Jeden Samstag und Sonntag Frühstück im Chimära in der Bonner Altstadt

bösARTig

März 19, 2012

Meine sehr verehrten Damen und Herren, mir kullern Tränen über die Wangen, ich bin gerührt, oder geschüttelt, wie auch immer: Eben hat mich eine entzückende, junge Dame in meinem Alter mitten auf dem Marktplatz angesprochen: „Herr Böndel, schön, dass ich sie sehe, ich wollte mich immer schon einmal bei ihnen bedanken“. Ich kannte diese Dame nicht, also hatte ich ihr wohl auch noch nie etwas geschenkt, wofür sie sich bedanken könnte. Ich war also mehr als gerührt oder geschüttelt. „Ich finde ihre Zeitung so toll, ich kaufe sie mir jeden Freitag und lese sie dann Sonntags beim Frühstück. Und das macht mir immer wieder richtig gute Laune, nochmals vielen Dank. Machen sie weiter so“. Ende der Durchsage. Das tut gut, sage ich Ihnen. Lob und Prügel liegen wie immer nah beieinander. 10.000 Menschen lesen die HWZ jede Woche, genau so viele schauen sie sich auf der Homepage an. Eigentlich ja gar nicht so schlecht, für eine kleine Heimatzeitung. Aber: Am gleichen Tag treffe ich dann einen meiner Informanten im Schatten eines Mammutbaumes, und der sagt: „Es wird wieder getönt in der Stadt. Du schreibst nur einseitig, du bist käuflich, du schreibst nur über deine Anzeigenkunden oder über deine Freunde“. Ich persönlich finde das toll. Denn wenn ich keine Anzeigenkunden oder Freunde hätte, dann hätte Bad Honnef keine Zeitung. Hat Königswinter eine Zeitung? Nein! Hat Linz eine Zeitung? Nein! Hat Unkel eine Zeitung? Nein! Und so weiter, und so weiter, und so fort. Haben die hiesigen Tageszeitungen Anzeigen aus Bad Honnef? Nein! Also hat die junge Dame doch recht: Weiter so! In der vorigen Ausgabe der HWZ habe ich Ihnen verraten, dass es nun einen weiteren Verleger in dieser unseren Stadt gibt. Natürlich ein Freund: Michael Klinkenberg und sein Team geben ab April eine Kundenzeitschrift heraus, Titel: „Auto- Zeit“. Auflage 90.000 Exemplare. Da sehe ich dann schon wieder ganz schön alt aus. Aber egal. Sie können sich sicher vorstellen, wer da mit in der Redaktion sitzt. Ohne gut funktionierendes Netzwerk geht heute überhaupt nichts mehr. In der Welt heißt das Facebook. In Bad Honnef heißt das HWZ. So ist das nun mal. Ab heute können Sie Lose kaufen. Für die erste „Stadttombola“ in Bad Honnef, im Rahmen der Feierlichkeiten „150 Jahre Stadtrechte“, die bekanntlich im Juni statt finden. Nachdem das Veranstaltungskomitee, zu dem ich rein zufällig auch gehöre, alle Politiker und Vereine informiert hat, wurden gestern die Marktgastronomen schlau gemacht. Ein Gastronom, der ganz oben am Marktplatz im Schatten der Kirche gleich zwei Restaurants führt, der fehlte leider. Sei’s drum. Wer zum Netzwerk gehört, das Bad Honnef voran treibt, der ist klar im Vorteil. Lange Rede kurzer Sinn: Auch in den kommenden Jahren werden wir eine „Stadttombola“ organisieren. Natürlich für einen guten Zweck: Für Bad Honnef. Während Aalkönigskomitee und Stiftungen soziale Einrichtungen unterstützen, werden wir uns langfristig um die Verschönerung der Stadt kümmern. In Zusammenarbeit mit dem Centrum e. V. Darauf freue ich mich. Tschüss zusammen…

