Jeden Samstag und Sonntag Frühstück im Chimära in der Bonner Altstadt

Kasambya News: Uwe Beydemüller berichtet aus Uganda

April 11, 2008

Manchmal ist die Welt ein Dorf. Diese Erfahrung haben sicherlich viele bereits selbst häufig gemacht. Im Falle unseres Projektes ist nachfolgende Begebenheit eine der interessanten Zufälle, wie sie nur das Leben schreiben kann. Im Zuge unserer Recherchen über die Möglichkeiten der Telekommunikation stießen wir auf einen Mitarbeiter von Uganda Telekom: Er ist Deutscher und er kommt aus Bad Honnef!

Uwe BeydemüllerUwe Beydemüller lebt seit sechs Jahren in Kampala, seine Frau Lydia ist Uganderin und seit einigen Monaten sind sie stolze Eltern eines Sohnes, Kian. Als sie über Weihnachten ihre Familie in Bad Honnef besuchten, hatten auch wir die Gelegenheit, Uwe und Lydia Beydemüller persönlich kennenzulernen. Mittlerweile kommunizieren wir nicht mehr nur über Telekommunikation, sondern Uwe Beydemüller leistet uns auch ganz praktische Hilfe, so hat er beispielsweise die Zollformalitäten geregelt, die für die Einfuhr der Radios nötig waren.

Die ugandische Bürokratie ist mindestens ebenso penibel wie die deutsche, aber zudem auch sehr abhängig von dem “Goodwill” des Zollbeamten. Und hier hat Uwe Beydemüller durch seine Präsenz vor Ort die Dinge rasch regeln können. Dieser Kontakt ist also nicht nur ein wunderbarer Zufall, sondern ein großer Glücksfall für uns obendrein.

Für unsere Kolumne haben wir ihn gebeten, uns die aktuelle politische Situation in Uganda aus seiner Sicht zu schildern.

“Ich habe Anfang des Jahres, kurz nach den Wahlen in Kenia, über die Zustände in Uganda berichtet. Seinerzeit wurde das Leben der Menschen in Kampala und natuerlich auch in Kasambya wesentlich beeinträchtigt. Der interessierte Leser wird mitbekommen haben, dass sich die Lage in Kenya nach den Verhandlungen zwischen den Parteien etwas entspannt hatte. Dies hat sich auch positiv auf das tägliche Leben in Uganda ausgewirkt. Die Preise für Benzin und andere Importgüter aus Kenia haben sich stabilisiert - das Leben wird wieder etwas einfacher. Leider gab es gerade in den letzten Tagen erneut Meldungen ueber Ausschreitungen in Nairobi und Umgebung. Es ist zu befürchten, dass diese Meldungen auch weiter unser tägliches Leben begleiten werden - zuviel Spannung liegt in dem zugrundeliegenden Konflikt.

Mit einer Eskalierung, wie direkt nach den Wahlen gesehen, rechnet jedoch niemand ernsthaft. Somit erregt in Uganda selber eher Innenpolitisches die Aufmerksamkeit der Mitmenschen. Da waere zum einen die gerade heute ausgebrochenen Unruhen in der Hauptstadt Uganda’s bei dem es zu Kaempfen zwischen den ansässigen “Boda” sowie Taxi-Fahrern und der hiesigen Polizei gekommen ist. Boda’s werden die Mopeds genannt die von halsbrecherische Fahrern auf kleinstem Raum zwischen den Blechlawinen auf Kampala’s Strassen steuern.

Die Taxis sind hoffnungslos ueberfüllt und die Fahrer halten sich an keinerlei Regeln. Täglich kommen so mehrere Menschen auf den Strassen ums Leben. Man muss nicht betonen das keines dieser Gefährte bei einem Deutschen TÜV auch nur ansatzweise eine Plakette erhalten wuerde. Die ugandische Regierung hat nun beschlossen diesem Wahn ein Ende zu bereiten und offensichtlich zu sehr fahruntüchtige Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen. Natürlich entzieht man damit tausenden von “Kleinunternehmern” die Grundlage des Lebens und dies hat heute in der Innenstadt zu zahlreichen Eskalationen zwischen Polizei und Boda/Taxi-Fahrern geführt bei denen auch Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Tausende Menschen stehen auf den Strassen ohne Transport und geraten zwischen die Fronten. Auch ich bin zwischen die Gruppen geraten, habe jedoch mit etwas Glück einen Weg unbeschadet aus der Menge gefunden.

