bösARTig
März 8, 2010
Meine sehr verehrten Damen und Herren, der vergangene Dienstag war einmal mehr ein Tag, den ich quasi so lieb habe wie einen Pickel auf der Nase: Termin um 19 Uhr im Rathaus. Es ging wieder einmal um den Einzelhandel, ein schlauer Mensch hat mit ernster Mine beschrieben, was gut ist für die Innenstadt, und was nicht gut ist für die Innenstadt. Also eigentlich nichts neues. Mickrige 48 Menschen langweilten sich zwei Stunden lang im großen Rund des Ratssaales. Völlig unterhopft bin ich danach noch an die Theke m.V. gekrochen und da hatte ich eine ganz wundersame Erscheinung: Das Dreigestirn 2011 der KG Halt Pol stand dort versammelt an der Theke. Oder war das ein Traum? Egal! Ich habe mir nichts anmerken lassen, und ganz locker gefragt: „Na, was gibt’s neues?“ Einfach so, wusch, in die Tollitätenrunde. 22 Uhr. Eine schwere, eine ein Quadratmeter große Hand, legt sich auf meine Schulter und zwingt mich in die Hocke. Der Mann mit der schweren Hand, ein Kriminalbeamter, blickt mich an und fragt: „Kennst du den?“ Ich stöhnte: „Nein, auf gar keinen Fall.“ Der Kommissar sagt: „Eine Frau geht zum Arzt und sagt: „Ich hätte gern ein wenig Zyankali.“ Der Arzt ruft entsetzt: „Mein Gott, liebe Frau, das geht doch nicht, wenn das in falsche Hände gerät, nein, das Zeug ist doch tödlich.“ Die Frau greift in ihre Handtasche und holt ein Bild ihres Mannes hervor. Der Arzt sagt: „Nee wat schön, sie haben ja ein Rezept…“. Zurück zur KG Halt Pol. Am Samstag, 10. Juli, wird es auf dem HIT Markt-Parkplatz zu einem ganz besonderen Event kommen. Vor dem WMSpiel um den dritten Platz, wird die kölsche Band „Brings“ aufspielen, bevor das Spiel auf einer Großleinwand präsentiert wird. Public-Viewing heißt das auf gut neudeutsch. Nach meiner Einschätzung wird Ghana gegen die Elfenbeinküste um den dritten Platz spielen. Sodele, jetzt wird’s schwierig. Ich bin gerade aus der Ratssitzung geflüchtet. Es ist Donnerstag, 21.30 Uhr. Mein Magen knurrt und meine Kehle ist vertrocknet. Bei der Haushaltsdebatte wurde die Redezeitbegrenzung aufgehoben. Sechs Fraktionshäuptlinge durften so lange reden wie sie wollten. Motto: Es ist ja schon alles gesagt worden, aber noch nicht von mir. Nach drei Stunden ein erster Etappensieg: Der vierte von 23 Tagesordnungspunkten konnte abgehakt werden. Und Bauminister Jopa Vedders atmete tief durch: Nach gefühlten 200 Jahren Verwaltungsvorarbeit sagte der Rat nun endlich „Ja“ zur Drieschweganbindung im Honnefer Süden. Und wir im gelobten Selef bekommen an der Linzer Straße – Dellenweg- Drieschweg jeweils einen Kreisel. In den Sommerferien beginnen die Bauarbeiten. Ein historischer Moment. Auch der notleidende Haushalt von Frau Bürgermeisterin wurde abgesegnet. Aktueller Fehlbedarf: 7,5 Millionen Euro. Tendenz eher steigend. Der Rat beschließt: Jetzt muss aber heftig gespart werden. Was aber noch viel schlimmer ist: Vor der Apotheke Ecke Bahnhofstraße/ Luisenstraße liegt ein Berg von mittlerweile vergilbten Tannenbäumen, die einst, eben in der Weihnachtszeit, die umliegenden Laternen schmückten. Und nun ist Frühling. Hallo? Frage: Wer ist denn da für die Entsorgung zuständig?
