BHAG Energiekonzept

„Das Wunderrezept“

April 2, 2012

GEBURTSTAG: 120 Jahre Profittlich in Rhöndorf Teil 2

Historie: Erzfeinde Peter Profittlich (l.) und Konrad Adenauer (r.) gemeinsam auf einem Foto.Peter ProfittlichKarl-Heinz ProfittlichAuf dem Foto (o.) kann man es gut erkennen: Peter Profittlich, der Großvater des heutigen Inhabers, und Konrad Adenauer waren ganz offensichtlich nicht die besten Freunde. Man sieht förmlich, wie ihnen der „Seilbahnkrieg“ in den Knochen steckt. Trotzdem waren und sind die Rhöndorfer Familienclans eng miteinander verbunden. Aber der Reihe nach. 1982 legte Peter Profittlich seine Meisterprüfung ab und leitete seit dem mit seinem Vater Karl-Heinz, der 2001 verstarb, das Familienunternehmen. 1984 ging ein lang gehegter Wunsch der Familie in Erfüllung, mit dem Kauf des angrenzenden Hauses „Eichas“. 1985 wurde in dem ehemaligen Winzer-und Bauernhof ein Original „Königswinterer Steinbackofen“ gefunden, der auch heute noch seinen Dienst tut. So liegen Vergangenheit und Gegenwart im Hause Profittlich noch immer sehr eng beieinander. Legendär ist der Weihnachtsstollen. „Das Rezept stammt von einem Kriegskameraden von meinem Großvater“. Ein Wunderrezept. Natürlich wird das nie und nimmer verraten, denn Profittlichs Weihnachtsstollen haben die Welt erobert. Auch daran ist Adenauer nicht ganz unschuldig. Botschaften in aller Welt wurden und werden zu Weihnachten mit dem Stollen aus Rhöndorf beglückt. Peter Profittlich backt heute noch das von Adenauer erfundene Brot mit Maismehl, und jährlich kommen tausende Besucher nach Rhöndorf um das Haus des „Alten“ zu besuchen, das Museum oder die Grabstätte. Logisch: Vor oder nach dem Besuch werden Kaffee und Kuchen bei den Profittlichs eingenommen. Aber, neben der allgegenwärtigen Vergangenheit hat Peter Profittlich auch die Zukunft des Hauses fest im Blick. „Ständig wird bei uns renoviert und erneuert“. Aber nicht nur das. Es stehen Appartements, Ferienwohnungen oder Gästezimmer zur Verfügung. Seit 1999 findet jährlich der Adventsmarkt statt, es wird ein Mittagstisch angeboten, Sonntags Frühstück vom Buffet. Daneben gibt es Backkurse und „Hofabende“ mit Musik. Auch in Rhöndorf bei den Profittlichs bleibt die Zeit eben nicht stehen. Aber: Wann ist man ein Rhöndorfer? Diese Frage wurde vor 40 Jahren im Honnefer Stadtrat diskutiert. Und zwar ernsthaft. Die Antwort gab damals Ratsmitglied Peter Profittlich, eben der Opa des heutigen Ratsmitgliedes Peter Profittlich: „Wenn einer dreißig Jahre auf dem Rhöndorfer Waldfriedhof liegt, dann können wir ihn als Rhöndorfer anerkennen“. Und so geschieht es. Bis heute. Bürgermeister a.D. Franz Josef Kayser hat einmal gesagt: „Das Café Profittlich ist das „Herz- und Kraftzentrum des Ortes“. Auch daran hat sich nichts geändert.

wolffARTig

April 2, 2012

wolffARTigMeine sehr verehrten Damen und Herren, ich habe mich eben mit dem Verwaltungschef der Stadt Bad Honnef, Jopa Vedders, und dem Verwaltungsdirektor der Stadt Bad Honnef, Ferdinand Allkemper, auf einen Espresso im „Lemon“ getroffen. Sie werden erstaunt sein. Wieso ist Herr Vedders plötzlich Verwaltungschef? Also quasi Bürgermeister. Bürgermeisterin Wally Feiden hatte vergangene Woche, ich hab keine Ahnung, so etwas wie einen klitzekleinen Schlaganfall. Nichts schlimmes, heißt es. Sie liegt im Krankenhaus und wird von Kopf bis Fuss durchgecheckt. Inspektion! Danach wird sie zwei Wochen Urlaub machen, und dann ist sie wieder voll auf Trapp. Da bin ich mir ganz sicher. Aber, die Frage steht jetzt nun einmal im Raum: Was wäre, wenn uns Wally vorzeitig abtreten wollte oder müsste? Dann wäre erst einmal für eine Übergangszeit Jopa Vedders unser Bürgermeister und dann, nach einer gewissen Zeitspanne, müsste eine Bürgermeisterwahl stattfinden. SPD-Chefin Annette Stegger zieht sich aus der Politik langsam aber sicher zurück. Wer könnte für das Amt zur Verfügung stehen? Wie bestellt und nicht abgeholt, kommt hier just eine Meldung herein geflattert: „Bei der turnusmäßigen Wahl des Fraktionsvorstandes wurde Sebastian Wolff (Foto) einstimmig als Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion wiedergewählt. Der 36-jährige Politikwissenschaftler, der auch gleichzeitig Parteivorsitzender ist, sitzt der CDU-Fraktion seit dem Jahr 2004 vor. „Ich freue mich über das tolle Ergebnis und danke den Kolleginnen und Kollegen für das Vertrauen. Wir arbeiten in der Fraktion sehr harmonisch zusammen und wollen weiterhin gemeinsam mit den Partnern aus der Allianz unsere Stadt voranbringen“, erklärte Wolff nach der Wahl. So schön. Ich habe es schon oft gesagt und geschrieben, aber mir glaubt ja kein Mensch: Mit Unterstützung der bunten Allianz wird Sebastian Wolff unser neuer Bürgermeister. Wann auch immer. Er ist jung, trinkfest, er fährt ein Produkt aus dem Hause Volkswagen. Mehr geht nicht. Und ein Gegenkandidat ist am Honnefer Politik- Horizont nicht auszumachen. Oder? Natürlich: Herr Schaaf vom Bürgerblock. Vorgezogene Wahlen liegen im Trend. Schaun mer mal. Jetzt liegen noch 1.000 Buchstaben vor mir, aber ich bin müde. Pling! Eine Mail. Gott sei dank: „Der Stadtelternrat Bad Honnef wird Pate. Wir verlängern nicht nur die Patenschaft für den Inselspielplatz,“ so Renate Künzel, 2. Vorsitzende des Stadtelternrates, „sondern übernehmen auch die Patenschaft über den neu zu gestaltenden Spielplatz am Ahornweg.“ Die Neugestaltung dafür nimmt noch etwas Zeit in Anspruch, da ein Sachverständiger zunächst den Baumbewuchs einschätzen muss“. Ein wichtiger Punkt auf der Agenda der Sitzung war auch die Erhöhung der VRS-Ticketpreise für Schüler. So hat der Stadtelternrat bereits vor Wochen dem VRS ein Schreiben zugestellt, in dem klar darauf hingewiesen wurde, dass eine Erhöhung nicht nur ungerecht sondern auch den Bedürfnissen der Schüler entgegensteht. Zur finanziellen Belastung der Eltern wollte sich der VRS nicht äußern und beharrt weiterhin auf der Preiserhöhung. Ja, das war’s. Ich’ wünsche Ihnen ein unbeschwertes Wochenende…