bösARTig
Dezember 27, 2011
Kurz vor den besinnlichen Festtagen kommen Meldungen auf den Tisch, die nicht wirklich fröhlich stimmen: Verstärkt musste die Feuerwehr in den letzten Tagen ausrücken, um in Brand gesetzte Mülltonen zu löschen. Gastronomen beklagen sich über zerstörte oder geklaute Weihnachtsdekorationen vor ihren Restaurants, in einigen Straßenzügen werden Nachts regelmäßig Autoscheiben eingeschlagen. Sehr unangenehm. Aber nicht nur das: Die Betroffenen müssen dann mit den zerstörten Scheiben raus nach Ramersdorf fahren, um den Schaden von der Polizei aufnehmen zu lassen. Die kommt nämlich wegen dieser „Bagatellen“ nicht mehr raus. Und dann das: Vermehrte Einbrüche in Rheinbreitbach-Nord! Ganz nah dran an Bad Honnef. Aufgrund der in den letzten Wochen stark gestiegenen Anzahl von Einbrüchen/Aufbrüchen haben sich die Anwohner in der Initiative „Sicheres Wohnen in Rheinbreitbach“ zusammen geschlossen und einen Sicherheitsdienst mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt. Ab sofort wird der betreffende Bereich ganztägig und in der Nacht intensiv von einem Sicherheitsunternehmen durch Kontrollrundgänge und Kontrollfahrten in den aufgeführten Straßenbereichen überwacht. Auffällige Personen werden angesprochen bzw. der Polizei gemeldet, so dass die Sicherheit für die Anwohner wieder steigt und die Zahl der Einbrüche so weit wie möglich reduziert, im optimalen Fall sogar weitere Einbrüche verhindert werden. Leider sieht sich die Initiative zu einer solchen Maßnahme gezwungen, da die staatlichen Maßnahmen, die eine Sicherung des Eigentums der Bürger gewährleisten sollen, hier nicht mehr greifen. Auch in Bad Honnef werden die Stimmen immer lauter, die nach privaten Sicherheitsdiensten rufen. Als präventive Maßnahme könnte dies allerlei Ungemach verhindern, wie Graffiti, Scheiben einschlagen, Autospiegel abbrechen, Blumenkübel zertrümmern oder eben Einbrüche. Zurück zum Weihnachtsfest. Heilig Abend steht vor der Tür, wenn ich mich nicht gewaltig irre. Sehr schön ist: Die über 250 Wunschkärtchen von den Weihnachtswunschbäumen im Rathaus und in der Aegidienberger Sparkasse wurden von gütigen Mitmenschen abgenommen und ebenso viele liebevoll verpackte bunte Päckchen und Pakete fanden ihren Weg zurück ins Rathaus. Die werden nun pünktlich verteilt, damit die nicht so begüterten Eltern in dieser Stadt ihren Kindern eine Freude machen können. Eine Supersache. Ich persönlich finde es perfekt, dass auch in dieser HWZ-Ausgabe eine sehr stolze Anzahl von Honnefer Unternehmern per Anzeige Weihnachts- und Neujahrswünsche an Sie, liebe Leser, „verschickt“. Beachten Sie dies ganz besonders wohlwollend. Schenken Sie auch 2012 unseren Unternehmern in dieser Stadt ihr Vertrauen. Nun wünsche ich allen Leserinnen und Lesern in aller Welt, allen Bürgerinnen und Bürgern hier vor Ort und in der näheren Umgebung ein absolut stressfreies und unglaublich gemütliches Weihnachtsfest. Warum diese Unterscheidung? Die gedruckte Ausgabe der HWZ lesen Woche für Woche über 10.000 Menschen hier und in der Region zwischen Koblenz und Köln. Auf die HWZ-Internetausgabe greifen allein samstags und sonntags jeweils 5000 Online-Leser aus aller Welt zu. Tschüss zusammen…
bösARTig
Dezember 19, 2011
Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Zeit der Jahresrückblicke ist in vollem Gange. All überall in den Medien wird auf das Jahr 2011 zurück geblickt. Wir werden das in der Silvesterausgabe tun, soviel Zeit muss einfach noch sein. Und wir werden Ihnen natürlich wieder die ultimative Hitparade der meistfotografierten Menschen in dieser unseren Stadt präsentieren. Hier und jetzt blättere ich gerade einmal im Restaurantführer für Bonn und diese Region herum. Herausgegeben vom General-Anzeiger, meiner Lieblingstageszeitung neben der Rundschau, versteht sich. Gehören meine Lieblingsrestaurants und Kneipen zu den Top-Ten-Locations in der