DRAGONS: Der Bessere hat gewonnen

März 16, 2012

DRAGONS: Der Bessere hat gewonnenDa war einfach nicht mehr drin! Für die Dragons Rhöndorf ist in der ProB das „Abenteuer Playoffs“ bereits in der ersten Runde zu Ende gegangen. Nach der 78:90-Auswärtsniederlage am vergangenen Wochenende mussten sie sich am Samstagabend auch vor heimischer Kulisse den Spot Up Medien Baskets Braunschweig mit 73:92 (46:56) geschlagen geben, wodurch die Niedersachsen die „Best-of-three“- Serie mit 2:0 für sich entschieden. Rund 1050 Zuschauer in der gut gefüllten Menzenberger Sporthalle waren nach zehn Minuten und angesichts einer Acht-Punkte-Führung noch zuversichtlich, dass die Drachen ein alles entscheidendes drittes Spiel erzwingen könnten. Doch in der Folge stellten die Gäste eindrucksvoll ihre sportliche Klasse unter Beweis und zogen den Hausherren mit aggressiver Verteidigung und einer hohen Trefferquote frühzeitig den Zahn. Vor allem im zweiten Spielabschnitt rollte eine wahre Angriffslawine auf den Rhöndorfer Korb zu. Die Baskets übten in dieser Phase mit ihrer Zonenpresse gewaltigen Druck aus, doppelten den Ballführenden häufig an der Mittellinie und provozierten so riskante Pässe aus der Bedrängnis. Daraus resultierten mehrere Ballgewinne und leichte Körbe in „Transition“, stets eingeleitet durch den unwahrscheinlich schnellen Dennis Schröder. Auch im „Set Play“ wusste das Team von Cheftrainer Liviu Calin zu überzeugen, streute allein in der ersten Halbzeit sieben Dreier ein und hatte das Spiel nach 39 Zählern im zweiten Viertel bereits zur Pause gedreht. Den dortigen Zehn- Punkte-Vorsprung bauten sie im weiteren Verlauf kontinuierlich aus, da neben Schröder auch Howard Sant-Roos und die Theis-Brüder Frank und Daniel effektiv scorten. Die Dragons gaben sich bis zum Schluss nicht auf, blieben aber letztendlich ohne Chance. „Die Baskets waren heute einfach das bessere Team“, musste auch Eric Detlev die Überlegenheit der Gäste neidlos anerkennen. |eb

