Heimatverbunden

„Kernschmelze“ in der Energiepolitik

August 29, 2011

BAD HONNEF AG: Geschäftsbericht 2010 vorgestellt. Jahresüberschuss beträgt 4.053.000 Euro

BHAG-Vorstand Peter Storck (l.), Thomas Linnemann (r.) Aufsichtsratsvorsitzender Carl Sonnenschein (m.) präsentierten ein erfreuliches JahresergebnisVergangenen Mittwoch stellten BHAG Vorstand Peter Storck und Thomas Linnemann, so wie Aufsichtsratsvorsitzender Carl Sonnenschein, den Geschäftsbericht 2010 vor. Mit erfreulichen Tatsachen: Der Jahresüberschuss beträgt 4.053.000 Euro, das Unternehmen wächst über die Stadtgrenzen hinaus, die Mitarbeiterzahl steigt an, hinzu kommen fünf Auszubildende. 3.500.000 Euro werden an die Stadt Bad Honnef, an das Freizeitbad Grafenwerth und die Verbandsgemeinde Unkel überwiesen, 553.000 Euro wandern in die Gewinnrücklage. Zu Beginn ihrer Ausführungen schlugen Storck und Linnemann eine Brücke ins ferne Japan: „Fukushima trifft uns alle und wir möchten daher an dieser Stelle zuerst unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme für die Bevölkerung in Japan zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig hat dieses Ereignis aber auch sehr deutlich die Gefahren der Atomkraft aufgezeigt. Die daraus resultierende Entscheidung der Politik, aus der Kernenergienutzung auszusteigen, ist daher nur folgerichtig. Die richtigen Konsequenzen zu ziehen, ist somit das Gebot der Stunde. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Ökologisierung in Richtung „Naturenergie“. Kommunalversorger betätigen sich hier traditionell sehr aktiv. Die Bad Honnef AG setzt schon seit einigen Jahren verstärkt auf Ökoenergieangebote und steht gerade bei diesen im Preiswettbewerb mit anderen Versorgungsunternehmen gut da. So hat unser Unternehmen z.B. recht frühzeitig zertifizierten Ökostrom aus deutschen Wasserkraftanlagen vom Hochrhein beschafft und sich für unsere Kunden zukünftig die gewohnt hohe Versorgungsqualität und die ausgeprägte „vor Ort- Orientierung“ auch im Strombereich. Ein weiterer wichtiger Schritt für die Unternehmensentwicklung der Bad Honnef AG ist der Ausbau der Aktivitäten im Bereich der effizienten und umweltfreundlichen Stromerzeugung. So ist unser Unternehmen z.B. eine Beteiligung an dem Neubauprojekt eines Gaskraftwerks in Bremen eingegangen. Gerade für den Ausstieg aus der Atomkraft sind solche Engagements hochrelevant. Ähnlich verhält es sich mit dem zunehmenden Ausbau von Photovoltaik. Neben den bestehenden Anlagen ist ein weiterer Ausbau vor Ort fest vorgesehen. Eine zentrale Säule in der Kundenorientierung der Bad Honnef AG stellen neue Produkte und Serviceangebote dar, die unseren Kunden einen spürbaren Mehrwert bieten. Zu nennen sind hier z.B. Leistungen aus dem Umfeld von Energieeffizienz, des Contracting oder der Fördermittelberatung. Außerdem unterstützen wir in ausgeprägtem Maße weitere öffentliche Einrichtungen und ortsansässige Vereine. Die Ausführungen zeigen sehr deutlich, wie vielfältig das Umfeld ist, in dem die Bad Honnef AG erfolgreich agiert. Da ein solcher Erfolg aber nur gemeinsam zu erzielen ist, möchten wir uns insbesondere bei allen Kunden, Geschäftspartnern und Entscheidungsträgern ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Weiterhin gilt unser Dank auch ganz ausdrücklich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre vorbildliche Leistungsbereitschaft im Dienst unserer Kunden. Gerade in diesen Bereichen zeigt sich die Stärke der Bad Honnef AG, da unser Unternehmen in hohem Maße persönlich und individuell auf Kundenwünsche eingehen kann. Unser Unternehmens-Slogan „Energie mit Heimvorteil“ ist daher für uns nicht nur Werbebotschaft, sondern in hohem Maße ein Auftrag. Dabei liegt uns vor allem die Nachhaltigkeit in den Angeboten, in den Kundenbeziehungen und den öffentlichen Strukturen vor Ort am Herzen. So engagiert sich die Bad Honnef AG z.B. intensiv auf allen Stufen der Jugendarbeit, von den Kindergärten bis hin zu einem Netzwerk aus Schulen und Betreuungseinrichtungen. Hier unterstützen wir rund um die Themen Strom, Gas und Wasser z.B. durch Bildungsmaterialien, Informationsveranstaltungen und praxisnahe Besichtigungen. Damit leistet die Bad Honnef AG hier Vorbildliches, was sich insbesondere auch an der außergewöhnlichen UNESCO-Auszeichnung für unser Online-Wasserlexikon zeigt“. Zu den Zahlen: Die Gesamtabgabe an elektrischer Energie an eigene Kunden betrug in 2010 (ohne Innenumsatz) 89.419.396 kWh. Dies sind 559.667 kWh mehr als 2009. Die Steigerung um 0,6 % ist auf die Vertriebserfolge außerhalb des eigenen Netzgebietes zurückzuführen. Im Netzgebiet der Bad Honnef AG waren am Jahresende 14.499 Kunden angeschlossen. Davon werden 1.035 Kunden mit einem Verbrauch von 9.518.383 kWh von fremden Lieferanten versorgt. Der Kundenabgang im eigenen Netz konnte durch Kundenzugewinne in fremden Netzgebieten mit 1.474 zahlenmäßig und mit 14.281.661 kWh auch mengenmäßig überkompensiert werden. 4.432 Kunden im eigenen Netzgebiet haben Ende 2010 einen sogenannten Normsondervertrag gewählt. Zusammen mit den fremdversorgten Kunden haben damit 28,2 % der BHAG-Kunden den Wettbewerb genutzt und entweder das Produkt oder den Anbieter gewechselt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden TEUR 770 in das Stromnetz investiert. TEUR 218 wurden für Unterhaltungsmaßnahmen aufgewendet. Die Gesamtabgabe an Erdgas an eigene Kunden betrug in 2010 (ohne Innenumsatz) 684.889.249 kWh. Dies sind 63.843.406 kWh oder 10,3 % mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg erklärt sich ausschließlich durch temperaturbedingte Einflüsse, denn im gleichen Zeitraum nahm die Durchleitungsmenge für fremde Lieferanten um 19.176.754 kWh auf insgesamt 38.220.264 kWh zu. Im Netzgebiet der BHAG waren am Jahresende 18.970 Kunden angeschlossen. Davon haben 1.496 Kunden ihren Anbieter gewechselt, und 3.072 Kunden haben sich für einen BHAG- Aktiv-, BHAG-Stabil- oder BHAG- Online Vertrag entschieden. Damit haben sich auch in dieser Sparte bereits 24,1 % aller Kunden mit dem Wettbewerb auseinandergesetzt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden TEUR 1.163 in das Gasnetz investiert. TEUR 393 wurden für Unterhaltungsmaßnahmen aufgewendet. Die Wasserabgabe betrug 2010 1.981.544 m3, das sind 1.118 m3 mehr als in 2009. Die wesentlichen Investitionen haben 2010 im Wassernetz stattgefunden (TEUR 1.252). Für Unterhaltungsmaßnahmen wurden TEUR 450 aufgewendet.

