Zu Anna
August 27, 2010
“Die Stadt Königswinter äußert sich am 18. August im Hinblick auf den Sachstand der internen Untersuchungen im Fall der am 22.07. 2010 zu Tode gekommenen Anna“…etc
Es macht mich sehr betroffen und ich finde es schlimm, in einer solchen Äußerung lediglich verwaltungsjuristische Formulierungen und Termini zu lesen, wie: „ein fachlicher Diskussionsprozess“, „Möglichkeiten der Optimierung“, nach der „hier bekannten Aktenlage“, „aktenkundig gemachter Befragungen“, „eine akute Kindeswohlgefährdung“ (?), und tatsächlich auch (in Anführungszeichen) der „Pflegekinderfall“…
Nirgendwo ist von der Pflicht – und dem eigentlichen Interesse – eines Jugendamtes zu lesen. Ich lese nicht davon, dass man sich um ein Kind gesorgt hat, dass man sich um „Pflege- Eltern“ gekümmert hat.
Unsere Bürger müssten dieses auch so lesen und betroffen sein – es sei denn, dass sie das nun gar nicht mehr interessiert.
Hoffentlich ist das alles nicht zu Ende. Ämter bestehen aus uns Menschen. Sie können irren, aber auch lernen. Fehlverhalten wäre noch offiziell festzustellen, nicht nur verwaltungsjuristisch. Damit sollte unsere Aufmerksamkeit indes nicht erloschen sein…
Gerd Gloystein
Nur noch ein Projekt fördern
August 20, 2010
Nun ist es über 1,5 Jahre seit jenem Januar 2009 her, als die Casa Alianza Guatemala von der gründenden Mutterorganisation Covenant House geschlossen wurde. Zum Zeitpunkt der Schließung und in der sehr kurzen Frist, die uns als Reaktionszeit geblieben war, haben wir aus Bad Honnef versucht zu retten was von der großen und in unseren Augen großartigen Organisation mit unseren geringen Mitteln noch zu retten war. Wir lasen zwei Scherben auf, die wir zu hegen und zu pflegen begannen. Das Projekt „Refugio de la Ninez“ des ehemaligen Leiters des Casa Alianza Drogenrehabilitationsprogrammes Nujuyu Herrn Leonel Dubon und das Projekt Gaudium paidos der ehemaligen Direktorin der Casa Alianza Guatemala Claudia Rivera. Beide Projekte erhielten von uns erste Starthilfe und wir bemühten uns sehr für sie Türen zu öffnen und Kontakte zu knüpfen. Nur wenn sie auf solide Füße kämen, könnten sie irgendwann wieder zu einer wirklichen Hilfe für die Straßenkinder Guatemalas werden, auf die man langfristig bauen kann. Mit dem Abstand zu jenem Januar 2009 und der Verantwortung, die wir vom Vorstand den Spendern sowie der Sache der guatemaltekischen Straßenkindern gegenüber empfinden, haben wir am 24. Juli 2010 folgendes beschlossen: Die Zukunft, eine Entwicklung und eine wirkliche Chance sehen wir nur in einem der beiden Projekte. Das Programm von Leonel Dubon hat sich als das aktivere, überlebensfähigere und das nachhaltigere herausgestellt. Daher werden wir, die Casa Alianza Kinderhilfe Guatemala e.V., ab sofort ausschließlich das Programm „Refugio de la Ninez“ fördern.