bösARTig

März 12, 2012

Ich bin wie duuhuu, wir sind wie Sand und Meer, darum brauch ich dich so seeheer. Ich bin wie duuhuu, wir sind wie Tag und Nacht, füreinander immer nur daahaa, für immer nur daahaa…, meine sehr verehrten Damen und Herren, Sie werden sich erinnern: Marianne Rosenberg. Waren wir damals nicht alle wie duuhuu? Aus gegebenen Anlass schreibe ich diesen Evergreen einmal um: Er ist wie ich! Er ist kraftvoll, dynamisch, er hat Ecken und Kanten, er ist einzigartig und zeitlos, er löst Sympathie aus, wann immer er auftaucht. Seine Proportionen sind so dynamisch wie nie zuvor! Ich eben. Nein! Der Käfer! The Beetle! Gestern habe ich eben diesen, quasi meinen neuen Dienstwagen, im Autohaus Klinkenberg in Empfang genommen. Dies nur als Hinweis für meine Kollegen der knöllchenschreibenden Zunft. Apropos schreibende Zunft: Ab sofort habe ich quasi einen neuen Verlegerkollegen hier in dieser unseren Stadt. Mehr darüber in der kommenden Ausgabe. So, wenden wir uns der Honnefer Gastronomie zu. Aus dem Kaffeehaus Nottebrock wird ein chinesisches Restaurant. Dieses Gerücht schwappt durch die Stadt. Völliger Blödsinn. Das legendäre Kaffeehaus bleibt natürlich Kaffeehaus. Inhaber Randolph Welsch hat soeben seinen Pachtvertrag um fünf Jahre verlängert. Herrschaften, wir müssen wieder eine Stadt der guten Laune werden. Warum leben wir hier? Weil es schön ist. Im Großen und Ganzen. Da gibt es freilich Bürger, die den lieben langen Tag nichts anderes tun, um Mitmenschen permanent zu drangsalieren. Sie regen sich über alles oder nichts auf und belästigen mit ihren Beschwerdeschreiben auch noch die Stadtverwaltung. Und die, die ewig nur rummoppeln, die parken dann selbstherrlich auf Frauenparkplätzen, obwohl sie deutlich erkennbar keine Frauen sind. Ich beobachte das täglich bei meinen unzähligen Zigarettchenpäuschen vor dem HIT Markt. Widderlich. Gut, ich rege mich wieder ab. Oder auch nicht: In der Honnefer Innenstadt schließen immer mehr Geschäfte, weil beispielsweise nimmersatte Vermieter immer höhere Mieten abrufen, statt einmal zu investieren. Beispiel „Ihr Platz“. Ein letztes Zugpferd in der neuerdings immer mehr kränkelnden Innenstadt. „Ihr Platz“ wird bundesweit einige hundert Filialen schließen, die zuerst, die mit den höchsten Mieten belastet sind. Wie ich hörte, ist die Miete für die Honnefer Filiale eher hoch. Hier noch eine Meldung: „Das alte Gerätehaus der Löschgruppe Rhöndorf der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef ist bekanntlich sehr schlecht erreichbar. Durch die Lage des Gebäudes besteht eine große Gefahr von Unfällen bei der An- und Abfahrt. Teilweise drohen bei der Anfahrt zu Einsätzen Kollisionen mit startenden Einsatzwagen, da das Gerätehaus in einer Sackgasse steht. Dazu kommt das Fehlen von Parkplätzen. Franz Josef Tix, der Vize-Chef der Feuerwehr betonte, dass dringend ein Neubau nötig sei. Der technische Beigeordnete von Bad Honnefs, Bernd-Josef Vedders, versicherte, dass noch im April dieses Jahres die Arbeiten für den Neubau beginnen können. Die Vorbereitungen für den Bau seien jedoch sehr aufwendig gewesen“. Ich glaube, es gibt nichts wichtigeres in einer Kommune, als eine gut funktionierende, freiwillige Feuerwehr. Tschüss zusammen…

IUBH: Tag der offenen Tür

März 9, 2012

Am Samstag, den 24. März lädt die Internationale Hochschule Bad Honnef · Bonn (IUBH) zum Open Campus Day ein. Interessierte und ihre Eltern erhalten so einen wertvollen Einblick in das vielfältige Studienangebot und die späteren Karriereaussichten der Hochschulabsolventen. Von 9.30 bis 15 Uhr präsentieren Dozenten, Studierende und Mitarbeiter der Hochschule in Vorträgen, Vorlesungen, Erfahrungsberichten und Einzelgesprächen das Angebot der Fachbereiche Hotel-, Tourismus-, Event-, Luftverkehrs- und Transportmanagement, Internationales Management sowie Wirtschaftsprüfung und Steuern. Weitere Informationen und Anmeldung im Internet unter iubh.de/opencampus. |eb

