bösARTig
März 1, 2010
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Guido W. hat seine Memoiren verfasst: In 100 Tagen um die Welt, oder: vom Außenminister zum Außenseiter. Scherz! So, die Karnevalssession ist vorbei, die Session im Rathaus beginnt. Wir fassen noch einmal zusammen: Irgendwann hat Frau Bürgermeisterin einen Beamten des Hauses zum Wirschaftsförderer befördert, obwohl Frau Bürgermeisterin, wie ihre Vorgänger auch, Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklärt hat. Wir haben nun de facto zwei Wirtschaftsförderer. Aber das ist nicht genug. Unser greiser…Entschuldigung, da hab ich mich aber ganz dolle verschrieben… unser weiser Rat hat befohlen, dazu noch eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft zu gründen. Und nun wird wieder auf gut honnefsche Art herum gewurschtelt, wohl wissend, dass das mit der Gesellschaft nicht klappen wird, weil: Keine Kohle. Und die einzige Wirtschaftsförderungsgesellschaft die wir haben, unseren Centrum e.V., der sich immerhin ganz prächtig um die Innenstadt kümmert, der wird in die Überlegungen erst gar nicht mit einbezogen. Und ich sage es gerne zum 1.000sten Male: Wirtschaftsförderung beginnt mit Parkplätzen auf dem Marktplatz und in den Kneipen der Stadt. Wie dem auch sei, unsere arme Verwaltung soll nun einen Umsetzungsfahrplan vorlegen. Darauf wird stehen: „Der Zug hat leider 10 Jahre Verspätung. Wir bitten um Verständnis.“ Und noch ein Dauerbrenner kommt wieder auf den Tisch des Rathauses: Die Drieschweganbindung, die unsinnige, aber auch vom Rat befohlene. Nun, Jahre nach den heftigen Streits um diese Maßnahme bittet der Verkehrsausschuss um Zahlenmaterial von der Verwaltung. Es läuft also alles darauf hinaus, dass das nix wird mit der Drieschweganbindung zur B 42. Aber gut, dass wir jahrelang drüber gesprochen haben. Ich war eben im Städtchen und habe mit dem Marketingfachmann m.V., Mischael Köjer, einen Kaffee getrunken. Zum ersten Mal in diesem Jahrzehnt draußen. Damit haben wir quasi die Biergartensaison 2010 offiziell eröffnet. Und was mussten wir hören? Versuchter Einbruch in einen Tabakladen, versuchter Einbruch in ein Blumengeschäft und ein Einbruchversuch in einem Sportladen am Marktplatz. Nix los hier im kuscheligen Bad Honnef, sagt unser Polizeipräsident immer so schön. Na ja. Kommen wir zu einer neuen Bürgerbeteiligung. Die Verwaltung möchte mit uns BürgerInnen ein neues Einzelhandelsstandort- und Zentrenkonzept besprechen. Am Dienstag, 2. März, ab 19 Uhr im Rathaus. Ich blättere eben durch die aktuellen Rathaus- Vorlagen, ob ich da noch was lustiges finde. Hier: Nach dem Leidbild 2010 liegt nun das Kreisentwicklungskonzept 2020 auf dem Tisch. Die Verwaltung wird dies bei ihrem zukünftigen Handeln zugrunde legen. Und nun folge ich nur noch der traurigen Chronistenpflicht: Am Montag nahmen Ermittler der Bonner Mordkommission einen 74jährigen Selhofer fest. Ihm wird vorgeworfen, seine 73jährige Ehefrau in ihrem gemeinsamen Haus getötet zu haben. Der Haftrichter erließ am Dienstag einen Untersuchungshaftbefehl wegen Mordes. Zuvor wurde seine 73jährige Frau von einem Angehörigen leblos in ihrem Einfamilienhaus aufgefunden. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod der pflegebedürftigen Seniorin feststellen. Nach intensiven Ermittlungen und dem Ergebnis der Obduktion gehen die Beamten von einem Tötungsdelikt aus.
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