Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

Kasambya News: Ministerpräsident Rüttgers würdigt das Projekt

Juni 23, 2008

„Das Projekt in Kasambya nimmt langsam Fahrt auf, “ sagt Projektleiter Peter Hurrelmann aus Bad Honnef. „Unser Team ist auf allen Ebenen gleichzeitig aktiv. Im gesundheitlich-/hygienischen Bereich kümmern wir uns derzeit um die Basics wie die Beschaffung von Moskitonetzen und Medikamenten sowie den Bau von Toiletten.

Das Projektteam
v.L. Dr. Ulrich Schmitz, Jens Terboven, Elke Heidt, Katja Hurrelmann, Melanie Eimermacher, Peter Hurrelmann, Gabor Probil, Heinz van den Berg, Father Charles lwanga Mubiru, Ursel Nunner

Im Energiesektor planen wir eine Hybridanlage mit Solarenergie und selbst produziertem Biodiesel aus Jathropa, einer für Mensch und Tier ungenießbaren Pflanze, die nur in der Nähe des Äquators wächst. In Sachen Photovoltaik haben wir mittlerweile einige erfolgreiche Gespräche mit Industriekonzernen geführt, aus denen wir hoffnungsvolle Kooperationen ableiten können. Und auch zum Thema Biodiesel sind wir mit einem Forschungsprojekt an der Uni Mannheim im Gespräch. Weiterhin werden wir in Kürze einige Bewohner aus Kasambya in ein landwirtschaftliches Schulungszentrum ins 200 Kilometer entfernte Masaka schicken, wo sie lernen, qualitative gute Produkte für den einheimischen Markt zu produzieren. Weitere Ausbildungsmöglichkeiten in Ruhiira, einem Milleniumsdorf der Vereinten Nationen in Uganda diskutieren wir derzeit mit der Columbia University in New York, die diese Projekte im Auftrag der UN wissenschaftlich begleitet. Sie sehen, es geht richtig los.“ berichtet Peter Hurrelmann weiter.
In einem Grußwort würdigt Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers den ganzheitlichen Ansatz der „Father Charles Convention“ als ein vorbildliches Beispiel. Er ist überzeugt, dass das Projekt auf beiden Seiten in guten Händen liegt. Weitere Informationen unter http://fachco.de.

Kasambya News: Mobilität - Wozu? - Einschätzungen eines Uganda-Kenners

Juni 11, 2008

Viele der erwachsenen Bewohner haben unser kleines, abgelegenes Kasambya in ihrem Leben noch nie verlassen.

Heinz van den BergWarum ist das so? Fehlt es den Menschen an Neugier zu erfahren, was für eine Welt sich hinter den nächsten Wegbiegungen für sie auftut? Fehlt es ihnen an Mut, Neuland zu betreten? Oder gibt es einfach keine Möglichkeiten der Fortbewegung?

Heinz van den Berg ist in unserem Projekt verantwortlich für den Transport von Personen und Waren und hat sich dazu so seine Gedanken gemacht.

„Ich war vor 4 Jahren in Uganda und kann mir gut vorstellen, dass man lieber zu Hause bleibt als durch knietiefe “Pfützen” auf glitschigen Lehmwegen mühsam voran zu kommen, ohne dass man irgendeinen Nutzen sieht, sich den Strapazen auszusetzen.“ resümiert er.
„Tun wir den Menschen einen Gefallen, indem wir ihnen die Welt eröffnen? Ich meine ja, denn ihr Leben im Busch ist so manchen Gefahren ausgesetzt, die das Leben - vor allem der Kinder - konkret gefährden. Verdorbenes Wasser, Missstände in der Hygiene, Unzureichende medizinische Versorgung und so weiter. Schon ein in den Fuß getretener Dorn wird da zum Problem.

