Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

Kein Happy-End für die Drachen in Landshut

März 18, 2009

In Landshut haben die Drachen einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und stehen dennoch mit leeren Händen da – gekämpft und trotzdem verloren. In einem sehr physischen und spannenden Spiel merkte man den Jungs von Olaf Stolz an, dass sie als Team alles dransetzen wollten, nach zuletzt drei Niederlagen und mageren Leistungen wieder Punkte mit nach Hause zu bringen. Trotz einer guten Ausgangsposition – Rojik & Co führten in der 35. Minute mit 71:64 – gelang es ihnen aber nicht, den Sack zu zumachen. Landshut beendete das Spiel mit einem 15:2 Lauf und damit die Hoffnungen der Drachen.

Das Spiel startete ausgeglichen, bis zum 10:10 tasteten sich beide Teams ab, zimperlich war man dabei aber nicht. Schon in den ersten Minuten wurde der Ton für die gesamte Partie gesetzt, einfache Körbe waren Mangelware. In der Folgezeit verteidigten aber zunächst die Rhöndorfer cleverer und konsequenter und hatten in Chris Rojik einmal mehr einen überragenden Offensivspieler in ihren Reihen. 13 Punkte markierte er alleine im 1. Viertel und trug damit maßgeblich zur 13:21 Führung bei. Aber die TG schlug in Person von Greg Miller zurück. Mit drei Dreier präsentierte er sich aus der Distanz bärenstark und hielt sein Team im Rennen. Und durch zwei Freiwurftreffer von Horace Wormley lag Landshut kurz vor der Pause plötzlich sogar mit 37:34 vorne. Nur durch zwei Körbe von Rojik und Moore kurz vor der Sirene gingen die Drachen mit einer hauchdünnen Führung in die Kabine.

Im dritten Viertel schienen die Erinnerungen aus den letzten Auswärtsspielen die Drachen zu belasten. Landshut erhöhte das Tempo und stellte um auf Zonenverteidigung, was Wirkung zeigte. Angetrieben vom pfeilschnellen Wormley setzte man sich langsam aber sicher ab, bis auf 60:51. Diesmal bäumten sich die Dragons aber auf, sowohl kämpferisch, als auch spielerisch. Immer wieder fand man nun die Lücke in der gegnerischen Verteidigung und punktetet insbesondere am Brett. Bereits in der 32. Minute war der Rückstand wieder egalisiert. Jetzt fielen ein paar Distanzwürfe. Zuerst besorgte Moore per Dreier die 62:64 Führung, wenig später erhöhte Goran Kovacev ebenfalls von jenseits der 6.25m-Markierung auf 64:71. Fünf Minuten vor Ende schien der Sieg greifbar nahe, TG-Coach Marko Simic orderte eine Time-Out. Aus der kam seine Mannschaft dann entschlossen. Der Dreier des bärenstarken Marco Woamey, der insbesondere in der Crunchtime die wichtigen Würfe traf, läutete das Comeback ein. Zu allem Überfluss schieden Kovacev und Rojik hintereinander mit ihrem jeweils fünften Foul aus, eins kam nun zum anderen, die Drachen fanden in den letzten Minuten keine eigene Antwort auf die Schlussoffensive der Gastgeber und wurden entsprechend auf der Zielgeraden noch abgefangen.

„Kämpferisch kann ich uns absolut nichts vorwerfen. Auch spielerisch waren wir ordentlich und hätten den Sieg durchaus verdient gehabt. Beide Teams wollten ihn, das hat man gemerkt. Wir haben die Zonenverteidigung in der entscheidenden Phase aber nicht konsequent genug attackiert, bzw. den Ball nicht zwingend nach Innen bringen können. Der Heimvorteil war für den Landshuter Erfolg sicher auch nicht abträglich. Gratulation an die TG, die sich gut präsentiert hat.“ kommentierte ein sichtlich enttäuschter Cheftrainer Olaf Stolz die Partie, um dann direkt nach vorne zu schauen: „Die Grundlagen waren da, wir müssen einfach weiter an uns arbeiten, um wieder nach vorne zu kommen, so simpel sich das auch anhört.“

Für die Drachen punkteten:
Tholey (DNP), Korp (0), Moore (12/1), Kovacev (8/2), Rojik (27/3), Lange (14), Thülig (4), Milovic (2), Dahl (DNP), Montag (2), Wohlfarth-Bottermann (4)

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