Das Team Møller Bil Motorsport startet gut vorbereitet und mit einem neuen Fahrer in die Saison 2010 der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
März 5, 2010
Der 19 Jahre alte Christian Krognes, zweifacher nationaler Kartchampion, verstärkt fortan das Team aus Norwegen. „Ich bin sehr glücklich darüber, in dem professionellsten Rennteam aus Norwegen an den Start gehen zu können“, sagt Krognes. Er teilt sich das Cockpit des Audi TT mit Atle Gulbrandsen und Håkon Schjærin. Der erste Einsatz ist das 35. DMV 4-Stunden-Rennen am 10. April. Nach dem 24h-Rennen im Mai, bei dem Peter Oberndorfer zum Team hinzustößt, stehen noch weitere drei Rennen in September und Oktober auf dem Programm. „Wir haben in diesem Jahr ein starkes Team“, sagt Schjærin. „Peter und ich vereinen über 40 Jahre Nordschleifenerfahrung und wir haben beide bereits Klassensiege beim 24h-Rennen gefeiert. Alte ist mit seinen nunmehr sechs Jahren Erfahrung ebenfalls ein sehr schneller Fahrer auf der Nordschleife, der auch in seiner Heimat bereits Titel eingefahren hat. Mit Christian haben wir nun einen echten Jungspund im Team, der sehr viel Talent und einen irren Speed mit sich bringt.“ Neben seiner Tätigkeit als Fahrer übernimmt Schjærin 2010 zudem die Rolle des Teamchef, nachdem sich Øystein Holtet dazu entschlossen hat, eine Motorsport-Pause einzulegen. Er wird dabei von Chefmechaniker Leif Erik Vik unterstützt. Die Audi-Händlergemeinschaft Møller Bil, die sich aus mehr als 50 Händlern in Norwegen zusammensetzt, wird 2010 mehr als 100 Gäste an den Nürburgring bringen. Das Einsatzfahrzeug ist der bekannte Audi TT 2.0 TFSI, der in der Klasse SP3T an den Start gebracht wird.
Quelle: www.vln.de
bösARTig
März 1, 2010
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Guido W. hat seine Memoiren verfasst: In 100 Tagen um die Welt, oder: vom Außenminister zum Außenseiter. Scherz! So, die Karnevalssession ist vorbei, die Session im Rathaus beginnt. Wir fassen noch einmal zusammen: Irgendwann hat Frau Bürgermeisterin einen Beamten des Hauses zum Wirschaftsförderer befördert, obwohl Frau Bürgermeisterin, wie ihre Vorgänger auch, Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklärt hat. Wir haben nun de facto zwei Wirtschaftsförderer. Aber das ist nicht genug. Unser greiser…Entschuldigung, da hab ich mich aber ganz dolle verschrieben… unser weiser Rat hat befohlen, dazu noch eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft zu gründen. Und nun wird wieder auf gut honnefsche Art herum gewurschtelt, wohl wissend, dass das mit der Gesellschaft nicht klappen wird, weil: Keine Kohle. Und die einzige Wirtschaftsförderungsgesellschaft die wir haben, unseren Centrum e.V., der sich immerhin ganz prächtig um die Innenstadt kümmert, der wird in die Überlegungen erst gar nicht mit einbezogen. Und ich sage es gerne zum 1.000sten Male: Wirtschaftsförderung beginnt mit Parkplätzen auf dem Marktplatz und in den Kneipen der Stadt. Wie dem auch sei, unsere arme Verwaltung soll nun einen Umsetzungsfahrplan vorlegen. Darauf wird stehen: „Der Zug hat leider 10 Jahre Verspätung. Wir bitten um Verständnis.