Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

Alexandra Weiß lenkt die Wolkenburg

März 5, 2010

TRAUMBERUF: Über Litauen nach Bad Honnef

Alexandra Weiß lenkt die WolkenburgEigentlich wollte die Diplom-Sozialpädagogin Alexandra Weiß den Auslandsaufenthalt ihres beim Bundeskriminalamt beschäftigten Mannes zum Fernstudium nutzen. Mit Begeisterung sagte sie zu, als sie gefragt wurde, ob sie an der Petras Vileisias Schule als Gastlehrerin wirken wolle. „Lehrerin war immer mein Traumberuf“, gibt sie zu, „doch angesichts der Lehrerschwemme hörte ich damals: ’bloß nicht’. Was für ein Glück, dass sich in Litauen alles so gut fügte“. Dort reicht es, Muttersprachlerin zu sein, um Deutsch lehren zu dürfen und so kam es, dass Alexandra Weiß in der Sprachenschule für Erwachsene und an der Universität Deutsch unterrichtete. Glückliche Fügung für das Montessori-Kinderhaus: Der Auslandsaufenthalt des Ehemannes nahte just zu dem Zeitpunkt seinem Ende, als die „Wolkenburg“ Ausschau nach einer neuen Leitung hielt, nachdem Iris Rothfeld das Haus nach zwölf Jahren zugunsten der eigenen Selbstständigkeit verließ. Alexandra Weiß übernahm die Kinderhaus-Leitung zeitgleich mit Inkrafttreten des Kinderbildungsgesetzes und sah sich erst einmal vor die Aufgabe gestellt, in zwei der drei Gruppen Kinder, auch solche mit Behinderungen und Beeinträchtigungen, unter drei Jahren aufzunehmen. Mit Bravour meisterte sie gemeinsam mit dem Wolkenburg-Team diese Umstellung, im kommenden Kinderhaus- Jahr nimmt auch die dritte Gruppe an dem entsprechenden Modellprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland teil. Die aus Spich stammende Alexandra Weiß empfahl sich durch ihre Vita bestens für die Vakanz, sie leitete bereits den Integrativen Kindergarten in Siegburg (Murkel I und Murkel II) sowie das „PänzHuus“ in der Kreisstadt. Ihre Qualifikation als Entspannungspädagogin und Lehrerin für Autogenes Training will Weiß in Angebote zur „Kreativen Entspannung für Kinder“ einbringen, sobald die Räumlichkeiten dies zulassen.

In diesem Jahr steht eine Vergrößerung der Einrichtung an, um dem Bedürfnis der unter Dreijährigen nach Mittagsruhe zu entsprechen. Schon Druckreife hat die neue Konzeption samt Handbuch, die die Leiterin entsprechend der Veränderungen durch das neue Kinderbildungsgesetz erarbeitet hat. Sichtlich wohl fühlt sich die sympathische Rheinländerin in der „Wolkenburg“, die sie bereits vor zehn Jahren im Rahmen einer Hospitanz kennenlernen konnte: „Ich wurde hier von einem sehr offenen Team empfangen und habe wirklich gute Unterstützung erfahren“.

Sabine Hansjosten-Müller

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