Fehlende InfrastrukturEs fehlt in Kasambya an der einfachsten Infrastruktur:
Ein planierter Weg aus dem Dorf heraus könnte schon helfen bei den häufigen starken Regenfällen die Strecken passierbar zu halten. Wenn wenigstens e i n Moped zur Verfügung stünde, um ein krankes Kind schneller in ein Krankenhaus zu transportieren. Wenn wenigstens e i n Dorfbewohner ein Fahrzeug steuern könnte. Ja, wenn…

Wir gehen das Ziel, Kasambya in 5 Jahren ökonomisch auf eigene Füße zu stellen, systematisch an. Wir werden die Eigenmotivation der Dorfbewohner und die Nachhaltigkeit unserer Maßnahmen obenan zu stellen.

Was die Mobilität anbelangt, suche ich nicht nur nach Fahrzeugen, sondern natürlich auch nach einheimischem Potenzial für den Wegebau, um den Transport von Personen und Material nachhaltig zu gewährleisten. Meine Kontakte aus dem Jahre 2004 werden mir sicherlich dabei helfen.“

Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: Good Hope in Kasambya

Juni 4, 2008

Bad Honnef, morgens gegen 7.30 Uhr
Einem Autokorso gleich quälen sich große und kleine PKW durch die engen Straßen zu Kindergärten und Schulen. Eltern liefern ihre Kinder aus Sorge um deren Sicherheit direkt vor den Toren der jeweiligen Einrichtung ab.

KasambyaKasambya, Uganda
Ganz anders sieht es in dörflichen Gegenden Ugandas aus. Beschwerliche Fußwege von mehr als 5 km Länge ohne die Begleitung Erwachsener sind dort auch für vier- und fünfjährige Kinder an der Tagesordnung, wenn sie eine Vorschule oder eine Schule besuchen wollen.

Diesen unerträglichen Zustand  nahmen Henry Ssenkaatuuka und Moses Mupanda zum Anlass, mit der Unterstützung von Isaac Kisumbo die „Good Hope Infants School“ zu gründen. Diese Schule liegt im Bezirk Kasambya – Mityana. Sie wurde 2003 gegründet, u.a.  mit der Intention, einen annehmbaren Schulweg zu ermöglichen, die Qualität der Schulbildung deutlich zu verbessern und  neue Arbeitsplätze in der Nähe zu schaffen

Was als kleines Projekt mit 37 Kindern begann, ist mittlerweile eine stattliche Schule mit insgesamt 220 Schülerinnen und Schülern, die eine Vorschule und eine Schule bis Klasse 7 beinhaltet.

Ursel Nunner„Unterstützt wird dieses Vorhaben auch durch das unermüdliche Engagement der Eltern. Viele Schwachstellen behindern den Schulablauf, wie z. B. der schlechte Zustand der Gebäude, das Fehlen einer direkten Wasserversorgung, die aufgrund der großen Armut oft stockenden Elternbeiträge, wodurch Schulmaterial und andere Notwendigkeiten nicht im notwendigen Umfang angeschafft werden können.“, sagt Ursel Nunner, als Lehrerin verantwortlich für die Schulbildung im Projektteam in Bad Honnef.
Trotz dieser Einschränkungen und Missstände haben es die Gründer dieser Schule geschafft, eine Schulspeisung für die Kinder zu gewährleisten, und sie setzen sich weitere ehrgeizige Ziele.
So plant man natürlich eine Gebäudesanierung, eine direkte Wasserversorgung und ein Internat für solche Kinder, die die „Good Hope Infants School“  besuchen möchten, aber weiter entfernt wohnen. Ebenso arbeiten die Lehrerinnen und Lehrer an der stetigen Verbesserung des Bildungsstandards im Dorf, um den Kindern den Einstieg in weiterführende Schulen in benachbarten Städten zu ermöglichen. Nur durch eine nicht abreißende Kette von gründlicher Schulbildung und anschließender Berufsausbildung ist die Chance gegeben, eine Arbeitsstelle zu finden und so der Armut zu entrinnen.

