bösARTig
November 30, 2009
Meine sehr verehrten Damen und Herren, vielleicht haben sie sich auch schon darüber gewundert, dass keine Getränkelaster mehr durch die Bahnhofstraße donnern. Das liegt schlicht und wirklich ergreifend daran, dass die Firma „Bad Honnefer Mineralbrunnen“ Insolvenz angemeldet hat. So ganz heimlich, still und leise. Schlimm. Aber, wie sagt man so schön, das Leben geht weiter. Dafür ist unser Centrum e.V. so richtig euphorisch, ich glaube, das kann man getrost sagen. Der Verein erfreut sich einer wachsenden Mitgliederschaft und die organisierten Feste nehmen neue Dimensionen an. Vom 3. bis 6. Dezember findet der Weihnachtsmarkt auf dem Campus der FH statt, der erstmals optisch und mit einem Shuttleservice mit der Innenstadt verbunden wird. Dort wird der Französische Markt vom 4. bis 6. Dezember in der Einkaufstraße die Besucher erfreuen. Aber auch das ist längst nicht alles: Drauf gesattelt wird noch ein verkaufsoffenes Wochenende. Und Sie können ganz sicher sein: Auf dem Kirchplatz wird nicht eine einzige Bude stehen. So, ich nehme mal gerade einen großen Schluck von meinem selbstgebrauten Schlankwasser. Herrlisch! Sie kennen Schlankwasser nicht? Also: Sie schütten zwei Liter Wasser in eine Karaffe, fügen drei Zentimeter geriebenen Ingwer hinzu, eine fein geschnittene mittelgroße Gurke, Scheiben einer großen Zitrone und 12 Blätter Minze. Karaffe über Nacht in den Kühlschrank stellen und dann geht die Post ab. Mit diesem Gebräu bringen Sie ihren kompletten Organismus erst in Aktion und dann auf Vordermann. Sie werden entwässert und entgiftet. Und der nächste Gänsebraten kann kommen. Kommen wir noch einmal zur Girardet- Allee und dem typischen Honnefer Durcheinander, das unbedingt längst der Vergangenheit angehören sollte: Bewohner der Allee befürchten eine Abholzung der alten, aber noch nicht uralten Linden dort (wir berichteten). Auf Nachfrage teilte uns die Verwaltung mit, das sei Quatsch, es würden höchstens in der Alexander von Humboldt Straße umsturzgefährdete Bäume ausgetauscht. Stunden später kam dann seitens der Verwaltung doch wieder die Girardet-Allee ins Spiel. Watt denn nu? Der Bürgerblock unterstützt nun die mit Recht verunsicherten Bewohner in der einzigen noch gut erhaltenen Allee in dieser Stadt und will die Sache im Rat klären lassen. Eine Liste geht rund, dreihundert Unterschriften empörter Bürger die gegen eine Abholzung und für Alternativen sind, stehen schon darauf. Einmal mehr ein Fall von grottenschlechter Kommunikation zwischen Verwaltung, Rat und Bürgern? In der heutigen Zeit ein Unding, ich erinnere da alle Beteiligten nur an die Erfindung des schlichten Telefons, vom iPhone will ich da gar nicht erst sprechen. Advent, Advent…
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