Auch beschäftigt der Friedensvertrag mit der Rebellengruppe LRA (Lord’s Resistance Army), angeführt durch Joseph Kony, gerade dieser Tage viele Menschen in Uganda. Joseph Kony ist der Anführer der sogenannten Lord’s Resistance Army (LRA), einer Gruppe von Guerillakämpfer die sich dafür verantwortlich zeigt mit äusserst blutigen und brutalen Mittel eine theokratische Regierung basierend auf der Christlichen Bibel und den 10 Geboten in Uganda zu etablieren.

Die LRA hat in Uganda durch ihre unbeschreibliche Brutalität eine über die Grenzen erschreckende Reputation erlangt. Seit 1987 wurden überwiegend im Norden des Landes, dem Gebiet der Acholie, ueber 20.000 Kinder entführt und als Kind-Soldaten missbraucht. Die gesamte Historie der traurigen Geschichte würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Was die Menschen dieser Tage jedoch bewegt ist die Tatsache das Joseph Kony, dem übermenschliche Kraefte und Unsterblichkeit nachgesagt werden, im Juli 2006 in Friedensverhandlungen getreten ist, die dieser Tage in der Unterzeichnung eines Friedensvertrages resultieren sollten. Gerade heute ist den Zeitungen zu entnehmen das Kony erneut die Unterzeichnung des Vertrages verschoben hat. Ein makaberes Spiel geht weiter in dem Regierungen mit einem der brutalsten Massenmoerder der Neugeschichte in Uganda verhandeln und unglaubliche Zugeständnisse bis hin zur vollkommenen Straffreiheit in Erwägung ziehen. Eine Tatsache die nicht nur den Acholie-Menschen unbegreiflich scheint.

Ich selber bin des öfteren beruflich und privat im Acholie-Land unterwegs. Meine Partnerin ist Acholie und somit ist ein Teil meiner Familie selbst betroffen. Noch heute ist die Angst und das Grauen in die Gesichter der dort lebenden Menschen gezeichnet. Noch heute fürchten die Menschen ihre Kinder auf den Strassen in und um Gulu unbeaufsichtigt spielen zu lassen. Noch heute sieht und riecht man förmlich das Blut der Menschen an den Lehmhütten in dieser Region. Jeder im Acholi-Land hat unglaubliche Geschichten zu erzählen.

Wen die gesamte Geschichte mit den Hintergründen interessiert, dem sei die Interpretation eines canadischen Teams empfohlen, die die letzten 20 Jahre in einer Dokumentation mit dem Namen “Uganda Rising” zusammenfasst. Die DVD kann ueber die Webpage http://www.ugandarising.com bestellt werden - eine Lieferung nach Deutschland ist problemlos. Es sei jedoch eine Warnung ausgesprochen: Die Dokumentation enthaelt Interviews mit betroffenen und zeigt Bilder der unglaublichen Gewalt mit denen die Rebellen ueber 20 Jahre die Menschen im Norden Ugandas terrorisiert haben. Ich habe die Dokumentation zusammen mit meiner Partnerin angesehen. Sie ist wie gesagt Acholie und hat selber einen geliebten Bruder auf brutalste Weise verloren.

Die graphische Aufbereitung der sehr ergreifenden Geschichte der armen Acholie geht einem sehr zu Herzen und hat zumindest in unserem Wohnzimmer mehr als nur eine Träne fliessen lassen.” Uwe Beydemüller

Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: Hilfe zur Selbsthilfe mit größter Offenheit

April 4, 2008

Die „Father Charles Convention“, ist ein Bad Honnefer Verein, der ein kleines Dorf in Uganda in den nächsten fünf Jahren in die wirtschaftliche Selbständigkeit führen will. Und um dieses Ziel zu erreichen,
hat er sich innerhalb eines unternehmerischen Ansatzes vier weitere strategische Ziele auferlegt.