“ Und noch ein Dauerbrenner kommt wieder auf den Tisch des Rathauses: Die Drieschweganbindung, die unsinnige, aber auch vom Rat befohlene. Nun, Jahre nach den heftigen Streits um diese Maßnahme bittet der Verkehrsausschuss um Zahlenmaterial von der Verwaltung. Es läuft also alles darauf hinaus, dass das nix wird mit der Drieschweganbindung zur B 42. Aber gut, dass wir jahrelang drüber gesprochen haben. Ich war eben im Städtchen und habe mit dem Marketingfachmann m.V., Mischael Köjer, einen Kaffee getrunken. Zum ersten Mal in diesem Jahrzehnt draußen. Damit haben wir quasi die Biergartensaison 2010 offiziell eröffnet. Und was mussten wir hören? Versuchter Einbruch in einen Tabakladen, versuchter Einbruch in ein Blumengeschäft und ein Einbruchversuch in einem Sportladen am Marktplatz. Nix los hier im kuscheligen Bad Honnef, sagt unser Polizeipräsident immer so schön. Na ja. Kommen wir zu einer neuen Bürgerbeteiligung. Die Verwaltung möchte mit uns BürgerInnen ein neues Einzelhandelsstandort- und Zentrenkonzept besprechen. Am Dienstag, 2. März, ab 19 Uhr im Rathaus. Ich blättere eben durch die aktuellen Rathaus- Vorlagen, ob ich da noch was lustiges finde. Hier: Nach dem Leidbild 2010 liegt nun das Kreisentwicklungskonzept 2020 auf dem Tisch. Die Verwaltung wird dies bei ihrem zukünftigen Handeln zugrunde legen. Und nun folge ich nur noch der traurigen Chronistenpflicht: Am Montag nahmen Ermittler der Bonner Mordkommission einen 74jährigen Selhofer fest. Ihm wird vorgeworfen, seine 73jährige Ehefrau in ihrem gemeinsamen Haus getötet zu haben. Der Haftrichter erließ am Dienstag einen Untersuchungshaftbefehl wegen Mordes. Zuvor wurde seine 73jährige Frau von einem Angehörigen leblos in ihrem Einfamilienhaus aufgefunden. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod der pflegebedürftigen Seniorin feststellen. Nach intensiven Ermittlungen und dem Ergebnis der Obduktion gehen die Beamten von einem Tötungsdelikt aus.
Mein Studentenleben in Bad Honnef
Februar 26, 2010
Für die vielen internationalen Studenten, Professoren und Mitarbeiter mit englischer Übersetzung
Bad Honnef, das Nizza am Rhein, eine Stadt mit Studentenleben, Ruhe und Grünflächen – das ist der besondere Reiz für Studieninteressenten, wenn man zum ersten Mal hierhin kommt um die Internationale Fachhochschule Bad Honnef · Bonn kennen zu lernen. Nach meinem ersten Besuch war ich sofort davon überzeugt, dass Bad Honnef der richtige Ort zum Studieren sei, denn man lässt sich hier nicht so leicht durch das Leben der Großstadt ablenken, sondern man kann sich voll und ganz auf das Studium konzentrieren. Mit diesem Gedanken startete ich Mitte des Jahres 2009 in mein erstes Semester Hotelmanagement und wurde überrascht, was in Bad Honnef doch so los war, obwohl die Stadt so klein und auf den ersten Blick leblos erschien. Während der ersten Woche in Bad Honnef, in der Introduction Week, wurde sofort klar, dass das Bad Honnefer Nachtleben doch mehr zu bieten hat, als anfangs angenommen: Die Neon Bar, das LaDeDa und das Hope sind nur einige der vielen Lokalitäten, in die wir Studenten gerne zum Feiern gehen. Auch auf dem Campus der Fachhochschule wird es in den Zeiten zwischen und nach den Vorlesungen nicht langweilig: Es gibt die Dallmayr Café & Bar, in der wir uns zu Gruppenarbeiten treffen, uns mit Freunden verabreden um uns über die Geschehnisse des Tages auszutauschen, und dazu einen Kaffee oder ein Stück Kuchen genießen können. In den Abendstunden, wenn die Dallmayr Café & Bar geschlossen ist, steht uns außerdem Charly’s Lounge zur Verfügung, um den Tag ausklingen zu lassen. Dort werden u.a. Fußballspiele oder auch andere wichtige TV-Übertragungen ausgestrahlt. Nach einem Fußballspiel können wir Sieg oder Niederlage zusammen in Charly’s Lounge feiern. So ist mein typisches Studentenleben in Bad Honnef.