Sabrina Stang
Nur noch Wut und Fragen
Juli 30, 2010
Auf meine Initiative wurde in Honnef das örtliche Jugendamt eingerichtet. Ein Ziel war eine ortsnahe und persönlichere Betreuung der Kinder. Die Anzahl der Stellen im Jugendamt wurde an der Bevölkerung und nicht der Anzahl der Jugendlichen vom Rat eingerichtet. Wenn man nun von einer „Überlastung“ redet, kann ich dies nicht nachvollziehen. Es wird zu klären sein, welche oder welcher Mitarbeiter des Jugendamtes die Anrufe der besorgten Nachbarin entgegen genommen und nicht selbst das Jugendamt in Königswinter angerufen hat. Die Berufung auf Zuständigkeit ist hier m.E. unterlassene Hilfeleistung. Woher soll der normale Bürger wissen, dass Köngswinter und nicht das Bad Honnefer Jugendamt zuständig ist. Bitte, wo war die Prüfung der Qualifikation der Pflegeeltern. Diese wird bei jeder Adoption und sogar bei Übernahme eines Hundes aus dem Tierheim geprüft. Sind „Pflegekinder“ weniger wert???. Es stellt sich die Frage: Was haben die Lehrer oder der Arzt von Anna gemerkt, da die Misshandlung der kleinen Anna ja mehrfach vorgekommen ist. Auch dort sollte die Staatsanwaltschaft nachfragen! Für mich bleiben nur Wut und eine Anzahl von offenen Fragen. Auch im Rat sollten wir unabhängig von Parteien usw. diesen Fragen nachgehen. So etwas darf nicht mehr geschehen.
Manfred Rauw –
FWG-Fraktionsvorsitzender
„Nicht kaputt sparen“
Juli 30, 2010
„Nicht nach Antworten zu suchen, wäre verantwortungslos.“ So Wolfgang Kaes, Redakteur beim General Anzeiger in seinem Artikel vom 26.7.2010. Er mahnt an, dass der Tod der neunjährigen Anna Fragen aufwirft. Es sei die Pflicht der zuständigen Akteure und Institutionen, eine Antwort zu geben. Uneingeschränkt ist dem zuzustimmen.
Auch wir Bad Honnefer haben Antworten zu geben. Doch es wäre unglaubwürdig, wenn wir nach Antworten aus der Perspektive der nur mittelbar Beteiligten suchen würden. Daher müssen wir uns auf unseren eigenen Handlungsspielraum konzentrieren. Was können wir als politische Bürger der Stadt Bad Honnef tun? Wir haben unsere politische Verantwortung nicht damit erfüllt, indem wir das Jugendamt, ebenso wenig, wenn wir die Zuständigkeit diskutieren. Unsere Betroffenheit muss mehr leisten. Wir müssen darüber reden, ob das Jugendamt Bad Honnef grundsätzlich über ausreichende finanzielle Ausstattung verfügt, damit es seine Aufgaben wahrnehmen kann.
Wir müssen diskutieren, wie wir eine solidarische und selbstbestimmte Politik garantieren. Wie können Rat und Verwaltung sicherstellen, dass Politik nicht auf soziale Schadensbegrenzung reduziert, sondern zu vorsorgender, solidarischer Handlung befähigt wird? Wirft man einen Blick auf die vergangenen Haushaltsdebatten, so zeigt sich schnell: Es geht um Sparen, Konsolidieren und die Kürzung von Ausgaben. Beliebter „Produktbereich“, also Gegenstand des Sparens, sind Personalkosten.
Eine Mehrheit hat im Honnefer Rat vorgetragen, dass sich durch die „Optimierung der Organisationsstrukturen in der Stadtverwaltung“ die Kosten erheblich reduzieren ließen. Darin inbegriffen ist auch das Jugendamt. Wer angesichts der aktuellen Haushaltslage in Bad Honnef nicht vernünftig wirtschaftet, der wirtschaftet an der Realität vorbei. Sparen muss selbstverständlich ein Gebot der Stunde sein. Aber es darf nicht das einzige Gebot sein. Der Sparzwang darf nicht Blind machen, sondern muss die Augen für die Zukunft öffnen. Es gilt so zu handeln, dass auch unter Sparzwang die solidarische Stadtgemeinschaft erhalten wird. Das Sparen muss dazu führen, den Zusammenhalt der Stadt kurz-, mittel- und langfristig zu sichern und auszubauen. Daher müssen wir uns die Frage stellen, ob wir nicht unsere Gemeinschaft „kaputt sparen“.
