eine themenorientierte Strategie geben, mit der sich der Rhein-Sieg-Kreis langfristig touristisch positionieren kann.
Dies geht einher mit einer gemeinsamen Infrastruktur- und Marketingentwicklung zur Verbesserung der Außen- und Innendarstellung des Kreises und seiner touristischen Angebote sowie einer Schaffung gemeinsamer Handlungs- und Kooperationsfelder. Dabei sollen die je¬wei¬ligen strukturellen Besonderheiten im Siebengebirge, Siegtal, in der Voreifel und im Bergischen Rhein-Sieg-Kreis berücksichtigt werden.
Die Städte und Gemeinden sowie der Kreis wollen weiter gemeinsam auf die formulierten Ziele und die Umsetzung der Projekte und Maßnahmen hinarbeiten. Ab Januar beraten die politischen Gremien über die Projekte, die Ergebnisse werden durch ein geeignetes Monitoring beim Rhein-Sieg-Kreis zusammengetragen. Nach Abschluss dieser Beratungen wird das Kreisentwicklungskonzept veröffentlicht.
bösARTig
November 30, 2009
Meine sehr verehrten Damen und Herren, vielleicht haben sie sich auch schon darüber gewundert, dass keine Getränkelaster mehr durch die Bahnhofstraße donnern. Das liegt schlicht und wirklich ergreifend daran, dass die Firma „Bad Honnefer Mineralbrunnen“ Insolvenz angemeldet hat. So ganz heimlich, still und leise. Schlimm. Aber, wie sagt man so schön, das Leben geht weiter. Dafür ist unser Centrum e.V. so richtig euphorisch, ich glaube, das kann man getrost sagen. Der Verein erfreut sich einer wachsenden Mitgliederschaft und die organisierten Feste nehmen neue Dimensionen an. Vom 3. bis 6. Dezember findet der Weihnachtsmarkt auf dem Campus der FH statt, der erstmals optisch und mit einem Shuttleservice mit der Innenstadt verbunden wird. Dort wird der Französische Markt vom 4. bis 6. Dezember in der Einkaufstraße die Besucher erfreuen. Aber auch das ist längst nicht alles: Drauf gesattelt wird noch ein verkaufsoffenes Wochenende. Und Sie können ganz sicher sein: Auf dem Kirchplatz wird nicht eine einzige Bude stehen. So, ich nehme mal gerade einen großen Schluck von meinem selbstgebrauten Schlankwasser. Herrlisch! Sie kennen Schlankwasser nicht? Also: Sie schütten zwei Liter Wasser in eine Karaffe, fügen drei Zentimeter geriebenen Ingwer hinzu, eine fein geschnittene mittelgroße Gurke, Scheiben einer großen Zitrone und 12 Blätter Minze. Karaffe über Nacht in den Kühlschrank stellen und dann geht die Post ab. Mit diesem Gebräu bringen Sie ihren kompletten Organismus erst in Aktion und dann auf Vordermann. Sie werden entwässert und entgiftet. Und der nächste Gänsebraten kann kommen. Kommen wir noch einmal zur Girardet- Allee und dem typischen Honnefer Durcheinander, das unbedingt längst der Vergangenheit angehören sollte: Bewohner der Allee befürchten eine Abholzung der alten, aber noch nicht uralten Linden dort (wir berichteten). Auf Nachfrage teilte uns die Verwaltung mit, das sei Quatsch, es würden höchstens in der Alexander von Humboldt Straße umsturzgefährdete Bäume ausgetauscht. Stunden später kam dann seitens der Verwaltung doch wieder die Girardet-Allee ins Spiel. Watt denn nu? Der Bürgerblock unterstützt nun die mit Recht verunsicherten Bewohner in der einzigen noch gut erhaltenen Allee in dieser Stadt und will die Sache im Rat klären lassen. Eine Liste geht rund, dreihundert Unterschriften empörter Bürger die gegen eine Abholzung und für Alternativen sind, stehen schon darauf. Einmal mehr ein Fall von grottenschlechter Kommunikation zwischen Verwaltung, Rat und Bürgern? In der heutigen Zeit ein Unding, ich erinnere da alle Beteiligten nur an die Erfindung des schlichten Telefons, vom iPhone will ich da gar nicht erst sprechen. Advent, Advent…



