Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

Menschen sind schlimmer

Mai 21, 2010

Seit einiger Zeit vergeht keine Woche in der nicht in irgendeinem Print-Medium darauf hingewiesen wird, dass Hunde an der Leine zu führen sind. Grund hierfür ist u.a., dass Spaziergänger sich von freilaufenden Hunden bedroht fühlen. Dies gilt auch oder in erster Linie für die Rheininsel „Grafenwerth“. Seit Jahren sind wir mir unserem Hund mehrmals wöchentlich zu einem Spaziergang auf der „Insel“, da hier vordringlich die Gelegenheit besteht, den Hund im Rhein schwimmen zu lassen. Ein verantwortungsvoller Hundehalter wird bei entsprechender Frequentierung durch Spaziergänger seinen Hund an der Leine führen. Auch dies sollte selbstverständlich sein. Ich habe in dieser Zeit noch nie, ich betone nochmals „noch nie“ erlebt, dass Spaziergänger von einem freilaufenden oder angeleinten Hund bedroht wurden. Anders ist es jedoch, dass Hundehalter von hyperventilierten Passanten in grober Form angehalten wurden, auf ihren „Köter“ zu achten. Das sind wahrscheinlich auch die Personen, die sich bei der Obrigkeit über die „Hundehaltung“ beschweren. Wenn Tiere auf dem Spaziergang auf der Insel oder auf der Brücke ihre Hinterlassenschaften der Tiere zurück lassen, ist dies nicht in Ordnung. Hier müssen die Hundehalter, die aber eine verschwindend kleine Minderheit darstellt, auf Ihre Verantwortung hingewiesen werden.Dieses Verhalten ist nicht in Ordnung und kann auch so nicht hingenommen werden. Wenn überhaupt öffentliche Kontrollen für erforderlich gehalten werden, sollte man diese auf diese Verschmutzungen beschränken. Warum sind es eigentlich immer die Hundehalter, die im Visier der Ordnungshüter stehen?
Hunde sind an der Leine zu führen. Richtig. Etwas anderes blieb einem am Sonntag, dem 2. Mai 2010, also am Morgen nach „Rhein in Flammen“ auch nicht übrig. Hier hätte man bei der abendlichen Veranstaltung Kontrollen durchführen sollen. Nicht nur das Rheinufer, an dem die Hunde angeblich frei laufen dürfen, war übersät von Scherben, Flaschen und Unrat. Die Papierkörbe, die auf der Insel in ausreichender Zahl vorhanden sind, waren leer. Nach dem miesen Zustand, in den die „Insel“ nach der Fete versetzt wurde, ist doch die Frage erlaubt, ob hierfür freilaufende Passanten oder freilaufende Hunde verantwortlich sind. Es ist halt einfacher, immer wieder auf bestehende Verbote hinzuweisen, als sich dem eigentlichen Kern der Angelegenheit, der Verschmutzung der Anlagen, für die nicht die Hunde zuständig sind, zu widmen. Ich bin der Auffassung, dass die öffentlichen Kontrollen und die Aufsicht nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit durchzuführen sind, wobei der Fokus nicht nur auf die Hundehalter zu richten ist.

Peter Frings

Kommentare

2 Kommentare to “Menschen sind schlimmer”

  1. Jürgen Lange on Mai 21st, 2010 13:43

    Auf der Insel Grafenwerth sind Hunde an der Leine zu führen. (Punkt)

  2. Horst Jünger on Mai 26th, 2010 09:59

    Auch die liebsten Hunde müssen, müssen…….

    Die Hundekot-Diskussion.

    Fakt ist:
    Es gibt viele Hunde, weil die Menschen Hunde mögen;
    aber keiner mag Hundehaufen!
    Hunde gehen nicht aufs Katzenklo - das ist so.
    Hunde brauchen viel Bewegung (Menschen auch).
    Mein Hund will nur spielen, heißt: Ich habe meinen Hund nicht unter Kontrolle und er macht was er will, und ich hoffe, er benimmt sich.
    ( An die Leine mit solchen Vierbeinern.)
    Hundekot auf Straßen, Plätzen, Spielplätzen, Gehwegen, Rasenflächen oder Wiesen sind einfach ekelhaft und unnötig und sind vermeidbar.
    (Wenn Mitbürger Wege, Rasen oder Wiesen mähen und dabei Hundehaufen einem um die Ohren fliegen, ist das nicht besonders lustig!)

    Lösung:
    - Alle Hundebesitzer - ohne Ausnahme - entfernen die Hinterlassen-schaft ihrer Hunde überall dort, wo Menschen damit in Berührung kommen könnten.
    - Der Hundebesitzer hat den Hund dort an die Leine zu nehmen, wo es die Pflicht vorschreibt,
    - kauft selber Kottüten für ihre Hunde, die sie dann auch benutzen.

    Und schon ist die Welt wieder in bester Ordnung.

    Hier sind die Hundebesitzer in der Pflicht.
    Wir erinnern uns an das Verursacher-Prinzip und an die Nicht- Hundebesitzer. Es soll ja noch welche geben und bitte, nicht alle Hundebesitzer über einen Kamm scheren!
    Es gibt sehr viele, die sich über die Ignoranten aufregen, die meinen, sie müssten sich nicht an die Regeln halten.

    Leider lassen sich Verordnungen nur mit Kontrollen und Bußgeldern durchsetzen. Aber bitte mit Augenmaß und im Sinne aller Bürger.

    Horst Jünger FWG Ratsmitglied

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