Alle 100 Sekunden klingelt das Telefon
Januar 6, 2012
RETTUNGSDIENST: 5.000 Ehrenamtliche und 340 Hauptamtliche im Einsatz
Alle 100 Sekunden erreicht die Mitarbeiter der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Rhein-Sieg-Kreises eine telefonische Meldung aus der Bevölkerung! Meistens gehen diese über den Notruf 112 ein oder es sind Anfragen zu qualifizierten Krankentransporten.
„In der Leitstelle wird tagtäglich eine logistische Höchstleistung erbracht. Dabei wird die Qualität laufend überprüft und optimiert. Besonders möchte ich die oft aufopferungsvolle Arbeit der vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte, aber auch der hauptamtlichen Kräfte, im Rettungsund Notarztdienst sowie dem Feuerund Katastrophenschutz erwähnen. Mit ihrem Einsatz sind sie ein Vorbild“, stellt Kreisdirektorin Annerose Heinze fest.
Rund 5.000 ehrenamtlich Tätige und 340 hauptamtliche Einsatzkräfte umfasst das komplette Hilfeleistungssystem im Rhein-Sieg-Kreis, einschließlich der Hilfsorganisationen, den Feuerwehren und des Rettungsdienstes. In der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst, die in der Kreisverwaltung dem Amt für Bevölkerungsschutz eingegliedert ist, werden sämtliche Einsätze des Feuer- und Katastrophenschutzes sowie des Rettungs- und Notarztdienstes beim Rhein-Sieg-Kreis dokumentiert.
Im vergangenen Jahr (Stichtag: 30.11.2011) wurden durch die Kreisleitstelle 16.000 mal die 6 bodengebundenen Notärzte, 37.200 mal die Rettungswagen und 34.000 mal die Krankentransportfahrzeuge alarmiert. Die Feuerwehr rückte zu 850 Bränden aus.
Dies entspricht, hochgerechnet bis Ende des Jahres 2011, ungefähr 46 täglichen Einsätzen der Notarzteinsatzfahrzeuge, 104 täglichen Einsätzen der Rettungstransportwagen und rund 95 täglichen Krankentransporten und drei täglichen Brandbekämpfungen. Durchschnittlich werden 250 Einsätze pro Tag gefahren.
Kreisweit stehen 600 Einsatzfahrzeuge aller beteiligten Feuerwehren und der Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, Technisches Hilfswerk, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft sowie die Rettungshundestaffeln zur Verfügung. In den 19 kommunalen Feuerwehren und den 2 Werkfeuerwehren mit 110 Standorten sind circa 3.500 ehrenamtliche und 140 hauptberufliche Feuerwehreinsatzkräfte tätig.
Sie sind kreisweit so organisiert, dass durchschnittlich 8 Minuten nach einer Alarmauslösung durch die Leitstelle die ersten 9 Einsatzkräfte und 5 Minuten danach nochmals 13 Einsatzkräfte die Einsatzstelle erreichen.
Im Rettungsdienst stehen der Leitstelle 6 Notarzteinsatzfahrzeuge, 17 Rettungswagen und 22 Krankentransportfahrzeuge, von denen 11 Fahrzeuge aufgrund ihrer Ausstattung und der Qualifikation der Besatzung auch als Rettungswagen eingesetzt werden können, zur Verfügung.
Der Rettungsdienst ist kreisweit so organisiert, dass zumindest in 90 Prozent aller Fälle im städtischen Bereich 8 Minuten nach Alarmauslösung und im ländlichen Bereich 12 Minuten nach Alarmauslösung das erste Rettungsdienstfahrzeug die Einsatzstelle erreicht.
Daneben stehen der Leitstelle bei den beteiligten Hilfsorganisationen weitere Fahrzeuge und Personal zur Verfügung, um auch bei einem Massenunfall von bis zu 50 Verletzten diese ordnungsgemäß und bestmöglich versorgen zu können.
Bei den Hilfsorganisationen werden circa 1.500 ehrenamtliche und 200 hauptberufliche Einsatzkräfte durch die Feuer- und Rettungsleitstelle eingesetzt.
In den kommenden zwei Jahren wird die Leitstelle technisch so umgerüstet, dass die Einführung des Digitalfunks realisiert und die Kooperation mit der Leitstelle der Feuerwehr in Bonn ermöglicht wird. Dieses zukunftsträchtige Projekt wird richtungweisend im Regierungsbezirk sein und die gegenseitige Redundanz beim Ausfall einer der beiden Leitstellen gewährleisten. Im täglichen Betrieb erleichtert diese Zusammenarbeit auch den Service für den hilfesuchenden Bürger, da die Disposition an den Schnittstellen der Stadt- und Kreisgrenze direkt vom annehmenden Leitstellendisponenten bearbeitet werden kann.
Bei großen Schadenslagen bis hin zu einer möglichen Katastrophe verfügt der Rhein-Sieg-Kreis über ein großes Einsatzleitfahrzeug, in dem der Einsatzleiter mit seinem Einsatzstab tätig wird. Dieses Fahrzeug verfügt bereits über die modernsten technischen Führungsmittel wie Digitalfunk, Satellitentelefon, SATLink Anlage und Anschluss an das Einsatzleitsystem der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst. |eb
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