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Erfolgreiches Start-up BEEFER zieht nach Bad Honnef

Februar 3, 2016

Die Köpfe hinter dem Start-up: Frantz Konzen, Marc Kirwald und Frank Hecker (v.l.)Bad Honnef darf sich über den Zuzug eines neuen Unternehmens freuen. Ab März wird das junge Start-up Beefer seine neuen Räumlichkeiten an der Linzer Straße beziehen. Bürgermeister Otto Neuhoff freut sich über die gute Nachricht: „Ein neues, noch dazu so innovativ und erfolgreich tätiges Unternehmen am Standort Bad Honnef begrüßen zu dürfen, stimmt mich sehr positiv. Ich wünsche dem Team, dass es nun von hier aus weiter wachsen und Bad Honnef ein kleines bisschen an der tollen Geschichte des Beefer mitschreiben kann. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich das geschmackliche Erlebnis absolut lohnt.“

Nach Informationen der Geschäftsleitung wird der neue Standort vor allem für die Fertigung genutzt. Außerdem entsteht ein großer Showroom, der Kundinnen und Kunden auch die Möglichkeit zur Verkostung bieten soll. Last but not least: Geplant sind dort regelmäßige Seminare, in denen die einzigartigen Eigenschaften des Beefers und die Besonderheiten des Hochtemperatur- Grillens vermittelt werden.

Das Unternehmen, das im April 2013 von Marc Kirwald, Frank Hecker und Frantz Konzen, einem gebürtigen Bad Honnefer, gegründet wurde, produziert und vertreibt den Beefer, einen Gasgrill, der Steaks und Fisch ebenso wie Gemüse oder Käse bei 800 Grad in eine geschmackliche Besonderheit verwandelt. Das Team startete mit einem kleinen Büro in Königswinter und der Produktion in zwei Werkstätten in der Region. Bisher ist Beefer in der Schweiz, den Niederlanden und Luxemburg zu bekommen. Weitere Länder werden in den kommenden Monaten hinzukommen.

Die hierfür nötigen Fertigungskapazitäten werden nun am Bad Honnefer Standort aufgebaut. Ziel ist es, nach bereits über 10.000 verkauften Geräten die trendsetzende Position, die sich das Unternehmen im jungen Markt für Hochtemperaturgrills erarbeitet hat, weiter auszubauen und international zu expandieren. Im März erscheint das erste Beefer-Kochbuch – mit selbst entwickelten Rezepten und Kreationen bekannter Starköche. |eb

Aktuelle Information: Flüchtlinge in Bad Honnef

Februar 3, 2016

Aktuelle Information: Flüchtlinge in Bad HonnefDie Zahl der hier in Bad Honnef lebenden Flüchtlinge ist annähernd gleich geblieben. Aktuell sind in Bad Honnef 467 Flüchtlinge untergebracht. Auf Weisung von Landesinnenminister Ralf Jäger verteilt die Bezirksregierung Arnsberg in den kommenden Wochen die ankommenden Flüchtlinge nur noch auf die Städte, die bislang zu wenige aufgenommen haben. Das sind überwiegend die Großstädte. Die Zuweisungspause soll ca. sechs Wochen betragen. Dennoch schwanken die Bad Honnefer Zahlen wegen Familienzusammenführungen minimal.

Die Zeitspanne nutzt die Stadtverwaltung, um die teils sehr enge Unterbringung ein wenig zu entzerren und die Turnhalle des Siebengebirgsgymnasiums zum 15.02.2016 freizumachen. Im Anschluss daran werden die Maßnahmen eingeleitet, die zur sportlichen Nutzung notwendig sind.

Wird eine neue Unterkunft zur Verfügung gestellt und mit Flüchtlingen belegt, sei es eine Wohnung oder ein Objekt, informiert der Fachdienst Asyl die unmittelbare Nachbarschaft über die Anzahl und eventuelle Familienzusammengehörigkeit der Neuankömmlinge. Ein Schreiben bittet um Hilfestellung zur Integration. Angeboten wird auch, dass die Mitarbeiter/innen des Bereiches Soziales der Stadt Bad Honnef als Ansprechpartner/ innen bei Rückfragen zur Verfügung stehen. Die Verwaltung weist in dem Schreiben darauf hin, dass das Ziel ist, die Flüchtlinge dezentral, in kleinen und mittelgroßen Objekten verteilt über das gesamte Stadtgebiet unterzubringen, was helfen wird, Brennpunkte zu vermeiden.

