bösARTig
August 23, 2010
Meine sehr verehrten Damen und Herren, der „Fall Anna“ zieht sich wie ein roter, hässlicher Faden durch diesen Sommer 2010. Genau heute vor vier Wochen berichtete Oberstaatsanwalt Robin Faßbender im Polizeipräsidium über den schrecklichen Fall. Ein kleines Pflegekind wurde von seinen Pflegeeltern gefesselt und ertränkt. Der Staatsanwalt befindet sich nun im Urlaub und auf weitere Ermittlungsergebnisse muss wahrscheinlich bis Ende August gewartet werden. Hölle! Die leibliche Mutter ist der Verzweiflung nahe und wir Bürger fragen uns: Was soll das? Mittlerweile liegen in den Jugendämtern von Bad Honnef und Königswinter Strafanzeigen vor. Vor drei Wochen hieß es aus den entsprechenden Rathäusern, dass dieser Fall schnell und schonungslos aufgeklärt werden müsse. Was wird da vertuscht? Die Tragödie in Duisburg und der Fall Anna weisen besorgniserregende Parallelen auf: Niemand will, kann oder darf Verantwortung übernehmen. Dienstag: Der WDR berichtet exklusiv: „Nach Recherchen der Lokalzeit ist Anna monatelang von ihren Pflegeeltern schwer misshandelt worden. Und es mehren sich die Hinweise, dass das zuständige Jugendamt Königswinter bei der Betreuung der Pflegefamilie dramatisch versagt hat. Hinweise auf Misshandlungen gab es offenbar von Nachbarn und der Polizei. Und auch der Rektor von Annas Schule hatte das Jugendamt mehrmals gewarnt. Im November vergangenen Jahres sogar bei einer Konferenz mit den Pflegeeltern, Lehrern und dem Jugendamt Königswinter. Dem Jugendamt gegenüber sollen die Pflegeeltern über Probleme mit der Neunjährigen geklagt haben. Das Mädchen habe eine Wasserphobie und Ess-Störungen gehabt und soll sich angeblich immer wieder selbst verletzt haben. Keines der Probleme konnten die Lehrer an Annas Schule bestätigen. Diese Beobachtungen habe die Schulleitung dem Jugendamt mitgeteilt, so der Rektor. Offenbar reichte das dem Jugendamt immer noch nicht, Anna und die Pflegeeltern besser zu kontrollieren. Die Stadt Königswinter lehnt dazu weiterhin jeden Kommentar ab und verweist auf staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen das Jugendamt.“ Mittwoch: Annas Mutter meldet sich in der HWZ-Redaktion: „Ich muss unbedingt mit ihnen reden. Ich erhebe schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt in Königswinter“. Die Ohnmacht einer Mutter? Die Rache des Jugendamtes in Königswinter? „Die wollen mir nun auch noch das Sorgerecht für meinen Sohn entziehen. Warum lassen diese Menschen uns nicht in Ruhe?“ Donnerstag: Die Stadt Königswinter verschickt eine Presseinformation: „Die Darstellung in den Medien insbesondere über die Anzahl der Kontakte zwischen der Schule und dem Jugendamt ausgehend von einem Interview des WDR mit dem Schulleiter am 17.8.2010 ist nachweislich falsch. Es ist bedauerlich, dass es in den vergangenen Tagen zu einer Berichterstattung gekommen ist, die die Sachverhalte unzutreffend und in verzerrter Weise wiedergeben. Dies wird der Ernsthaftigkeit der Angelegenheit nicht gerecht.“ Meine Frage: „Was wird wann der Ernsthaftigkeit dieser traurigen Angelegenheit gerecht?“ Anna wurde getötet! Wer ist schuld?
Kommentare
2 Kommentare to “bösARTig”
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Ständig werden Kinder misshandelt oder getötet.
Dies nicht nur durch die leiblichen Eltern, sondern auch durch Heimerzieher, Lehrerpersonal, Pflegeeltern + Tagesmütter. Nachweislich erfolgten sehr oft diverse Hinweise an die zuständigen Jugendämter.
Wenn dann ein tragischer Fall durch die Medien bekannt wird, Gott sei Dank, dann waschen die Jugendämter und andere Verantwortentlichen ihre Hände in Unschuld.
Das Paradoxe ist, dass Mitarbeiter von JA aufgrund von unterlassener Hilfeleistung sowie Fehlentscheidungen nicht einmal zur Rechenschaft gezogen werden.
Jugendämter setzen Gerichtsbeschlüsse außer Kraft, ohne Risiko auf Strafverfolgung.
Ein Richter sagte zu mir am Telefon, nachdem ich ihn wegen Verhinderung von Umgängen angesprochen hatte.
Herr Hoeckh, ich bin für die Rechtsprechung zuständig, nicht für die Umsetzung.
Wer diese Rechtsauffassung versteht, der möge sich bitte mit mir in Verbindung setzen.
Ein Rechtstaat ohne Rechte ist wie ein Fluss ohne Wasser.
Es grüßt JugendamtsgeschaedigteEltern(at)web.de
Sie unterstehen keiner Fachaufsicht, können also schalten und walten, wie sie wollen.
Sie können Kinder aus Familien reißen, ohne fundierte Erkenntnisse auf Richtigkeit ihrer Vermutungen zu haben.
Kindergebet an die Märtyrerin Anna (†9) von Königswinter:
Oh Heilige Anna von Königswinter!
Beschütze uns arme Pflegekinder
Vor Rabeneltern, amtlich bestallt.
Du wurdest nur neun und bist schon tot.
Der Staat gab dir karges Heim und Brot
Bei Folter-“Pflege“-Eltern.
Du ranntest fort, spritterfasernackt,
Dafür wurdest Du wieder eingeknackt.
Es grinsten die Sadisten,
Ertränkten Dich in der Badewanne.
Jugendamt meinte: „War nur eine Panne“,
Jetzt fehlen hundert Akten.
Einst killte Siegfried den Drachen hier,
Kleine Kinder fraß das Ungetier
Zum Lunch und zum Dinner.
Ein Drache wütet noch immer hie
Sein Name ist Kinderschutzbürokratie.
Wer wird Drachenkiller?
Als Menschenopfer für den Bürokratius-Götzen,
Als Märtyrerin zu unser aller Entsetzen,
Starbst du für alle Kinder in Not.
Oh Heilige Anna mit der Brille,
Geschehen soll Dein letzter Wille:
Liebe statt Obrigkeit!
Freiheit statt Angst!
Aus „5 Abtreibungen & 2 Adoptionen“
© 2011 Jerry Hoss, Bonn, alkan(ät)hush.com
http://www.wix.com/milf176/jerry-hoss-wix