Region? Ich blättere und finde: Gilberts im Domkapitel-Hof, Altes Standesamt, Caesareo, Weinhaus Hoff, Weinhaus im Turm, Op de Hüh, Zum Böllchen, Rheincafé auf der Insel Grafenwerth, Zum Küfer Jupp, la dee da. Aus jeder Kategorie ist etwas dabei, da können wir quasi wieder einmal stolz sein, auf unsere Stadt. Beziehungsweise auf die Unternehmer die hier machen und tun. Apropos machen und tun: In dieser Woche haben zwei neue Unternehmen ihre Tore geöffnet. Der Bio-Markt „Vier Jahreszeiten“ in Rhöndorf und die Frischebar „Lemon“ in der Bahnhofstraße. Glück auf! Eben habe ich mich ganz kurz mit dem Technischen Beigeordneten der Stadt, Jopa Vedders, unterhalten. Wir trafen uns völlig zufällig in der Fußgängerzone auf ein Zigarettchen. Insgesamt ist er recht zufrieden mit sich und der Welt, am Ende eines turbulenten Jahres. Einiges sei auf den Weg gebracht worden, hinter den Rathaus-Kulissen gebe es intensive Gespräche mit willigen oder auch unwilligen Investoren. Immerhin, so hörte ich heraus, wird sich im Business Park demnächst etwas tun. Ich sage nur: Wohnbebauung. Wir wollen noch einmal auf die letzte Ratssitzung eingehen. Das wichtigste ist schon gesagt worden, die Allianz möchte eine neue Straße in der Stadt, mehr Parkraum, Erweiterung der Fußgängerzone, Straßenteile in Einbahnstraßen umwidmen, schöne Dinge eben. Dabei handele es sich um eine Vision, die ein jeder durchaus haben könne. So weit ich mich erinnere, hatte diese Vision bereits Peter Endler vor vielen, vielen Jahren. Schon damals ist nichts daraus geworden. Heftig diskutiert wurde am letzten Ratsabend dieses Jahres über die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer. Nach dem Motto: Da können wir noch Gelder von den Studenten einziehen. Nein, daraus wird nix. Denn: Der Verwaltungsaufwand steht in keinem Verhältnis zu den geschätzten Einnahmen. Vom Tisch. Die Honnefer Politik möchte sich so gerne wieder an der Tourismus Siebengebirge GmbH beteiligen. Auf Grund der derzeitigen Haushaltssituation geht das aber auch nicht. Die Beteiligung an der GmbH, beziehungsweise der Wiedereinstig in die touristische Vermarktung kostet Geld. Hammer nit. Die Allianz bombadiert die Verwaltung mit Prüfungsaufträgen, Stichwort Vision, das ist manchmal gut, manchmal nicht so schön, besonders dann nicht, wenn der gesunde Menschenverstand sagt, das klappt eh nicht. Gut, dass wir trotzdem darüber gesprochen haben. Ich wünsche Ihnen ein schönes Adventswochenende, vielleicht, so hörte ich, mit den ersten Schneeflocken…
bösARTig
Dezember 12, 2011
Meine sehr verehrten Damen und Herren, krankheitsbedingt habe ich es mir vergangen Samstagabend so richtig gemütlich gemacht: Wetten dass…? Füße hoch, Chips, Fläschchen Rotwein, oder zwei, keine Ahnung. Thomas Gottschalk. Der Unterhaltungsgott mit dem Schalk im Nacken. Diese Sendung habe ich nie wirklich geliebt. Trotzdem ziehe ich meine Kappe vor Herrn Gottschalk, der es wie kein anderer verstanden hat, die Fernsehwelt in seinen Bann zu ziehen. Mit Wetten, Blödeleien, Anzüglichkeiten, Weltstars, Rock’n Roll. Gefühlte 100 Jahre lang. Als eigentlich quotenmäßig schon gar nichts mehr ging, bekam er vor zwei Jahren eine sexy Blondine zur Seite gestellt, eigentlich völlig untypisch für das bodenständige ZDF. Aber gut. Frau Hunziker entwickelte sich prächtig zum zweiten Gedächtnis des Entertainers. Zur Sache: Voriges Wochenende, in der Nacht von Sonntag auf Montag, wurde bei der „Honnefer Tafel“ im katholischen Gemeindehaus eingebrochen. Ein Ding der Unmöglichkeit, wie ich meine. Gestohlen wurde unter anderem das Handy des Teams. Sollten Sie die Tafel erreichen wollen, darf ich Ihnen hier die neue Handy-Nummer mitteilen: 015203018622. Jeden Tag ein gutes Werk tun, das ist eben meine Devise. Soviel dazu. Ehe ich das vergesse: Aus technischen Gründen, ich glaube, das sagt man so, wurde diese Ausgabe bereits am Donnerstag gedruckt. Daher finden