Grün ist Zukunft
August 28, 2009
Bad Honnef ist schön. Hier zu leben macht Freude. Natur und Umwelt sind das größte Kapital unserer Stadt. Lebensqualität bewahren! Bei jeder Planung. Immer. Wir tragen Verantwortung – auch für folgende Generationen.
WALD & WIESE: Die Debatte um den Nationalpark ist wesentlich. Von Anfang an forderten die Grünen, dass die BewohnerInnen selbst entscheiden. Für uns stehen langfristige Ziele im Vorderg r u n d , w i r k s a m e r Natur- und Artenschutz. Das bringt Qualität – heute wie morgen. Wege und Verkehrskonzepte sind wichtig für Naherholung und Reduzierung der Belastung durch Verkehr. Konkretes Wissen macht Chancen und Risiken transparent. Demagogie hilft nicht. Wir brauchen ehrlich und nachvollziehbar aufbereitete Informationen. Die Bürger entscheiden. Der Nationalpark kann eine gute Perspektive sein.
VERKEHR & STADT: Honnef hat Verkehrsprobleme – und kein innovatives Verkehrskonzept. Glauben Sie, dass Münster, Erlangen, Freiburg bis zu 35% ihres Gesamtverkehrs per Rad abwickeln, Honnef jedoch dazu nicht fähig wäre? Rad und Fußgänger konzeptionell Priorität geben. Reine Durchfahrt mit dem Auto unattraktiv machen, Logistikund Verkehrsleitsysteme nutzen. Kreisel bauen, Emissionen reduzieren. Die Lage ist Honnefs großer Standortvorteil. Orientierung auf Qualität und Sicherung der Umwelt aufnehmen, fördernde Momente entwickeln, Wirtschaft wie Infrastruktur entsprechend ausrichten. Honnefs Zentren können sich verbessern. Gefährdete Attraktivität der City, wenig Charme auf dem Berg. Discounter draußen lassen die Probleme der Ortskerne wachsen. Aegidiusplatz erneuern, das Ensemble um Saynschen Hof und Post realisieren. Vom Tourismus reden viele. Ein überschaubarer Start macht Sinn, z.B. ein guter Wohnmobilplatz am Rhein. Und natürlich brauchen wir touristische Kooperation mit Nachbarn, effektives Destinationsmanagement, Marketing. Die Fachhochschule bündelt Kompetenz. Also schlagen wir den Runden Tisch vor, der FH, Stadt und Gewerbe zusammenbringt. Nachhaltigkeit als Leitidee. Wollen wir unwiederbringlich die letzten Freiflächen im Tal bebauen? Wer keine neuen Siedlungen im Süden will, geht sicher: Grüne stimmen dem nie zu. Garantiert.
JUNGE MENSCHEN: Die FH ist lokaler Stolz – doch Studierende finden jenseits des Campus wenig. Honnef schöpft zwar Kaufkraft ab, doch es braucht interessante Arbeits-, Freizeit-, Kulturangebote. Eine selbstverwaltete Einrichtung der Jugend fehlt. Hetze gegen die Disco im zuvor geschlossenen Hallenbad. – Die Stadt mutet ihrer Jugend einiges zu und versagt ihr noch mehr. Wann kommt das Jugendparlament? Oft ist gute Bildung in Honnef eine Frage des Geldes oder der Konfession. In Aegidienberg gibt es kein weiterführendes Schulangebot. Viele SchülerInnen weichen nach Rheinland-Pfalz aus. Grüne wollen Angebote gerade in öffentlicher Hand – die kommunale Verbundschule mit Zweig in Aegidienberg. Wann feiern wir Grundsteinlegung? Alle kleinen Menschen finden einen Kindergartenplatz. Augenmerk bedarf die Schaffung genügenden Angebots für Kinder unter drei Jahren.
WIRTSCHAFT & VERWALTUNG: Nachhaltige Entwicklung als Leitgedanke zukünftiger Ansiedlungen, Konzentration auf ökologische und innovative Wirtschaft wären stabil und zukunftssicher. Den natürlichen Standortvorteil sichern heißt auch im Tourismus punkten. Das Bürgerbüro lehrt den strukturellen Wandel: alle Verwaltungswege auf den Prüfstand, Prozesse verschlanken, das Front-Office näher an die BürgerInnen führen. BHAG soll unabhängiger Distributor bleiben – und selbst in dezentrale Energieerzeugung einsteigen. Um sie zu sichern ist Eigentum an der AG teilweise in die Hände der BürgerInnen zu legen (z.B. über vinkulierte Namensaktien).Honnef darf wegen guter Bilanz wieder gestalten. Verzicht auf Projekte wie die Südanbindung schafft weiteren Freiraum. |eb
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