Das oberste Ziel heißt finanzielle Transparenz. Aber auch absolute Nachhaltigkeit, Vernetzung und professionelles Projektmanagement gehören ebenfalls dazu. Spendengelder werden deshalb vor allem dort
investiert, wo sie den Menschen in dem afrikanischen Dorf wirtschaftlichen Nutzen stiftet. Hilfe zur Selbsthilfe ist dabei die beste Konzeption.

Friedhelm und Erika Ost (r.) überreichen Peter Hurrelmann (l.) und Elke Heidt (2.v.l.) von der Father Charles Convention einen Scheck über 1.000 Euro
Friedhelm und Erika Ost (r.) überreichen Peter Hurrelmann (l.) und Elke Heidt (2.v.l.) von der Father Charles Convention einen Scheck über 1.000 Euro.

„Ein unternehmerischer Ansatz und strikte nachhaltige Ziele sind die wichtigsten Merkmale eines erfolgreichen Entwicklungshilfeprojekts.“ sagt der Bad Honnefer Bürger Friedhelm Ost, früherer Sprecher der Bundesregierung und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des deutschen Bundestages.
Seine Familie und er sind von dem professionellen Ansatz sofort überzeugt und spendeten spontan 1000 Euro. Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: „KIDS 4 KIDS“ – Ein ganz besonderes Projekt

April 2, 2008

KIDS 4 KIDS

Kinder der Offenen Ganztagsschule Am Reichenberg sammeln für Kinder in Kasambya

In der offenen Ganztagsschule der Gemeinschaftsgrundschule Am Reichenberg ist es fast nie langweilig. Und sollte es doch einmal so sein, dann führt diese Langeweile schnell dazu, dass man spontan neue Ideen bekommt. Und so begannen einige Kinder aus Wolle Bänder zu flechten. Nachdem sie sich selbst ausreichend damit ausgestattet hatten, kamen sie auf die Idee, diese Bändchen an Eltern und andere Interessierte zu verkaufen. Bei einem Preis von 0,10 € pro Stück waren sie der Renner unter Eltern und Geschwistern.

KIDS 4 KIDS - Die HeldenDas stellte die Kinder allerdings vor ein Problem: Was sollten sie mit den unerwarteten Einnahmen machen? Selbst behalten kam nicht in Frage. Ziemlich schnell stand daher fest: „Wir sammeln für die Kinder in Kasambya.“ Schließlich kannten sie bereits einen echten Kasambyaner: Father Charles Mubiru war bereits mehrere Male zu Gast in der Schule gewesen und stets hatten die Jungen und Mädchen begeistert seinen Ausführungen über das Leben in seiner Heimat gelauscht. Sie wussten also schon, dass die Kinder in dem kleinen Dorf in Uganda ein völlig anderes Leben führten, und dass deren Probleme viel existenzieller waren als ihre eigenen. Nun war der Eifer noch größer, es wurde Band um Band geknüpft und das Sortiment wurde um Wollpuschel und andere Dinge erweitert.

Der Tatendrang und das Interesse der Kinder inspirierte die Praktikantin Alice Sader, ein kleines Projekt auf die Beine zu stellen. Sie half den Kindern, Informationen über das Leben ihrer Altersgenossen in Kasambya zusammenzutragen. Ein großes Plakat im Eingangsbereich, dass jedem Besucher der OGS sofort ins Auge fiel, informierte über das Projekt „Kids 4 Kids“. Zum Abschluss der Aktion vor den Osterferien übergaben die Kinder voller Stolz das gesammelte Geld an die Vorsitzende der Father-Charles-Convention, Melanie Eimermacher. Die zeigte sich sehr beeindruckt, wie aus einer scheinbar kleinen Aktion ein sinnvolles Projekt wachsen kann und vor allem, dass es die OGS-Kinder selbst waren, die die Initiative ergriffen hatten, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und dabei noch Gutes zu tun. Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: Neue Teamspezialisten - Das Projektteam ist fast komplett

März 26, 2008

Projekte haben so ihre Eigenheiten. Wenn`s ganz professionell gehen soll, werden die Aufgaben auf viele Schultern verteilt und jeder ist für einen Teilbereich verantwortlich. Er sollte sich für das Thema interessieren und bei jeder ehrenamtlichen Aufgabe, wie unserer, auch ein gewisses Herzblut mitbringen.
Um unser relativ komplexes Projekt umsetzen zu können, waren also noch weitere Spezialisten gefragt.  Es ist uns gelungen, auf unserem Kickoff am 14. Januar weitere  vier interessierte Besucher für die Teilprojekte Gesundheit/Hygiene, Energie, Schulbildung und Mobilität zu gewinnen. Damit sind fast alle wesentlichen Schlüsselfunktionen besetzt.

