Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

Basketball: BasCats sorgten für Katerstimmung

März 30, 2008

Cuxhaven BasCats vs. SOBA Dragons Rhöndorf 109:87 (17:14, 33:28, 35:16, 24:29)

Auch im zweiten Duell mit den BasCats waren die Dragons chancenlos. Cuxhaven stellte vor heimischer Kulisse einmal mehr seine Extraklasse unter Beweis und verpasste SOBA Rhöndorf ein deutliche 109:87-Niederlage (50:42). So herrschte bei den Drachen verständliche Katerstimmung.

„Der Sieg ist auch in dieser Höhe absolut verdient,“ räumte Rhöndorfs Cheftrainer Olaf Stolz fair ein. „Cuxhaven war uns in nahezu allen Belangen überlegen.“ Wobei ihm bei seiner Analyse zwei Statistiken besonders wurmten: 19 Offensiv-Rebounds der BasCats sowie 21 Ballverluste auf Seiten der Dragons. In der Addition praktisch gleichbedeutend mit 40 zusätzlichen Wurfchancen für den Gegner, die Cuxhaven hochprozentig nutzte. Besonders in Korbnähe waren die Hausherren beeindruckend sicher, eine Trefferquote von über 81 Prozent sprechen für sich. „Wir konnten den Gegner im Spiel Eins-gegen-Eins zu selten stoppen,“ nannte Olaf Stolz als Hauptgrund für die Anfälligkeit aus der Nahdistanz heraus. Einen Akteur bekamen die Dragons während der ganzen Begegnung überhaupt nicht in den Griff: Jean Francois. Der amerikanische Flügelspieler krönte mit 42 Punkten die starke Vorstellung der BasCats.

Im ersten Viertel gaben zunächst die Dragons den Ton an. Mit zwei Dreiern in Folge warf Chris Grosse (18 Pkt./4-3er), dessen Formkurve weiterhin nach oben zeigt, Rhöndorf mit 14:11 in Front (8“). Dann übernahmen Gastgeber das Kommando und mit einer 6:0-Serie die Führung, die sie bis zur 14. Minute auf komfortable 15 Punkte ausbauten (32:17). Zu erwähnen ist, dass zu diesem Zeitpunkt Jürgen Malbeck und Terren Harbut bereits jeweils mir drei Fouls belegt und sicherheitshalber auf die Bank beordert waren. „Johannes Lange sprang erfolgreich in die Bresche und hat uns in der Phase sehr geholfen,“ lobte Olaf Stolz den Backup-Center, der maßgeblich daran beteiligt war, das man zur Pause nur mit 50:42 hinten lag.

Nach dem Seitenwechsel witterten die Dragons nochmals Morgenluft. In der 23. Minute war der Rückstand auf sechs Punkte geschrumpft und es roch nach einer heißen zweiten Halbzeit. Dann wurden die Rheinländer aber eiskalt erwischt und alles ging ganz schnell. Malbeck und Harbut kassierten ihre Fouls vier und fünf. Insgesamt kamen die beiden so nur auf 17 bzw. zwölf Minuten Einsatzzeit, was die vergleichsweise mageren sieben bzw. zwei Punkte erklären. Ohne ihre lange Garde – auch Johannes Lange musste wenig später mit fünf Fouls raus – standen die Dragons gegen die geballte Athletik der Hausherren endgültig auf verlorenen Posten. Mit einem 12:0-Lauf setzte sich Cuxhaven binnen von 180 Sekunden vor entscheidend ab (68:50/26“). Olaf Stolz sprach später vom entscheidenden „Dolchstoss“. Mehr und mehr verloren die Dragons den spielerischen Faden. „Wir haben zu ungeduldig agiert und zu früh den Abschluss gesucht,“ bemängelte Olaf Stolz rückblickend. Auf der anderen Seite geriet Cuxhaven richtig in Fahrt und überrollte Rhöndorf phasenweise. Nach dem dritten Viertel stand Cuxhaven als Sieger fest (85:58).

Trotzdem wurde es im letzten Spielabschnitt noch einmal richtig aufregend. Erst sorgten die Unparteiischen mit vier technischen Fouls für Aufsehen, dann Cuxhaven durch eine weitere Serie, mit der sie den Vorsprung bis auf 35 Punkte ausbauten (95:60/34“). Und schließlich packten die Dragons nochmals ihren Kampfgeist aus und betrieben, auch dank eines stark auftrumpfenden Chris Woods (19 Pkt./2-3er), erfolgreich Ergebniskosmetik. Was Rhöndorfs Headcoach „bedingt zufrieden“ stimmte, grundsätzlich nimmt er seine Jungs jedoch in die Pflicht: „Ich erwarte für die kommenden Spiele von jedem einzelnen deutlich mehr Spannung und Enthusiasmus. Das sind wir unseren Fans und uns selber schuldig!“

Rhöndorf (Pkt./3er): Korp, Krzyminski (2), Parker (11), Grosse (18/4), Kovacev, Rojik (14/1), Malbeck (7), Lange (11/1), Dlouhy (3/1), Woods (19/2), Montag, Harbut (2)

Cuxhaven (Pkt./3er): Jovanovic (8/2), Göttsche, Ruckhaber, Hasenkamm (6/2), Trice (19), McGhee (9/2), Kleemichen (10), Dawidowski, Gibson (2), Francois (42/2), Ismailat (3/1), Pompey (10)

Rhöndorf/Cuxhaven: Feldquote (41,4%/46,9%), 3er (9[22]/9[35]), Freiwürfe (20[24]24[39]), Rebounds (37/48), Turnover 21/12), Assists (18/15), Steals (4/10), Blocks (0/4), Fouls (33/22)

Kommentare

Möchten Sie den Beitrag kommentieren?