Sie die Berichte über die Ratssitzung und über die Eröffnung des Weihnachtsmarktes auf dem Campus erst in der nächsten Ausgabe. Immerhin können Sie auf der Titelseite schon einmal nachlesen, was die Allianz der Verwaltung vorschlägt, und wie der Herr Rauw darauf reagiert. Das könnte eine lustige Sitzung werden. So, hier kommt gerade noch rechtzeitig eine Mail herein getaumelt, die auch für Sie interessant sein könnte: Nach Umgestaltung der Geschäftsräume präsentiert sich der G&T Weinimport in der Hauptstraße 18 am Freitag den 9. Dezember – also heute – in neuem Glanz. Ab 18 Uhr gibt es dort Musik von der Kölner Südstadt-Band „ZASS“, dazu Wildbratwürste von Herrn Kramer und höchst wahrscheinlich das ein oder andere Gläschen Wein von Herrn Pfirrmann. Da simmer dabei! Übrigens: In der Band spielt Frau Brings mit, die Schwester von Herrn Brings, von Brings, Sie wissen, was ich meine. Und noch eine Meldung: Thomas Gottschalk sieht seinem Wechsel als Moderator von „Wetten, dass..?“ zu seinem neuen Arbeitgeber ARD gelassen entgegen. „Die halbe Stunde, die ich jetzt von Montag bis Donnerstag abliefern werde, schreckt mich überhaupt nicht“, sagt der 61-jährige im Interview mit dem Männermagazin GQ. „Das belastet mich weniger als die Erwartungshaltung, siebenmal im Jahr die Supershow mit der Riesenquote einfahren zu müssen.“ Gottschalk spricht im Interview mit Christopher Keil über seinen Neuanfang im Ersten. Er müsse niemanden mehr etwas beweisen, das sei das Schöne an seiner derzeitigen Lage. „Ich glaube aber, dass ich noch mal was Neues hinkriegen kann, und freue mich, dass es bei der ARD Leute gibt, die mir das auch zutrauen.“ Ihm sei dabei egal, dass sein Gehalt im Vergleich zu seinem vorherigen Vertrag „in etwa gleich“ bleibe. Na also. Wir sehen uns am Sonntag auf dem Rhöndorfer Weihnachtsmarkt. Tschüss zusammen…
bösARTig
Dezember 5, 2011
Ich glaube es war Dienstagmittag in der Honnefer Innenstadt, meine sehr verehrten Damen und Herren, da schlug er wie immer unvermittelt und erbarmungslos zu. Völlig ohne irgend ein Vorzeichen: Nase zu, Hals dick, Restglieder schwach, Koppping: Der grippale Effekt. In den ersten Stunden war das so schlimm, dass ich glatt zum Nichtraucher geworden bin. Nach nun 37 Stunden ohne Nikotin, Koffein und Alkohol kann ich quasi nachvollziehen, wie man zu einem Amokläufer wird. Auf jeden Fall kann ich mich absolut nicht konzentrieren. Nach jeder zweiten Zeile stehe ich auf und tigere durchs Büro. Koche einen Bronchial-Tee nach dem anderen, mein Staubsauger glüht. Es wird dunkel über Selhof. In der Innenstadt wird in diesen Sekunden der Adventsmarkt eröffnet. Ohne mich. Wird mich irgend jemand vermissen? Auf jeden Fall wird es in den nächsten Wochen recht spannend. Wenn denn dann die Linzer Straße für voraussichtlich vier Jahre gesperrt wird. Abschnittsweise. Ob dann wohl die Poller im Dellenweg und im Flossweg entfernt werden? Im Sinne des Allgemeinwohls. Um blutige Auseinandersetzungen zwischen stundenlang im Stau stehenden Autofahrern zu verhindern? Wird es dazu eine Ratsentscheidung geben? Sie wissen: Anlässlich der geplanten Straßenbaumaßnahme lädt die Bürgermeisterin zu einer Informationsveranstaltung über die Umleitungsführung während der Bauabwicklung am Mittwoch, dem 7. Dezember, um 18.30 Uhr, in den Ratssaal des Rathauses ein. Erscheinen Sie reichlich, egal was auch im Fernseher läuft. Kommen wir auf die Adventszeit zurück. Nach dem Adventsmarkt in Rhöndorf begann gestern der Adventsmarkt rund um den Marktplatz. Unser Adventskorrespondent vor Ort, Holger H., berichtet, „ein gelungener Auftakt, viele Familien sind unterwegs, sehr schöne Stimmung“. Darauf erhebe ich mein Glas mit Bronchialtee. Am Samstag wird rund um das Autohaus Klinkenberg ein vorweihnachtlicher Familientag gefeiert, am Donnerstag startet der Weihnachtsmarkt auf dem Campus der IUBH und bis zum 24. Dezember pflastern 24 fünf