Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

Also lieber Herr Böndel,

Juni 30, 2008

wie verantwortungslos und BÖsartig muss man eigentlich sein, um auf der ersten Seite für die mörderischen, umweltschädlichen Raucher einen Stab zu brechen. Dz, dz! Nur weil Sie selbst zu dieser disziplin- und haltlosen Gruppe gehören, die süchtig und verroht, Leib und leben ihrer Umgebung aufs Spiel setzt. D.h. übrigens heute nicht mehr Rauchen sondern „Nikotin-Abusus betreiben“! Wollen Sie nicht hören, Sie Süchtiger, wie?! Alle Achtung für Ihren Mut in diesen für Raucher düsteren Zeiten! Ich hoffe, keiner der Menschen und Gesundheit liebenden toleranten Mitglieder der besseren Hälfte der Menschheit, der Nichtraucher, wirft Ihnen ein Bömbchen ins Büro! Dann hat’s sich ausgeraucht! Wieder ein Volksschädling weniger! Aber im Ernst! Ein guter Artikel, der die Heuchelei und Hysterie um die Raucherei entlarvt. Hinzuzufügen vielleicht noch, dass die so um die Volksgesundheit besorgten Politiker auf EU-Ebene die Zuschüsse für die Tabak-Industrie um etliche Millionen erhöht haben. Dafür gibt’s dann aber auch mehr Geld für die Werbung gegen das Rauchen! Wie schamlos scheinheilig kann man eigentlich sein! Und wie beeinflussbar und unkritisch manipulierbar ist doch das Volk! Natürlich ist Rauchen schädlich – das ist es schon seit Jahrhunderten, ohne dass eine solche Massenhysterie ausbrach – und ich glaube,10 Minuten im Abgasnebel einer Straße sind schädlicher als eine Stunde neben einem rauchen Mitmenschen. Als Raucher habe ich immer Rücksicht genommen – nie ungefragt geraucht, meine Kippen immer eingesammelt,und ich verstehe auch,wenn jemand beim Essen nicht eingequalmt werden will.Aber wenn ich in einem Nicht-Speiselokal einen Kaffee trinke, gehört für mich zum Genuss (na ja,Kaffee ist ja auch ungesund) eine Zigarette dazu, und die möchte ich beim Kaffee und nicht hinterher auf der Straße rauchen. Also trinke ich meinen Kaffee von nun an lieber zu Hause.Vielleicht sollten sich die Raucher auf‘s reine „Saufen“ ohne Rauchen verlegen.Trinken wird ja nicht geächtet, auch wenn’s unangenehm wird, wenn besagter nikotin- abstinenter Trinker in diesem Zustand in’s Auto steigt oder irgendwann zu den über 2 Millionen Alkoholkranken im Lande gehört, Frau und Kind im Rausch verprügelt und später im Delirium zugrunde geht.– Nicht vergessen! Nichts ist so schädlich wie das Rauchen! Mit freundlichen, solidarischen Grüßen,
Monika Mirgeler

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