bösARTig

August 29, 2011

Meine sehr verehrten Damen und Herren, einige Bürger sitzen auf dem Marktplatz und schauen in die Runde. „Tja“, sagt einer, einer der quasi vor 50 Jahren als junger Bursche die Stadt erobert hat. Er zeigt auf die Häuser, die es auch heute noch gibt. Aber: Dort war eine Kneipe, da war ein Hotel, dort war eine Kneipe. Und so weiter. Lang ist es her. Ein Selhofer Gastronom schaut auf eine Zigarettenlänge vorbei. „Der 27. August ist mein letzter Tag“, sagt er. Heißt: Olli Renner schließt sein Kuckstein in Selhof. Damit gibt es in Selhof keine richtige Kneipe mehr. So mit Theke, Gesellschaftsraum und Kegelbahn. Was bleibt, ist die Theke im Hause Kaiser. Aber wo sollen beispielsweise nun Selhofer Trauergemeinschaften ihren Kuchen essen? Die Herrschaften schauen in die Runde. Der Eroberer von damals meint, „es sieht nicht nur in Selhof mies aus. Die Alte Kapelle in Rhöndorf steht leer, das Calabria in der Hauptstraße, das Bistro im Arboretum, Picasso in der Bahnhofstraße“. Das läge allerdings nicht ausschließlich an den Gastronomen, sondern oftmals an den Hausbesitzern. Die ließen ihre Immobilien schlichtweg verkommen. „Und dafür verlangen sie auch noch unverschämt hohe Pachtbeträge“. Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich möchte kurz darauf hinweisen, wie schön das Leben sein kann. Ich sitze mit wissenden Menschen zusammen die nur unwesentlich älter als ich sind, sie reden, ich tippe, das iPhone nutze ich Modem für das Internet, so kann ich nebenbei Mails bearbeiten und verschicken und an meiner Pizza knabbern. Das Aalkönigskomitee meldet sich. Lieber Herr Ost, viele Grüße vom sonnigen Marktplatz. Das Komitee weist noch einmal darauf hin, „dass Bad Honnefer Vereine, die sich vorbildlich im Bereich „Jugend und Soziales“ engagieren, aufgerufen sind, Projekte im Jugendbereich für das kommende Jahr einzureichen, die das Aalkönigkomitee mitfinanzieren soll. Das jeweilige Vorhaben sollte nachvollziehbar und schriftlich erläutert werden. Dabei müsse deutlich werden, welche Finanzmittel fehlen, wofür konkret finanzielle Mittel benötigt werden und wann mit der Realisierung des Projektes zu rechnen ist. Reine Verwaltungs-, Druck- oder Materialkosten werden vom Komitee nicht finanziert. Das Aalkönigkomitee will mit der finanziellen Unterstützung einen Beitrag dazu leisten, innovative und integrative sowie soziale Ideen und Projekte im Bereich von Kindern und Jugendlichen von Bad Honnefer Vereinen zu realisieren“. Das kann nicht oft genug gesagt werden. Eine Minirockträgerin kommt daher. Braungebrannte Beine. Wie gesagt: Das Leben kann schon schön sein. Was wollte ich sagen? Zum Teufel! Meine Augen sehen Beine, mein Gehirn vergisst die Worte. Was soll das? Zum Glück kommt der Herr Kutter vorbei. Er packt selbstgepflückte Pflaumen aus und erinnert die Gemeinde an die Einkaufsnacht am Freitag inklusive Musik-und Kirchennacht. Mehr geht eigentlich nicht. Der Wetterbericht verspricht hochsommerliche Temperaturen von bis zu 32 Grad. Am Wochenende kühlt es mit erfrischender Atlantikluft wieder ab. Glück gehabt, Herr Kutter. Ein schönes Wochenende allerseits…

In Zukunft geht man offline

August 26, 2011

INTERNET: Die Silversurfer kommen. Teil 4 von 4

In Zukunft geht man offline„Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen“. Dieses schöne Zitat wird immer mal wieder jemandem anderen zugeschrieben, mal Mark Twain, mal Winston Churchill und auch mal Kurt Tucholsky. Wer auch immer der Urheber dieser Worte ist, das Zitat wirkt besonders schwerwiegend wenn wir das Internet der Zukunft vorhersagen wollen. Technisch ist wirklich alles machbar und kann teilweise heute schon umgesetzt werden. Aber was akzeptieren die zukünftigen Nutzer? Die Jugendlichen von heute leben ja bereits im Netz. Es wird ihr ganzes Leben begleiten. Ich denke, dass sie in Zukunft wesentlich mehr akzeptieren, als wir uns heute vorstellen können. Ich habe mal die absehbaren Möglichkeiten in acht Thesen zusammengefasst. Natürlich eine subjektive und absolut nicht vollständige Aufzählung.