PLAYOFF: Drachen starten mit Niederlage

März 9, 2012

PLAYOFF: Drachen starten mit NiederlageDie Dragons Rhöndorf haben am Sonntagabend ihr Auftaktspiel in der ersten Playoff-Runde der ProB verloren. Beim 90:78 (51:46) erwiesen sich die gastgebenden Spot Up Medien Baskets Braunschweig vor 900 Zuschauern in der Sporthalle „Alte Waage“ letztendlich als zu stark. In der „Best of Three“-Serie müssen die Drachen nun am kommenden Samstag ihr Heimspiel gewinnen, wenn sie ihre Chancen auf ein Weiterkommen am Leben halten wollen. „Es gab heute gute und schlechte Phasen von meiner Mannschaft. Leider hat eine der schlechten zu lange angedauert. Wenn man mit über 20 Punkten zurückliegt, wird es gegen eine solch gute Mannschaft unheimlich schwer“, spielte Cheftrainer Eric Detlev nach der Partie vor allem auf die Schwächeperiode Anfang des zweiten Viertels an, als sich Braunschweig binnen kurzer Zeit einen großen Vorsprung herausspielen konnte (42:21). Sein Team gab zwar nie auf und kämpfte sich sogar noch vor dem Seitenwechsel zurück in Schlagdistanz (51:45). Doch am Ende sollte sich die Hypothek des frühen Rückstandes als zu groß erweisen. „Wir konnten vor der Pause mit unserer Zonenverteidigung noch einiges an Boden gutmachen. Das Problem ist, dass sie nur so lange effektiv ist, bis der Gegner seine Würfe von außen trifft. Im dritten Viertel haben sie uns dann die Dreier wieder reingeschossen. Da war dann wenig zu machen“, erklärte Detlev. Angeführt vom überragenden Dreigestirn Dennis Schröder, Howard Sant-Roos und Daniel Theis, das sich zusammen für 75 der 90 Braunschweiger Punkte verantwortlich zeichnete, bauten die Gastgeber die Führung nach der Pause wieder in den zweistelligen Bereich aus und schaukelten den Sieg über die Runden. Enttäuschung nicht nur beim mitgereisten Rhöndorfer Anhang. Auch die rund 50 Fans, die sich zum ersten „Public Hearing“ in der Menzenberger Halle eingefunden hatten und gemeinsam der Stimme von Radio Rhöndorf-Kommentator Chris Fuhrmann lauschten, gingen mit traurigen Gesichtern nach Hause. An gleicher Stelle bietet sich aber bereits kommendes Wochenende die Chance zur Revanche. |eb

bösARTig

März 5, 2012

Meine sehr verehrten Damen und Herren, Danke der Nachfrage, ich habe mich sehr gut erholt in meinem fünftägigen Jahresurlaub nach der aufreibenden Karnevalssession. Nun kann der Frühling kommen, mit all seinen schönen Gefühlen, die ich immerhin noch aus der Erinnerung kenne. Darauf bin ich nämlich mächtig stolz. Auf meine Erinnerungen. Ich habe keine Ahnung mehr, was ich gestern Abend gemacht habe, aber wie die Miniröcke damals im Frühling aussahen, dass weiß ich noch, und auch noch, was sie in meiner jugendlichen Gefühlswelt bewirkt haben. Holla die Wald-Fee, ich glaube, das sagt man so. Also, es geht unaufhaltbar nur noch aufwärts. In Bad Honnef wird gebaut was das Zeugs hält, die ersten Stadtfeste stehen vor der Tür, Einzelhandel und Gastronomie können bis dahin ein wenig Luft holen. Der ein oder andere Unternehmer könnte sich vielleicht einmal in seinen Betrieb stellen und sich fragen: „Hier sieht es seit 1.000 Jahren so aus wie es aussieht, was könnte ich denn mal ändern? Dafür gibt es ein Wort: Innovation. Oder: An eine neue Zeit anpassen. Vorbild: Unser Rathaus. Dort wurde die komplette Verwaltung umgekrempelt, das hat hier und da weh getan, aber nun fluppt es besser als je zuvor. Auch in der Verwaltung heißt es, wer kreativ und eigenverantwortlich arbeitet, der hat die Nase vorn. Aber blicken wir einmal genüsslich hinter uns. Nach Königswinter. Das ist eine Stadt ohne Innenstadt, ich glaube, da wird nur noch an einem Glaskubus gearbeitet. Für den Herrn Nolden. In Königswinter stellt man sich aktuell die Frage, was ist da in der Altstadt los? „Den Kollegen bleiben schlicht die Gäste weg“, sagt Manfred Maderer (Hotel „Loreley“), Vorsitzender des Königswinterer Hotel- und Gaststättenverbandes. Die Probleme in der Altstadt seien vielfältig, so der Hotelier: „Das Gewerbe ist im Gros unattraktiv. In jedes leerstehende Geschäft zieht ein Ramschladen ein, damit zieht man keine Kunden. Das merken auch die Gastronomen – gerade in der Fußgängerzone.“ Hier liegen auch die drei kürzlich geschlossenen Kneipen – in 500 Metern Laufweite direkt in oder an der Peripherie der Fußgängerzone. Hinzu käme, dass die Verpächter zu wenig an den Häusern täten und dafür zu hohe Mieten verlangten, so Maderer. Derzeit kämpfe Königswinter eh gegen ein schlechtes Image und miese Nachrichten. Maderer: „Es werden Unsummen für verschiedenste Projekte angepackt, die nicht richtig funktionieren: Drachenfels-Neubau, Marktplatz, Eselsweg Das merken sich die Leute.“ Außerdem sei die Parkplatzsituation in der Altstadt gerade für Tagesausflügler heikel. „Dabei handelt es sich vor allem um Senioren. Wenn die aus dem Bus steigen, müssen sie etliche Hundert Meter laufen, bis sie in der Altstadt sind. Da kommt keiner ein zweites Mal.“ Einen Vorwurf macht der Hotelier auch den Politikern: „Die Altstadt wird viel zu stiefmütterlich behandelt, weil der Großteil der Wähler in den Berggemeinden sitzt.“ Manfred Maderer sorgt sich sehr um die Zukunft Königswinters: „Als ich das Hotel 1982 übernommen habe, hatten wir in der Altstadt 53 Kneipen, heute sind es gerade noch sechs. Ich weiß nicht, wo das noch hinführen soll, wenn nicht bald gute Konzepte für die Zukunft vorgelegt werden.“ In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein großartiges Wochenende, natürlich in unserer Stadt!