Meter hohe Adventsleuchten den Weg durch die Innenstadt. Ich hol mir mal ne Flasche Bier. Herrschaften, jetzt sieht die Welt doch schon viel besser aus. Prost! Themawechsel: Im nächsten Jahr feiert unsere Stadt ihr 150. Jahresjubiläum der Verleihung der Stadtrechte. Ein Fest, das wir Bad Honnefer mit vielen Gästen natürlich gerne feiern wollen. Am Wochenende vom 15. bis zum 17. Juni ist jeweils eine zentrale Großveranstaltung in der Innenstadt, im Reitersdorfer Park und auf der Insel Grafenwerth geplant. Da die feierlichen Anlässe von der Bürgerschaft für die Bürgerschaft initiiert werden, brauchen die Organisatoren Ihre Unterstützung. Falls Sie sich nun spontan zu einer Geldspende entschließen, überweisen Sie diese bitte auf das Konto 100 230 bei der Stadtsparkasse Bad Honnef, Bankleitzahl 380 512 90. Bitte geben Sie als Verwendungszweck: „Sachkonto 459 103, Stichwort 150-Jahr-Feier“ an. Selbstverständlich erhalten Sie automatisch eine Spendenquittung für das Finanzamt und Ihr Unternehmen, oder Ihr Name, wird zusammen mit den anderen spendenden Unternehmen als Unterstützer in allen zur Verfügung stehenden Medien genannt. Weitere Informationen finden Sie unter www.150jahre-badhonnef.de. Und Tschüss…
bösARTig
November 28, 2011
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Sessionsauftakt, Totensonntag, ein langes Gespräch mit Scheinbar-Legende Hansi Hatterscheid, Ordensvorstellung der Selhofer in Rhöndorf, Besuch bei der Honnefer Tafel, Schlemmerabend im HIT Markt – abwechslungsreicher kann eine Woche nicht sein. Dazu Gespräche mit dem Komitee „150 Jahre Stadtrechte“ und „Meetings“, ich glaube, das hieß früher „Treffen“, mit Musikus Helge Kircht in Sachen „Musik am Markt 2012“. Es tut sich was. Das Ehrenamt in Bad Honnef steht in vollster Blüte. Menschen die eben noch hochrangige Posten in eben so hochrangigen Unternehmen bekleideten, kümmern sich nun um diese unsere Stadt. Und das sind heutzutage beileibe keine Rentner, sondern eher Vorruheständler, Menschen um die 60, also quasi so blutjung und fit wie ich. Raucher eben. Lange Rede, kurzer Sinn: Jetzt habe ich vergessen, was ich sagen wollte. Alle sieben Jahre zupfen wir das Kleid des Lebens neu zurecht. So jedenfalls sagten es die alten Griechen und meinten: Alles fließt, verändert sich unaufhörlich. Auch unser Inneres ist immer in Bewegung. Psychologen, Philosophen, Mediziner, sind überzeugt: Es gibt unterschiedliche Lebensphasen, und jede verlangt uns neue Rollen ab. Die Anthroposophen sind davon überzeugt, dass wir alle sieben Jahre in eine neue Phase treten – mit allem, was dazugehört: neuen Aufgaben, neuen Fragen, neuen Antworten. Wie oft auch immer – wir häuten uns immer wieder. Denn jede Erfahrung, jeder Mensch, den wir treffen, jeder Tag in der Arbeit, jede Reise, die wir machen, verändert uns ein bisschen. Wir verändern uns, wenn wir uns verlieben, wenn wir ein Kind kriegen, wenn wir neue Verantwortung übernehmen. Unsere Einstellungen verschieben sich oft unmerklich, während wir streiten, diskutieren, lesen. Dinge, die vorher unwichtig waren, bekommen eine Bedeutung – und was wir für unverzichtbar hielten, verliert womöglich seinen Wert. Wie komme ich jetzt darauf? Meine Erinnerungszellen sind offensichtlich in den letzten sieben Jahren nicht erneuert worden. Die Griechen spinnen. Oder? Nein. Ich hab’s wieder: Die Politik der Stadt Bad Honnef hat es gewollt, dass die Stadt Bad Honnef zu einer Hochschulstadt wird. Nun ist die Stadt Bad Honnef seit über zehn Jahren eine Hochschulstadt mit rund 1.500 Studenten, aber die Stadt Bad Honnef hat es bis heute nicht geschafft, für diese jungen, und auch recht kaufkräftigen Menschen, eine vernünftige Infrastruktur herzustellen. Wo bleiben die Kneipen, Cafe’s, Bistros und Klamottenläden? Eine Frage an die Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Honnef. Wer kümmert sich darum? Richtig: Niemand! Ich