1. Bargeld wird überflüssig

Vor erst zwei Wochen haben sich Deutschlands drei große Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und O2 zusammengesetzt. Ziel: Sie wollen gemeinsam die Bezahlung mit dem Handy vorantreiben. Das Handy wird an ein Bezahlterminal gehalten, man bestätigt per Handy- Tastatur den Betrag und zahlt. Einfacher geht’s nicht. Und auch nicht sicherer, denn im Gegensatz zur heutigen Kartenzahlung sind hier keine Kontodaten mehr im Spiel. Drogeriemärkte und Tankstellen wollen sich zunächst damit ausstatten. Wenn man das weiterdenkt, wird das Bargeld irgendwann überflüssig. Vielleicht schneller, als uns lieb ist.

2. Die Festplatte im PC verschwindet

Sie haben vielleicht in letzter Zeit schon mal den Begriff „Cloud“ im Zusammenhang mit dem Internet gehört. Der Langenscheidt übersetzt diesen englischen Begriff mit Wolke. Und das soll sie auch werden. In Zukunft ist, nach den Planungen der IT-Industrie, alle Intelligenz und alles Wissen in der Wolke gespeichert. Und die Cloud ist nichts anderes als die Millionen weltweit verteilten zentralen Internetcomputer. Im Klartext, man braucht auf seinem häuslichen Computer keine Programme mehr zu kaufen, sondern „mietet“ sich diese Intelligenz für den Zeitraum, für den man sie braucht. Und sie ist immer auf dem neuesten Stand. Klingt doch verlockend? Aber auch mein Wissen und alle meine Daten sollen in Zukunft in der „Wolke“ gespeichert werden. Da spielen natürlich Datensicherheit und der Schutz der Persönlichkeitsrechte eine noch größere Rolle als heute.

3. Das Internet wird zum Netz der Dinge

Mein Toaster am Internet? Wozu? In Zukunft soll jedes noch so undenkbare Gerät eine Internetadresse bekommen und damit ans Netz angeschlossen werden können. Natürlich werde ich nie mein Bügeleisen von meinem Handy aus steuern wollen, aber jedes Gerät kann dann zumindest seinen Stromverbrauch melden und dem Netz sagen, dass es nicht reibungslos funktioniert. Genau so wie unsere Autos heute schon auf uns einreden, wenn es ihnen nicht gut geht. Macht das Sinn? Ja, es macht Sinn. Allein den Überblick, den ich über meine Elektrogeräte hinsichtlich ihres Verbrauchs bekomme. Mal ehrlich, wissen Sie heute welche ihrer Geräte die wahren Stromfresser sind. Sie vermuten es vielleicht. Aber man tappt eigentlich noch ziemlich im Dunkeln. Oder die Photovoltaikanlage auf meinem Dach, die momentan zu viel Strom produziert und mit diesem dann einfach, intelligent übers Internet gesteuert, meine Tiefkühltruhe weiter herunterkühlt. Es gibt scheinbar unendlich viele Ideen in diesem Bereich, die heute in Forschungsprojekten untersucht werden.

4. Sprache wird in Echtzeit übersetzt

Jede Sprache in Echtzeit, das heißt gleichzeitig in eine andere zu übersetzen, ist schon heute schriftlich in Anfängen möglich. In Zukunft wird es kein Problem mehr sein auch das gesprochene Wort sofort zu übersetzen, so dass eine fließende Konversation zwischen Menschen mit völlig unterschiedlichen Sprachen problemlos möglich sein wird.