Die „Father Charles Convention“ hat auch hier im Rahmen ihrer Hilfe zur Selbsthilfe erste Maßnahmen zur Unterstützung eingeleitet und dafür gesorgt, dass marode Schulbänke erneuert werden. Weitere Schritte zur Verbesserung der Qualität werden folgen. Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: 3. Juni – Kasambya gedenkt der Märtyrer

Mai 29, 2008

Der 3. Juni ist in Uganda ein nationaler Feiertag, der für katholische und auch evangelische Christen eine besondere Bedeutung hat. Es ist der Martyr’s Day, ein gesetzlicher Feiertag, an dem ein großer Gottesdienst in Namugongo stattfindet. Namugongo liegt etwa zehn km nordöstlich der Hauptstadt Kampala. Es ist der bedeutendste Pilgerort von ganz Ostafrika - 1886 wurden hier auf Geheiß des damals regierenden Kabaka Mwanga (Kabaka = König) von Buganda, mehr als zwanzig ugandische Christen hingerichtet. Die Vorgeschichte klingt wie ein grausames Märchen, ist aber traurige Wirklichkeit.

1877 erreichten die ersten Missionare der anglikanischen „Church Missionary Society“ Uganda; 1879 folgten mit den Weißen Vätern die ersten katholischen Missionare, die König Mutesa zunächst wohlwollend willkommen hieß. Als König Mutesa, der die Missionare unterstützt hatte, starb, wurde der junge König Mwanga sein Nachfolger. Er war dem christlichen Glauben anfangs zugetan, seine Beamten und Ratgeber aber lehnten das Christentum als eine Fremdreligion ab und hielten die europäischen Missionare für Spione. König Mwanga hörte auf sie; das erste katholische Opfer wurde am 15. November 1885 der 25 Jahre alte Page Yozefu Mukasa Balikuddembe, der den 18-jährigen König ob seines ausschweifenden Lebensstils, seiner Avancen gegenüber den männlichen Pagen und des Märtyrertodes des anglikanischen Bischofs James Hannington kritisierte.

Den Zorn des Königs erregte dann der 17-jährige Page Denis Ssebuggwawo. Auf einer Jagd fragte ihn der König, ob es stimme, dass er anderen Jugendlichen Religionsunterricht erteile. Als Denis dies eingestand, bohrte der König ihm eine Lanze durch den Hals. Der Junge lag dann die ganze Nacht hindurch in seinem Blute, bis er am nächsten Morgen, dem 26. Mai 1886, enthauptet wurde. Mit ihm starben die christlichen Pagen Andrea Kaggwa und Ponsiano Ngondwe. Am Abend dieses Tages erklärte König Mwanga öffentlich, er wolle alle, die „beten“, töten lassen. Als Karl Lwanga, der Anführer der königlichen Pagen, vom Entschluss seines Königs hörte, versammelte er seine Kameraden zu einem langen Nachtgebet, um sie auf die bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten. Vier Jungen, die noch im Glauben unterwiesen wurden, empfingen in aller Eile die Taufe. Am nächsten Morgen berief der König eine Gerichtssitzung ein. Der König erklärte: Diejenigen von Euch, die nicht beten, sollen an meiner Seite bleiben; die anderen sollen sich gegenüber an der Schilfwand aufstellen“. Karl Lwanga schritt als erster zur Wand, 15 andere folgten ihm nach. Sie bekannten sich zu ihrem Glauben und wurden ins Gefängnis abgeführt. Zwei der Pagen wurden in den folgenden Tagen den einheimischen Göttern geopfert: Athanasius Bazzekuketta wurde am 27. Mai in Nakivubo in Stücke geschnitten, ebenso erging es an diesem Tag Matthias Kalemba; mit ihnen starben zwei Anglikaner.

Die Übriggebliebenen brachte man nach Namugongo. Dort wurden sie am 3. Juni in große Strohbündel eingebunden, auf einen hohen Scheiterhaufen gelegt und verbrannt. So starben mit Karl Lwanga 13 weitere katholische Pagen, der jüngste von ihnen war erst 13 Jahre alt, dazu 13 anglikanische Angehörige des Königshofes.