Neue TeamspezialistenUrsel Nunner ist Lehrerin und damit prädestiniert, die Schulbildung der Kinder weiter zu optimieren. Dr. Ulrich Schmitz, ehemaliger Arzt in Bad Honnef, wird die gesundheitlichen Aspekte und die hygienischen Verhältnisse in Kasambya untersuchen und verbessern. Gabor Pribil aus Stankt Augustin ist Inhaber einer Firma für Photovoltaiktechnologie. Er ist für die Bereitstellung nachhaltiger Energie verantwortlich. Heinz van den Berg hat bereits in eigener Initiative eine Autowerkstatt in Uganda aufgebaut und bringt damit die Erfahrungen für das Thema Mobilität mit ins Projekt.

Die weiteren Teammitglieder

Sie verstärken das bereits vorhandene Team. Melanie Eimermacher als Vereinsvorsitzende. Sie kümmert sich um die Einnahmen und zusätzlich um die Bildung der Erwachsenen.  Peter Hurrelmann als Projektleiter ist dafür verantwortlich, dass alles koordiniert abläuft und macht die Projektkommunikation. Elke Heidt verwaltet die Einnahmen und Ausgaben und Katja Hurrelmann leitet die Einkaufs- und Logistikaufgaben. Steffen Klinzmann steht für IT und Telekommunikation. Jens Terboven ist unser Jurist. Nur das Teilprojekt „Landwirtschaft“ ist noch unbestzt. Wer Interesse an der Mitarbeit in dieser Fakultät hat, kann sich unter unserer Homepage melden.

Father CharlesNicht zu vergessen sind natürlich Father Charles Lwanga Mubiru, der uns immer wieder mit Basiswissen aus seinem Dorf versorgt, sowie Father John-Paul Lljumba, der z.Z. die ersten Dinge in Kasambya regelt.
Und dann ist da noch Uwe Beydemüller, der seit 6 Jahren in Kampala wohnt und bei der Uganda Telecom arbeitet. Ursprüglich kommt er aus Bad Honnef. Aber dazu in Kürze mehr.
Im ersten Projektmeeting mit den neuen Mitgliedern konnten wir die nächsten Schritte festlegen. Am Anfang steht natürlich die genaue Recherche der Verhältnisse in Kasambya. Um die Daten zu erheben, wollen wir unter anderem einen Zensus bei den Bewohnern durchführen. Neben Namen und Geburtstag gehören dazu unter anderem natürlich auch der Grad ihrer Ausbildung und weitere Daten.
In Kürze wird Father John-Paul Lljumba, der die Teilprojekte vor Ort operativ umsetzt, mit einem Notebook ausgestattet sein, dass wir gerade konfigurieren und zu ihm senden werden. Ab dann werden wir relativ leicht mit ihm direkt übers Internet kommunizieren können. Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: And the winner is …

März 20, 2008

Der „Kilimanjaro“ ist bekanntlich der höchste Berg Afrikas. Kilimanjaro hieß auch ein im Oktober letzten Jahres von der Landesregierung NRW ausgeschriebener Award, zu dem alle afrikanischen Vereine NRW’s aufgerufen waren. Im Wettbewerb stand die Kommunikation und Medienarbeit der einzelnen Gruppierungen.

