In vielen Bereichen werden Akzente gesetzt
Februar 5, 2010
RÜCKBLICK: Die Nullerjahre sind vorbei. Der Versuch einer Beschreibung. Heute das Jahr 2007 | Helmut Böndel |
















Die Lage der Honnefer Politik im Jahre 2007 ist schnell beschrieben: „So kann es nicht mehr weiter gehen,“ sagt der Regierungspräsident. „Bad Honnef ist kein Sanierungsfall“, sagt CDU-BM-Kandidatin Cornelia Nasner. Bürgerblock, FDP und FWG werden dagegen einen „Sanierer“ als BM-Kandidaten ins Rennen schicken. Neben der Politik hat sich 2007 dennoch einiges bewegt in der Stadt. Pfarrer Lurz, KSIChef Joachim Sikora, Sparkassenchef Wilhelm Bier und Polizeihauptkommissar Hans Stümper verabschieden sich in den Ruhestand. Michael Hartmann wird in den Vorstand der Stadtsparkasse berufen. Dr. Florian Schütz ist neuer Inhaber der Fachhochschule. Bundesminister Peer Steinbrück wird Honnefer Aalkönig. Einer der beliebtesten Stadtpolitiker stirbt überraschend: Günther Goertz. Groß gefeiert wird das 40ste Firmenjubiläum von Pütz und Kloss sowie das 40ste Priesterjubiläum von Dr. Herbert Breuer. Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht Rhöndorf anlässlich des 40sten Todestages von Konrad Adenauer. Bad Honnef hat 2007 einmal mehr Menschen aus der gesamten Region bewegt: 4.000 bei Rhein in Flammen, 4.000 beim WDR-Schlager- Express, 6.000 beim GA-Wandertag. 2.500 junge Sportler kommen zu den Turnjugendmeisterschaften in die Stadt. 10.000 Besucher schlendern über den Martinimarkt. Engagement wird belohnt: Die FH boomt, der Seminaris Kongresspark ebenso wie der HIT Markt. Hier wie dort werden innovative Ideen nicht nur erwogen sondern zügig und erfolgreich umgesetzt. Das kann von der Politik einmal mehr nicht behauptet werden. Erstmals haben sich Studenten der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef · Bonn aufgemacht, um sich wissenschaftlich mit der Stadt zu befassen. Basierend auf einer Umfrage, die in der Innenstadt und rund um den HIT Markt stattfindet, wird eine Bestandsaufnahme gemacht. Mit den Ergebnissen entwickelt eine studentische Arbeitsgruppe ein Konzept, das es in dieser Form noch nie gegeben hat: basierend auf Fakten und nicht wie bisher überwiegend basierend auf Hoffnungen oder alt her gebrachter Meinungen. Erste Reaktionen zeigen, dass Bürger der Stadt ein völlig anderes Bild zeichnen, als das erquälte, so genannte Leitbild, dass seit seiner Erstellung wo auch immer schlummert. Bürgern scheint das Wohl und Wehe der Stadt näherer am Herzen zu liegen, als so manch ein Stadtpolitiker glaubt. „Katastrophale Orientierungslosigkeit“ wird der Politik durch die Bank bescheinigt. Der Ausdruck „Entscheidungsunfähigkeit“ fällt auffallend oft im Zusammenhang mit der momentanen politischen Arbeit vor Ort. Was gefällt? Klar: Die Lage. Die Landschaft. Die Insel. Aber: alles sei hoffnungslos verdreckt! Dennoch: Die Hoffnung stirbt auch 2007 noch lange nicht. Bei einer kleinen Umfrage haben wir Ende 2007 den Satz ergänzen lassen: „ 2008 wird ein gutes Jahr, weil…“. „… die Stimmung bei Honnefer Unternehmern und Bürgern gut ist,“ sagt Goldschmied und Einzelhandelskoordinator Georg Zumsande. „Sieben Großveranstaltungen stehen 2008 auf dem Programm. Die Gemeinschaft der Honnefer Einzelhändler ist gut aufgestellt. Ich hoffe, dass sich Politik und Verwaltung hinter uns stellen und das 2008 alles getan wird, um die Honnefer Innenstadt zu stärken. Ich bin da guten Mutes.