5. Einkaufen wird anders

Man muss wirklich unterscheiden. Auf der einen Seite steht die lästige Beschaffung von Waren des täglichen Bedarfs. Andererseits das lustvolle „shoppen“, wie es heute so schön heißt, der Erlebniseinkauf. Viele Dinge kann man heute schon im Internet kaufen beziehungsweise beschaffen. Das verändert natürlich die Geschäftswelt in den Städten. Zukunftsforscher sagen aber auch, dass der Zwischenhandel in Zukunft rückläufig sein wird. Man kauft im Internet direkt beim Hersteller. Es gibt viele Branchen, die sich in Zukunft an gewaltige Veränderungen anpassen müssen. Aber wir belassen es zu diesem Zeitpunkt mal dabei.

6. Demokratie findet online statt

Werden wir in Zukunft noch alle paar Jahre zur Wahlurne gehen? Schon heute verweigern Jugendliche am Wahlsonntag diesen Gang. Sichere Systeme für eine elektronische Wahl übers Internet gibt es schon heute. Was fehlt, ist der rechtliche Rahmen und die Akzeptanz in der Bevölkerung. Eine weitere Hürde ist die Gleichbehandlung. Nicht jeder hat den Zugang zu einem Computer und kann damit umgehen. Und nach der Wahl? Wie sehr können die Wähler in Zukunft die Politik über das Netz beeinflussen, wenn sie sich heute schon in Gruppen über Facebook zu spontanen Demonstrationen verabreden. Eine spannende Entwicklung.

7. Computer werden mit Gesten gesteuert

Genau wie es heute schon Computer gibt, die man durch Berührung des Bildschirms steuern kann, gibt es erfolgreiche Versuche, das auch mit Gesten zu machen. Die Spieleindustrie hat Gesten schon länger entdeckt und manche haben ihre Kinder und Enkel schon wie verrückt mit einer Wii vor dem Fernseher tanzen oder Tennis spielen gesehen.

8. Das Web kriecht in meinen Körper

Der Schritt vom Piercing zum Chip unter der Haut ist nur noch klein. In Spanien gibt es bereits Diskotheken, die ihrer Stammkundschaft einen solchen Chip unter der Haut anbieten. Und die Jugendlichen nehmen das an. Ein kleiner Pieks und man gehört dazu, geht ohne weitere Kontrolle durch ein Tor und ein Monitor spricht einen sogar mit Namen an. Übers Internet kann jeder zu jedem Zeitpunkt sehen…ok, ich höre jetzt einfach mal auf.

Danke!

Vielen Dank, dass Sie bis hierher gefolgt sind. Ich will Ihnen nicht zu Nahe treten, aber wahrscheinlich gehören Sie nicht zur ganz jungen Generation. Denn in dem Alter hat man das Lesen langer Texte fast verlernt. Falls Sie dennoch dazu gehören, meine Hochachtung! Sie gehören zu einer Minderheit. Ich habe versucht in den letzten vier Ausgaben für Silversurfer und die, die es werden wollen, das Internet von vielen Seiten zu beleuchten. Natürlich kann das keine wertfreie und vor allem vollständige Information sein. Ich persönlich bin „Internetfreak“, bin aber für die Gefahren nicht blind geworden. Ganz wichtig ist, dass wir unsere Kinder auf die Gefahren hinweisen. Im „richtigen Leben“ ermahnen wir ständig: Schau links und rechts ob ein Auto kommt, geh nicht im Dunkeln allein nach Hause und so weiter. In ihrem „Zweitleben“ überlassen wir sie vollkommen ihrer Welt. Ein Grund mehr, mal in die digitale Welt hinein zu schnuppern.

Zum Schluss noch etwas Positives. Wenn unsere Kinder dann irgendwann ins Seniorenheim gesteckt werden, sind sie, sofern sie geistig noch fit sind, nach wie vor übers Internet mit allen, auch mit ihren Kindern, dauernd verbunden und können zumindest virtuell ständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Ist das schlecht? Daraus mein persönliches Fazit: In Zukunft stirbt man nicht mehr, in Zukunft geht man offline.

