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Der "Twen Wolkenburg" lud zur Jubiläumsparty

Januar 30, 2009

KINDERHAUS: Aus der Not entstand eine Idee, aus Plänen das Kinderhaus

Das Gründungs-Trio„20 Jahre Wolkenburg“, was das bedeutet war den 45 Sonnen-, Mond- und Sternenkindern zunächst gar nicht so klar, aber bei den Vorbereitungen halfen sie nach Kräften mit, malten, schmückten und beobachteten. Zum Jubiläum bescherte das integrative Montessori-Kinderhaus ehemaligen Kinderhausbesuchern und - familien ein rauschendes Fest und die Möglichkeit, in Erinnerungen zu schwelgen. Alte Fotos, Dokumentationen, eine Dia-Show und eine Disco mit Knüllern aus zwei Jahrzehnten sorgten für eine lockere und sympathische Wiedersehens- Party. Für den Vorstand der Elterninitiative hieß deren Vorsitzender Jan Kurth die rund hundert Gäste willkommen und streifte die Kinderhaus-Geschichte, um mit einem bunten Blumenstrauß gleichzeitig das Wort an Dorothee Harnacke weiterzugeben. In zwei Jahrzehnten war Dorothee Harnacke vom Gründungsmitglied der Elterninitiative über Vorstandsarbeit, Wirken im Förderverein bis jetzt als Teammitglied des Kinderhauses in dessen Geschicke verwoben wie keine andere.Die Würdigung ihrer eigenen Verdienste dehnte Harnacke aus auf Martina Wagner-Breutigam und Christa Binninger Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren, am 29. Januar 1989, dokumentiert die Chronik der „Wolkenburg“ die Gründung der „Elterniniative für ein integratives Montessori-Kinderhaus“. Die Gemeinsamkeit, für ihre behinderten Kinder eine möglichst optimale Betreuung zu erreichen, brachte den Kreis engagierter Bad Honnefer Eltern – namentlich Birgit und Günter Berghauser-Fuchshofen, Renate Demes, Elfriede Hauptvogel, Dorothee und Klaus Harnacke, Barbara Kleine und Anita Mohr - zusammen. Geeignete Räume für ein Kinderhaus zu finden, war der nächste Schritt. Mit vereinten Kräften und mit Hilfe der Stadt wurden in der Löwenburgschule in Rommersdorf Räume renoviert, die schon am 1. Oktober 1990 mit Kinderlachen erfüllt waren. Dass dieses Quartier nur ein Provisorium darstellte, war allen klar und als nächstes galt es,geeignete Flächen für den Neubau eines Kinderhauses zu finden. Das Land übernahm 95 Prozent der Kosten, der Rest war als Eigenanteil durch den Bauherrn zu schultern. Wieder stand die Stadt dem Verein zur Seite,indem sie das Grundstück an der Girardetallee bereitstellte und den Eigenanteil an den Baukosten übernahm. Mit dem Architekten-Team Christa Binninger und Karl Heinz Preuß wurden aus Ideen konkrete Pläne und daraus schließlich Substanz. Im Februar 1995 startete der Kinderhaus-Betrieb mit zwei integrativen Gruppen und einer Regelgruppe mit insgesamt 55 Kindern. Heute ist die Wolkenburg Heimat für 30 Regel- und 15 Förderkinder, dem rund 20- köpfigen Stab aus Erzieherinnen und Therapeuten, Küchenkräften, Praktikanten und Zivildienstleistenden steht Alexandra Weiß vor,sie löste im August Iris Rothfeld ab, die sich nach zwölf Jahren Leitungsposition selbstständig gemacht hat. Die Teilnahme am Modellprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland ermöglicht ab Sommer auch unter Dreijährigen Kinder mit Förderbedarf den Besuch des Montessori- Kinderhauses. Aktuell sind noch Förderplätze, auch für mehrfach schwerstbehinderte Zweijährige, zu besetzen. Anfragen unter Telefon 02224/10243 (A.Weiß). |eb

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