INITIATIVE: Die Vorteile in Rhöndorf überwiegen
Februar 29, 2008
Akzeptable Nutzung sicher stellen
Die Bürgerinitiative „Wir in Rhöndorf“ bittet die Mitglieder des Bad Honnefer Stadtrates, bei einer erneut
anstehenden Abstimmung im Planungsausschuss für eine entsprechende, weiterhin dem Gemeinbedarf verpflichtete Flächennutzung zu votieren.
Der Ausschuss hat sich dankenswerterweise diese Möglichkeit offen gehalten, als er kürzlich die Bebauung des Geländes im Herzen von Rhöndorf mit massigen Siedlungswürfeln ablehnte. Dem Vernehmen nach stehen Vertreter der für den Nationalpark zuständigen Behörden und Naturschutzinstitutionen der Auswahl Rhöndorfs als Sitz der Nationalparkverwaltung aufgeschlosssen gegenüber. Haus St. Hedwig, das frühere Müttergenesungswerk, und die dazugehörigen Gebäude der ehemaligen Katholischen Landvolkhochschule einschließlich des sonst vom Abriss bedrohten Schürmann-Baus, bieten sich als Sitz der Nationalpark-Verwaltung samt Schulungszentrum an. Die Bausubstanz ist zufriedenstellend. Innere Umbauten wären in einem finanziell erträglichen Rahmen möglich. Parkplätze für die Bediensteten des Nationalparks sind in ausreichender Zahl vorhanden. Es gibt großzügige Räumlichkeiten für die Information und die Betreuung von größeren Besuchergruppen, zum Beispiel Schulklassen.
Die Liegenschaft Haus St. Hedwig in Rhöndorf als Sitz der Nationalparkverwaltung hat wesentliche Vorteile gegenüber der ins Gespräch gebrachten ehemaligen Wäscherei Mesenholl im engen Eingangsgebiet des Schmelztales. Der Abriss der Wäschereiruinen mit all den vermuteten Bodenlasten
und ein kostspieliger Neubau des Verwaltungszentrums würden sich erübrigen. Die verkehrstechnische Anbindung des Verwaltungssitzes Haus St. Hedwig ist wesentlich günstiger: Für die zu erwartenden Besucherströme bietet Rhöndorf die nahen Ab- und Zufahrten der Bundesstraße 42, dazu den Anschluß an das Bundesbahn- und Regionalbahnnetz mittels eigenem Bahnhof sowie die Haltestelle der Rheinschifffahrt.
Die Bürgerinitiative appelliert an die Landesregierung in Düsseldorf, entsprechend ihrer Zuständigkeit für den Nationalpark, sich baldmöglichst mit dem Erzbistum wegen des Erwerbs der Liegenschaft Haus Hedwig ins Benehmen zu setzen und eine für die Rhöndorfer Bürger akzeptable Nutzung des Geländes sicherzustellen.
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