bösARTig
August 2, 2010
Zwei übergewichtige, kranke, offensichtlich arbeitslose Menschen, werden von den Jugendämtern in Bad Honnef und Königswinter berechtigt, Pflegekinder auf nehmen zu dürfen. In einem Umfeld, das gelinde ausgedrückt, als grenzwertig zu bezeichnen ist. Warnungen und Telefonanrufe von besorgten Nachbarn werden ignoriert. Schlimmer: Sie werden von Amts wegen nicht ernst genommen. Ein Kind, das Nachts immer wieder flennt, schreit oder gebadet wird – normal! Kein Grund zum Einschreiten. Es ist ja ein Pflegekind. Schwierig! Das Kind stirbt. Die berechtigten Pflegeeltern ertränken es. Zwei grob geschätzt 150 Kilogramm schwere 51-jährige fesseln ein 9-jähriges Kind um sich (und das Kind) zu schützen. Erziehungsmaßnahme! Machmal denkt man an die Todesstrafe zurück. Besonders natürlich dann, wenn das Grauen in unmittelbarer Nähe haust. Die Bürgermeister der betroffenen Städte befinden sich in einer heiklen Situation. „Wir haben informiert…“, „wir wurden nicht informiert…“ Sie müssen ihre Leute schützen. Leute, die vielleicht Fehler gemacht haben, im Jugendamt hier oder dort. Leute, die nun Schuld auf sich geladen haben. Schuld an dem Tod eines einsamen, verzweifelten und geschundenen Mädchens. Wer dazu neigt, sich selbst zu verletzen, der schreit nach Liebe und Aufmerksamkeit. „Die kleine, süße Anna“, wie die Boulevardpresse schreibt, hat sich offensichtlich permanent Verletzungen zugefügt. Und das sei Ärzten und Ämtern bekannt gewesen. Trotzdem: Kein Handlungsbedarf! Die Frage: Warum hat das niemand gesehen. Ein Kind übersät mit blauen Flecken muss auffallen. Unter normalen Umständen geht ein 9-jähriges Kind in die Schule und spielt in den Pausen mit anderen Kindern. Was wissen die Lehrer? Was haben sie gesehen? Was verschweigen sie? Bürgermeister Peter Wirtz sagte am Mittwoch in einem Interview mit dem Generalanzeiger, die Pflegefamilie sei unter Kontrolle gewesen. „Mit durchschnittlich monatlichen Gesprächen, telefonischem Kontakt und intensiver, fachlicher Begleitung der Bergischen Diakonie“. Pflegeeltern die seit mindestens drei Monaten (laut Aussage des Pflegevaters) ihr Pflegekind mit Klebestreifen fesseln? Das Kreisjugendamt als übergeordnete Behörde kennt die Honnefer Pflegefamilie nicht. Das sei auch nicht nötig, so Wirtz. Die Pflegefamilie sei nach den gesetzlich geregelten Voraussetzungen ausgesucht worden. Stand Mittwoch: Bad Honnef und Königswinter sind sich keiner Schuld bewußt. Ein Anwalt verklagt die Jugendämter. Donnerstag 18 Uhr. Seit vier Tagen gibt es keine neuen Erkenntnisse aus dem Polizeipräsidium seitens Polizei oder Staatsanwaltschaft. Die Stadt Bad Honnef teilt auf Nachfrage mit, dass es bis Freitagmorgen eine offizielle Stellungnahme der Verwaltung im Fall Anna geben werde. Heute vor einer Woche wurde das mißhandelte Kind gefunden. Am kommenden Samstag, 10 Uhr, soll die Beerdigung auf dem Friedhof in Königswinter stattfinden. Sicher ist das zum heutigen Zeitpunkt aber noch nicht, da die tote Anna ein weiteres Mal der Gerichtsmedizin zugeführt wurde.
Aus aktuellem Anlass entfällt der angekündigte Biergarten-Test!
Kommentare
2 Kommentare to “bösARTig”
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Da kann ich mich der Aussage anpassen.Meines Erachtens wurde von beiden Jugendämter nicht hingesehen.Und nun waschen sie ihre Hände mal wieder in Unschuld.
Bei Lapalien laufen die sich die Füße platt und fangen dann auch noch an zu drohen.Sie wollen dann den alleinerziehenden Mütter zeigen wir haben das sagen und die Macht.Alles schon erlebt.Wird dann ein Anwalt eingeschaltet werden sie kleinlaut.(Jugendamt Königswinter)
Ich kannte Anna und die leibliche Mutter,sie war ein liebevolle Mutter.Kann das alles nicht verstehen.
Was mag die kleine Anna durchlebt haben?Man darf nicht drüber nachdenken.
Bei der leiblichen Mutter war sie ein glückliches und zufriedenes kleines Mädchen.
ARME ANNA und leibliche Mutter.
Hoffentlich werden die von den Behörden zur Verantwortung gezogen und bestraft und sofort aus dem Dienst entlassen.
War am Montag am Grab der kleinen Anna.Waren auch welche von der Presse da. Eine Junge Frau legte mit einem Kind ein Gesteck nieder.
Hoffentlich findet Anna ihren frieden.
Angesichts der zahlreichen eklatanten Fehler deutscher Jugendämter plädiere ich für die ersatzlose Auflösung dieser unfähigen Behörden. Die Geschichte zeigt: Wo “Nichts” ist, wird seitens dieser Behörden mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Wo wirklich Handlungsbedarf besteht,, wird nicht reagiert.