Peter Hurrelmann und Thomas Kufen Fazit: Die „Father Charles Convention e.V.“ aus Bad Honnef gehört zu den drei „Leuchtturmprojekten“ in Sachen Medienarbeit der Vereine in NRW. Der Preis ist mit 250 Euro dotiert und kommt natürlich vollständig ohne Abzüge den Menschen in Kasambya zu Gute. Der Integrationsbeauftragte der Landesregierung Thomas Kufen (Auf dem Foto mit Peter Hurrelmann (l.)) würdigte letzten Samstag anlässlich seiner Laudatio unter anderem die hohe Professionalität in der Vorbereitung und Durchführung des Kickoffs des Projektes.

Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Kasambya News: Kasambya ist ganz schön weit weg

März 18, 2008

Von heute an präsentieren wir hier exklusiv die “Kasambya News” der Bad Honnefer Initiative Father Charles Convention e.V. - “Hand in Hand for a better life“. Die veröffentlichten und archivierten Beiträge finden Sie zukünftig auch immer unter unserer Rubrik ‘KOLUMNEN’.

Kasambya ist ganz schön weit weg

KasambyaAber dennoch hat es uns das kleine Dorf mitten in Uganda angetan. 6.010 Kilometer von Bad Honnef entfernt, ist es flächenmäßig so groß wie unsere Stadt, hat aber nur 170 Einwohner. 35 Familien, die in einfachsten Häusern in purer Armut leben. Selbst die Ernährung ist nicht immer gewährleistet.

Wie kamen wir dazu?
In den letzten zweieinhalb Jahren ist es der Bad Honnefer Familie Sauerland in Zusammenarbeit mit Father Charles Lwanga Mubiru, einem Sohn Kasambyas, der zurzeit als Hausgeistlicher am KSI wirkt, gelungen mit Spenden aus der Bevölkerung jedes Haus mit einer Wasserzisterne auszustatten. Vorher haben die Kinder des Dorfes das Wasser aus einem vier Kilometer entfernten Brunnen holen müssen - das ist jetzt vorbei. Und da knüpfen wir an.

Das Ziel
Wir haben uns gemeinsam mit Father Charles auf den Weg gemacht, die Menschen in Kasambya dabei zu unterstützen, in eine wirtschaftliche Unabhängigkeit zu gehen. Und das in einem Zeitraum von fünf Jahren. Ein sehr komplexes Vorhaben, denn wirtschaftliche Unabhängigkeit bedeutet eben nicht: Jeder arbeitet nur um sich täglich zu ernähren. Nach Beendigung des Projekts soll die von den Vereinten Nationen in ihren Milleniumszielen festgelegte Armutsgrenze von einem Dollar Verdienst pro Tag und Person nach oben durchbrochen sein. Nur so kann Warenhandel entstehen und weiter wachsen.

Der Plan
Am Anfang steht die Motivation. Die Menschen in Kasambya müssen erfolgreiche Projekte in ihrer Nachbarschaft in Uganda kennenlernen, um den Weg in ein besseres Leben verstehen zu können.
Befriedigung der Grundbedürfnisse, wie Essen, Trinken, Gesundheit und besonders die Schul- und Erwachsenenbildung werden vorrangig verbessert. Gefolgt von Technologien, wie der Versorgung mit Energie, Telekommunikation und Mobilität, also der Beförderung von Menschen und dem Transport und Waren. Eine Genossenschaft soll die gemeinsame Produktion, den Einkauf und Verkauf von Waren, erleichtern.

Die Strategie
Das alles erfolgt unter strengster Einhaltung von Rahmenbedingungen, die wir uns selbst auferlegt haben. Die Transparenz der Einnahmen und Ausgaben hat bei uns höchste Priorität. Jede Spende wird in unserem Internetauftritt abgebildet, auf Wunsch auch namentlich. Ebenso wird jede Ausgabe auf unserer Homepage dokumentiert.
Das gesamte Projekt wird nach den festgelegten Regeln professionellen Projektmanagements nach internationalem industriellem Standard umgesetzt. Die Projektkommunikation ist ein weiterer Eckpfeiler. Wir sind am 14. Januar mit einem „Kickoff“ gestartet (Downloadlink zum Video benötigt WindowsMedia-Player ab V. 9.0), über das die regionalen Printmedien sowie die WDR-Lokalzeit und Radio Bonn-Rhein-Sieg ausführlich berichtet haben. Unser Konzept sieht eine permanente Kommunikation bis zum Ende des Projektes vor.
Strikte Nachhaltigkeit, oder besser „Dauerhaftigkeit“, aller Maßnahmen gehört ebenso zu unseren Strategien, wie unsere Vernetzung mit möglichst vielen Wissensträgern. Schließlich müssen wir die Fehler, die andere bereits gemacht haben, auf jeden Fall vermeiden.

