Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

bösARTig

März 8, 2010

Meine sehr verehrten Damen und Herren, der vergangene Dienstag war einmal mehr ein Tag, den ich quasi so lieb habe wie einen Pickel auf der Nase: Termin um 19 Uhr im Rathaus. Es ging wieder einmal um den Einzelhandel, ein schlauer Mensch hat mit ernster Mine beschrieben, was gut ist für die Innenstadt, und was nicht gut ist für die Innenstadt. Also eigentlich nichts neues. Mickrige 48 Menschen langweilten sich zwei Stunden lang im großen Rund des Ratssaales. Völlig unterhopft bin ich danach noch an die Theke m.V. gekrochen und da hatte ich eine ganz wundersame Erscheinung: Das Dreigestirn 2011 der KG Halt Pol stand dort versammelt an der Theke. Oder war das ein Traum? Egal! Ich habe mir nichts anmerken lassen, und ganz locker gefragt: „Na, was gibt’s neues?“ Einfach so, wusch, in die Tollitätenrunde. 22 Uhr. Eine schwere, eine ein Quadratmeter große Hand, legt sich auf meine Schulter und zwingt mich in die Hocke. Der Mann mit der schweren Hand, ein Kriminalbeamter, blickt mich an und fragt: „Kennst du den?“ Ich stöhnte: „Nein, auf gar keinen Fall.“ Der Kommissar sagt: „Eine Frau geht zum Arzt und sagt: „Ich hätte gern ein wenig Zyankali.“ Der Arzt ruft entsetzt: „Mein Gott, liebe Frau, das geht doch nicht, wenn das in falsche Hände gerät, nein, das Zeug ist doch tödlich.“ Die Frau greift in ihre Handtasche und holt ein Bild ihres Mannes hervor. Der Arzt sagt: „Nee wat schön, sie haben ja ein Rezept…“. Zurück zur KG Halt Pol. Am Samstag, 10. Juli, wird es auf dem HIT Markt-Parkplatz zu einem ganz besonderen Event kommen. Vor dem WMSpiel um den dritten Platz, wird die kölsche Band „Brings“ aufspielen, bevor das Spiel auf einer Großleinwand präsentiert wird. Public-Viewing heißt das auf gut neudeutsch. Nach meiner Einschätzung wird Ghana gegen die Elfenbeinküste um den dritten Platz spielen. Sodele, jetzt wird’s schwierig. Ich bin gerade aus der Ratssitzung geflüchtet. Es ist Donnerstag, 21.30 Uhr. Mein Magen knurrt und meine Kehle ist vertrocknet. Bei der Haushaltsdebatte wurde die Redezeitbegrenzung aufgehoben. Sechs Fraktionshäuptlinge durften so lange reden wie sie wollten. Motto: Es ist ja schon alles gesagt worden, aber noch nicht von mir. Nach drei Stunden ein erster Etappensieg: Der vierte von 23 Tagesordnungspunkten konnte abgehakt werden. Und Bauminister Jopa Vedders atmete tief durch: Nach gefühlten 200 Jahren Verwaltungsvorarbeit sagte der Rat nun endlich „Ja“ zur Drieschweganbindung im Honnefer Süden. Und wir im gelobten Selef bekommen an der Linzer Straße – Dellenweg- Drieschweg jeweils einen Kreisel. In den Sommerferien beginnen die Bauarbeiten. Ein historischer Moment. Auch der notleidende Haushalt von Frau Bürgermeisterin wurde abgesegnet. Aktueller Fehlbedarf: 7,5 Millionen Euro. Tendenz eher steigend. Der Rat beschließt: Jetzt muss aber heftig gespart werden. Was aber noch viel schlimmer ist: Vor der Apotheke Ecke Bahnhofstraße/ Luisenstraße liegt ein Berg von mittlerweile vergilbten Tannenbäumen, die einst, eben in der Weihnachtszeit, die umliegenden Laternen schmückten. Und nun ist Frühling. Hallo? Frage: Wer ist denn da für die Entsorgung zuständig?

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