My student life in Bad Honnef
Bad Honnef, the Nizza at the river Rhine, a city with student life, peace and open space. That’s the special appeal for applicants when visiting the International University of Applied Sciences Bad Honnef · Bonn for the first time. After my first visit I was convinced that Bad Honnef is the perfect place to study since there is no disturbing big city life but rather the possibility to fully concentrate on your studies. With this in mind I started my studies in hospitality management midyear 2009 and was surprised how much life and action there is in Bad Honnef, although the city seems to be so small and without life at first sight. The first week in Bad Honnef, our introduction week, showed that there really is more nightlife than I expected: Neon Bar, LaDeDa and Hope are only a few locations where students enjoy to party. On campus there are also good places to spend time in between and after lectures. First of all there is the Dallmayr Café & Bar where you can sit down to chat with friends or do group work. In the evening hours, when Dallmayr Café & Bar is closed, there is the Charly’s Lounge where you can sit down and enjoy the evening hours. Soccer games and other important TV events are broadcasted and all victories or losses can be celebrated with fellow students. That’s my typical student life in Bad Honnef.
SEAT Leon Langstrecken Challenge für Teams noch attraktiver
Februar 26, 2010
Bei den Rennteams steht der SEAT Leon Supercopa hoch im Kurs. Seit fünf Jahren gilt der Run nicht mehr nur dem gleichnamigen Markenpokal, sondern auch der SEAT Leon Langstrecken Challenge. Dort werden die mittlerweile 300 PS starken Boliden im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mit eigener Wertung eingesetzt und präsentieren sich dank eines neuen, flexibleren Reglements für die Teams attraktiver denn je. Somit knüpft SEAT perfekt an die Worte an, die Hans Jürgen Hilgeland, der Vorsitzende der Gesellschafter der VLN, anlässlich der Siegerehrung der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft 2009 prägte: „Mit ständigen Verfeinerungen und Optimierungen können wir packenden Motorsport in der ‚Grünen Hölle‘ versprechen.“ Einige neue Optionen machen den SEAT Leon Supercopa in Europas erfolgreichster Breitensportrennserie noch interessanter für die Teams. So starten die Teilnehmer jetzt mit einem frei gestellten Kraftstofftank bis maximal 100 Liter. Die Verwendung eines ABS ist ebenso zugelassen wie verschiedene ATS-Felgen. Zusätzlich darf auch die SEAT Sport Felge in der Größe 9,5 x 18 Zoll gefahren werden. Erweitert wurde außerdem die Zahl der zulässigen Reifenparameter. „Aufgrund der Performance und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses sowie des ausbalancierten Reglements ist der SEAT Leon Supercopa sicherlich eines der attraktivsten Fahrzeuge im Rahmen der VLN“, so Oliver Schielein, Leiter Motorsport SEAT Deutschland.
Quelle: www.vln.de
bösARTig
Februar 22, 2010
Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Realität hat uns wieder eingeholt, der Karnevalsrausch ist vorbei. Hoffentlich kriegt das auch der Honnefer Jeck Westerwelle mit. Ich meine, der blamiert ja nicht nur sich und die FDP, sondern auch unsere Stadt, der Jeck, der. Tja, kein Karneval mehr, die nackige Miss is och ad fott, und mir fehlen hier noch 3.200 Buchstaben. Moment…, nee, mein iPhone klingelt auch nicht. Ganz schön einsam hier hoch oben über Selef. Wir könnten über Politik reden. Honnefer Politik, aber die gibt’s ja nicht mehr. Ich glaube, man sagt: Ohne Moos nix los. Ehe ich das vergesse: Der letzte Nuller-Jahresrückblick, der eigentlich in dieser Ausgabe stehen sollte, wird verschoben, aus rein karnevalistischen Gründen. Sie wissen, was ich meine. Apropos Karneval. Ich habe eben mal mit einigen Karnevalisten telefoniert. Wenn mich kein Jeck anruft, dann rufe ich eben die Jecken an. Also: Die Honnefer Jecken sind zufrieden mit der Session. Hier und da wurde zwar ein Hauch von ein bisschen weniger Minsche als in der vergangenen Session beobachtet. Alles in allem aber habe man von einer Wirtschaftskrise nichts verspürt. Ganz glücklich sind in diesem Jahr auch die Löstigen Gesellen, die zur Jubiläumsparty, zum 50sten des Damenkomitees, so richtig die Hütte voll hatten im Seminaris Hotel. Weit über 300 Karten wurden verkauft.
