Rettungsmeilenfest zwischen Hitze, Freude und Sturm
Juli 9, 2010


Von der Realität eingeholt wurden Helfer und Besucher beim 1. Honnefer Rettungsmeilenfest am vergangenen Samstag. Alle Honnefer Hilfsorganisationen hatten die Bevölkerung in die Quellenstraße eingeladen und präsentierten dort ihre Aufgaben, ihr Material und ihre Fahrzeuge.
Nach den ersten Vorführungen wurde es ernst, denn ein heftiger Gewitterschauer flutete zahlreiche Keller in der Stadt und riss Bäume um. Der Name „Rettungsmeile“ steht nicht nur für die räumliche Nähe der Unterkünfte von Malteser, Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk, sondern auch für den Willen der Hilfsorganisationen zur Kooperation untereinander. Zum Rettungsmeilenfest trugen bei: die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, das Deutsche Rote Kreuz, die Freiwillige Feuerwehr, der Malteser Hilfsdienst, die Polizei und das Technische Hilfswerk.
Bei hochsommerlichen Temperaturen eröffnete die Helfer-Gemeinschaft das Fest in Anwesenheit von Bürgermeisterin Wally Feiden und Polizeipräsident Wolfgang Albers. Feiden lobte den Gemeinschaftsgeist der Helfer, die sich im Team und frei von Konkurrenzdenken für die Allgemeinheit einsetzten. Auch Albers unterstrich die gute Zusammenarbeit der Polizei mit den übrigen Hilfsorganisationen in der Stadt. Am Nachmittag konnten die Retter ihre Einsatzbereitschaft und den Willen zum Zusammenwirken dann in der Realität unter Beweis stellen, als Bad Honnef von einer Unwetterfront mit Gewitter und Wolkenbrüchen heimgesucht wurde. Die Feierlichkeiten auf der Rettungsmeile waren vorsorglich in die Fahrzeughallen verlegt und die im Außenbereich aufgestellten Stände abgebaut worden.
Es goss noch in Strömen, als die ersten Fahrzeuge von Feuerwehr und THW mit Blaulicht und Martinshorn vom Hof fuhren. Malteser und DRK erkundeten die Lage und bereiteten sich auf eventuelle Betreuungs-, Verpflegungs- oder gar Evakuierungseinsätze vor. Auch das Krankenhaus war in Mitleidenschaft gezogen – der Keller stand voller Wasser. Für eine Evakuierung des Hospitals standen an der Quellenstraße weitere Helfer bereit. In der Fahrzeughalle des THW begann während dessen das versprochene „Public Viewing“ des Viertelfinalspiels Deutschland : Argentinien. Begeistert verfolgten die Helfer und ihre Gäste das 4:0-Spektakel und gaben regelmäßig den Spielstand an die Einsatzkräfte unterwegs durch. Nach dem Schlusspfiff feierte die Fangemeinde noch lange weiter. |eb
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