König Mwanga wollte die Christen aus seinem Reich vertreiben, erreichte aber das Gegenteil. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten erblüht das Christentum in Uganda zu einer der stärksten afrikanischen Ortskirchen. Namugongo, die Hinrichtungsstätte des damaligen Königreiches Buganda, wird zu einem viel besuchten Pilgerort und zur Gedenkstätte der ugandischen Märtyrer. Diese werden 1920 von Papst Benedikt XI. selig und 1964 während des Zweiten Vatikanischen Konzils unter der Aufmerksamkeit der Weltkirche von Papst Paul VI. heilig gesprochen. Gedenktag und großer Feiertag für die katholische Kirche in Uganda ist der 3. Juni. Karl Lwanga ist der Patron der Jugend Afrikas.

Heute pilgern an diesem Tag Christen, Katholiken wie Protestanten, aus Tansania, Kenia, Uganda, Sudan, Ruanda, etc. zu der heiligen Stätte, wo die Überreste der Märtyrer in einem zeltförmigen Stahlschrein aufbewahrt werden. Dabei machen sie sich teilweise schon Wochen vorher auf den Weg, weil viele der Gläubigen die Strecke zu Fuß zurücklegen wollen. Ein aktuelles Beispiel: Eine 60köpfige kenianische Pilgergruppe ist derzeit auf dem Weg nach Namugongo. Sie haben sich am 3. Mai von der Pfarrei Mwala in Machakos, Ostkenia auf den 600 Kilometer langen Weg gemacht und werden am Sonntag in Namugongo erwartet. Auch aus Kasambya und Umgebung pilgern jährlich einige Menschen in das etwa 150 Kilometer entfernte Namugongo, nicht alle zu Fuß, häufig wird über die Gemeinde eine Fahrgelegenheit organisiert. In diesem Jahr rechnet man in Namugongo mit etwa 800.000 Pilgern.
Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: AIDS ist nicht das große Problem

Mai 23, 2008

„Die häufigste Krankheiten in Uganda sind die, welche am leichtesten zu vermeiden wären, nämlich Malaria, Durchfall, Wurmbefall, Erkrankungen der Luftwege, und besonders Pilzerkranklungen der Haut. Gelegentlich kommen auch Schlangenbisse vor.“ sagt Dr. Ulrich Schmitz, Teilprojektleiter für Gesundheit und Hygiene im Team.

D. Ulrich SchmitzNatürlich gibt es auch Krankheiten wie bei uns, wie zum Beispiel Asthma, oder Bluterkrankungen, wie Sichelzellanämie. Auch sind Unfälle und Verletzungen die Ursache schwerer Erkrankungen. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung insgesamt liegt bei nur ca. 50 Jahren. Zum Vergleich werden Frauen in Deutschland durchschnittlich 80 und Männer 74 Jahre alt. Hauptgrund ist die hohe Kindersterblichkeit in Uganda. Durchschnittlich 13 Kinder von 100 werden keine 5 Jahre alt. Davon sterben ungefähr 7 schon im ersten Lebensjahr; meist kurz nach der Geburt.

Die Ursachen für die hohe Kindersterblichkeit liegen in der schlechten Versorgung von Schwangeren und Gebärenden. Einerseits hat das viel mit den langen Wegen zu tun, die Menschen zurücklegen müssen, um Hilfe zu holen. Andererseits stirbt aber auch nahezu jede zweihundertste Frau bei der Geburt, da die meisten zuhause entbinden und dabei ohne professionelle Hilfe verbluten.

Aids ist nicht mehr, wie allgemein angenommen wird, eine der häufigsten Krankheiten. Lange hat sich auch in Uganda alles um die Eindämmung der Aids-Pandemie konzentriert. Daher gibt es inzwischen gute Fortschritte und die Anzahl der Erkrankungen ist rückläufig. Da Malaria und andere Krankheiten vernachlässigt wurden, ist diese immer auch noch Haupttodesursache. Dabei ist diese Erkrankung durch Vorsorge und zwar Moskitonetze, die mit einem Pestizid imprägniert sind, gut vermeidbar. Weitere häufige Todesursachen liegen bei Durchfallerkrankungen und Lungenentzündung. Nachts, besonders in der Regenzeit, ist es auch in Uganda kalt und oft fehlen Decken, und die Häuser sind auch nicht dicht.
Und auch hier zeigt sich wieder, wie man mit Wissen und ganz einfachen Mitteln Menschenleben retten kann.

