Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

Sieben Einsätze in 24 Stunden

Juli 25, 2008

ÜBUNG: Berufsfeuerwehrwochenende bei der Jugendfeuerwehr

24 Stundenübung 1Die Jugendfeuerwehr der Stadt Bad Honnef hat im Rahmen einer 24 Stundenübung die Arbeit und die Aufgaben der Berufsfeuerwehr kennen gelernt. Am Samstag um 9 Uhr bezogen die Jugendlichen die Räumlichkeiten der Honnefer Feuerwehrwache. Nach erfolgter Fahrzeugeinteilung wurden die Fahrzeuge und Geräte kontrolliert. Das anschließend vorbereitete Frühstück wurde durch den ersten Einsatz unterbrochen.

24 Stundenübung 2Alarmiert wurde der gesamte Löschzug zur unklaren Feuermeldung zum Campingplatz Jillieshof in Aegidienberg. Die Jugendlichen staunten nicht schlecht, als bereits auf der Anfahrt deutlich Rauch zu sehen war. Beim Eintreffen stellte sich heraus, das dort ein 3,50 m x 2,50 m großer Holzscheit brannte. Bei näherem Erkunden wurde am Rand des brennenden Holzes eine Propangasflasche gefunden. Da diese noch kalt war, wurde sie sofort vom Brandherd entfernt. Das anschließende Löschen erfolgte natürlich unter Atemschutz. Das Feuer war daher schnell unter Kontrolle und die Ablöscharbeiten konnten beginnen. Nach getaner Arbeit ging es zurück zur Wache wo die Jungfeuerwehrmitglieder die Fahrzeuge wieder Einsatzbereit machten. Das gestörte Frühstück wurde anschließend als Mittagessen fortgesetzt. Um 13:30 Uhr ging dann ein weiterer Alarm ein - Ölspur in Rhöndorf, verursacht durch einen Land- und Forstwirtschaftliches Fahrzeug. Diese Ölspur, deren Länge 60 m betrug, wurde durch Ölbindemittel abgestreut, gekehrt und wieder aufgenommen.

24 Stundenübung 3Der anschließende Unterricht Strahlrohrtraining verzögerte sich leider ein wenig. Hier vermittelte ein Kamerad der Löschgruppe Selhof den Umgang mit den Hohlstrahlrohren auf spielerische Weise. Das Strahlrohrtraining wurde dann durch einen dritten Einsatz unterbrochen - brennende Halle auf dem Gelände des städtischen Bauhofs. In kürzester Zeit trafen die Jugendlichen am Einsatzort ein.

24 Stundenübung 4Sie fanden eine stark verrauchte Halle vor, die ohne Atemschutz völlig unbegehbar war. Kurzerhand befahl der Gruppenführer diesen Brand mit Schaum zu löschen. Während des Löschens informierte ein Mitarbeiter des Bauhofs die Einssatzkräfte über einen vermißten Mitarbeiter. Sofort begann die Suche nach der Person. Wenige Minuten und einige Kriechgänge später wurde diese auch schon gefunden und unverletzt heraus gebracht.

24 Stundenübung 5Die Ablöscharbeiten erfolgten. Aus dem vorherigen Schaumeinsatz wurde eine regelrechte Schaumschlacht. So gut wie kein Betreuer und kein Jugendlicher blieb trocken. Auch das eingesetzte Wasser, welches zur Schaumbeseitigung eingesetzt wurde, hinterließ seine Spuren. Auf der Wache wurden anschließend alle Fahrzeuge wieder Einsatzbereit gemacht und die Kleidung zum Trocknen auf ausgefahrener Drehleiter und Zäunen aufgehängt. Beim gemeinsamen Grillen und einem anschließendem Videoabend wurde sich dann ausgeruht und neue Kräfte gesammelt. Zumindest für kurze Zeit, denn hier kam ein Fehlalarm “Haus Hohenhonnef” dazwischen. Bereits auf der Anfahrt konnte der Einsatz abgebrochen werden und die Rückkehr zur Feuerwehrwache erfolgen. Gegen 23 Uhr meldete eine Person aus einer Telefonzelle ein Tier in Notlage. Eine Schlange, aus dem nah gelegenen Zirkus, befand sich in der Kanalisation und kam von alleine nicht mehr heraus. Nach erfolgreicher Befreiungsaktion durch das Anheben eines Gitters übergaben die Einsatzkräfte die Schlange den Besitzern. Die bereits eingeläutete Schlafenszeit wurde gegen ein Uhr nachts durch eine einlaufende Brandmeldeanlage des Bad Honnefer Rathauses gestört.

Ein Druckknopf wurde im zweiten OG des Gebäudes eingedrückt. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurden die Gruppenführer der Fahrzeuge in die Handhabung einer Brandmeldezentrale eingewiesen. Diese schickten Ihren ausgerüsteten Angriffstrupp mit der Laufkarte zur ausgewiesenen Stelle. Während der Suche nach dem ein gedrückten Druckknopf, erlitt der Angriffstruppführer einen Zusammenbruch. Schnell musste der bereitstehende Rettungstrupp eingreifen und diesen unbeschadet ins Erdgeschoss holen. Die Übergabe an den Rettungsdienst erfolgte. Die Gruppenführer schalteten die Anlage wieder scharf und informierten die Leitstelle. Der Einsatz war hiermit beendet. Den siebten und letzten Einsatz fuhren die Jugendlichen am Sonntagfrüh um 6:10 Uhr. Gemeldet wurde Feuerschein im Schmelztag. Es stellte sich heraus, dass auf einem der Parkplätze ein Mülleimer brannte, verursacht durch eine entsorgte Zigarette. Der Brand wurde Mittels eines Schnellangriffs schnell gelöscht. Nach dem Einsatz wurden die Fahrzeuge wieder Einsatzbereit gemacht und die Wache aufgeräumt. Das Ende des Berufsfeuerwehrwochenendes wurde durch ein gemeinsames Frühstück abgerundet.
Patricia Wiesel

Kommentare

Möchten Sie den Beitrag kommentieren?