Jeden Samstag und Sonntag Frühstück im Chimära in der Bonner Altstadt

bösARTig

Februar 20, 2012

Meine sehr verehrten Damen und Herren, wenn in Bad Honnef Bäume gefällt werden, dann fegt eine Protestwelle durch die Stadt – und durch mein iPhone. Aber ich kann mich doch nicht um alles kümmern. Daher hier die offizielle Stellungnahme der Stadtverwaltung: „Im Bereich des Edelhoffstiftes werden zurzeit Baumfällarbeiten vorgenommen. Im Rahmen einer Baumüberprüfung waren erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt worden. Die Bäume waren durch Pilzbefall und Krankheiten nicht mehr standfest. Sie waren zum Teil ausgehöhlt und bereits abgestorben, so dass die Verkehrssicherungspflicht nicht mehr gegeben war. Der Eigentümer des Grundstückes hatte einen Fällantrag gestellt, der durch ein externes Gutachten begründet wurde. Daraufhin wurden in mehreren Ortsterminen von der Stadtverwaltung Bad Honnef eigene umfangreiche Prüfungen der Bäume durchgeführt, die belegten, dass Maßnahmen ergriffen werden mussten. Die erforderlichen Fällgenehmigungen für einzelne Bäume wurden aufgrund der externen und eigenen visuellen Untersuchungen erteilt. Die Arbeiten wurden jetzt vorgenommen, um die Vorgaben zum Artenschutz, die Baumfällarbeiten nur in der kalten Jahreszeit bis zum 1. März erlauben, einzuhalten. Ersatzbepflanzungen wurden dem Eigentümer von der Verwaltung vorgeschrieben“. Thema erledigt. Gestern bin ich wieder mit meinem Freund dem Hoteldirektor durch die Stadt gezogen. Das ist Tradition, ich glaube wir machen das seit sieben Jahren, und das ist quasi auch der einzige Tag im Jahr, in dem der Direktor seinen Kongresspark bei Tageslicht verlässt. Dabei sieht der doch gar nicht sooo schlecht aus. Scherz! Die Session steuert ihrem Aschermittwoch entgegen. Samstag wird das Rathaus gestürmt, Sonntag zieht der Siebengebirgszug durch die Stadt und Selhof. Fazit: Das Siebengebirgsprinzenpaar samt Jeschmölz, Spielmännern und Soldaten, hat die Karnevalshochburg Bad Honnef bestens vertreten. Ihr Spaß an der Freud hat sich nahtlos auf das Jeckenvolk übertragen. Perfekt! Im kommenden Jahr sollten die Rheinbreitbacher Jeckenkollegen die Siebengebirgstollitäten stellen, aber daraus wird wohl nichts, wie ich hörte. 2014 sind dann die Rhöndorfer Ziepches Jecke an der Reihe. Prinz und Adjutant stehen logischer Weise längst fest, aber, ich verliere darüber kein einziges Wort. Zurück zur Aktualität: Eine Runde durch die Lokalitäten der Stadt mit einem norddeutschen Recken, das ist verdammt hart, sage ich Ihnen. Das bedeutet: Hochkonzentriertes Diskutieren über alle Probleme dieser Stadt. Von 14 bis 22 Uhr. Das Dumme dabei ist, reden macht trockenen Hals. Und Rücken sowieso. Sie wissen was ich meine. Und der Norddeutsche gewinnt immer. Der geht noch kerzengerade in die nächste Kneipe, während ich schon irgendwo rumliege und Schlaf suche. Furchtbar. In der Hauptstraße neben La Dee Da, da ist ein Bauloch entstanden. Oder wie wir Architekten und technische Beigeordneten sagen, eine Baulücke. Und schon bald wird diese Lücke geschlossen sein. Mit einer neuen Kneipe, wie ich hörte, soll es gar ein Brauhaus sein. Schöne Bescherung, oder? Und nun: Ein letztes Alaaf zesamme…

Kommentare

Möchten Sie den Beitrag kommentieren?