NATIONALPARK:Für Honnef eine Frage der Wirtschaftlichkeit - Impulse für Wirtschaftswachstum
Januar 25, 2008
Die Debatte um den Nationalpark wird bisher zu wenig auf die Kernfrage unserer Stadt konzentriert. Nach Einschätzung des Regierungspräsidenten ist Bad Honnef ein Sanierungsfall, für den schnellstens Konsolidierungsmaßnahmen zu ergreifen sind.
Bei einem jeden Sanierungsfall stellt sich aber vor allen Entscheidungen von Tragweite
die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Sie muss verbindlich geklärt werden,insbesondere wenn es sich um ein Projekt handelt, das neue und langfristige Rahmenbedingungen für die Entwicklung einer Stadt schafft, die fast vollständig in den Nationalpark Siebengebirge eingebettet sein wird.
Karl-Heinz Dißmann, Leiter des Arbeitskreises Haushalt und Finanzen im Bürgerblock verdeutlicht noch einmal unsere Situation. „Die Stadt und ihre Eigenbetriebe haben einschließlich Pensionsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen zur Zeit etwa 100 Mio. Euro an Verbindlichkeiten geschultert. Für unterlassene Instandhaltung der Straßen darf man noch einmal 18 Mio. hinzufügen.Ende 2010 werden es über 113 Mio.zuzüglich der 18 Mio. sein. An Bankschulden sind das heute über 81 Mio. davon fast 15 Mio.Kassenkredite und Ende 2010 werden es 95 Mio. Euro, davon 24 Mio. Kassenkredite sein – und keiner weiß,wie wir diese Kassenkredite je zurückzahlen sollen“.
Wie es dazu kommt? Die Netto-Einnahmen der Stadt reichen nicht einmal, um die Mitarbeiter der Verwaltung zu bezahlen. Die Stadt lebt auf Kosten ihrer Zukunft und versinkt Jahr für Jahr um weitere 2-3 Mio. Kassenkredite in der Verschuldung – bei sinkender Bevölkerungszahl. Was kommt da auf uns zu?
Der Nationalpark Siebengebirge wird vom Land gewollt, geht aber nur mit der Zustimmung von Bad Honnef, das über die Hälfte des Waldes stellt. Und diese Verhandlungsposition müssen wir nutzen, um mit dem Park entscheidende strukturelle Vorteile, Impulse für Wirtschaftswachstum und Förderungen zu gewinnen – wie Königwinter es vorexerziert. Mit dem Verwaltungszentrum des Parks wird Bad Honnef touristisch eine interessante Adresse.
Welche Erwartungen sind an Tourismus-wirtschaftliche Effekte zu knüpfen? In dieser Frage wird uns dankenswerter Weise Professor Wachowiak von der Internationalen Fachhochschule am 29.1.08,Beginn 19.30 in der IFH,weiter helfen.
„Was aber ist mit anderen Entwicklungspotenzialen unserer Stadt, mit dem Honnefer Süden, in dem ein dynamisches Wirtschaftszentrum heranwächst, mit dessen Anbindung an die B 42 über den Drieschweg? Ein teures Projekt, das ohne die Zustimmung der Kommunalaufsicht nicht zu finanzieren ist, und das seine Rentierlichkeit nur über die wirtschaftliche Nutzung des Selhofer Südens gewinnt.
Honnef muss seine Gesamtentwicklung mit dem Nationalpark verbinden, von dem es eingeschlossen sein wird. Welche Förderprogramme stehen für so eine Stadtentwicklung zur Verfügung? Warum bekommt Königswinter zig Millionen – und Honnef? Wer verschläft hier was?“ fragt Hans-Joachim Kniebes, Fraktionsvorsitzender des BB. Diether Habicht Benthin
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