Drachen bestehen den Härtetest

März 2, 2012

Was für ein Vorgeschmack auf die anstehenden Playoffs in der ProB! Hohe Intensität auf beiden Seiten und eine an Dramatik kaum zu überbietende Schlussphase prägten am letzten Hauptrunden-Spieltag das Gastspiel der Dragons Rhöndorf bei den White Wings Hanau. Am Ende gewannen die Drachen mit 91:87 (35:46, 79:79) nach Verlängerung, verbesserten sich in der Tabelle noch auf den fünften Platz und feierten eine gelungene Generalprobe für die kommende Woche beginnende Aufstiegsrunde. Dort trifft das Team von Headcoach Eric Detlev dann auf den Vierten der Nordgruppe, die Spot Up Medien Baskets Braunschweig. Der Rhöndorfer Cheftrainer war nach dem nervenaufreibenden Erfolg bei den zuletzt formstarken Hessen (acht Siege aus den vergangenen zehn Spielen) vor allem von der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft angetan. „Die Jungs haben heute alles aus ihrem Körper herausgeholt, auch mit Verletzungen weiter auf die Zähne gebissen. Sie haben immer an sich geglaubt und sich trotz des hohen Rückstands im dritten Viertel nicht aufgegeben. Diesen absoluten Siegeswillen, diese Entschlossenheit, dieses Herz müssen wir auch in den Playoffs an den Tag legen“, sprach Detlev im Anschluss vom „besten Spiel der Saison. „Wir haben den Härtetest bestanden. Der Sieg, gerade die Art und Weise, sollte uns für die anstehenden Playoffs noch einmal ordentlich Selbstvertrauen gegeben haben“. |eb