Wenn wir nicht unsere Anstrengungen im Bereich des Ausbaus von Jugendhilfe, von ganztägigem Schulangebot und beim Ausbau von U-3 Betreuungsplätzen verstärken, verbauen wir uns langfristig unsere Gemeinschaft. Wir verbauen uns eine Gemeinschaft, die Platz für Bürger Bad Honnefs bietet. Dabei ist doch bekannt: Eine Gemeinschaft ist nur so stark, wie ihr schwächstes Mitglied.
Alexander Brehm
Hallo Herr Böndel,
Juli 23, 2010
es wäre wunderbar, wenn Sie nochmals den wunderschönen Blumenschmuck in unserer Stadt erwähnen könnten. Dieser Schmuck wertet Bad Honnef, meiner Meinung nach, sehr auf und ich finde dass das Beachtung verdient. Danke all’ den fleißigen Helfern, die den Schmuck bei dieser Hitze versorgen.
Liebe Grüße,
Shivana Dittrich
Aufmachen
Juli 16, 2010
Liebe Frau Bürgermeisterin, Bad Honnef muss sparen! Aber das Freibad am Wochenende erst um 10 Uhr statt um 7 Uhr zu öffnen, bedeutet, auf Bargeld zu verzichten. So stand ich am Samstagmorgen mit vielen anderen zahlbereiten Gästen vor verschlossenen Türen, während drinnen Mitarbeiter den Rasen säuberten. Ich hoffe, dass sich viele Bürger melden, damit entschieden wird, dass das Bad bereits am nächsten Wochenende wieder um 7 Uhr aufmacht.
Mit besten Grüßen,
Ernst Specht
Wie nennt man so was?
Juni 25, 2010
Kreatives Marketing am Gartenzaun, oder vielleicht die geniale Kopie eines Christo-Projektes, wie verhülle ich einen schönen, gepflegten Park, so dass bloß keiner, weder Tourist noch Rhöndorfer Bewohner, einen Blick auf das satte Grün erhaschen kann? Gruß an alle Naturfreunde
G. Kreuzberg
Lieber Herr Böndel,
Juni 11, 2010
nicht nur Sie sind Opfer der oft maßlos überzogenen Jagd auf Falschparker, sondern auch über 50 Besucher des Festes in der Villa Schaaffhausen an Fronleichnam. Ein „tolles Stück“ für die Wirtschaftsförderung könnte man es auch nennen, was sich am 3. Juni 2010 in Rommersdorf, Bondorf und Rhöndorf abgespielt hat. Hunderte von auswärtigen Besucher, die den „Tag der offenen Tür“ besuchen wollten, irrten orientierungslos durch die Straßen auf der Suche nach Parkplätzen und parkten dann notgedrungen auf nicht zugelassenen Flächen am Straßenrand. Möglicher Parkraum wäre auf dem Schulhof des „Sibi“ gewesen, wie bei anderen Veranstaltungen auch. Warum war dieser Parkraum nicht von der Stadt ausgewiesen? Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt! Zur Wirtschaftsförderung unserer Stadt tragen die (berechtigten?) Strafzettel sicher nicht bei. Die Besucher werden unsere tolle „Knöllchen-Town“ mit Sicherheit demnächst meiden.
