Feuer-Inferno ohne Verletzte
November 27, 2009
ABB-GROSSBRAND: Nach dem Unglück geht die Produktion weiter
Vergangenen Freitag kurz nach 15 Uhr verdunkelte sich der Himmel über Bad Honnef. Ein technischer Defekt führte zu einem spektakulären Großbrand im Honnefer Transformatorenwerk ABB in der Lohfelder Straße. Um 15.09 Uhr wurde Vollalarm gegeben: Zeitgleich rückten die Wehren aus Bad Honnef, Rheinbreitbach, Niederdollendorf, Oberdollendorf, Ittenbach, Mülldorf und Buisdorf aus. 200 Feuerwehrleute kamen zum Einsatz. Bahnstrecke und B42 wurden gesperrt. Verkehrschaos in und rund um die Stadt. Vorsorglich riegelte die Polizei das Werksgelände weiträumig ab. „Es könnten Explosionen folgen.“ Werkshallen und Büros wurden evakuiert. Die extrem starke Rauchentwicklung ließ schlimmstes befürchten. Zum Glück aber wurde niemand vermisst. Auch verletzt wurde niemand. Nach zwei Stunden war das Feuer gelöscht. Am vergangenen Montag konnte die Produktion bereits eingeschränkt wieder aufgenommen werden. „Unser Dank gilt den Einsatzkräften, die schnell vor Ort waren und hervorragende Arbeit geleistet haben“, so Axel Kalt, verantwortlich für den Geschäftsbereich Transformatoren in Deutschland. „Besonders froh sind wir, dass es keine Verletzten gab. In solchen Fällen zahlen sich nicht nur Evakuierungsund Einsatzpläne aus, sondern auch die regelmäßigen Brandschutzübungen mit den örtlichen Wehren. Die Tatsache, dass viele ABB-Mitarbeiter am Standort bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv sind, hat natürlich auch geholfen.“ Derzeit ist man im Werk damit beschäftigt, die Infrastruktur (Strom, Wasser, IT, Telefon) in den betroffenen Bereichen wiederherzustellen. Die Schäden sind im Wesentlichen nicht in der Produktion, sondern im Lager und in der Materialsteuerung aufgetreten. Zur genauen Schadensursache und zur Höhe der für die Reparaturen notwendigen Summe können noch keine Angaben gemacht werden, da hierzu aktuell die Ermittlungen der Behörden und der Versicherung laufen.
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