bösARTig

Februar 22, 2012

Meine sehr verehrten Damen und Herren, Samstag Abend fand eine unheimliche Sitzung mit dem HWZ-Dreigestirn Druckereiboss Chris Wienands, Gestaltungsatelierleiter Ralf Kolmsee und meiner Wenigkeit, Herr Böndel, statt, ich glaube, dass sagt man so. Nach einminütiger, völlig unhitziger, Debatte stand fest: Die kommende HWZ erscheint bereits am Mittwoch. Aschermittwoch. Denn: Freitags will niemand mehr Karneval sehen. Die Chronistenpflicht gebietet es uns aber quasi, die letzten großen Tage der Session zu beschreiben. Erstens. Und zweitens passiert eh sonst nichts. Also: Heute ist Aschermittwoch und nicht Freitag. Da hinter Ihrer kuscheligen Heimatzeitung ein urgewaltiger Organisationsapparat steht, musste ich bereits am Siebengebirgszugsonntag mit meinem Schaffen fertig sein, Montag ging es an die Gestaltung und Dienstag wurde gedruckt und weiter verarbeitet. Klatschen bitte! An dieser Stelle möchte ich gerne die liebe Frau Kraft grüßen. Frau Kraft steht in der Kommandozentrale vom Markt3, also hinter der dortigen Theke, und sie versorgt mich fast täglich mit Überlebensratschlägen, heißen oder kalten Getränken. Und mehr. Aber darüber kann und will ich heute noch nicht reden. Auf jeden Fall habe ich vor der Rathauserstürmung durch den übermächtigen TV Eiche-Spielmännerverein mit unserer Bürgermeisterin zusammen gestanden. Auch wenn Sie das jetzt nicht glauben können: Sie hatte eine schwere Bronchitis. Jawoll. Moment, hier kommt gerade eine Mail von meinem stinkreichen Kollegen Peter H. (voller Name stadtbekannt) herein. Er schreibt: „Der Zug geht – das Jubiläum kommt! Sonntag 15.11 Uhr. Eines der letzten Highlights der auslaufenden Session. Kurz war sie, aber bunt, heftig, laut und schön. Langsam schlängelte sich ein Lindwurm mit 61 teilnehmenden Gruppen durch die Stadt. Eine ganz besondere Kamelle fuhr allen voran. Der erste Preis der Stadt-Tombola. Ein kleiner weißer Flitzer namens VW UP! den Autohaus Klinkenberg bereitstellt. Der erste Vorbote zur 150 Jahrfeier unserer Stadt. Den gibt’s neben vielen weiteren attraktiven Preisen zu gewinnen. Für einen Lospreis von 2 Euro kann man ab dem 17. März an vielen Verkaufsstellen Lose erstehen. Und es lohnt sich wirklich hier zuzugreifen, denn die Chancen unter den Hauptgewinnern zu sein, sind wesentlich größer als bei vielen anderen Lotterien. Am 16. Juni werden auf der Bühne des großen Bürgerfestes im Reitersdorfer Park die Gewinner ausgelost. Und wer dann dabei ist, und das Los mit der richtigen Nummer dabei hat, kann sofort über den kleinen Flitzer verfügen“. Das sollte eigentlich die Titelgeschichte werden, aber für kostenlose Werbung ist nun mal diese Kolumne zuständig. Peter H. ist unumstritten die treibende Kraft, also diesmal nicht meine Frau Kraft, im 150 Jahre Stadtrechte-Komitee. Ohne ihn würden viele der angedachten Ideen noch in den Kinderschuhen stecken. „Luja, sog i“. In der kommenden Woche nehme ich mein neues Dienstfahrzeug entgegen. Es wurde in Wolfsburg passend zu meiner roten Brille angefertigt. Es wird mich in meine Jugend zurück versetzen und mich mindestens 20 Jahre jünger aussehen lassen. Darauf freue ich mich. Tschüss zusammen…

