bösARTig: 25. April 2008
April 25, 2008
Als begeisterter Spaziergänger habe ich in Bad Honnef derzeit schlechte Karten, meine sehr verehrten Damen und Herren.
Auf dem Brückenbauwerk ist Fußgängerverbot erlassen worden, bis Ende August, und auf Teilen der Insel drohen kaputte Pappeln die Spaziergänger zu erschlagen. Und jetzt? In der Kneipe m.V. wurde Anfang der Woche eingebrochen und die Kajüte auf der Aranka ist vorgestern zertrümmert worden. Kriminalität gibt es kaum hier, sagt der Polizeipräsident immer so schön.
Man mag es ja kaum noch glauben. Gestern Abend: Eine Ratssitzung war angesagt und zur gleichen Zeit eine Sitzung des TV Eiche und die Jahreshauptversammlung des Ski-Clubs. Wir werden das in der kommenden Ausgabe aufarbeiten. Ich bin übrigens jetzt, nach der Ratssitzung, stinksauer. Geplant war auf dem Titel dieser Ausgabe ein Bericht über die nun endlich wieder aufkommenden Frühlingsgefühle mit den entsprechenden Fotos für uns Kerle. Gut, Frau Voll wird froh sein, dass diese Fotos noch (!) nicht gedruckt wurden. Aber klar war natürlich, dass die sensationelle Haushaltsrede von Frau Bürgermeisterin auf den Titel gehört. Das bedeutete für mich allerdings, so ganz nebenbei erwähnt, unbezahlte Nachtarbeit
nach der Ratssitzung und Verzicht auf einige Kölsch mit den verehrten Ratsmitgliedern bei der Wirtin m.V. Was tut man nicht alles für die Leser.
Und noch ein Thema ist mir völlig durchgegangen: Im aktuellen SPIEGEL können wir nachlesen, wie wir,
die Deutschen, so ticken. Interessant, sage ich Ihnen: Jeder zweite Deutsche bringt sich mit Pornografie in Stimmung, steht da zu lesen, oder: Durchschnittlich verbringt jeder deutsche Mann täglich sieben Minuten
in einer Kneipe. Und: Frauen verbringen täglich 29 Minuten mit Einkaufen. Oder: Ein Ehepaar spricht am Tag durchschnittlich 15 Minuten miteinander. Davon 10 Minuten im Bett. Ich gehöre heute Abend auf jeden Fall nicht zum Durchschnitt, denn: Um 22.47 Uhr gehen die meisten Deutschen ins Bett. Ich heute
nicht. Verflixter Haushalt! Trotzdem: Ein gesundes Wochenende allerseits.
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Die Stadt Bad Honnef hat auch für ihre behinderten Mitbürger auch nicht viel übrig. Ich als betroffener Rollstuhlfahrer muss um eigentlich menschenwürdige Bedingungen kämpfen. Es handelt sich hierbei um eine Behindertentoilette in der Stadt. Es gibt zwar eine im Rathaus, aber was mach ich nach Dienstschluss? Anhalten und hochziehen, lange hält man das aber nicht aus. Die Stadt ist noch nicht mal in der Lage eine Behindertentoilette aufzustellen, will aber den Bürgernationalpark, das ist doch lachhaft. Wäre nett wenn sich der Autor des Berichts mal mit mir in verbindung setzt um einige Themen die das Leben behinderter Menschen in Bad Honnef betreffen zu erläutern. Vielleicht ist es was für ihre Feder.