glaube, Wirtschaftsförderer denken nur an Gewerbegebiete. Aber gut. In der Linzer Straße, gleich gegenüber der IUBH, haben kürzlich drei neue Läden aufgemacht: Ein Frisör, ein Fahrradgeschäft und ein Körperverschönerer. Und noch eine Meldung: Ab Montag, den 28. November werden die Baumpfleger des Bau- und Betriebshofes der Stadt Bad Honnef Baumschnittarbeiten an den Ahornbäumen in der Hauptstraße zwischen dem Brünnele und der Stadtmitte durchführen. Im Anschluß an diese Arbeiten geht es weiter in der Alexander-von-Humboldt-Straße. Dort sind Kronenpflegearbeiten im Teilbereich „Am Spitzenbach“ und Alexander-von- Stauffenberg-Straße vorgesehen. Tschüss…
bösARTig
November 21, 2011
Meine sehr verehrten Damen und Herren, manche mögen es, ich mag es nicht wirklich: In alten Fotoalben herum blättern. Noch habe ich meine Erinnerungen im Resthirn abgespeichert, dazu brauche ich also keine vergilbten Fotos. Dennoch: Wenn ich aber blättere, um beispielsweise ein Foto von meinem ersten Käfer (Seite 5) zu finden, dann bin ich hin und her gerissen. Einerseits geschockt, andererseits amüsiert. Wissen Sie noch, wie Sie vor exakt 37 Jahren aussahen? Wenn ich mich so betrachte, dann stelle ich fest: Damals gab es offensichtlich noch keine Frisöre. Aber grauenhafte Hemden. Und: Die beliebtesten Vornamen waren: Nicole, Tanja, Stefanie, Christian, Stefan, Andreas. Im Lande wird das infolge der Ölkrise eingeführte Tempolimit wieder aufgehoben. Die Verkehrssünderdatei in Flensburg wird eingeführt. Bundespräsident Walter Scheel singt „Hoch auf dem gelben Wagen“. Die ersten Playmobil-Figuren kommen auf den Markt. Die Preisbindung für Markenartikel wird aufgehoben. Ein Liter Normalbenzin kostet 83,3 Pfennig. Der Preis für ein Maß Bier auf dem Oktoberfest beträgt 3,20 DM. Der VW Golf I wird in Serie produziert. Hätten Sie das gedacht? Ich auch nicht. Die Hippiezeit ging zu Ende. War ich ein Hippie? Nein. Ich war Kölschtrinker! Helmut Schmidt wurde Bundeskanzler. In Bad Honnef regierte Franz-Joseph Kayser als Verleger, Chefredakteur und Bürgermeister. Lassen wir das blättern in der Vergangenheit sein. Irgend ein Mensch hat einmal gesagt: Wer in der Vergangenheit schwelgt, der hat keine Zukunft. Ich war am vergangenen Mittwoch im Rathaus. Ausschusssitzung „schöner wohnen“ in Bad Honnef. 90 Minuten lang wurde über eine längst beschlossene Angelegenheit diskutiert: Über die Sperrung der Linzer Straße entlang „eines Vollversorgers“. Ich möchte an dieser Stelle die unwissenden Ausschussmitglieder einmal aufklären: Der Vollversorger heißt HIT Markt. Manchmal frage ich mich doch ernsthaft, wovon die sogenannten „sachkundigen Bürger“ in den Ausschüssen überhaupt eine Ahnung haben. Von Politik definitiv nicht. Wo war ich stehen geblieben? Vor 37 Jahren gab es quasi noch Miniröcke. Nein, das wollte ich ja eigentlich nicht gesagt haben wollen. Aber was? Mein Sohn war übrigens kürzlich in Schottland und hat dort einen Film produziert. Meine Tochter hat ihr erstes Fotoshooting hinter sich. Ich glaube, meine Kinder werden berühmt. Von wem haben sie diese wunderbaren Gene? Klar, von der Mutter. Vor 37 Jahren wurde der FC Bayern Deutscher Meister, dicht gefolgt vom 1. FC Köln. Es hat sich in all den Jahren also doch nichts geändert. Ups, hier kommt ja noch eine Einladung für mich rein: Die Evangelische Kirchengemeinde Bad Honnef lädt am Donnerstag, 8. Dezember, alle Seniorinnen und Senioren der Gemeinde zu einer Adventsfeier ein. Tschüss zusammen. Oder besser gesagt: Alaaf leev Jecke…
bösARTig
November 14, 2011