Ursula Voll
Gegen den Abrisswahnsinn
Juni 11, 2010
Wir waren zu Pfingsten mal wieder auf dem Drachenfels. Wir sind natürlich hoch gelaufen und haben nicht die „Schummelei“ begangen, mit der Bahn zu fahren. Ich finde das Drachenfelsplateau richtig schön! Auch Gehbehinderte und Leute mit Kinderwagen können von allen Seiten vom Berg hinunterschauen und sich frei bewegen. Mir graut vor dem Tag, wenn Bagger zu Abrissarbeiten anrollen sollen…!!! Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass man zu Zeiten derartig knapper Kassen auch nur auf die Idee kommen kann, das Plateau abreißen zu wollen. Ist es an irgendeiner Stelle einsturzgefährdet? Sicherlich ist das Bauwerk aus den 70er Jahren (genau von 1976). Aber ich finde, es bietet viele Möglichkeiten, stört von außen gesehen den Berg nicht sonderlich. Das Bauwerk gehört inzwischen einfach dazu – und macht den Drachenfels nutzbar und begehbar für alle. Was hätte so eine Großbaustelle für Folgen für die Natur? Was wird das kosten – und wer bezahlt? Wo bleiben die Leute, die in den kommenden Jahren gerne in Ruhe und mit Genuss den Drachenfels besteigen wollen??? Endlich ist die Drachenburg annähernd fertig renoviert, die Ruine ist für die nächsten Jahre gesichert! Da war jetzt lange genug Baustelle! Lasst den Drachenfels bitte, bitte so stehen, wie er ist!!! Renoviert für das Geld, das da verpulvert würde, lieber ein Schwimmbad (oder gleich mehrere!) und ein Jugendbegegnungszentrum! Lasst uns den Drachenfels mal wieder in seiner Schönheit ganz ohne Baustelle genießen! Mit ein bisschen Farbe (auf der Innenseite!), Fantasie und Kreativität ließe sich mit wenig Geld sehr viel verschönern – zum Beispiel zwei Blumenbeete und ein Springbrunnen in die vorhandenen Betonrondelle und ein bisschen hellere Farben insgesamt. Aussichtspunkte (per Podest) für Kinder, die durch den Beton nicht durchgucken können, wären auch noch gut! Sobald da Glas ist, kommen wieder die Sprayer und der Vandalismus…Ich will den Berg endlich mal wieder ganz ohne Baustelle genießen!!! Mit freundlichen Grüßen,
Almut Rosebrock
Abiturient sucht Unterstützung
Juni 4, 2010
Ich bin Lennart, 19 Jahre alt und habe endlich mein Abitur. Nun wartet nach all dem Stress ein wunderschöner Sommer auf mich. Aber was kommt danach? Bundeswehr kam für mich nicht in Frage, also überlegte ich mir, wie ich den Zivildienst nutzen könnte, um neue Erfahrungen zu sammeln und wenn möglich ein fremdes Land und eine fremde Sprache kennen zu lernen. Als mir vergangenen Herbst ein Freund von der Möglichkeit erzählte, ein Jahr dem freiwilligen Friedensdienst zu widmen, schien mir dies eine gute Alternative und gab mir die Chance die Welt kennen zu lernen und vielleicht ein bisschen besser zu verstehen. Also bewarb ich mich, um in einem sozialen Projekt im Ausland zu arbeiten. Nach einem langwierigen Auswahlprozess erhielt ich endlich den Anruf des Leiters der Ekir (Evangelische Kirche im Rheinland) mit der Zusage. Für mich geht es im Juli nach Brasilien! In die Stadt Pétropolis, die ungefähr 30 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt ist. Ich werde dort in einer Favela, einem brasilianischen Armenviertel, als Grundschullehrer Straßenkinder unterrichten und in einer einfachen Wohnung leben. Vorgabe der Organisation war es, dass ich einen Teil der Miete und der Lebenshaltungskosten selber finanziere. Dies geschieht durch einen Unterstützerkreis, zu dem meine Familie und Freunde gehören. Falls Sie sich vorstellen könnten, ebenfalls einen kleinen Teil beizutragen, würde ich mich freuen, wenn Sie sich bei mir melden.
Liebe Grüße, und até logo
Lennart Klein
Tel.: 0178-53913
E-Mail: Lennart.89@hotmail.de