An erster Stelle werden wir Dorfgesundheitshelfer ausbilden, deren Aufgabe insbesondere in der Vermeidung von Krankheiten liegt. Die Verhinderung von Erkrankungen durch Bau von Latrinen, Beratung über Nutzung von Moskitonetzen, sauberes Wasser durch Kontrolle des Wassers in den Zisternen und Hilfe in der Primärtherapie bei Verdacht auf Malaria sehen wir als deren Hauptaufgabe. Dafür müssen Basismedikamente im Dorf vorrätig sein. Oftmals warten die Eltern zu lange mit der Behandlung der Kinder, da diese ja mit Weg und Kosten verbunden sind. Kleine Kinder geraten dabei schnell in eine Anämie oder die Malariaerreger verursachen eine Gehirnmalaria. Beides endet oftmals tödlich.

Auch werden wir für ausreichend Moskitonetze sorgen, insbesondere für Schwangere und Familien mit Kindern. Ebenso sollen ehrenamtliche traditionelle Hebammen geschult werden, um Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt zu vermeiden. Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: Nachhaltiger Strom für Kasambya!

Mai 12, 2008

„Im Durchschnitt verbraucht jeder von uns zehnmal so viel Strom, wie ein Mensch in Uganda.“ sagt Gabor Pribil, Teilprojektleiter für Energie in unserem Projekt. Strom, der fürs Heizen und Kühlen, Beleuchtung, Kochen, Waschen und Trocknen, Fernsehen und Computer für unser modernes Leben unerlässlich ist.

Gabor PribilStrom, der in Europa im Wesentlichen in Atomkraftwerken, Kohlekraftwerken, Gasturbinen, Windkraftwerke und Photovoltaikanlagen erzeugt wird. Wir haben gelernt, großzügig mit Energie umzugehen. Und ohne Strom würde unsere Wirtschaft und unser privates Leben sofort zusammenbrechen. In Kasambya leben die Menschen ohne Strom. Um jedoch einen gewissen wirtschaftlichen Fortschritt zu erreichen, ist Strom jedoch eine notwendige Grundvorraussetzung. Um für Kasambya eine passende Energieversorgung zu finden steht auch hier am Anfang die gründliche Analyse. Foto: Gabor Pribil

Die erste Frage lautet, wofür brauchen die Dorfbewohner Energie? Klar, dass die Konservierung von Lebensmitteln eine ganz wichtige Funktion einnimmt. Um den Tag zu verlängern, ist auch Beleuchtung wichtig. Werkstätten können ebenfalls nur mit Hilfe von elektrischen Maschinen produzieren. Die Menge jetzt und in Zukunft muss ermittelt werden, um die größe einer Anlage zur Stromerzeugung planen zu können. Es gibt viele Wege, Strom zu erzeugen. Wir haben uns Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben und werden uns auch bei der Stromversorgung an diesen Grundsatz halten. Mögliche nachhaltige Energieerzeuger können die Sonne, der Wind, das Wasser, Biomasse sowie Bewegung sein.

Weitere Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die Höhe der Bäume für den eventuellen Einsatz von Windkraft-, oder Solaranlagen. Gibt es in Uganda Lieferanten, und wie sind die derzeitigen Preise?
Um Nachhaltig zu arbeiten, müssen natürlich auch Spezialisten zur Wartung und Reparatur der Anlagen ausgebildet werden. „Die Herausforderungen sind in jder Hinsicht so ganz anders als bei uns. Ein spannendes Projekt, bei dem wir alle eine Menge lernen werden.“ freut sich Gabor Pribil. Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: … von der Außenwelt abgeschnitten

Mai 2, 2008

Statistisch gehört heute jedem Deutschen ob zu Hause oder unterwegs im Auto ein Radio und man kann sich tagsüber zu jeder Zeit aktuell über die Ereignisse in der Welt informieren. In Uganda haben nur wenige Menschen Zugriff auf Radioinformationen, obwohl es mehr als 100 Radiostationen gibt. Ganz besonders auf dem Land sind die Menschen durch die fehlende Energie ganz von der Außenwelt abgeschnitten.