Der Fachdienst Asyl wird ab Anfang Februar durch einen zweiten Dolmetscher unterstützt. Eine Dolmetscherin ist seit zwei Monaten bereits tätig. Beide sind herzlich willkommen. Sie übersetzen sowohl die amtlichen wichtigen schriftlichen Informationen für die Flüchtlinge als auch im Falle von Amtsgesprächen mit den Mitarbeitenden der Verwaltung. Die Dolmetscher sind für die Mitarbeiterenden des Fachdienstes eine große Hilfe und verkürzen die Bearbeitungszeit. Gefördert werden die Stellen von der Bundesagentur für Arbeit.

Zum bevorstehenden Karneval hat das Polizeipräsidium Bonn einen Flyer zur Verfügung gestellt, der in mehreren Sprachen, unter anderem Arabisch verfasst ist. Er wird zurzeit vom Fachdienst Asyl bei der Scheckausgabe oder in den Unterkünften verteilt. Die Patinnen und Paten haben ihn ebenfalls für die Verteilung an die von ihnen betreuten Flüchtlinge bekommen. Gerrit Schöne- Warnefeld vom Fachdienst Asyl erklärt: „Jeder soll Karneval ausgelassen feiern. Trotzdem ist Information der beste Weg, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden.“ Die Bitte ist, auch die Flüchtlinge respektvoll zu behandeln. Nicht jeder kann sich unmittelbar von der überschwänglichen Feierlaune anstecken lassen.

Um die Integration zügig und erfolgreich voranzubringen, wird - neben den Sprachkursen - ein besonderes Augenmerk auf die Arbeitsintegration gelegt. Die Meldebögen für die Bundesagentur für Arbeit, in denen Qualifikationen und eventuelle Handicaps angegeben werden, werden derzeit bei der Registrierung beim Fachdienst Asyl mit ausgegeben, damit sie so schnell wie möglich ausgefüllt werden können. Asylbewerbende dürfen nach dreimonatigem Aufenthalt arbeiten. Allerdings müssen die Arbeitsagenturen in den ersten 15 Monaten zunächst prüfen, ob die Stelle, die von Arbeitgeber/ innen einem Flüchtling angeboten wurde, nicht mit einem Deutschen/einer Deutschen oder einem/einer EU-Bürger/ in besetzt werden könnte. Arbeitgeber/ innen, die sich bereit erklärt haben, einen Flüchtling einzustellen, werden zunächst von der Ausländerbehörde befragt, dann entscheiden die Arbeitsagenturen. Des Weiteren können Flüchtlinge nach den ersten drei Monaten eine gemeinnützige Tätigkeit aufnehmen. So helfen sie beispielsweise im Bau- und Betriebshof der Stadt. Die Bezahlung erfolgt ähnlich den 1-Euro-Jobs. Praktikums- und Ausbildungsstellen können Flüchtlinge ebenfalls annehmen. Geregelte Arbeitsabläufe, auch wenn die Hürden wie Sprache und Formalitäten nicht einfach zu nehmen sind, stärken die Flüchtlinge in ihrem Tagesablauf. |eb

Wegbeschreibungen der Karnevalsumzüge

Januar 29, 2016

Drei Karnevalszüge werden durch die Stadt ziehen. Hier sind die Wegbeschreibungen.

Der Karnevalszug im Bad Honnefer Talbereich nimmt dieses Jahr wegen der Kanalbaumaßnahme am Markt einen anderen Weg. Am Sonntag, 07.02.2016, startet er um 13:00 Uhr. Aufstellung ist ab 11:30 Uhr um den HIT Markt Berck-sur-Mer-Straße. Der Zugweg ist wie folgt: Linzer Straße, Krachsnußbaumweg, Sparkasse Selhof, Selhoferstraße bis Kapelle, Kapellenstraße, Beueler Straße, Hauptstraße, Linzer Straße, Am Saynschen Hof, Bahnhofstraße, Hauptstraße bis Weyermannallee. Zwischen Weyermannallee und Kurhaus ist dann Ende für den Zug. Weitergefeiert werden kann im Kurhaus und in den Lokalen.