Und ich gratuliere hier an dieser Stelle, mit Foto, zwei Damen, die maßgeblich an diesem Erfolg des Komitees beigetragen haben: Otti Jonas (l.), langjährige Präsidentin und Nachfolgerin Heike Scheel, die nun schon seit 11 Jahren dem Damenkomitee vorsteht: Herzlichen Glückwunsch zesamme. Leever Jott, jetzt fehlen mir noch 1.000 Buchstaben. Dann quasi noch ein Schwank aus der Politik: Am 23. Februar ab 18 Uhr findet im Rathaus die erste Sitzung eines Ausschusses zur Begleitung der Gründung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft statt. Sie haben richtig gelesen! Der Gründungsprozess soll durch den Ausschuss Wirtschaft, Tourismus und Verkehr begleitet werden. Und: Wirtschaftsförderer Adalbert Fuchs soll zum Schriftführer dieses Ausschusses gewählt werden. Ziel dieser Gesellschaft soll das Erhalten und das Beleben der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Stadt sein. Es ist so wunderbar: Diese Förderungsgesellschaft wird innovative Konzepte zur Attraktivitätssteigerung der Stadt erarbeiten. Also wieder ein Leidbild zerreden. Ich finde, man sollte ganz schnell einen Ausschuss gründen, der mal darüber nachdenkt wieviel Ausschüsse eigentlich völlig überflüssig sind. Denn: Sparen ist angesagt, und Ausschüsse kosten Geld. Steuergeld.
Das reale Leben ist da draußen…
Februar 19, 2010
Protokoll einer Reise nach Kasambya – Heinz van den Berg
Am 2.2. werde ich nach einer zweiwöchigen Rundreise durch Uganda in Entebbe von meinem Freund, Father Charles Mubiru, einem katholischen Priester, abgeholt. Spannung pur.
Die Hauptstraße von Kampala nach Mityana lässt nur die Durchschnittsgeschwindigkeit eines schnellen Radfahrers zu. Der Weg von Mityana nach Kasambya ist nur noch eine Schotterpiste von ca. 30 Kilometern Länge. Hügeliges Land, Bananen, Kaffee, Tee, Matooke, Papyrus…, einzelne Hütten. Wir passieren zwei Dörfer. Die Bewohner winken uns zu. “Musungu, Musungu” rufen die Kinder und lachen. Weiße Gesichter sehen sie hier nur selten.
Alle Menschen sehen fröhlich aus. Ihre Häuser sind mehrheitlich aus einem Fachwerk von Ästen und Zweigen, verfüllt mit Lehm. Sehr häufig sind nicht nur die oft mannshohen roten Termitenbauten, sondern auch große Stapel getrockneter Lehmziegel, die aufs Brennen warten. Mehr und mehr werden die einfachen Hütten durch feste Häuser ersetzt.
Männer, Frauen und Kinder leben vor und in den mit Stroh oder Wellblech gedeckten Häusern in großen Familien miteinander. Man sitzt oft auf dem Boden oder steht gerade an der Kochstelle außerhalb des Hauses. Daneben ein Regal aus Ästen, worauf das gespülte Geschirr trocknet. Der Kinderreichtum hier steht in krassem Gegensatz zu unserer Kinderarmut.
“Dies ist jetzt Kasambya” höre ich Charles sagen. Ich habe den Übergang von loser Besiedlung zum Dorfeingang gar nicht wahrgenommen.
Ich bin angekommen! Aufgeregt filme ich die “Hauptstraße”, die sich in keiner Weise von dem bisherigen Wegezustand unterscheidet. “Wo ist hier die Dorfmitte?” - Die gibt es nicht! Kasambya hat die Form eines asymmetrischen “W” von beachtlicher Ausdehnung. Zwei Kilometer schätzt man, bar jeder Nachprüfbarkeit. Google Earth könnte helfen, aber diese Gegend der Welt ist für die Google´s uninteressant. Ich werde scheinbar vom ganzen Dorf erwartet. Mir stockt der Atem. Wie soll ich mit der Prozedur bloß fertig werden. Father Charles hat alles perfekt geplant. Begrüßung mit ugandischem Freundschafts-Händedruck, Frauen, die am Boden knien, Kinder, die im Hintergrund bleiben. Zwei Sessel im Zentrum der Runde. Ehrenplätze für Charles und mich. Im Rechteck dann einfache Bänke und Matten.