Radio mit DynamoDie FCC hat etwas dagegen unternommen. Vor einigen Wochen haben wir zwei große Pakete mit Radios nach Kasambya auf die Reise geschickt. Nach endlosen Diskussionen mit dem Zoll in Kampala wurden sie nun freigegeben und konnten in Kasambya verteilt werden. In einer feierlichen Übergabezeremonie wurden sie an die Familien ausgehändigt. Es handelt sich bei den Geräten jedoch nicht um normale Radios. Das Besondere daran ist die Ausstattung mit einem Dynamo, der mit einer Kurbel gedreht werden kann. Ein eingebauter Akku wird mit Hilfe des Dynamos aufgeladen. 30 Sekunden kurbeln erzeugt 30 Minuten Radiogenuss.

Warum Radios?
Im Rahmen unserer Recherchen haben wir festgestellt, dass selbst viele Erwachsene Kasambya noch nie verlassen haben. Im Rahmen unserer Motivationsaktivitäten sind die Radios für viele Bewohner ein erster Kommunikationskanal nach draußen. Sie werden die Neugier der Menschen auf das was außerhalb Kasambyas geschieht wecken.

Kasambya News: T-Mobile spendet 2 Mobiltelefone für das Projekt

April 24, 2008

In Afrika ist Mobiltelefonie ein riesiger Wachstumsmarkt. Hier wurde nicht in Festnetze investiert, sondern gleich in den Mobilfunk.

T-Mobile spendet 2 Mobiltelefone für das Projekt Für viele Menschen in der nördlichen Hemisphäre ist ein Handy oft nicht mehr als ein Spielzeug, mit dem man zusätzlich noch fotografieren, Klingeltöne herunterladen oder SMS-Botschaften verschicken kann. Das sieht in Afrika völlig anders aus. Ein Handy hat dort eine ganz andere Bedeutung und einen anderen Nutzen.

Kommunikation mit dem Handy dient einerseits zur Verbesserung der persönlichen Lebensbedingungen, und sorgt gleichzeitig auch für positive wirtschaftliche Effekte. Kleine Gewerbetreibende wie zum Beispiel Händler, könnten sich auf diese Weise ein Einkommen verschaffen. Tausende von kleinen Gewerbetreibenden können auf diese Weise, durch den Verkauf von Prepaid-Karten zum Beispiel, oder durch die Vermietung von Handys Geld verdienen.

Zwar kann sich in Afrika kaum jemand ein eigenes Handy leisten - aber ein paar Gespräche im Monat kann fast jeder bezahlen. Mobil telefonieren dient dem kleinen Geschäft. Waren werden bestellt, Preise auf den umliegenden Märkten erfragt, Termine vereinbart. Das Handy hilft im Notfall, um beispielsweise einen Arzt zu rufen oder das nächste Krankenhaus zu verständigen. Die Handyvermietung, der Verkauf von Telefonkarten und -zubehör soll bereits tausende neuer Arbeitsplätzen geschaffen, und damit Beschäftigung und Einkommen gesichert haben.

Damit wir mit unseren Projektmitarbeitern vor Ort in Kürze permanent Verbindung halten können, hat uns die T-Mobile freundlicherweise 2 Mobiltelefone gespendet. Mit den Telefonen kann man aber nicht nur telefonieren, sondern sie machen über ein eingebautes Modem sogar das Laptop internetfähig.
So ist gewährleistet, dass wir mit den Projektverantwortlichen vor Ort schneller kommunizieren können.
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Kasambya News: Internet wird zur Schlüsseltechnologie in Kasambya

April 18, 2008

Claudia Schwab übergibt Steffen Klinzmann (l.) und Peter Hurrelmann den Scheck.
Claudia Schwab übergibt Steffen Klinzmann (l.) und Peter Hurrelmann den Scheck.