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich genieße am Hontes ein Gläschen Glühwein, St. Martin reitet vorbei, eigentlich eine schöne Atmosphäre, aber ich höre eine Stimme hinter mir, und die sagt: „Hömmal, Herr Verleger, das war aber uncool“. Mein Glühwein erfriert. Die Stimme gehört Gerd Papenbrock, dem Präsidenten des Honnefer Festkomitees. „Lass doch endlich mal die „Löstigen“ in Ruhe, wir sind doch alle froh, dass wir die haben. Die sind gerade wieder auf einem guten Weg“. Als wenn ich jemals etwas fieses über die „Löstigen“ gesagt haben sollte. Ich doch nicht. Bin doch froh, dass wir die haben. Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Fast zeitgleich behauptet ein anderer Unmensch, ich hätte etwas nicht so besonders schönes über unsere Bürgermeisterin geschrieben. Son Quatsch. Letztens sind wir noch gemeinsam durch die Stadt gefahren. Mittwoch habe ich sie in ihrem Büro besucht. Und das war so schön (siehe Titel, linke Hälfte). Herr Papenbrock, wir siezen uns wieder, hat mir noch etwas diktiert: Am 19. November findet im Kurhaus ab 20 Uhr die Sessionseröffnung statt. Es soll ein phänomenales Programm präsentiert werden, und der Eintritt ist wie immer frei. Bitte? Herr Papenbroch hebt seinen rechten Zeigefinger: „Und diese Veranstaltung ist nur möglich, da sich alle Karnevalsvereine der Stadt kostenlos daran beteiligen. Und weil die Volksbank uns dabei unterstützt“. Leev Jecke, strömen Sie ins Kurhaus, kostümiert oder nicht, janz ejal, Herr Gerdes wird wieder an der Zapfanlage stehen und ich werde Gläser spülen, sollte es dort eine Spülmaschine geben. Zurück zum Alltag, ich glaube, das sagt man so. Ich finde ihn nicht. Ja, wo ist er denn? Hier: „Am 21. November 1811 schied Heinrich von Kleist freiwillig aus dem Leben. Zu seinem Gedenken finden in Berlin und Frankfurt an der Oder zahlreiche Veranstaltungen statt. Auch in Bad Honnef wird an den exzentrischen Dichter erinnert. Der Vortrag des Germanisten Claus Richter mit dem Titel: „Heinrich von Kleist: sein Leben, sein Scheitern“ findet genau am Todestag des Dichters in der Buchhandlung Werber statt. Beginn:19.30 Uhr. Eintritt frei.“ Ich muss hier ein paar Meldungen abarbeiten, weil das Blatt am Mittwoch quasi schon proppenvoll war. „Am 13. November ist Volkstrauertag. An diesem Tag gedenken wir den Kriegstoten und aller anderen Opfer von Krieg und Gewalt. Aus diesem Grund weist die Verwaltung auf den durch das Feiertagsgesetz NRW besonders geschützten Charakter des Volkstrauertages hin. Danach sind insbesondere musikalische und sonstige unterhaltende Darbietungen jeder Art in Gaststätten und in Nebenräumen mit Schankbetrieb von 5 Uhr bis 18 Uhr verboten“. Mein Schankbetrieb ist meine Küche. Darf ich die auch erst nach 18 Uhr betreten? Ich bin übrigens immer noch in der Pubertät. Meine Kosmetikerin hat eben gesagt: „Junge, Junge, soviel Pickelchen blühen eigentlich nur bei 16jährigen“. Na egal. Ich gehe jetzt zur Fußpflege mit anschließender Fußreflexmassage. Das Alter hat auch seine schönen Seiten. In diesem Sinne, machen Sie’s gut, und bleiben sie allzeit löstig…
bösARTig
November 7, 2011
Meine sehr verehrten Damen und Herren, wie Sie dem Leserbrief auf Seite 4 entnehmen können, darf ich zukünftig die Veranstaltungen der KG „Löstige Geselle“ nicht mehr besuchen. Die HWZ wird auch keine Informationen der „Löstigen“ mehr bekommen. Hurra! Ein Fall für den Presserat? Nein, natürlich nicht. Wenn ich wahnsinnig gut drauf bin, dann gehe ich natürlich zu den „Löstigen“, aber wann bin ich schon mal wahnsinnig gut drauf? Da wir Zeitungsgesellen aber immer richtig locker drauf sind, souverän und gönnerhaft, im Gegensatz zu einigen „Löstigen“, lesen Sie auf Seite 5 einen wichtigen Terminhinweis der „Löstigen“. Großzügig, oder? Wieso heißt dieser Verein eigentlich „Löstige Geselle“? Im Vorstand sitzen Hanseaten, die mit „lustig“ traditionell nichts zu tun haben, im Senat sitzt ein Geistlicher, und ein ehemaliger Vorsitzender hat sich überwiegend durch Größenwahn ausgezeichnet. Daran ging der Verein fast kaputt. Lustig ist das alles nicht wirklich. Schaun mer mal, was draus wird. Die aktuelle Vorsitzende scheint auf jeden Fall recht dünnhäutig zu sein. Themawechsel: In den vergangenen Wochen haben wir ein