Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

bösARTig

Januar 11, 2010

2010 ist am Start und alles wird gut, meine sehr verehrten Damen und Herren, denn: In der Agenda 2010 von Gerhard – „hol mir mal ne Flasche Bier“ – Schröder steht geschrieben: „Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosenzahlen sinken und die Sozialsysteme sind stabil.“ Das wusste der Herr Schröder schon im Jahre 2003. Und im gleichen Jahr hat Peter Brassel, BM a.D., das Zukunftskonzept „Leitbild 2010“ auf den Weg gebracht. Darin steht, dass Bad Honnef über einen ausgeglichenen Haushalt verfügt, die Stadt barrierefrei ist, die Straßen in Ordnung sind und der Lebensraum für alte wie junge Menschen gleichermaßen attraktiv ist. Da zitiere ich doch gleich mal den Rat, den Helmut Schmidt Suchenden mit auf den Weg gibt: „Willen braucht man. Und Zigaretten.“ Soviel dazu. Ich hoffe, dass Sie problemlos in das neue Jahrzehnt gerutscht sind, ich glaube, das sagt man so, und ich hoffe, dass Sie dies gänzlich ohne die elendigen „Guten Vorsätze“ geschafft haben. Weil, die machen ja eh nur richtig schlechte Laune, weil man sie niemals einhalten kann. Is klar: Am anderen Morgen, am Tag Eins im neuen Jahr, hat man die doch quasi schon wieder vergessen. Wir haben zurückgeschaut in den vergangenen Tagen. Zurück auf ein Jahr, zurück auf ein Jahrzehnt, zurück auf 20 Jahre nach dem Mauerfall, zurück auf 60 Jahre Bundesrepublik. Ich persönlich habe die sechzig noch nicht ganz erreicht, da fehlen noch so gefühlte 11 Jahre, aber ich habe doch einiges miterleben dürfen. Das größte dabei ist für mich: In den letzten 60 Jahren gab es keinen Weltkrieg. Richtig? Das bedeutet doch, dass die großen Nationen relativ vernünftig miteinander umgehen, denn Anlässe, mal eben wieder die Welt in Schutt und Asche zu legen, die gab es ja zuhauf. Elvis wird heute 75 Jahre alt. Er lebt derzeit in Belluno, Italien, unter dem Decknamen Franco Soravia. Wußten Sie eigentlich, dass Elvis sich seine blonden Haare schwarz färben musste, weil sein Manager, Deckname Colonel Michael Köjer, blonde Haare für unsexy hielt – nichts für ungut lieber Hermann. Elvis, das habe ich glaube ich, schon mehrmals geschrieben, hat mein Leben geprägt. Es war Sommer. Ich war 16 Jahre alt und ich lag quasi extrem leicht bekleidet (Badehose) mit meiner Freundin (Bikini) am Fühlinger See. Im Kofferradio erklärte Elvis uns, was nun Sache ist: „One night with you, is what I’m now praying for, the things that we two could plan, would make my dreams come true…“ Herrschaften, meine Freundin Gaby…ach Gaby…, hatte wohl zu gut aufgepaßt im Englischunterricht. Das kann ich Ihnen aber sagen: Sie hat das Kofferradio schlicht und einfach in den See geworfen. Zuhause dann, in meinem Kinderzimmer, hat Gaby all meine Elvis Platten über ihrem reizenden Knie zerbrochen. Und hin und wieder, wenn ich in Köln bei meiner Mutter zum Käffchen bin, fragt sie: „Warum hat Gaby das damals eigentlich getan?“ Und ich habe bis heute absolut keine Ahnung, warum. Echt nicht! Wiederholungen erfreuen sich ungemeiner Beliebtheit, daher können Sie auf Seite 3 noch einmal meinen Beitrag über Elvis nachlesen, den ich bereits vor einigen Jahren für Sie geschrieben habe. Der Zweck heiligt die Mittel, oder? Ich wünsche Ihnen ein perfektes Wochenende – natürlich mit Elvis: „Is your heart filled with pain, shall i come back again, tell me dear, are you lonesome tonight?“ Ach Gaby…

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