Für den Kinderzug in Selhof am Montag, 08.02.2015, ist Aufstellung ab 12:15 Uhr in der Menzenberger Straße an der Grundschule Sankt Martin. Der Zug startet um 13:00 Uhr. Der Zugweg ist wie folgt: Menzenberger Straße (Grundschule St. Martin) - rechts Karl-Simrock-Straße - links Brunnenstraße - links Selhofer Straße - rechts Schulstraße - bis Karlstraße - links Karlstraße - links Menzenberger Straße bis zur Grundschule St. Martin.

Die Teilnehmenden des Karnevalszugs Aegidienberg am Dienstag, 09.02.1016, stellen sich ab 13:30 Uhr im Rederscheider Weg (K 26) auf. Start ist um 14:00 Uhr. Der Zugweg ist wie folgt: Rederscheider Weg - über Rottbitzer Straße (L 247) - Himberger Straße (L 143) - rechts Aegidienberger Straße - rechts Alte Straße - links Ölbergstraße - geradeaus über Aegidienberger Straße - links zurück Höveler Straße - wieder auf die Aegidienberger Straße bis Aegidiusplatz. |eb

Besuch

Januar 15, 2016

BesuchNun ist es Tradition: Zum dritten Mal begaben sich die Stadtsoldaten aus Bad Honnef nach Köln, um den Jecken dort Spass zu bereiten. Und das ist auch perfekt gelungen. Bei strahlendem Sonnenschein war es knubbelvoll zwischen Heumarkt und Domplatz. Touristen mischten sich unter das jecke Volk und jubelten den Spielmännern zu, die von Halt Pölern begleitet wurden. Zeitweise schlossen sich sogar die staatsen „Roten Funken“ den spielwütigen Honnefern an. Danach war allen klar: Bad Honnef gehört nun zum kölschen Karnevalsuniversum.

Gastfamilien in Bad Honnef gesucht

Januar 8, 2016

Das Jugendamt der Stadt Bad Honnef sucht für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge geeignete Unterbringungen in Gastfamilien. Aus Angst vor Krieg und Gewalt verlassen auch minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung ihrer Sorgeberechtigten ihre Heimat und kommen nach einem mühevollen Weg in Deutschland an. Diese jungen Menschen stehen unter der Obhut der Jugendhilfe. Neben der Unterbringung der minderjährigen Flüchtlinge in stationären Wohneinrichtungen der Jugendhilfe prüft das Jugendamt beim Gespräch mit den jungen Menschen, die in der Regel zwischen 14 und 18 Jahre alt und meistens männlich sind, ob eine Unterbringung in einer Familie ebenso eine geeignete Möglichkeit für sie darstellt.

Das Leben in Gastfamilien hat für die jungen Menschen den Vorteil, dass die Unterstützung vom persönlichen Engagement der Familien geprägt ist und dadurch Integration leichter möglich ist. Damit dies gelingt, ist es erforderlich, dass der Kontakt miteinander durch Offenheit, Wertschätzung und auch entsprechende Flexibilität geprägt ist. Diese Eigenschaften sind beispielsweise beim Umgang mit der Sprach- und Kulturbarriere hilfreich. Neben der Beratung und Begleitung durch das Jugendamt erhalten die Gastfamilien Unterstützung durch eine ambulante Hilfe, die durch das Jugendamt eingesetzt wird.