“ Optikermeister Heinrich Beth, Sprecher der IHK, sagt: „Der Unternehmer-Optimismus bei uns reißt auch 2008 nicht ab. Wir sind aktiv und packen an.“ Jörg Pütz, Mitinhaber des Honnefer HIT Marktes und Präsident der KG Halt Pol erklärt: „Ich freue mich auf 2008 und die anstehenden Herausforderungen. Nach 10 Jahren wird der „neue HIT“ grundlegend umgebaut und auf den modernsten Stand gebracht. Ich freue mich auf eine fröhliche Karnevalssession und auf einen hoffentlich sonnigen Sommer, damit wir die herrlichen Seiten unserer schönen Stadt in vollen Zügen genießen können.“ Walter Löbach, Inhaber der Firma Retz, freut sich auf die Stadtfeste: „Die bringen Schwung in die Stadt. Ich hoffe aber auch, dass Verwaltung und Politik die Probleme der Innenstadt in den Griff bekommen.“ Elektromeister Jürgen Behr, Honnefer Schützenkaiser sagt: „Es kann ja alles nur noch besser werden. Ich freue mich auf das Rauchverbot und auf die Bierpreiserhöhung.“ Alois Klein, Dachdeckermeister, stellt fest: „Wenn es nicht schlimmer wird, dann bin ich zufrieden. Ich werde aber wohl meinen Bierkonsum einschränken.“ Auch Axel Schmidt sieht positive Zeichen: „Von der Gesamteinschätzung her denke ich, dass 2008 positiver verläuft als 2007. Allein schon daher, weil die Arbeitslosenzahl gesunken ist. Damit ist mehr Bargeld im Umlauf, und das geht erfahrungsgemäß in den Konsum. Trotzdem, in der Innenstadt fehlt ein Magnet. Die Kundenfrequenz lässt immer mehr nach.“ Ob 2008 hält, was sich die Honnefer Unternehmer erhoffen, das lesen Sie in der kommenden Ausgabe der HWZ.
Schunkelalarm mit den Bergbewohnern
Februar 5, 2010
KARNEVAL: Die Große Selhofer Karnevalsgesellschaft feiert im „Gürzenich“



Präsident Stefan Meyer stellt bei der Begrüßung klar, wo die Jecken sind: „Herzlich willkommen im Selhofer Gürzenich“. Das klingt gut, die Stimmung schnellt nach oben: Die Eigengewächse „Rasselbande“ und der Tamborcorps „Frei Weg“ sorgen dafür, darauf sind die Selhofer mit Recht mächtig stolz. Aber auch die auswärtigen Gäste werden umjubelt: Das Siebengebirgsprinzenpaar und die Aegidienberger Tollitäten konnten sich heimisch fühlen. Königlicher Glanz im Gürzenich mit hohem Schunkelfaktor. Begeistert werden das Tanzcorps und die Old Stars empfangen,natürlich auch Kräfte aus der Selhofer Talentschmiede. Ein Wermutstropfen am Rande: Senatspräsident Helmut Brethauer gibt sein Amt am Aschermitwoch ab.
KG HALT POL
Februar 5, 2010
Prunksitzung 2010
Wo Mädels feiern und Männer dienen
Februar 5, 2010
KARNEVAL: Rhöndorfer Damenkomitee Ziepchen feiert im Schützenhaus




Das ist eine charmante Tradition: Wenn das Damenkomitee Ziepchen ihre Sitzung im Rhöndorfer Schützenhaus feiert, dann müssen die Herren der Schöpfung ran an das Geschirr und an den Zapfhahn. Und die Damen lassen sich gern bedienen. Derweil führt Monika Schneider mit ihren Eferrätinnen bestens aufgelegt durch ein farbenfrohes Programm mit heimischen Kräften. Die Kindertanzgarde der Löstigen Gesellen brach das Eis. Die Tanzgarde der Ziepches Jecke brachte die Kronleuchter des Schützenhauses erstmals in Schwingungen. Das Siebengebirgsprinzenpaar Guido I und Nadine I wird überschwänglich empfangen. So ist Guido den Damen noch bestens bekannt als Klofrau oder Trude Herr. Von damals, als die Sitzung noch im Pfarrheim statt fand. In der zweiten Halbzeit steht die jecke Damenwelt entgültig auf den Stühlen: Die „Oldstars“, der „American Dream vum Rhing“ und die Stadtsoldaten sorgen für tosenden Jubel und für jede Menge Raketen.
