Jeden Samstag und Sonntag Frühstück im Chimära in der Bonner Altstadt

Die Zeit zwischen Hilfe und Betrug

November 28, 2011

BARMHERZIGKEIT: Entscheiden Sie sich für die richtige Hilfe. Abgabe der „Weihnachtskisten“ am 14. Dezember

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit voller Mildtätigkeit.Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Honnefer Tafel versorgen Bedürftige mit Nahrungsmitteln.Am 14.Dezember können dort auch die Weihnachtskisten abgegeben werden.Jeden Montagmorgen um 8 Uhr fahren sie raus, die ehrenamtlichen Helfer der „Honnefer Tafel“. Dann steuern sie Supermärkte und Discounter in der Umgebung an, um frische Ware für die Tafel zu organisieren. Obst und Gemüse, Brot und Brötchen, manchmal Blumen, Fleisch, Wurst, Jogurt, Quark. Für 140 bedürftige Honnefer. Aber es kommen durchschnittlich nur 70 Personen zur wöchentlichen Ausgabe der AWO im katholischen Pfarrheim.

In Deutschland werden täglich viele Tonnen Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch verzehrfähig sind. Gleichzeitig gibt es Millionen Menschen, die nicht ausreichend zu essen haben. Die Tafeln schaffen eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel: Sie sammeln qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden, und verteilen diese kostenlos an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte. Derzeit gibt es über 880 Tafeln in Deutschland. Alle sind gemeinnützige Organisationen. Bundesweit versorgen sie regelmäßig über eine Million bedürftige Personen mit Lebensmitteln – ein Viertel davon Kinder und Jugendliche.

Bedürftig sind für die Tafeln alle Menschen, die nur über wenig Geld im Monat verfügen können, z. B. weil sie eine kleine Rente haben, Arbeitslosengeld I oder II, Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen. Damit die Hilfe auch da ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird, lassen sich die Tafeln die Bedürftigkeit ihrer Kunden durch offizielle Dokumente nachweisen. Grundsätzlich gilt jedoch: Die Tafeln helfen allen Menschen, die der Hilfe bedürfen. Auch in Bad Honnef und Königswinter. In Bad Honnef sind es überwiegend allein stehende Menschen, Alleinerziehende. Meist deutscher Herkunft. In Königswinter eher kinderreiche Familien.

Zurück zur Honnefer Tafel. Nach der Tour werden die Waren gesichtet, überprüft, für gut befunden oder entsorgt. Das dauert zirka zwei Stunden. Danach beginnt die Ausgabe. Die Tafel-Kunden füllen ihre mitgebrachten Taschen oder Rollis. Sonderwünsche werden erfüllt, soweit das möglich ist. Die Honnefer Tafel kostet Geld. Die katholische Kirche verlangt 600 Euro Kaltmiete für die Nutzung des Raumes an den vier wöchentlichen Ausgabetagen. Daher ist die AWO auch dafür auf Spenden angewiesen.

Weihnachten steht vor der Tür. Die AWO bittet mit ihrer „Aktion Weihnachtskiste“ in diesem Jahr wieder um Weihnachtspakete. Mit gut verpackten, haltbaren Lebensmitteln. Die Pakete können am 14. Dezember von 10 bis 18 Uhr bei der Honnefer Tafel, Kirchplatz 2, abgegeben werden. Hilfe braucht helfende Hände. Wenn Sie Lust darauf haben, anderen Menschen zu helfen, und darauf, das Team der Tafel zu unterstützen, Montags für drei bis vier Stunden, dann melden Sie sich unter der Telefonnummer 0175 3819298. |bö

bösARTig

November 28, 2011

Meine sehr verehrten Damen und Herren, Sessionsauftakt, Totensonntag, ein langes Gespräch mit Scheinbar-Legende Hansi Hatterscheid, Ordensvorstellung der Selhofer in Rhöndorf, Besuch bei der Honnefer Tafel, Schlemmerabend im HIT Markt – abwechslungsreicher kann eine Woche nicht sein. Dazu Gespräche mit dem Komitee „150 Jahre Stadtrechte“ und „Meetings“, ich glaube, das hieß früher „Treffen“, mit Musikus Helge Kircht in Sachen „Musik am Markt 2012“. Es tut sich was. Das Ehrenamt in Bad Honnef steht in vollster Blüte. Menschen die eben noch hochrangige Posten in eben so hochrangigen Unternehmen bekleideten, kümmern sich nun um diese unsere Stadt. Und das sind heutzutage beileibe keine Rentner, sondern eher Vorruheständler, Menschen um die 60, also quasi so blutjung und fit wie ich. Raucher eben. Lange Rede, kurzer Sinn: Jetzt habe ich vergessen, was ich sagen wollte. Alle sieben Jahre zupfen wir das Kleid des Lebens neu zurecht. So jedenfalls sagten es die alten Griechen und meinten: Alles fließt, verändert sich unaufhörlich. Auch unser Inneres ist immer in Bewegung. Psychologen, Philosophen, Mediziner, sind überzeugt: Es gibt unterschiedliche Lebensphasen, und jede verlangt uns neue Rollen ab. Die Anthroposophen sind davon überzeugt, dass wir alle sieben Jahre in eine neue Phase treten – mit allem, was dazugehört: neuen Aufgaben, neuen Fragen, neuen Antworten. Wie oft auch immer – wir häuten uns immer wieder. Denn jede Erfahrung, jeder Mensch, den wir treffen, jeder Tag in der Arbeit, jede Reise, die wir machen, verändert uns ein bisschen. Wir verändern uns, wenn wir uns verlieben, wenn wir ein Kind kriegen, wenn wir neue Verantwortung übernehmen. Unsere Einstellungen verschieben sich oft unmerklich, während wir streiten, diskutieren, lesen. Dinge, die vorher unwichtig waren, bekommen eine Bedeutung – und was wir für unverzichtbar hielten, verliert womöglich seinen Wert. Wie komme ich jetzt darauf? Meine Erinnerungszellen sind offensichtlich in den letzten sieben Jahren nicht erneuert worden. Die Griechen spinnen. Oder? Nein. Ich hab’s wieder: Die Politik der Stadt Bad Honnef hat es gewollt, dass die Stadt Bad Honnef zu einer Hochschulstadt wird. Nun ist die Stadt Bad Honnef seit über zehn Jahren eine Hochschulstadt mit rund 1.500 Studenten, aber die Stadt Bad Honnef hat es bis heute nicht geschafft, für diese jungen, und auch recht kaufkräftigen Menschen, eine vernünftige Infrastruktur herzustellen. Wo bleiben die Kneipen, Cafe’s, Bistros und Klamottenläden? Eine Frage an die Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Honnef. Wer kümmert sich darum? Richtig: Niemand! Ich glaube, Wirtschaftsförderer denken nur an Gewerbegebiete. Aber gut. In der Linzer Straße, gleich gegenüber der IUBH, haben kürzlich drei neue Läden aufgemacht: Ein Frisör, ein Fahrradgeschäft und ein Körperverschönerer. Und noch eine Meldung: Ab Montag, den 28. November werden die Baumpfleger des Bau- und Betriebshofes der Stadt Bad Honnef Baumschnittarbeiten an den Ahornbäumen in der Hauptstraße zwischen dem Brünnele und der Stadtmitte durchführen. Im Anschluß an diese Arbeiten geht es weiter in der Alexander-von-Humboldt-Straße. Dort sind Kronenpflegearbeiten im Teilbereich „Am Spitzenbach“ und Alexander-von- Stauffenberg-Straße vorgesehen. Tschüss…