Der stellvertretende Vorsitzende redet, nachdem das Festprogramm feierlich verkündet wurde. Dankbarkeit aus jedem Wort und jeder Geste für die Hilfen aus Deutschland. Ich sitze da und bin fassungslos. Dann, nach F. Charles` Begrüßungsrede - ich merke, wie sehr er anerkannt ist, geachtet und geehrt wird - muss ich in die Bütt. Es fällt mir gar nicht so schwer wie befürchtet. Ich betone, dass mein Besuch unter der Zielsetzung steht, auch selbst zu lernen und bereichert nach Hause zurückzukehren. Auch einen kleinen Scherz übersetzt Charles in die Sprache der Einheimischen - Luganda - so dass geschmunzelt und gelacht wird. - Die Menschen (vor allem Frauen) tanzen und singen. Jetzt bin ich wirklich angekommen. Charles, mein sehr aufmerksamer Begleiter und Dolmetscher, geht mit mir von Haus zu Haus. Wir beginnen am nordöstlichsten Zipfel des “W” unseres Dorfes und erfragen, was die Menschen freut und was ihnen fehlt. Sarah baut eine “Zielpyramide” auf. Schulbildung für alle an oberster Stelle, finanziert durch höhere Agrar-Erträge, diese wiederum mit Hilfe einer Genossenschaft (das passt genau zu unseren Handlungsansätzen!). - Wir diskutieren angeregt und aufgeschlossen auf beiden Seiten.
Ich notiere mir den Inhalt der Gespräche:
- “Selbst den Mais dreschen”, das spart viel, aber eine Maschine fehlt. Diese müsste durch das verzweigte Dorf transportiert werde. Aber dazu fehlt ein Kleinlaster.
- Eine “Spargruppe” im Dorf gründen, wie ich sie auf meiner vorausgegangenen Rundreise mit Tukolere Wamu beispielgebend erlebte. Klare Regeln! Sparen mit der Möglichkeit von Kleinkrediten aus der eigenen Dorfkasse. Das schafft Selbstvertrauen, sichtbares Eigenkapital, Selbstständigkeit und Zusammengehörigkeit der Gemeinschaft. Ja, sogar Verringerung von Gewalt in den Familien, weil Frau und Mann sich abstimmen, bevor sie zur wöchentlichen Sitzung gehen.
- Schweine oder Ziegen nicht mehr frei laufen lassen. Vermeidung von Verbiss an Nutzpflanzen, Krankheiten und Verlusten von Tieren. Im z.B. monatlichen Zyklus sind Familien für die Fütterung verantwortlich. Spezielles Futter kann beigegeben werden, z.B. um die Milchproduktion und -qualität zu erhöhen und damit einen Beitrag zur Verbesserung der Ernährung zu leisten.
- Schubkarren werden gebraucht! Ich übergebe einem aufgeschlossenen, aktiv mitwirkenden jungen Mann eine Skizze und Ideen, wie sie mit geringstem Aufwand selbst hergestellt werden könnten und bitte ihn, sich mit einem Freund dafür zusammenzuschließen.
- Ich zeige und erkläre, welche Vorteile eine Gabel mit verbogenen runden Zinken (”Karst”) bei der Feldarbeit haben kann.
- Einem Mann aus dem Nachbardorf, der den Bewohnern des Nordost-Zipfels von Kasambya offensichtlich näher steht als seinem eigenen Dorf, hat schon Ideen von Kasambya übernommen und möchte bei uns “Mitglied” werden. Wir haben ihm eine andere Möglichkeit empfohlen. Er versucht - mit Hilfe eines unserer Aktiven – in seinem Dorf eine Gruppe zu gründen, nachdem er z.B. dreimal an unseren Versammlungen hospitierend teilgenommen hat. Das verhindert Konflikte bei uns und zwischen den Dörfern und erweitert unseren Handlungshorizont, ohne dass wir unsere Projektgrenzen sprengen.