Peter Hurrelmann

Der Bann ist gebrochen

August 26, 2011

SCHÜTZENFEST: Marie-Luise Redeligx ist die erste Königin in Rhöndorf

Präsident Peter Profittlich, König a.D. Achim Jungblut, Königin Malu Redeligx, Prinzgemahl Winfried (v.l.) nach dem Königsschuss.Bürgerkönig Markus StröderDer Bann ist gebrochenDer Bann ist gebrochenBann, so heißt es, ist die magische Wirkung, der man sich nicht entziehen kann. Wenn dem so ist, dann zogen bisher die Herren der Schöpfung, beziehungsweise die Schützen der Rhöndorfer Sankt- Hubertus-Schützengesellschaft, den Königsvogel in ihren Bann. Das ist nun, 91 Jahre nach der Vereinsgründung, endgültig vorbei. Oder: Der Bann ist gebrochen. Schützenfest in Rhöndorf. Von der Sonne verwöhnt. Gut gelaunte Menschen. Präsident Peter Profittlich ist zufrieden. „Der Platz ist nicht ganz so voll“, es sei eben Ferienzeit. Markus Ströder, Chef des städtischen Bau-und Betriebshofes, wird Bürgerkönig. Seine Mannschaft gewinnt das Schießen der Betriebe. Frau Bürgermeisterin kann stolz sein. Eher lautlos und unaufgeregt, wären da nicht die schneidenden Aufrufe von Kommandeur Hans Günter Haas gewesen, beginnt das Königsschießen 2011. Der Königsvogel zerbröselt schnell. Zu schnell, wie sein Schöpfer Fritz Ueberbach betrübt feststellt. Nach 70 Minuten legt Marie-Luise Redeligx ihr Gewehr an. Vom Königsvogel ist kaum noch etwas zu sehen. An der Bierbude wird der Bürgerkönig gefeiert. „Das wird ganz schön teuer“, ahnt Ströder zu Beginn seiner Regentschaft. „Bitte ein Bit“. Marie Luise Redeligx schießt. Ein Klicken. Kaum wahrnehmbar. Atemlose Stille. Dann der Jubel. „Wir haben eine Schützenkönigin“, ruft Peter Profittlich strahlend in die Menge. Die Königin küsst ihren Prinzgemahl Winfried. Zögerlich. Fragend. Sie versteht die Schützenwelt für einen Moment nicht mehr. „Das darf doch nicht wahr sein“. Es ist wahr. Und damit ist heute schon gewiss, Marie-Luise Redeligx geht in die Geschichtsbücher des Vereins ein: Als erste Schützenkönigin seit der Vereinsgründung. Am Festsonntag feiern die Schützen im proppenvollen Schützenhaus weiter. Zuvor wird der Tradition die Ehre erwiesen: Weckdienst durch die Spielmänner des TV Eiche, Frühstück im Café Profittlich, Festgottesdienst, Kranzniederlegung, Frühschoppen. Rheinischer Sauerbraten mit Knödeln. Auch eine Tradition. Peter Profittlich begrüßt die Jubiläumsmajestäten und dann Helmut Kloss. Ein förderndes Mitglied der Schützengesellschaft seit mehr als unglaublichen 50 Jahren. Kloss wird zum Ehrenmitglied ernannt. Der Sonntagnachmittag steht aber nicht nur im Zeichen der Ehrungen oder der Schießwettbewerbe. Seit Jahren kümmern sich die Rhöndorfer Schützen um den Nachwuchs mit Kinderschminken, Ponyreiten oder Bogenschießen. Für Begeisterung sorgt einmal mehr die rollende Waldschule des Hegerings Siebengebirge.

Mittag auf dem Markt

August 26, 2011

Mittag auf dem MarktTraditionell wurden die Kinder der Feriennaherholung des Stadtjugendrings Bad Honnef am ersten „Ferientag“ auf dem Marktplatz zum Mittagessen eingeladen. Die Inhaber vom „Alten Standesamt“ und des „Ayuntamento“ spendierten wieder Pommes mit Würstchen und Getränke für alle 190 Kinder und über 60 ehrenamtliche Betreuer. In den beiden letzten Sommerferienwochen werden 190 Kinder aus Bad Honnef zwischen 6 und 12 Jahren von qualifizierten und ausgebildeten Mitarbeitenden montags bis freitags jeweils von 9-16 Uhr in drei altersspezifischen Gruppen betreut. Neben Ausflügen in das nähere Umland, in Schwimmbäder und Freizeitparks gehören auch Kreativ- und Spielangebote vor Ort zum Programm.