Spieler des Tages

Februar 22, 2012

Spieler des TagesErneut ist ein Spieler der Dragons Rhöndorf für seine Leistung am letzten Spieltag ausgezeichnet worden. Nachdem bereits Stuart Turnbull vor zwei Wochen zum besten Akteur des Wochenendes gewählt worden war, „erwischte“ es diesmal Flügelspieler Florian Koch. Die „Junge Liga“ nahm seine Galavorstellung in Lich zum Anlass, den 19-Jährigen mit dem Titel „Spieler des Tages“ in der ProB Süd zu versehen. |eb

bösARTig

Februar 20, 2012

Meine sehr verehrten Damen und Herren, wenn in Bad Honnef Bäume gefällt werden, dann fegt eine Protestwelle durch die Stadt – und durch mein iPhone. Aber ich kann mich doch nicht um alles kümmern. Daher hier die offizielle Stellungnahme der Stadtverwaltung: „Im Bereich des Edelhoffstiftes werden zurzeit Baumfällarbeiten vorgenommen. Im Rahmen einer Baumüberprüfung waren erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt worden. Die Bäume waren durch Pilzbefall und Krankheiten nicht mehr standfest. Sie waren zum Teil ausgehöhlt und bereits abgestorben, so dass die Verkehrssicherungspflicht nicht mehr gegeben war. Der Eigentümer des Grundstückes hatte einen Fällantrag gestellt, der durch ein externes Gutachten begründet wurde. Daraufhin wurden in mehreren Ortsterminen von der Stadtverwaltung Bad Honnef eigene umfangreiche Prüfungen der Bäume durchgeführt, die belegten, dass Maßnahmen ergriffen werden mussten. Die erforderlichen Fällgenehmigungen für einzelne Bäume wurden aufgrund der externen und eigenen visuellen Untersuchungen erteilt. Die Arbeiten wurden jetzt vorgenommen, um die Vorgaben zum Artenschutz, die Baumfällarbeiten nur in der kalten Jahreszeit bis zum 1. März erlauben, einzuhalten. Ersatzbepflanzungen wurden dem Eigentümer von der Verwaltung vorgeschrieben“. Thema erledigt. Gestern bin ich wieder mit meinem Freund dem Hoteldirektor durch die Stadt gezogen. Das ist Tradition, ich glaube wir machen das seit sieben Jahren, und das ist quasi auch der einzige Tag im Jahr, in dem der Direktor seinen Kongresspark bei Tageslicht verlässt. Dabei sieht der doch gar nicht sooo schlecht aus. Scherz! Die Session steuert ihrem Aschermittwoch entgegen. Samstag wird das Rathaus gestürmt, Sonntag zieht der Siebengebirgszug durch die Stadt und Selhof. Fazit: Das Siebengebirgsprinzenpaar samt Jeschmölz, Spielmännern und Soldaten, hat die Karnevalshochburg Bad Honnef bestens vertreten. Ihr Spaß an der Freud hat sich nahtlos auf das Jeckenvolk übertragen. Perfekt! Im kommenden Jahr sollten die Rheinbreitbacher Jeckenkollegen die Siebengebirgstollitäten stellen, aber daraus wird wohl nichts, wie ich hörte. 2014 sind dann die Rhöndorfer Ziepches Jecke an der Reihe. Prinz und Adjutant stehen logischer Weise längst fest, aber, ich verliere darüber kein einziges Wort. Zurück zur Aktualität: Eine Runde durch die Lokalitäten der Stadt mit einem norddeutschen Recken, das ist verdammt hart, sage ich Ihnen. Das bedeutet: Hochkonzentriertes Diskutieren über alle Probleme dieser Stadt. Von 14 bis 22 Uhr. Das Dumme dabei ist, reden macht trockenen Hals. Und Rücken sowieso. Sie wissen was ich meine. Und der Norddeutsche gewinnt immer. Der geht noch kerzengerade in die nächste Kneipe, während ich schon irgendwo rumliege und Schlaf suche. Furchtbar. In der Hauptstraße neben La Dee Da, da ist ein Bauloch entstanden. Oder wie wir Architekten und technische Beigeordneten sagen, eine Baulücke. Und schon bald wird diese Lücke geschlossen sein. Mit einer neuen Kneipe, wie ich hörte, soll es gar ein Brauhaus sein. Schöne Bescherung, oder? Und nun: Ein letztes Alaaf zesamme…

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