Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

ABITUR: SIBI verabschiedet einen tollen Jahrgang

Juni 23, 2008

Niemals geht man so ganz…

Schulleiter Joachim Nowak sagt,„das gibt es nicht“. Just in dem Moment als das obligatorische Gruppenbild mit den Abiturienten im Kurpark auf dem Progamm stand, schob sich eine Wolke vor die Sonne. „Wenn wir feiern, dann scheint immer die Sonne.“ Die Wolke verzog sich. Die Aufnahmen von den 93 Abiturienten konnten wie eh und je bei strahlendem Sonnenschein gemacht werden. Tradition. Danach wurde es feierlich, im festlich geschmückten Kursaal. Und Nowak spricht. „Alles ist eine Leinwand für den Film, den ich ausstrahle. Hans Kruppa sieht uns damit nicht nur als Betrachtende des eigenen Lebensfilms,
wir sind auch Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann, Kinobetreiber. Und was für eine tolle Filmrolle haben wir heute eingelegt: Großes Kino,Festival-Atmosphäre, prächtiges Ambiente, Gala-Garderobe, es wird Urkunden geben, kleine Preise werden verliehen, und ein Ball mit erlesenen Speisen und Getränken
wird den Festakt krönen. Ich begrüße die Hauptdarsteller:die Abiturientia 2008, die Erfolgreichen und – ich blicke in den Saalauch die Schönen, und die Prominenz bis hin zu ihren Majestäten: der Maikönigin und der Rosenkönigin. Viele sind hier, die an den erfolgreichen Drehbüchern mit geschrieben haben: in der Familie, im Unterricht, in Ehrenämtern, als städtische Mitarbeiter oder als außerschulische Lernberater.“

Nowak spricht von einem glücklichen Tag, der eine glückliche Schulzeit beschließe. Er nennt einige Glücksfälle: „Fehlende Hausaufgaben sind nicht aufgefallen, im Bergischen führt Schneefall durch busfrei zu schulfrei, ein nicht gestempelter Mensabon berechtigt nur zum Ersatzessen: statt Sauerkrautauflauf: Gyros mit Pommes! Beispiele für Sibi-Zufälle, deren Glücksgefühle allerdings nicht lange vorhalten. Und nun sind Sie Ihres Glückes Schmied.“ Nun kämen die nächsten Schritte und die Frage, „Welchen Sinn geben Sie Ihrem Abitur?“ 63 Prozent sehen ihn schon, 43 % der Stufe in einem Studium, führend dabei das Lehramt, vor Wirtschaft und Medizin. 37 % suchen ihn noch. Das sei kein Grund zur Sorge Nach einer repräsentativen Umfrage, so Nowak, bedauert jeder dritte Berufstätige, nicht den richtigen Ausbildungs-/Studienweg gewählt zu haben: 38 % bedauern die falsche Wahl der Fachrichtung, 15 % gestehen, den falschen Beruf gewählt zu haben. „Was Sinn macht, ist keine Geschwindigkeitsfrage und muss Korrekturenzulassen können.“ Zum Abschied, am Ende seiner umjubelten Rede, hatte der Schulleiter noch eine Bitte. „Pflegen Sie alte Zusammenhänge, besuchen Sie uns und erzählen Sie uns
dann von Ihrem Suchen und Finden, und geben Sie damit auch unserer Arbeit den ganz besonderen Sinnzusammenhang.“

Abiturienta 2008
93 Mal wurde die Allgemeine Hochschulreife erlangt (50 Damen,43 Herren), 11 Mal steht eine 1 vor dem Komma, 46 Mal eine 2, 36 Mal eine 3 . Die besten Abiturienten/Innen: Samira Strauß (1,0), Antonia ldt (1,4), Fouad Alouini (1,5), Heide Kuhlmann (1,5), Janine Ömürbek (1,5). Anerkennung für hervorragende
Leistungen im Fach Französisch: Apollinair-Preis der Robert Bosch Stiftung für Heidi Kuhlmann. Anerkennung für besondere Leistungen im Fach Sozial Wissenschaften durch die Hans-Trappen-Stiftung für Alexander Sperling Anerkennung für hervorragende Leistungen im Fach Chemie, ausgesprochen durch die Gesellschaft Deutscher Chemiker: Laurenz Sterk

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