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„Kernschmelze“ in der Energiepolitik

August 29, 2011

BAD HONNEF AG: Geschäftsbericht 2010 vorgestellt. Jahresüberschuss beträgt 4.053.000 Euro

BHAG-Vorstand Peter Storck (l.), Thomas Linnemann (r.) Aufsichtsratsvorsitzender Carl Sonnenschein (m.) präsentierten ein erfreuliches JahresergebnisVergangenen Mittwoch stellten BHAG Vorstand Peter Storck und Thomas Linnemann, so wie Aufsichtsratsvorsitzender Carl Sonnenschein, den Geschäftsbericht 2010 vor. Mit erfreulichen Tatsachen: Der Jahresüberschuss beträgt 4.053.000 Euro, das Unternehmen wächst über die Stadtgrenzen hinaus, die Mitarbeiterzahl steigt an, hinzu kommen fünf Auszubildende. 3.500.000 Euro werden an die Stadt Bad Honnef, an das Freizeitbad Grafenwerth und die Verbandsgemeinde Unkel überwiesen, 553.000 Euro wandern in die Gewinnrücklage. Zu Beginn ihrer Ausführungen schlugen Storck und Linnemann eine Brücke ins ferne Japan: „Fukushima trifft uns alle und wir möchten daher an dieser Stelle zuerst unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme für die Bevölkerung in Japan zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig hat dieses Ereignis aber auch sehr deutlich die Gefahren der Atomkraft aufgezeigt. Die daraus resultierende Entscheidung der Politik, aus der Kernenergienutzung auszusteigen, ist daher nur folgerichtig. Die richtigen Konsequenzen zu ziehen, ist somit das Gebot der Stunde. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Ökologisierung in Richtung „Naturenergie“. Kommunalversorger betätigen sich hier traditionell sehr aktiv. Die Bad Honnef AG setzt schon seit einigen Jahren verstärkt auf Ökoenergieangebote und steht gerade bei diesen im Preiswettbewerb mit anderen Versorgungsunternehmen gut da. So hat unser Unternehmen z.B. recht frühzeitig zertifizierten Ökostrom aus deutschen Wasserkraftanlagen vom Hochrhein beschafft und sich für unsere Kunden zukünftig die gewohnt hohe Versorgungsqualität und die ausgeprägte „vor Ort- Orientierung“ auch im Strombereich. Ein weiterer wichtiger Schritt für die Unternehmensentwicklung der Bad Honnef AG ist der Ausbau der Aktivitäten im Bereich der effizienten und umweltfreundlichen Stromerzeugung. So ist unser Unternehmen z.B. eine Beteiligung an dem Neubauprojekt eines Gaskraftwerks in Bremen eingegangen. Gerade für den Ausstieg aus der Atomkraft sind solche Engagements hochrelevant. Ähnlich verhält es sich mit dem zunehmenden Ausbau von Photovoltaik. Neben den bestehenden Anlagen ist ein weiterer Ausbau vor Ort fest vorgesehen. Eine zentrale Säule in der Kundenorientierung der Bad Honnef AG stellen neue Produkte und Serviceangebote dar, die unseren Kunden einen spürbaren Mehrwert bieten. Zu nennen sind hier z.B. Leistungen aus dem Umfeld von Energieeffizienz, des Contracting oder der Fördermittelberatung. Außerdem unterstützen wir in ausgeprägtem Maße weitere öffentliche Einrichtungen und ortsansässige Vereine. Die Ausführungen zeigen sehr deutlich, wie vielfältig das Umfeld ist, in dem die Bad Honnef AG erfolgreich agiert. Da ein solcher Erfolg aber nur gemeinsam zu erzielen ist, möchten wir uns insbesondere bei allen Kunden, Geschäftspartnern und Entscheidungsträgern ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Weiterhin gilt unser Dank auch ganz ausdrücklich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre vorbildliche Leistungsbereitschaft im Dienst unserer Kunden. Gerade in diesen Bereichen zeigt sich die Stärke der Bad Honnef AG, da unser Unternehmen in hohem Maße persönlich und individuell auf Kundenwünsche eingehen kann. Unser Unternehmens-Slogan „Energie mit Heimvorteil“ ist daher für uns nicht nur Werbebotschaft, sondern in hohem Maße ein Auftrag. Dabei liegt uns vor allem die Nachhaltigkeit in den Angeboten, in den Kundenbeziehungen und den öffentlichen Strukturen vor Ort am Herzen. So engagiert sich die Bad Honnef AG z.B. intensiv auf allen Stufen der Jugendarbeit, von den Kindergärten bis hin zu einem Netzwerk aus Schulen und Betreuungseinrichtungen. Hier unterstützen wir rund um die Themen Strom, Gas und Wasser z.B. durch Bildungsmaterialien, Informationsveranstaltungen und praxisnahe Besichtigungen. Damit leistet die Bad Honnef AG hier Vorbildliches, was sich insbesondere auch an der außergewöhnlichen UNESCO-Auszeichnung für unser Online-Wasserlexikon zeigt“. Zu den Zahlen: Die Gesamtabgabe an elektrischer Energie an eigene Kunden betrug in 2010 (ohne Innenumsatz) 89.419.396 kWh. Dies sind 559.667 kWh mehr als 2009. Die Steigerung um 0,6 % ist auf die Vertriebserfolge außerhalb des eigenen Netzgebietes zurückzuführen. Im Netzgebiet der Bad Honnef AG waren am Jahresende 14.499 Kunden angeschlossen. Davon werden 1.035 Kunden mit einem Verbrauch von 9.518.383 kWh von fremden Lieferanten versorgt. Der Kundenabgang im eigenen Netz konnte durch Kundenzugewinne in fremden Netzgebieten mit 1.474 zahlenmäßig und mit 14.281.661 kWh auch mengenmäßig überkompensiert werden. 4.432 Kunden im eigenen Netzgebiet haben Ende 2010 einen sogenannten Normsondervertrag gewählt. Zusammen mit den fremdversorgten Kunden haben damit 28,2 % der BHAG-Kunden den Wettbewerb genutzt und entweder das Produkt oder den Anbieter gewechselt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden TEUR 770 in das Stromnetz investiert. TEUR 218 wurden für Unterhaltungsmaßnahmen aufgewendet. Die Gesamtabgabe an Erdgas an eigene Kunden betrug in 2010 (ohne Innenumsatz) 684.889.249 kWh. Dies sind 63.843.406 kWh oder 10,3 % mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg erklärt sich ausschließlich durch temperaturbedingte Einflüsse, denn im gleichen Zeitraum nahm die Durchleitungsmenge für fremde Lieferanten um 19.176.754 kWh auf insgesamt 38.220.264 kWh zu. Im Netzgebiet der BHAG waren am Jahresende 18.970 Kunden angeschlossen. Davon haben 1.496 Kunden ihren Anbieter gewechselt, und 3.072 Kunden haben sich für einen BHAG- Aktiv-, BHAG-Stabil- oder BHAG- Online Vertrag entschieden. Damit haben sich auch in dieser Sparte bereits 24,1 % aller Kunden mit dem Wettbewerb auseinandergesetzt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden TEUR 1.163 in das Gasnetz investiert. TEUR 393 wurden für Unterhaltungsmaßnahmen aufgewendet. Die Wasserabgabe betrug 2010 1.981.544 m3, das sind 1.118 m3 mehr als in 2009. Die wesentlichen Investitionen haben 2010 im Wassernetz stattgefunden (TEUR 1.252). Für Unterhaltungsmaßnahmen wurden TEUR 450 aufgewendet.