Sollte Interesse bestehen, sich als Gastfamilie zu bewerben oder weitere Informationen zu erhalten, gibt der Pflegekinderdienst des Jugendamtes der Stadt Bad Honnef Auskunft: Carmen Bocionek, Telefon 02224/184- 156, E-Mail: carmen.bocionek@bad-honnef.de. |eb

RÜCKBLICK

Dezember 30, 2015

2015: Das Jahr des Wandels

Rückblick2016 ist Licht am Ende des Tunnels zu erkennen.Es war erst das zweite Jahr mit der neuen Stadtregierung. Für Veränderungen gilt in Bad Honnef nicht mehr der Rhythmus von Jahrzehnten. Mittlerweile geht es deutlich rasanter zu. Zwei Themen prägten das Jahr. In 2015 entschieden die Honnefer wie die meisten Deutschen selbst, die Flüchtlinge herzlich willkommen zu heißen. Die Zivilgesellschaft überholte die Institutionen. Sie bestimmte, wo es lang geht. Gleichzeitig grassierte das LaGa-Fieber. Der Bewerbung zur Landesgartenschau blieb zwar der Zuschlag versagt, doch die gefundenen Ideen und Konzepte werden der Stadtentwicklung nutzen. Es ist ein Aufbruch: Die Heimat wird bald anders aussehen, wieder ein Stück bunter werden. Auf dass das Erhaltenswerte erhalten bleibt im lebhaften Wandel.

Januar:

Der erste Monat im Jahr verzichtet auf ein wirkliches Highlight. Brötchentaste und Parkgebühren avancieren zum kommunalpolitischen Aufreger. Geht es beim Recht, 15 Minuten in seiner Stadt gebührenfrei Besorgungen machen zu dürfen, um ein Stück liebgewonnenen bürgerlichen Besitzstandes, der bindet und sich zuhause fühlen lässt? Oder hat der Bürgermeister Recht, der Konsequenz bis ins elfte Glied fordert? Jedenfalls wird sich Neuhoff durchsetzen, wie die nächsten Wochen zeigen sollen. So lässt die Brötchentaste – an sich nicht wirklich überragend substantiell – die Honnefer ihren neuen ersten Bürger besser kennenlernen. Mit ihm ist nicht gut Kirschen essen, oder gerade eben doch? Er mag Entscheidungen, möglichst gründlich, immer schnell. Wer zaudert, erlebt seine Ungeduld.

Die närrische Session ist kurz. Zwei Wochen weniger als in 2014. Also ist Hunf konzentriert besonders jeck und übt fürs nächste Jahr, wo es noch enger wird. Für Redakteure ist das schlimm: Man fällt vom Fleisch und kann doch wegen Mehrfachbelegung nicht überall hin. Was einem ewige Feinde schafft. Jedenfalls sehen wir den multiplen BM Otto Neuhoff, der in einer wirklich verblüffenden Vielzahl von Verkleidungen an seiner gelegentlich kritisierten mangelnden Präsenz arbeitet. Im Übrigen verbürgt sich der Herausgeber als Ottos Begleiter von Berufs wegen: Der Mann gibt sich alle Mühe, jenseits der Überstunden im Rathaus durchaus so manches Fass Kölsch mit dem Bürger als solchem zu leeren. Doch weil sowieso nichts ernster ist als der Karneval, erweist die HWZ diesem den Dienst, auf vier Titelseiten die Geschichte der vier großen Gesellschaften Halt Pol, KG Selhof, Ziepches Jecke und Circus Comicus ausgiebig zu erzählen. Was die Löstigen Gesellen und andere nicht vergrätzen soll.

Ansonsten grüßt das Murmeltier: Lothar Paulsen ist wieder mal neuer Trainer des HFV. Was Herrn Paulsen keineswegs als Rolle gerecht wird, ist er doch in jeder Hinsicht Motor und Gesicht des Vereins. Die IUBH feiert den fünftausendsten Studierenden, die Machbarkeitsstudie für die Bewerbung zur Landesgartenschau geht in Arbeit. Der ehemaligen Pizzeria Calabria wird das Tor zu einer neuen Zukunft geöffnet, über die zu berichten uns jetzt schon freut.

Über allem jedoch steht das Attentat gegen die Redaktion von Charlie Hebdo am 7. Januar. Die ganze Welt reagiert. Zu Recht, denn freie Presse und freie Meinung sind höchstes Gut.