wenig PR für die Wählervereinigung „Bürgerblock“ gemacht. Warum? Politisch gesehen passiert in dieser unseren Stadt momentan herzlich wenig. Privatinitiativen retten was zu retten ist: Schulen, Kindergärten, Vereine. Zum Glück. Der Bürgerblock feiert am kommenden Sonntag im Weinhaus Steinbach sein 50jähriges Bestehen. Hut ab! Wer hätte das vor 50 Jahren gedacht? So wie ich das verstanden habe, heißt das Motto vom Bürgerblock frei übersetzt: Schaffe, Schaffe, Häusle baue. Also erst einmal sparen, dann sanieren und dann expandieren. Gute Idee. Jetzt würde mich natürlich interessieren, ob die anderen Parteien und Wählergemeinschaften auch gewisse Ideen für die Zukunft unserer Stadt haben. Erfreulich ist, dass nicht nur im Bürgerblock, mal abgesehen vom Vorsitzenden, junge Menschen Verantwortung übernehmen wollen. Auch an der Allianz-Spitze sind die Verantwortlichen nicht wirklich alt im wahrsten Sinne des Wortes. Probleme mit der Altersstruktur hat allerdings die SPD. Da sehe ich niemanden, der auf der einen Seite jung genug ist, um die Honnefer Welt zu verändern, und auch niemanden, der eventuell als Bürgermeisterkandidat aufgestellt werden könnte. Dazu passt eine Meldung, die eben auf meinem Bildschirm erscheint: Die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth räumt vorzeitig ihren Posten. Die 67jährige CDU-Politikerin ist drei Mal in direkter Wahl zum Stadtoberhaupt der Finanzmetropole gewählt worden. Roth will nun den Generationswechsel. Generationswechsel, ein wunderbares Wort. Lange Rede kurzer Sinn: Für den Bürgerblock wird Ralf Schaaf erneut ins Bürgermeisterrennen gehen und für die Allianz Sebastian Wolff – denke ich. Fragt sich jetzt nur noch, wann das Rennen beginnt. Wenn Bürgermeisterin Wally Feiden mit ihren 70 Lebensjahren ihre bewundernswerte Kondition beibehält, dann wird das noch drei Jahre dauern. Drei Jahre, in denen hier in der Stadt allerdings nichts mehr passieren wird. Also eine vertane Zeit. Warten wir es ab. Wir sehen uns auf der Martinus-Kirmes in Selhof. Tschüss zusammen…
bösARTig
Oktober 31, 2011
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich weiß nicht mehr so ganz genau, wer es gesagt hat, aber es stimmt: „Wir müssen an einem Strang ziehen, um zu überleben“. Dieser Strang ist wieder einmal Thema in der Stadt. Und der Strang heißt ganz aktuell „Martini-Markt“. Vorab: Stadtfeste sind nicht in Bad Honnef erfunden worden. Jede Stadt, sogar in Bayern, feiert Stadtfeste. Und die dienen nicht nur der Belustigung der Besucher, nein, sie dienen der Umsatzsteigerung. Und die ist lebensnotwendig in der heutigen Zeit. In einer Zeit in der Innenstädte, wie beispielsweise in Linz oder Königswinter, regelrecht verkommen, wenn Sie wissen was ich meine. Wenn ich heute durch Bad Honnef gehe, ich muss das tun, weil es keine Parkplätze für mein Kraftfahrzeug mehr gibt, dann freue ich mich. Warum? Als ich vor gefühlten 100 Jahren, real sind es 11 Jahre, nach Bad Honnef kam, weil ich ganz einfach nichts besseres vorhatte, da hieß es: „Wir müssen etwas gegen den Leerstand unternehmen, die Innenstadt blutet aus“. Heute gibt es quasi keinen Leerstand mehr. Weder in der Hauptstraße, noch in der Bahnhofstraße, noch in der Linzer Straße. Sogar das Arboretum ist wieder komplett besiedelt. Unternehmer kommen nach Bad Honnef, um hier ihre Existenz aufoder auszubauen. Warum? „Wir haben uns vergleichbare Städte angeschaut, Bad Honnef machte den besten Eindruck“, heißt es oft. Darauf können wir alle stolz sein, schließlich wohnen wir hier. Aber: Der Martini-Markt kommt in die Stadt, jährlich der Umsatzbringer Nummer 1, die Kirche stellt sich quer gegen das Allgemeinwohl aller Unternehmer und Bürger, und einige Unternehmer wollen keine Buden mehr vor ihren Schaufenstern sehen. Sie verstehen das Geschäft nicht: Durch die Buden kommen Gäste in die Stadt und damit der Umsatz. Umsatz ist der dickste Strang, an