Und wer sind „wir“?
Unser Projektteam setzt sich aus ganz unterschiedlichen Menschen, Spezialisten verschiedenster Wissensgebiete zusammen, die aber alle eines gemeinsam haben: Sie haben Herzblut, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Das ist die Grundvoraussetzung von uns allen für diese absolut ehrenamtliche Arbeit.

Ein Arzt, eine Lehrerin, ein IT Fachmann, ein Energieexperte, eine Einkäuferin/Logistikerin, eine Bankfachfrau, sowie einer, der schon eine Autowerkstatt in Uganda gebaut hat, sind dabei. Ein Jurist rundet das Team ab. Geführt von einem Projektleiter wird das Projekt „Hand in Hand for a better life“ innerhalb des neu gegründeten Vereins, der „Father Charles Convention e.V.“, umgesetzt. Die Vereinsvorsitzende ist für die finanzielle Ausstattung durch Spenden, Aktionen und Kooperationen verantwortlich.
Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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Entwicklungshilfeprojekt: “Hand in Hand for a better Life”

Januar 15, 2008

Ungewöhnliches Entwicklungshilfeprojekt in Kasambya/Uganda gestartet.

Auch ein Weg von 1.000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt. Von dieser Erkenntnis getrieben, haben sich vor vier Monaten einige Bad Honnefer Bürger zusammengefunden, um Konkretes auf den Weg zu bringen.

Es geht dabei um ein privates Projekt mit ungewöhnlicher Struktur namens „Hand in Hand for a better life“. Einem kleinen Dorf Kasambya in Uganda soll mit Hilfe von Spenden geholfen werden, von der derzeitigen totalen Armut und Hilflosigkeit, in einem Zeitraum von fünf Jahren in die ökonomische Unabhängigkeit zu gehen. So weit, so gut und erstmal nichts Neues.

Neu ist jedoch die Vorgehensweise. Transparenz ist oberstes Gebot. Das heißt, dass der Spender den Weg seines Beitrags im Internet verfolgen kann und so die Sicherheit hat, dass sein Geld sinnvoll angelegt wird.
Weiter wird das Projekt auf der Grundlage eines komplexen Projektstrukturplans, wie bei großen industriellen Projekten üblich, im Einvernehmen mit den Dorfbewohnern geplant und umgesetzt.
Das bedeutet, dass jeder Schritt im Vorfeld vom Projektteam in Bad Honnef präzise durchdacht wird und dann an den ugandischen Projektleiter und seinem Team zur
Umsetzung weitergegeben wird.

Die Projektphasen heißen im Einzelnen, Befriedigung der Grundbedürfnisse der Bewohner, Schulbildung der Kinder, Ausbildung von Erwachsenen zu Spezialisten sowie das Herstellen einer dörflichen Infrastruktur.
Dahinter verstecken sich Begriffe wie zum Beispiel die Konservierung von Lebensmitteln, die grundlegende Verbesserung der hygienischen und gesundheitlichen Bedingungen, der Bau eines Schulhauses, die Ausbildung von landwirtschaftlichen und handwerklichen Spezialisten sowie die Bereitstellung von Werkstätten, Ställen, Geräten, Energie, Telekommunikation und Mobilität mit Fahrzeugen. Am 14.1.2008 wurde das Projekt im Beisein von Meinungsbildnern der Stadt Bad Honnef und des Umlands im Katholisch-Sozialen-Institut gestartet.

In fünf Jahren, am 31.12.2012 wird das Projekt beendet sein. Dann sollen die Bewohner mit dem bis dahin erworbenen Wissen und den bereitgestellten Räumen, Werkzeugen und Geräten in der Lage sein, ökonomisch eigenständig handeln zu können. Der Internetauftritt zum Projekt: www.fachco.de
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