Februar:

Am 15. ist Zoch. Samt Biwak am Kursaal, tonnenweise „Kamelle“ und der Gewissheit, dass Bad Honnef neben den auch in der Narretei unvermeidlichen teutschen Uniformen Besonderes zu bieten hat: Wir sind die Stadt der Clowns. Unangefochten. Was im Ruhrgebiet der Cowboy ist, in Venedig die Maske, in Rio ganz wenig – hier bleibt es der Clown. Mittlerweile ist das Kostüm ein regelrechtes Invest, mit verschwenderisch viel Stoff in sehr spezifischen Honnefer Designs. Nur Alexander Dobrindts großkarierte Anzüge sind lustiger und teurer. Bestimmte Schneiderhände herrschen als heimliche Stars dieser Stadt, die zu Karneval regelmäßig Tausende ihrer ehemaligen, in die Fremde verschlagenen Bürger und Bürgerinnen so gewandet am Geburtsort wieder begrüßen darf. Eine spezielle Art der Lachswanderung, beileibe nicht auf dem Trockenen.

Dennoch sei ein Uniformträger des Jahres 2015 besonders erwähnt: Jopa Vedders, der mit dem Bürgermeister Stippeföttche tanzt und von seinen weiteren Plänen als Technischer Beigeordneter erzählt. Er ist mutig. Seiner gedenken wir so lieber als zu seiner Beerdigung wenige Wochen später, nachdem die heimtückische Krankheit doch ein tragisches Ende genommen hat.

Der Februar ist zu gefüllt mit karnevalistischer Verpflichtung, um sonst noch viel auf die Beine zu stellen. In 55 Minuten absolviert der Rat auf seiner kürzesten Sitzung aller Zeiten gleich 17 Tagesordnungspunkte. Um die gewonnene Zeit zur neuen Tradition zu verwenden, wird eine gemeinsame zweite Halbzeit im Vierkotten angehängt. „Verwaltung im Dialog“ besucht den Stadtteil Selhof. Aufhorchen lässt die Abrechnung, dass die Region weiterhin steigende Besucherzahlen vermeldet. Und mit der Eröffnung des Dampferladens an der Linzer Straße startet ein abgedrehtes Phänomen, da sich nun technikaffine Drogisten Metallapparate in den Mund stecken.

März:

Die erste Bürgerbeteiligung zur LaGa-Bewerbung lockt am 4. März 130 Leute ins Rathaus. Es beginnt eine neue Epoche, in der die Bürgerschaft selbst gefragt wird zu wichtigen Themen. Schnell überzeugen sich die Besucher, dass die ganze Anlage der Versammlung gut geeignet ist, Ideen effektiv einzubringen und auch zu verarbeiten. Derweil gewinnt die Bewerbung generell ungeahnte Fahrt. Allein von der strategischen Aufstellung her stellt sie alles in den Schatten, was Bad Honnef bisher an visionären Knabenmorgenblütenträumen zu bieten hatte. Die IHK unterstützt die Bewerbung, als deren weitere wichtige Helfer später der Rhein-Sieg-Kreis, die Städte Bonn wie Königswinter und die Region Köln-Bonn beispringen.

Auch zu anderen Themen wird nachhaltig geplant: Zum ersten Mal sucht die Stadt einen gemeinnützigen Träger für Arbeit und Arbeitsplätze, die die Flüchtlinge dringend brauchen. In Aegidienberg berät am 10. März der Bezirksausschuss, wie der Stadtteil an LaGa und ISEK zu beteiligen ist. Es startet eine Debatte zwischen Konstruktivität und Besorgnis, so verantwortungsvoll wie rechtzeitig. Ähnlich die Belebung des Themas Region Siebengebirge, die auf Dekaden latenter Konkurrenz und auch Zwietracht neue Töne präsentiert: „Miteinander statt Missgunst“ oder „in die Zukunft denken“. Derweil ruft die Verwaltung Bürger, Verbände und Politik zur Beratung, wie die Stadt – auch jenseits der öffentlichen Bauten - den Anforderungen einer ganzheitlichen Inklusion gerecht wird. „Verwaltung im Dialog“ besucht den Ortsteil Selhof und sorgt dafür, dass mensch sich besser versteht. Doch auch Prinzipien werden geritten: Neben zahlreichen weiteren zur Stabilisierung nötigen Satzungsänderungen (Synonym für Gebühren- und Endgelderhöhungen) geht auch die Brötchentaste in den Rat. Der Chronist würde sagen: Die Geschichte wird zeigen, ob die Brötchentaste der erste Sündenfall war.