Der große gemeinsame Abschluss mit allen Kindern und ihren Familien findet wie immer am letzten Freitag (2.9.2011) ab 14.30 Uhr auf der Insel Grafenwerth statt. |eb

Pfingstzeltlager 2012

August 26, 2011

Pfingstzeltlager 2012Das Diözesan-Jugendzeltlager der Malteser- Jugend in der Erzdiözese Köln findet im kommenden Jahr wieder in Bad Honnef statt. Das haben die Malteser jetzt mit Bürgermeisterin Wally Feiden und Diözesanjugendreferent Achim Schmitz vereinbart. Im Jahr 2009 zeltete die Malteser Jugend der Erzdiözese Köln erstmalig in Bad Honnef. Nicht zuletzt wegen der einmalige Lage des Zeltplatzes im Freibad auf der Insel Grafenwerth ist das Treffen bei Jugendlichen und Gruppenleitern in nachhaltiger Erinnerung geblieben. Rund 100 Jugendlichen sollen nun vom 25. bis 28. Mai 2012 auf Grafenwerth ihre Zelte aufschlagen.

Sperrung Rheinallee

August 26, 2011

Die Stadt Königswinter weist darauf hin, dass wegen dringend erforderlicher Sanierungsarbeiten die Hauptstraße zwischen Rheinallee und Am Stadtgarten vom 29.08.2011 bis einschließlich 02.09.2011 voll gesperrt werden muss. Eine Umleitung über die Steinmetzstraße wird ausgeschildert. Die Kraftfahrer werden gebeten, die Einmündungsbereiche, die Halteverbote oder Markierungen für Halteverbote wie gesetzlich vorgeschrieben frei zu halten, damit auch LKW ohne Behinderung passieren können. |eb

Claus von Wagner. Kabarett.

August 26, 2011

Mit Claus von Wagner beginnt der Förderkreis Obere Burg, die zweite Hälfte seines Jahresprogramms. “Drei Sekunden Gegenwart,” nennt der Sieger im Wettbewerb um den Großen Deutschen Kleinkunstpreis 2010 seinen satirischen Auftritt vor dem Rheinbreitbacher Publikum. Einhellig beurteilt die Kritik seine Leistung :“Witzig, charmant und messerscharfe Politsatire”, lautet die Meinung. Sonntag, 18. September 2011 19.00 Uhr – Obere Burg Rheinbreitbach. Eintritt 15,- Euro. Vorverkauf: Blumen und Mehr, Rheinbreitbach; Schreib- und Tabakwaren Nagel, Rheinbreitbach; Hutsalon Mertesacker, Bad Honnef; Bücherstube am Buttermarkt, Linz . Sowie, gegebenenfalls, an der Abendkasse. Eine Veranstaltung des Förderkreises Obere Burg. |eb

Montagstreff der FDP

August 26, 2011

Am 29.08.2011 zwischen 18-20 Uhr trifft sich die FDP zu einem offenen Gedankenaustausch im Bistro XXL, neben dem Kurhaus. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen mit Mitgliedern des Stadtverbandes der FDP Bad Honnef zu diskutieren. Mehr Infos finden Sie auf www.fdp-bad-honnef.de. |eb

Festmesse zum Jubiläum

August 26, 2011

Am Sonntag, 28. August 2011, feiert das Haus Elisabeth, Mühlenweg 8, in Rhöndorf sein 25jähriges Jubiläum. Die Feier beginnt mit einer Festmesse um 10.00 Uhr in der Rhöndorfer Kirche am Frankenweg, zu der alle ganz herzlich eingeladen sind. Die Vorabendmesse am Samstag, 27. August, fällt aus. |eb

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