PROJEKT: Father Charles Convention

Die Erarbeitung und der Austausch von Wissen sind die Basis unseres Wohlstandes. In einer stürmischen
Revolution haben wir uns in den letzten 30 Jahren von einer industriellen Gesellschaft zur Informationsgesellschaft weiterentwickelt. Das Internet spielt dabei die entscheidende Rolle und ist zur Unterstützung unserer Bildung, der Informationsbeschaffung und dem Austausch von Informationen nicht mehr wegzudenken. Es ist die Grundlage für unser florierendes Wirtschaftssystem.

Aus den gleichen Gründen ist das Internet für die ökonomische Unabhängigkeit Kasambyas zwingend erforderlich. Der Anschluss Kasambyas an das World-Wide-Web ist in drei Phasen geplant. Zunächst werden die Projektmitarbeiter vor Ort mit Notebooks und Anschlüssen versorgt, um einen reibungslosen
und schnellen Projektablauf zu gewährleisten. Zur nachhaltigen Wissenssicherung sollen in einem zweiten Schritt die Kinder des Dorfes an ihrer Schule mit dieser Technologie fit gemacht werden. In einer dritten Phase soll die Produktion und der Handel mit Waren durchs Internet unterstützt werden. Im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung hat die Deutsche Telekom AG hier ihre Unterstützung zugesichert.

Mit einer großzügigen Spende von 3.000 Euro, die letzte Woche von der Leiterin für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung der Deutschen Telekom AG, Claudia Schwab an das Team der Father Charles Convention übergeben wurde, soll das Projektmanagement vor Ort mit Notebooks und Anschlüssen versorgt werden. Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: “Volkszählung” in Kasambya

April 17, 2008

Kinder aus Kasambya

Um ein komplexes Projekt wie unseres umzusetzen, braucht man natürlich erst einmal jede Menge Informationen. Wie viele Kinder gibt es genau und wie alt sind sie? Besuchen sie die Schule und welche Leistungen erbringen sie dort? Welche Fähigkeiten haben die Erwachsenen? Wer kann lesen, schreiben und rechnen und eventuell Englisch sprechen? Wer wohnt wo und welche Krankheiten haben die Menschen?

Fragen über Fragen, die wir zur Zeit mit einem Zensus erheben. Eine „Volkszählung“, die die Daten für die Umsetzung unserer Ziele erhebt. Angefangen von grundsätzlichen Informationen wie Name und Geburtsdatum wird alles erhoben, was für die Bearbeitung der Teilprojekte notwendig ist.

Der Bereich Gesundheit/Hygiene muss für die Vorbeugung von Krankheiten wissen, wer welche Impfungen hat und auch die hygienischen Maßnahmen interessieren hier sehr.  Aber auch zur Genesung benötigen wir Informationen über die Krankheiten der Menschen. Natürlich können und wollen wir kein Krankenhaus bauen, aber man kann mit kleinen medizinischen oder zum Teil auch nur organisatorischen Maßnahmen den Gesundheitszustand der Menschen in Kasambya deutlich verbessern.

Im Bereich Kinderbildung werden Daten über die Anzahl der Kinder in den einzelnen Klassen benötigt. Kinder können eventuell nicht zur Schule gehen, weil ihre Eltern ihnen keine Schuluniform kaufen können. Der Ausbildungsstand der Lehrer ist ebenso wichtig, wie die Ausstattung der Schule mit verschiedenen Einrichtungen und Material. Auch die beruflichen Interessen der Erwachsenen sind wichtig, um hier nach den Befähigungen der Menschen entsprechende Berufe auszuwählen, die sie erlernen können.
Wie setzen sich die Familien zusammen? Um zu wissen, in welchem Haus wie viele Menschen in einer Familie zusammenwohnen, wurden von uns zunächst Hausnummern verteilt. Diese Daten sind wichtig, um zum Beispiel die Versorgung mit Energie planen zu können.

Der Zensus wird in wenigen Tagen starten und uns in einigen Wochen erste Ergebnisse liefern. Wir sind gespannt. Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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