Französische Nacht
Mai 29, 2009
Sehr geehrter Herr Böndel, die in dem Leserbrief von Frau Ring (HWZ 145) geäußerte Schmähkritik (stümperhafte Veranstaltung…) an der Französischen Nacht bedarf m. E. einer deutlichen Entgegnung: Die Kritik gegen die wie immer ausgezeichnete gastliche Gestaltung durch die Kräfte des Hotels Avendi (Champagnerflaschen unprofessionell geöffnet, Plastikbehälter mit Preisschildern …) könnte sich, selbst wenn sie zu träfe, wohl kaum gegen den Lions Club richten, oder hat Frau Ring erwartet, dass ihr die Lionsmitglieder persönlich den Sekt einschenken und dabei das geschulte Personal des Hotels ausstechen?
Es musste aber offenbar alles nur eben mögliche gebeckmessert werden. Deshalb waren die weithin mit Begeisterung aufgenommenen Vorstellungen der Tanzgruppe im Niveau zu niedrig und die hervorragend agierenden Sänger der Opernwerkstatt unterfordert (was mag das bedeuten?).
Frau Ring hatte in den Pausen „Null Unterhaltung“ und war da „ganz auf sich selbst gestellt“. Bei einem Fest, und dies war die Französische Nacht diesmal wirklich, sind die meisten Gäste froh, wenn sie in den Pausen Gelegenheit haben, sich einmal zu unterhalten und diese Unterhaltung daher nicht während der Vorführungen störend erfolgen muss. Wer nicht fähig ist, ohne ständige Berieselung an einer Gemeinschaftsveranstaltung teilzunehmen und mit anderen interessanten Menschen (und deren gab es diesmal viele) zu kommunizieren, bleibt wirklich besser zu Haus und muss sich dann auch nicht den von Frau Ring als Beweihräucherung bewerteten verdienten Dank an Sponsoren und Mitgestalter anhören. Mit solchen Tiraden (und einem damit verbundenen persönlichen und darüber hinaus unverständlichen Angriff) auf eine gemeinnützige und verdienstvolle Initiative zu reagieren, ist in jedem Fall unqualifiziert. In diesem Fall waren sie ungerechtfertigt und geradezu absurd.
Adolf O. Hildenstab, Bad Honnef
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