aalARTig: 11. Juli 2008
Juli 18, 2008
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
heute ist ein Tag, der sicherlich in die Geschichte eingehen wird. Bisher hat das Honnefer Aalkönigskomitee bekannte Persönlichkeiten zum Aalkönig nominiert. Heute um 11 Uhr wurde eine leibhaftige Legende, Superaußenminister a.D. Hans Dietrich Genscher, nominiert. Genschman, quasi! Herzlichen Glückwunsch zu diesem Aalkönigsfang! Heute erscheint die 100ste Ausgabe der Honnefer Wochenzeitung. Alle Achtung, kann ich da nur sagen. Heute feiert Jörg Pütz Geburtstag und die beiden Ziffern seines Alters ergeben die rheinischste Zahl von allen: 11. Das passt doch. Herzlichen Glückwunsch lieber Jörg! Heute kommt ein Wunder auf die Welt hernieder: Das iPhone 3G. Ein Handy von Apple, das alles in den Schatten stellt, was wir je am Ohr hatten, sagen die Hersteller, ein Schmuckstück, nur für ausgewählte Geschäfte. Verkauft wird es ab sofort bei MS-Telekommunikation Michael Schumacher in der Honnefer Hauptstraße. Kompliment! Zurück zur Monarchie. Peer Steinbrücks Aalkönigstage sind gezählt. Er sagt heute: „Bad Honnefer Aalkönig zu sein hat mir bisher –und hoffentlich auch den Aalen – großen Spaß gemacht. Dass man am Rhein gelassen seine Bahnen ziehen kann, ohne vom Kurs abweichen zu müssen, war ein wunderbares Kontrastprogramm zu den vielen Berliner Fischgründen, in dem viel zu viele Heringe zappeln, die sich für Zierfische halten.“ Auf seinen Sparhaushalt angesprochen, meint Peer I: „Mit eiserner Disziplin und einer Aal-Diät habe er keinen „Sparhaushalt“, sondern einen Fitnessplan für alle präsentiert, der dafür sorgen will, dass in Zukunft für die dicken Fische immer weniger und für die schlanken Aale um so mehr abfällt. Dabei muss man gelegentlich gegen den Strom schwimmen. Aber dabei bin ich fitter geworden.“ Und sein Nachfolger, Hans Dietrich I freut sich auf die Proklamation: „Das ist ein großer Tag, nicht nur für Bad Honnef, sondern für den ganzen Vater Rhein, vom Kopf bis zu den Füßen. Zum ersten Mal haben die Rheinaale eine Nationalhymne: Hoch auf dem gelben Wagen…“ Sein Aalvolk werde nur Gutes zu erwarten haben, denn: „Ich vertrete das gelbe vom Ei.“ Jetzt aber wieder zur Realität: Der Knöllchenwahn in dieser Stadt scheint weiterhin ohne Grenzen zu sein. Sogar auf Anwohner-Parkplätzen werden die Dinger verteilt, wie ich von bestürzten Bürgern hörte, oder auf dem Rathausplatz bei offiziellen Terminen mit der Bürgermeisterin. Gesetz ist Gesetz! Wunderbar! Unsere verehrten Knöllchenjäger hier in der Stadt scheinen niemals ein Auge zudrücken zu können. Oder sie werden vom Ordnungsamt ferngesteuert: Sucht den Böndel und verpaßt ihm drei Knöllchen täglich. Das allerdings kann ich kaum glauben, denn mit dem Ordnungsamtschef Richard Thomas habe ich ein wunderbares Stubbi-Verhältnis. Nee, nicht was Sie jetzt denken – rein platonisch! Aber: Die Innenstadtgemeinschaft kämpft um jeden Kunden und die Stadtverwaltung vertreibt sie nach wie vor ohne Gnade. Auch am Wochenende rund um das Schwimmbad. Dort werden Knöllchen an alle verteilt, nicht nur an die Fahrzeuge, die behindern. Nur nicht aufregen…
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Es ist halt immer wie es ist