- Allgemein treten wir vehement dafür ein, Skeptiker ernst zu nehmen und ihre Bedenken bei Entscheidungen zu würdigen. Auch gilt es, zugezogene “Fremde” aufzunehmen (z.B. eine Frau aus Ruanda mit ihren 3 Kindern)
Wir führen in zwei Tagen 13 solcher Gespräche und tun manches zwischendurch. Ich überbringe Geschenke, Grüße und Wünsche der deutschen Paten, eine sehr angenehme Aufgabe.
Während der Abschiedsfeier am Ende des dritten Tages haben wir die wesentlichen Gedanken und Anregungen wiederholt und finden breite Zustimmung. Nun müssen wir in unserem Projektteam in Deutschland die Punkte klären, ob wir die zum Teil notwendigen Aufwendungen für Hilfen bieten wollen und können. Die Abschiedsfeier ist begleitet von Gesang, Tanz und guten Worten. Ich fühle mich jetzt dazugehörig!
Noch einmal betone ich, dass wir auf Augenhöhe miteinander reden und handeln. Was wir lernen, ist schwerlich mit Geld zu bewerten. Lebenshaltung, große Freude und Freundlichkeit bei bescheidener Lebensweise. Dafür gibt es in Deutschland keine Kurse. Irgendwie fühle ich, dass hier das reale Leben ist.
Nach 3 Tagen in Kasambya fliege ich heim und freue mich auf meine Familie und die kalte Witterung.
Vulkan-Racing rüstet für die Saison 2010 auf
Februar 17, 2010
Die Saison 2010 rückt mit großen Schritten näher und auch bei Vulkan-Racing-Team MintgenMotorsport aus Mayen konkretisieren sich nun die Pläne. Am Ende der Saison zeigte die Entwicklungskurve des Dodge Viper Competition Coupe’s eindeutig nach oben. Bei den Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring konnte Stammfahrer Dirk Riebensahm auf der Nürburgring-Nordschleife souverän Zeiten um 8:25 Minuten fahren. Von Lauf zu Lauf attestierten die Fahrer eine verbesserte Fahrbarkeit.
Für die anstehende Saison setzt sich Vulkan-Racing hohe Ziele und möchte einen dritten Fahrer mit ins Boot holen. Geplant sind derzeit Starts bei allen Läufen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring und beim 24h-Rennen Nürburgring. Regelmäßige Plätze in der Top 10 der Langstreckenmeisterschaft sind die hochgesteckten Ziele. In der Klasse der FIA-GT3-Fahrzeuge sieht sich das Vulkan-Racing- Team mit dem amerikanischen Sportwagen in der Lage die Top-Teams hin und wieder zu ärgern und den Zuschauern spannende Zweikämpfe zu liefern.
Besonders erfreulich ist die kürzlich beschlossene Zusammenarbeit mit dem Reifenhersteller Dunlop, der das Team in allen Fragen kompetent zur Seite stehen wird. Während den Einsätzen wird Vulkan Racing-Team Mintgen Motorsport zusammen mit den Ingenieuren von Dunlop verschiedene Reifenspezifikationen testen, um die Performance ständig zu verbessern. Gespannt blickt das Team nun in Richtung der ersten Testfahrten und Renneinsätze.