dem wirklich alle ziehen sollten, wenn wir nicht so enden wollen wie Linz oder Königswinter. Die Eröffnung des Honnefer Martini-Marktes wurde live vom WDR übertragen, es ist daher davon auszugehen, das es am kommenden Wochenende zu einem noch nie dagewesenen Verkehrschaos kommen wird, dank der Sperrungen und Baustellen. Aber: Ruhig Blut! Im Sinne der Sache ist das völlig egal. Die paar Tage werden wir überleben. Jetzt fällt mir nichts mehr ein. Ich schaue mal eben…noch 1.000 Buchstaben. Schreiben ist die Hölle, sage ich Ihnen. Wäre ich doch Architekt geworden. Kein Schwein ruft an. Also ein Witz: „Die Jungfrau Maria will mal wieder auf die Erde zurück. Sie wird auch heruntergelassen, aber nur unter der Bedingung, dass sie jeden Abend mit einem iPhone im Himmel anruft. Gesagt, getan. Am ersten Abend ruft die Jungfrau Maria im Himmel an: „Hier ist die Jungfrau Maria. Ich habe mir einen Rock gekauft. Ist das schlimm?“ – „Nein, nein, ist nicht schlimm. Aber melde dich morgen Abend wieder.“ Nächster Abend: „Hier ist die Jungfrau Maria. Ich habe mir einen Lippenstift gekauft. Ist das schlimm?“ – „Nein, nein, ist nicht schlimm.“ Nächster Abend: „Hier ist die Maria. Ist das schlimm?“ Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende auf dem Martini-Markt…
bösARTig
Oktober 24, 2011
Meine sehr verehrten Damen und Herren, im ZDF können wir zur Zeit mitverfolgen, wie Päpste vor 500 Jahren „Sex, Drugs und Alkohol“ erfunden haben, lange bevor wir den Rock ’n Roll kennen lernten. Sehr schön. Bleiben wir bei der Kirche. Sie wissen, dass es schon lange knirscht, zwischen katholischer Kirche und Centrum e.V. in Sachen Nutzungsrechte für den Kirchplatz bei Großveranstaltungen. Dafür will die Kirche nun, wie mehrfach berichtet, Geld auf dem Tisch des Herrn sehen. Centrum e.V. kann und will nicht bezahlen. Also sollte der Kirchplatz beim kommenden Martini Markt leer bleiben. Übrigens: Auch der Wochenmarkt wird ab 2012 nicht mehr auf dem Kirchplatz statt finden. Zwischen Kirche und Centrum e.V. ist die Stadt Bad Honnef als Vermittler eingesprungen, aber da gab es wohl nichts zu vermitteln. Lange Rede kurzer Sinn: Nun freut sich ein Dritter. Die Kirche hat einen Vertrag mit unserem allseits beliebten Kirmesausrichter abgeschlossen, und der darf nun den Kirchplatz während des Martini Marktes mit seinen Ständen (Foto u.)
bestücken. Ich glaube, so etwas nennt man Trittbrettfahrer. Und die Kirmes-Buden werden in dem anheimelnden Ambiente des vorweihnachtlichen Marktes wie Fremdkörper wirken. Aber auch das scheint der Kirche völlig egal zu sein, ebenso wie die Außenwirkung des Festes. Hauptsache die Kohle stimmt. Nun gut, immer noch besser als Krieg, Verfolgung, Unterdrückung, Raubzüge, Zwangsabgaben gegen Sündenerlass, Korruption, Prostitution, sexueller Missbrauch und so weiter und so weiter. Ich weis auch nicht, warum das ZDF, kurz nach dem Papstbesuch, uns diese Botschaften vermittelt. Und dann ist am 1. November auch noch, perfekt passend, Allerheiligen. An diesem Tag gedenken wir aller Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen. Aus diesem Grund weist übrigens die Verwaltung auf den durch das Feiertagsgesetz NRW besonders geschützten Charakter des Festes hin. Bitte ganz leise sein. Keine Musik. Nicht lachen. So, was haben wir noch? Schützenball der St. Sebastianer im Kursaal am Samstagabend. Horrido! Gestern habe ich mit ein paar Recken m.V. die Landesgrenze überquert und das „Sport Eck“ aufgesucht. Geile Kneipe, sag ich Ihnen. Dort gab es frisch gemachte, kross gebratene Frikadellen, Aschenbecher auf allen Tischen im Thekenbereich und fröhliche Menschen, zum Teil auch aus dieser unseren Stadt. Fremd gehen lohnt sich manchmal doch. Heute Abend testen wir nach langer Zeit mal wieder „Charlys Lounge“ auf dem Campus der IUBH. Dort wo vor zehn Jahren das Aalkönigskomitee gegründet wurde. Mehr darüber in der nächsten Woche…