Straßenschäden
Februar 5, 2010
Bedingt durch die lang anhaltende, kalte Witterung der letzten Wochen sind im gesamten Stadtgebiet Bad Honnef verstärkt Schäden an den Gehwegen und Fahrbahnen aufgetreten. Bei vielen Gehwegen haben sich Platten, Pflastersteine oder auch Bordsteine gelockert. Die Schäden können sukzessive erst behoben werden, wenn der Untergrund nicht mehr gefroren ist. Die Stadtverwaltung bittet daher alle Verkehrsteilnehmer um besondere Achtsamkeit. |eb
Kinderkarneval
Februar 5, 2010
Die Jugendleiterrunde der Gemeinde St. Marien Rhöndorf lädt alle Kinder herzlich am Samstag, dem 13. Februar, um 15 Uhr zum Kinder-Karnevalsfest ins Pfarrzentrum am Frankenweg ein. Alle Kinder werden gebeten, kostümiert zu kommen. |eb
Viersprachiger Stadtplan
Februar 5, 2010
Als Gesten des freundlichen Willkommens hat die Stadtinformation Bad Honnef am Rathausplatz ihren bekannten informativen Stadtplan kürzlich in einer französischen und einer schwedischen Version aufgelegt. Sie ist damit gut gerüstet für Gäste aus Frankreich und Schweden, denen die Stadt durch ihre Partnerschaften mit Berck sur Mer und Ludvika besonders verbunden ist. Eine englische Version des Stadtplans liegt seit einiger Zeit ebenfalls vor. Das Verzeichnis der 40 Sehenswürdigkeiten in Bad Honnef hatte Verena von Dellingshausen zusammengestellt. Die Übersetzungen erfolgten durch Cathérine Kronisch und Ekki Schmitz (Französisch), Anders Carlius (Schwedisch) sowie Ray Wall und Armin Ritter (Englisch). Die Informationsreihe umfasst darüber hinaus auch noch einen Wanderplan, Tourentipps, einen Baumführer, einen Stadtplan „Auf den Spuren Guillaume Apollinaires“, Infos zu Bau, Wohnen, Haus und Grund sowie zu Ärzten in Bad Honnef. Die Pläne können gegen eine Schutzgebühr von 1,50 Euro (Ärzteplan 1 Euro) in der Geschäftsstelle der Stadtinformation erworben werden. Mit der Gebühr wird die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitarbeiter/innen unterstützt. |eb
SPD-Bürgersprechstunde
Februar 5, 2010
Die nächste Bürgersprechstunde der SPD findet am Freitag, dem 5. Februar von 17 bis 18 Uhr im SPD Büro in der Hauptstraße 100, Bad Honnef, statt. Frau Lucia Olbrück, Ratsmitglied, beantwortet gerne Ihre Fragen. Olbrück ist Vorsitzende der AWO Bad Honnef. Auf der Internetseite der SPD unter: www.spd-bad-honnef.de gibt es weitere Informationen. |eb
CDU-Bürgersprechstunde
Februar 5, 2010
Am Samstag, 6. Februar, findet im CDU-Büro (Fußgängerzone/ Ecke Linzer Str.) von 11 Uhr bis 12 Uhr die wöchentliche Bürgersprechstunde statt. Im Büro ist während dieser Zeit das CDU-Ratsmitglied Alexander Rettig anwesend und stellt sich den Fragen der Bürger und Bürgerinnen. |eb
Keine Wertpapieranlage ohne Beratungsprotokoll
Februar 5, 2010
INTERVIEW: Worauf Sie als Kunde achten müssen!

Seit dem 1. Januar 2010 müssen Privatkunden ein Beratungsprotokoll vorgelegt bekommen, wenn sie sich über Wertpapieranlagen wie Investmentfonds, Aktien oder festverzinsliche Anleihen beraten lassen. Uns interessiert, wie diese gesetzliche Regelung in der Stadtsparkasse Bad Honnef umgesetzt wurde. Im Gespräch mit Hellmuth Buhr, Vorstandsvorsitzender und Rupert Karrenbauer, Leiter der Abteilung Vermögensberatung der Stadtsparkasse Bad Honnef klären wir, worauf Sie als Privatkunde achten müssen.
Warum sind Beratungsprotokolle überhaupt erforderlich?
Hellmuth Buhr: Auslöser der Gesetzesänderung waren Verluste der Privatanleger während der Finanzkrise, die z.B. durch Bankenzusammenbrüche in den USA ausgelöst wurden. Gesetzgeber und Verbraucherschützer sehen das Protokoll als Einstieg in Sachen Anlegerschutz. Ziel des neuen Gesetzes ist es, in der Wertpapierberatung mehr Transparenz zu schaffen und fehlerhafte Beratung im Streitfall besser nachweisen zu können. Allerdings müssen auch Kunden eine gewisse Sorgfalt walten lassen.
Wir haben hier ein Muster eines Beratungsprotokolles vorliegen, das sehr umfangreich ist. Wie muss denn ein Beratungsprotokoll aussehen?