Quelle: www.vln.de
bösARTig
Februar 15, 2010
Meine sehr verehrten Damen und Herren, mein Freund Bruno, der Schweizer, fährt heute in seine Heimat, um mir eine brandaktuelle CD zu besorgen. Er hat mir versprochen, meinen Namen zu löschen, bevor er die CD an Frau Feiden verkauft. Echte Fründe stonn zesamme! Sie werden es in den Tageszeitungen gelesen haben, die Stadt wollte dem Circus Comicus die Konfetti-Kanone und den fliegenden „lebendigen“ Clown verbieten – weil verboten. Und das schon seit Jahren. Bisher wurde beides nur geduldet. Und seit Jahren gibt’s Beschwerden im Rathaus, weil einige Bürger Wochen brauchen, um Konfetti aus allen möglichen Ritzen zu pulen. Schnee von gestern: Der „lebendige“ Clown darf baumeln und die Konfetti- Kanone kann aktiv werden, allerdings nicht im Innenstadtbereich. Mein iPhone vibriert. Perfektes Timing. Herr Papenbrock vom Festkomitee Honnefer Karneval. Er ist froh, dass das mit den Comicüssen nun doch noch klappt. Und wo wir gerade beim Karneval sind: Am kommenden Samstag findet ab 11 Uhr die Marktschau auf dem Rathausplatz statt, wieder mit vollem Programm und mit einer heftigen Verhaftungswelle. Im Gerichtssaal wird ein neuer Richter eingeführt. Vorname Richard. Mehr sage ich nicht dazu. Sonntag setzt sich der Zug nach der Aufstellung um 11 Uhr am HIT Markt, um 12 Uhr in Bewegung.
Direkt nach dem Zug beginnt die „After Zoch Party“ im Seminaris Hotel. Einige Honnefer Wagen machen dann rüber zum Siebengebirgszug in Königswinter. Herr Papenbrock, ich hoffe ich hab nichts vergessen. Kommen wir nun zum letzten Mal zu unserer Miss Wet- T-shirt im Planschbecken. Endlich dreht sich das Mädel zu mir und meinem zitternden Fotoapparat um, und der Grafiker m.V., der Herr Kolmsee, entscheidet: Balken über den Busen. Der Mann ist halt kein waschechter 68er. Donnerstag 11 Uhr, mein Arbeitstag beginnt: Lachendes Rathaus, dann Seminaris, dann mit dem Direktor Steak fassen im Markt3, quasi die Grundlage für die restlichen Termine schaffen: Vierkotten, Hontes, Weiberparty im Seminaris. Ich liebe Karneval. Ich glaube, das sagt man so im Rheinland. Na egal. Die Ergebnisse dieses harten Arbeitstages sehen Sie auf dem Titel. Ein letztes Mal: Alaaf zesamme…
Weiland bringt zwei Cup-Porsche an den Start
Februar 12, 2010
Die Saison 2010 wirft ihre Schatten voraus. Auch bei Auto Weiland in Frankfurt planen Matthias Weiland und sein Vater Harald die Einsätze in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring und beim 24-Stunden-Rennen. „Wir fahren auf jeden Fall in der Porsche-Cup-Klasse mit zwei Autos“, kündigte der Teamchef jetzt an. Die Ambitionen sind ehrgeizig. „Zunächst müssen wir einmal sehen, wie die anderen Teams aufgestellt sind“, formuliert Harald Weiland vorsichtig, „doch ich denke, dass wir schlagkräftig sind und ganz sicher ein Wörtchen um die Klassensiege mitreden können.“ Einen Porsche 997 GT3 Cup wird Sohn Matthias pilotieren. Mit Uwe Alzen, der ins BMW-Lager gewechselt ist, fällt einer der größten Konkurrenten für den Routinier weg. „Trotzdem wird es nicht einfach werden, sich vorne zu behaupten“, gibt Matthias Weiland zu. Der Frankfurter ist aber optimistisch, wie 2009 zu den Podiumskandidaten zu gehören. Immerhin gab es in der abgelaufenen Saison zwei Klassensiege und vier Treppchenplätze für Matthias Weiland. Dazu kamen noch zwei weitere Ankünfte unter den ersten drei für den zweiten Weiland-Porsche. Wer gemeinsam mit Stammfahrer Matthias die zehn Läufe in diesem Jahr angehen wird, ist nicht endgültig geklärt. „Ich würde gerne wieder mit meinem Teamkollegen aus dem vergangenen Jahr fahren, aber noch ist es offen.“ Ebenso stehen auch die Piloten für den zweiten Cup-Porsche noch nicht fest. „Wir haben zahlreiche Anfragen und müssen uns jetzt für die beste Konstellation entscheiden“, erklärt Harald Weiland die Situation. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen die Fahrerpaarungen stehen. Quelle: www.vln.de



