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Rosi Mittermaier wird Aalkönigin

Mai 18, 2009

Rosi Mittermaier wird AalköniginDas Aalkönigskomitee hat die erste Aalkönigin der Neuzeit einstimmig nominiert: Am 23. Oktober wird Rosi Mittermaier im Kurhaus zu Bad Honnef als Nachfolgerin des amtierenden Aalkönigs Hans-Dietrich Genscher die Regentschaft übernehmen. Das Komitee will mit dieser Entscheidung ein für allemal mit zwei zähen Vorurteilen aufräumen und klarstellen: Erstens ist das nach wie vor nur mit Männern besetzte Gremium nicht frauenfeindlich, zweitens stimmt es nicht, dass die Aale nur männliche Führungsfiguren hervorbringen.”Auf der Suche nach einer herausragenden Persönlichkeit haben wir Gold-Rosi gefunden”, freute sich der Sprecher des Aalkönigskomitees, Staatssekretär a. D. Friedhelm Ost. Im Jahre 1976 gewann die Skirennläuferin aus Reit im Winkel bei den Olympischen Spielen in Innsbruck Gold in der Abfahrt und im Slalom und räumte wenig später bei den Alpinen Weltmeisterschaften gleich drei Goldmedaillen ab. 1976 wählten die Fachjournalisten die 16fache deutsche Meisterin zur Sportlerin des Jahres. Der damalige Bundesminister Hans-Dietrich Genscher- derzeit amtierender Aalkönig -, bekannt für politische Schläue und Weitsicht, gratulierte damals besonders herzlich. 1998 wurde sie von der Bundesregierung unter dem Bundeskanzler Helmut Kohl zur Fair-Play-Botschafterin ernannt, ein Amt, das sie auch heute noch mit großem Engagement erfüllt. Im Jahre 2004 gehörte Rosi Mittermaier neben Franz Beckenbauer und anderen Promis zu dem Team, das sich unter Hans-Dietrich Genschers Leitung für die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2012 stark machte, leider nicht stark genug, doch der Popularität der beiden Persönlichkeiten tat das keinen Abbruch.

Im Jahre 2007 wurde “Gold-Rosi” mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des Organisationskornitees der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften, die 2011 in Garmisch-Partenkirchen stattfinden werden; für dieses alpine Großereignis wurde sie auch als profilierte Botschafterin berufen. Das Aalkönigskomitee wagt die Prognose, dass sich der Weltschwimmverband demnächst ihrer Dienste versichern wird, wenn sie in Bad Honnef nun auch ihr Können unter Wasser bewiesen haben wird.

Das Bad Honnefer Komitee hat mit Rosi Mittermaier zum ersten Mal eine weltweit bekannte Frau für den ehrenvollen Platz in der Aal-Monarchie nominiert. “Nach den Blank- und Silberaalen haben wir es in diesem Jahr geschafft, einen weiblichen Goldaal, der nur sehr selten in Hochgebirgsbächen auftaucht, zu fangen”, so verkündet es Friedhelm Ost bei der Nominierung.

Gold-Rosi habe schwierigste alpine Regionen mit der größten Eleganz bewältigt. Ihr Tempo war für alle Flachwasser-Angler so atemberaubend, dass selbst internationale Spitzenkonkurrenten sie nicht einholen konnten. Immer wieder hat sie mit geradezu atemberaubenden Schwüngen alle Reusen und Fallen umfahren. Die nominierte Aalkönigin, deren Heimatregion das bayerische Alpenland ist, fand sich immer wieder auch in fernen Gefilden und Gewässern zurecht. Sie reüssierte als das seltene Exemplar des Goldaals in Österreich, Norwegen und vielen anderen Ländern der Welt. Dabei scheute sie auch riskante Untiefen nicht, sondern profilierte sich mit zum Teil atemberaubenden Schwüngen als echtes “Jahrhundert-Exemplar” ihrer Art.

Nur selten suchte sie Muße und Erholung in stillen und stehenden Gewässern. Vielmehr nahm sie immer wieder neue sportliche Herausforderungen an, die sie stets meisterlich bestand. Ihren Mut, ihre Schnelligkeit und ihren natürlichen Charme bewundern viele Millionen Menschen in Deutschland und in der Welt. Aufgrund ihrer exzellenten Fähigkeiten, hohen menschlichen und sportlichen Qualitäten sowie zukunftsorientierten Visionen ist das Komitee bei der Nominierung von Gold- Rosi für die Übernahme der Aalmonarchie im Rheinland von der festen Überzeugung ausgegangen, dass die zukünftige Königin sich auch noch im Siebengebirge nach herrlichen Pisten umtun und diese mit bayerischem Flair für das Aalvolk vom Rhein erschließen wird.

Dem Aalkönigskomitee gehören die Bad Honnefer Bürger Helmut Kloss, Heinz Warneke, Klaus Wirtgen, Günther Raths, Michael Gerdes sowie Friedhelm und Fabian Ost an. Seit dem Jahre 2003 haben sie mit den jährlichen Aalkönigsfesten rund 100.000 Euro für eine Vielzahl sozialer Projekte im Jugendbereich und die Erhaltung des Aalschokkers Aranka, dem Wahrzeichen Bad Honnefs aufbringen können. Auch mit dem Aalkönigsfest 2009 will das Komitee wiederum einen hohen Betrag erzielen, der Jugendvereinen für soziale Vorhaben zufließen soll. “Dieses Ziel werden alle, die an der Krönungsfeier teilnehmen wollen, gewiss gern unterstützen”, ist sich das Aalkönigskomitee, dessen Mitglieder ihre Karten stets selbst bezahlen, sicher: “Da wir nicht wie in früheren Jahren auf eine Vielzahl von Sponsoren zählen können, müssen wir den Billetpreis auf 110 Euro anheben.” Zur diesjährigen Krönungsfeierwerden einige Spitzensportler, frühere ebenso wie noch aktive Olympia-Sieger und Goldmedaillen-Gewinner, nach Bad Honnef eingeladen. Die Proklamationsrede für die “Aalkönigin” wird Hans-Dietrich Genscher halten, der einst als Innenminister auch “Bundes-Sportminister” war und später Bundesaußenminister wurde.

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