Nächster Kinder-Skandal?
Dezember 12, 2011
JUGENDHILFEEINRICHTUNGEN: Ruhigstellung mit Psychopharmaka
In vielen Kinderheimen hat sich bis in die späten 1970er Jahre hinein so Unfassbares abgespielt, dass es sich mittlerweile zu einem der größten Skandale in der deutschen Nachkriegsgeschichte entwickelt hat. Es schien zum System der Erzieher der damaligen Zeit zu gehören, tausende Kinder zu schlagen sowie psychisch und sexuell zu missbrauchen. Findet das, was sich seinerzeit oftmals unter dem Deckmantel christlicher Institutionen und deren Einrichtungen abspielte, heutzutage im Dickicht des Sozialgesetzbuches in heutigen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in anderer Form seine Fortsetzung? Und dann auch noch in unserer näheren Region? Jüngste Informationen lassen jedenfalls darauf schließen. Wenn hinter den Mauern von Kinderheimen, besser gesagt familienanalogen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Kinder in allen Altersstufen ohne zwingende Indikation mit Beruhigungsmittel oder Psychopharmaka dauerhaft „behandelt“ werden, lässt dieses viele Vermutungen aufkommen. Wenn dazu noch eine hohe Fluktation von Mitarbeitern feststellbar ist, geben sie diesen Vermutungen weitere „Nahrung“. Und es zeichnet sich ein Phänomen, wie auch aus der Altenpflege bestens bekannt, ab: Engagiertes Fachpersonal, das sich um die Gesundheit und Entwicklung der Kinder aus innerster Überzeugung sorgt, wird, wenn es die Zustände kritisch hinterfragt, oftmals nur mit fadenscheinigen Begründungen beruhigt. “Medizinische Notwendigkeit“, selbstverständlich mit Attesten belegt, steht an vorderster Stelle dieser Begründungen. Reicht dieses nicht aus, werden andere „Kaliber“ aufgefahren, die nicht selten in einem psychischen Burnout der Mitarbeiter und deren Eigenkündigung ihre Konsequenz findet.
Leider sucht man auch hier Ämter und Behörden, die sich solcher Dinge annehmen, vergeblich. Ein genauerer Blick der Jugendämter hinter die “wahren Kulissen“ scheint vermutlich nicht erforderlich zu sein und man verlässt sich, ebenfalls vermutlich, wieder nur auf eine reine “Akten- u. Dokumentenlage.“ Bis wieder einmal ein „Kind im Brunnen“ liegt. Die HWZ bleibt dran.
Harald Hallerbach
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DER LIEBLINGSSATZ DER MITARBEITER DES JUGENDAMTS KÖNIGSWINTER IST; SIE MÜSSEN ERST MAL MEDIKAMENTÖS EINGESTELLT WERDEN::ALS OB DIE EINE KASETTE VERSCHLUCKT HABEN::