bösARTig

August 29, 2011

Meine sehr verehrten Damen und Herren, einige Bürger sitzen auf dem Marktplatz und schauen in die Runde. „Tja“, sagt einer, einer der quasi vor 50 Jahren als junger Bursche die Stadt erobert hat. Er zeigt auf die Häuser, die es auch heute noch gibt. Aber: Dort war eine Kneipe, da war ein Hotel, dort war eine Kneipe. Und so weiter. Lang ist es her. Ein Selhofer Gastronom schaut auf eine Zigarettenlänge vorbei. „Der 27. August ist mein letzter Tag“, sagt er. Heißt: Olli Renner schließt sein Kuckstein in Selhof. Damit gibt es in Selhof keine richtige Kneipe mehr. So mit Theke, Gesellschaftsraum und Kegelbahn. Was bleibt, ist die Theke im Hause Kaiser. Aber wo sollen beispielsweise nun Selhofer Trauergemeinschaften ihren Kuchen essen? Die Herrschaften schauen in die Runde. Der Eroberer von damals meint, „es sieht nicht nur in Selhof mies aus. Die Alte Kapelle in Rhöndorf steht leer, das Calabria in der Hauptstraße, das Bistro im Arboretum, Picasso in der Bahnhofstraße“. Das läge allerdings nicht ausschließlich an den Gastronomen, sondern oftmals an den Hausbesitzern. Die ließen ihre Immobilien schlichtweg verkommen. „Und dafür verlangen sie auch noch unverschämt hohe Pachtbeträge“. Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich möchte kurz darauf hinweisen, wie schön das Leben sein kann. Ich sitze mit wissenden Menschen zusammen die nur unwesentlich älter als ich sind, sie reden, ich tippe, das iPhone nutze ich Modem für das Internet, so kann ich nebenbei Mails bearbeiten und verschicken und an meiner Pizza knabbern. Das Aalkönigskomitee meldet sich. Lieber Herr Ost, viele Grüße vom sonnigen Marktplatz. Das Komitee weist noch einmal darauf hin, „dass Bad Honnefer Vereine, die sich vorbildlich im Bereich „Jugend und Soziales“ engagieren, aufgerufen sind, Projekte im Jugendbereich für das kommende Jahr einzureichen, die das Aalkönigkomitee mitfinanzieren soll. Das jeweilige Vorhaben sollte nachvollziehbar und schriftlich erläutert werden. Dabei müsse deutlich werden, welche Finanzmittel fehlen, wofür konkret finanzielle Mittel benötigt werden und wann mit der Realisierung des Projektes zu rechnen ist. Reine Verwaltungs-, Druck- oder Materialkosten werden vom Komitee nicht finanziert. Das Aalkönigkomitee will mit der finanziellen Unterstützung einen Beitrag dazu leisten, innovative und integrative sowie soziale Ideen und Projekte im Bereich von Kindern und Jugendlichen von Bad Honnefer Vereinen zu realisieren“. Das kann nicht oft genug gesagt werden. Eine Minirockträgerin kommt daher. Braungebrannte Beine. Wie gesagt: Das Leben kann schon schön sein. Was wollte ich sagen? Zum Teufel! Meine Augen sehen Beine, mein Gehirn vergisst die Worte. Was soll das? Zum Glück kommt der Herr Kutter vorbei. Er packt selbstgepflückte Pflaumen aus und erinnert die Gemeinde an die Einkaufsnacht am Freitag inklusive Musik-und Kirchennacht. Mehr geht eigentlich nicht. Der Wetterbericht verspricht hochsommerliche Temperaturen von bis zu 32 Grad. Am Wochenende kühlt es mit erfrischender Atlantikluft wieder ab. Glück gehabt, Herr Kutter. Ein schönes Wochenende allerseits…