Durchschnittlich 215 Einsätze
November 27, 2007
Eine der Dienstleistungen, die der Rhein-Sieg-Kreis seinen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellt, ist der Feuer- und Katastrophenschutz sowie der Rettungs- und Notarztdienst. Unter anderem auch, um einen Überblick über Art und Umfang dieser Leistungen zu erhalten, werden sämtliche Einsätze beim Rhein-Sieg-Kreis dokumentiert.
Für das vergangene Jahr, genauer für die Zeit von November 2006 bis jetzt, sind beeindruckende Zahlen zu vermelden. 80 Mal pro Tag, sprich rund 29.000 Mal im vergangenen Jahr ist ein Rettungstransportwagen ausgerückt. Notarzteinsatzfahrzeuge wurden 40 Mal pro Tag, also 15.000 Mal im Jahr angefordert. Krankentransporte gab es 30.000 im vergangenen Jahr, also rund 82 Transporte pro Tag. Ebenso unwirklich, aber dennoch wahr, scheint die Zahl 1000, wenn es um bekämpfte Brände im Kreisgebiet im vergangenen Jahr geht. Das entspricht in etwa drei Brandeinsätzen pro Tag. rund 3.500 Mal wurde technische Hilfe geleistet, zum Beispiel bei eingeklemmten Personen bei Verkehrsunfällen. Das sind 10 Einsätze pro Tag. Insgesamt wurden durchschnittlich 215 Einsätze an jedem der 365 Tagen im Jahr geleistet. Die integrierte Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst erreicht im Schnitt alle 100 Sekunden eine telefonische Meldung aus der Bevölkerung. Der größte Teil davon sind Meldungen über den Notruf 112 und Anfragen und Bitten zu qualifizierten Krankentransporten.
Kreisweit stehen 600 Einsatzfahrzeuge aller beteiligten Feuerwehren und der Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, Technisches Hilfswerk, Deutsche Lebensrettungs Gesellschaft und Rettungshundestaffeln zur Verfügung. In den 19 kommunalen Feuerwehren und den 2 Werkfeuerwehren mit 110 Standorten sind circa 3.500 ehrenamtliche und 120 hauptberufliche Feuerwehreinsatzkräfte tätig. Sie sind kreisweit so organisiert, dass durchschnittlich 8 Minuten nach einer Alarmauslösung durch die Leitstelle die ersten 9 Einsatzkräfte und 5 Minuten danach nochmals 13 Einsatzkräfte die Einsatzstelle erreichen. Im Rettungsdienst stehen der Leitstelle 6 Notarzteinsatzfahrzeuge, 16 Rettungswagen und 22 Krankentransportfahrzeuge, von denen 11 Fahrzeuge aufgrund ihrer Ausstattung und der Qualifikation der Besatzung auch als Rettungswagen eingesetzt werden können, zur Verfügung.
Der Rettungsdienst ist kreisweit so organisiert, dass zumindest in 90 Prozent aller Fälle im städtischen Bereich 8 Minuten nach Alarmauslösung und im ländlichen Bereich 12 Minuten nach Alarmauslösung das erste Rettungsdienstfahrzeug die Einsatzstelle erreicht. Daneben stehen der Leitstelle bei den beteiligten Hilfsorganisationen weitere Fahrzeuge und Personal zur Verfügung, um auch bei einem Massenanfall von bis zu 50 Verletzten diese ordnungsgemäß und bestmöglich versorgen zu können. Bei den Hilfsorganisationen werden circa 1.500 ehrenamtliche und 150 hauptberufliche Einsatzkräfte durch die Feuer- und Rettungsleitstelle eingesetzt. Insgesamt stehen in diesem kompletten Hilfeleistungssystem im Rhein-Sieg-Kreis also 5.000 ehrenamtliche und 270 hauptberufliche Einsatzkräfte für die Bürgerinnen und Bürger bereit.
Mit diesem Überblick wird deutlich, welche logistische Leistung in der Leitstelle tagtäglich erforderlich ist. All dies geschieht zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet, dabei wird die Qualität laufend überprüft und optimiert.