Hellmuth Buhr: Der Gesetzgeber schreibt den Banken und Finanzdienstleistern nur vor, dass ein Beratungsprotokoll anzufertigen ist. Die genaue Ausgestaltung wird hierbei offen gelassen. Das Beratungsprotokoll kann daher vom handschriftlichen Text bis hin zu standardisierten Bögen zum Ankreuzen variieren. Grundsätzlich gilt: Je ausführlicher, desto besser. Bei der Stadtsparkasse können im Protokoll einzelne Inhalte angekreuzt werden. Wenn es erforderlich ist, werden auch zusätzliche Informationen eingetragen. Bestimmte Inhalte werden aber auf jeden Fall vorkommen:
Was ist der Anlass des Beratungsgesprächs?
Rupert Karrenbauer: Nicht fehlen darf, ob der Kunde oder die Bank um das Gespräch gebeten hat. Weiter wird vermerkt, wie viel Geld angelegt werden soll.
Warum werden persönliche Daten des Kunden erfragt?
Rupert Karrenbauer: Persönliche Daten sind für den Berater wichtig, um zu sehen, was sich der Anleger leisten kann. Deshalb erfassen wir Eckdaten wie Familienstand, Beruf, Angaben zu den finanziellen Verhältnissen, wie Vermögen, Netto- Einkommen und monatliche Ausgaben.
Wie können Wünsche und Anlageziele des Kunden berücksichtigt werden?
Rupert Karrenbauer: Dieser Punkt ist entscheidend für die Beratung. Hier findet sich z.B. die Risikobereitschaft des Anlegers wieder. Möchte er hohe Rendite oder setzt er eher auf Sicherheit? Ist hier beispielsweise festgehalten, dass der Privatkunde möglichst sicher anlegen möchte, muss sich die Bank für ein gegebenenfalls risikoreiches Verlustgeschäft rechtfertigen.
Welche Produkte werden im Protokoll aufgeführt?
Rupert Karrenbauer: Im Beratungsprotokoll werden alle Produkte genannt, für die vom Berater eine Empfehlung zum Kauf, Halten oder Verkauf abgegeben wurde. Wichtig ist hier vor allem die Begründung, warum der Berater dem Kunden genau diese oder jene Geldanlage empfiehlt. Die Begründung muss letztlich auf die Wünsche und Ziele des Kunden abgestimmt sein.
Wer muss unterschreiben?
Rupert Karrenbauer: Zur Unterschrift verpflichtet ist nur der Berater. Der Kunde kann unterschreiben, muss das aber nicht. Mit der Unterschrift bestätigt der Kunde letztlich nur den Erhalt des Dokumentes.
Warum wird die Dauer des Gespräches aufgezeichnet?
Rupert Karrenbauer: Hier empfiehlt es sich, auch selbst am Anfang und zum Ende des Gesprächs auf die Uhr zu schauen. Die Dauer der Beratung lässt Rückschlüsse darauf zu, ob sich der Berater der Thematik entsprechend genug Zeit genommen hat.
Was tun bei Unklarheiten?
Hellmuth Buhr: Das Protokoll muss vor der Abwicklung der geplanten Geschäfte ausgehändigt werden. Jeder unserer Kunden erhält genug Zeit, sich das Protokoll in Ruhe durchzulesen. Sobald der Kunde etwas nicht versteht, sollte er nachfragen. Fehlen wichtige Informationen oder sind diese nach Ansicht des Kunden fehlerhaft, kann dies dann umgehend abgeändert werden.
Geht es auch ohne Protokoll?
Rupert Karrenbauer: Sobald der Berater eine konkrete Empfehlung zum Kauf, Halten oder Verkauf abgibt, ist das Protokoll Pflicht. Ein Protokoll ist nur bei beratungsfreien Geschäften nicht erforderlich.
Ihr Fazit?
Hellmuth Buhr: Unsere Beraterinnen und Berater setzen seit etwa vier Jahren den „Sparkassenfinanzcheck“ und die „Finanzplanung privat“ in der Beratung der Kunden ein. Dadurch sind sie in der Lage, gezielt auf die Wünsche und Ziele unserer Kunden einzugehen. Sie berücksichtigen insbesondere bei Wertpapiergeschäften die finanziellen Verhältnisse der Kunden und können so unter Abwägung der Chancen und Risiken das optimale Produkt empfehlen, wie dies auch der Gesetzgeber über das Beratungsprotokoll einfordert. Dies wird unterstützt durch den hohen Ausbildungsstand unserer Beraterinnen und Berater. Unsere Kunden können die Dienste eines zertifizierten Finanzplaners (EBS) und von drei Financial Consultants (S-Finanzgruppe) in Anspruch nehmen. Somit werden wir unseren Ansprüchen bezüglich einer hohen Beratungsqualität gerecht. |eb