Große Politik zu Gast auf Grafenwerth: Sven Giegold aus dem Europaparlament erklärt nachdrücklich das sogen. Freihandelsabkommen TTIP und dessen Gefahren. Was sonst noch los ist, beleuchten die zahlreichen Highlights: Die Brüder Poopal übernehmen Verantwortung im Inselcafé, der Honnefer Löschzug der Feuerwehr bekommt eine neue Führung, die neue Radwanderkarte des Rhein-Sieg-Kreises samt Begleitheft gibt es für 8,95 in Buchhandel und Kreishaus. Mit Franz-Josef Kayser verstirbt jener Alt-Bürgermeister, der Bad Honnef am längsten regierte. Grundschulkinder begrüßen die Krokusse am Kursaal mit Musik. Der Bürger- und Ortsverein Rhöndorf tut markige Sprüche („Die Mauer muss weg!“) zu den Gabionen, die den Weinbergweg versperren – just nachdem Hooligans genau dort erheblichen Sachschaden anrichteten und auf Dauer für taube Ohren in Düsseldorf sorgten.

Initiativen beleben wieder einmal Heimat und Alltag. Die Einzelhandelsgemeinschaft Centrum e.V. ruft zum Stadtfest „Fühl Dich Frühling“ am 28. und 29. März. Am 28. gibt es den Frühjahrsputz im Reitersdorfer Park. Aus den Tiefen der Wälder tragen die Jäger ihren Protest gegen das neue Jagdgesetz per Demonstration vor den Düsseldorfer Landtag. Womit sie hohes Risiko gehen, denn prompt fordert der Tierschutz weitere Korrekturen und Einschränkungen der Aktivitäten der Grünröcke.

April:

Der April beginnt mit einer Ausgabe der HWZ, die reale Nachrichten mit Scherz-News mischt. Es bleibt dem Urteil der Leser überlassen, ob die Schnellstraße tatsächlich entsiegelt, der unvermeidliche Tunnel gebaut oder gar ein lokaler Straßenstrich geplant wird. Gar nicht lustig jedoch gerät die Ankündigung großflächiger Kanalbauarbeiten in nahezu der gesamten City. Unter wahrlich bezeichnendem Titel: „Operation an der Hauptschlagader“. Die Geschäftsleute beraten sich – und ziehen mit.

Die Sparkasse Bad Honnef zieht Bilanz. Noch bleibt sie unabhängig und nicht von einer großen regionalen geschluckt. Solch eine Konstellation ist äußerst selten, wichtig gleichermaßen für Geschäftsleute und private Kunden, wichtig für die Stadt. 522 Mio Euro Geschäftsvolumen, 387 Mio Euro Einlagen, 318 Mio Euro Kredite, 2,4 Mio Euro Betriebsergebnis, 38.887 Kundenkonten, 104 Mitarbeiter. Derweil müht sich die Jahrgangsstufe 12 am Hagerhof, über Sandwichverkäufe 352 Euro zugunsten der Andheri-Hilfe für eine in Indien diskriminierte Minderheit zusammenzubringen. Großes Kino, kleine Helden.

Mit Getöse, Fahnen, Röcken feiern die Schützen den Rheinischen Schützentag. Ein absolutes Großereignis, das wieder nach Bad Honnef geholt wurde. Otto N. ist Schirmherr. Bescheidener hält es der KVV (Kur- und Verkehrs- Verein) bei seinem Osterspaziergang, nachdem er gerade zwei Wochen zuvor zum Empfang für Neubürgerinnen und Neubürger lud. Wieder großes Kino, wieder kleine Helden.

Am 25. eröffnet das Freizeitbad Grafenwerth die Session. Wie immer bei solchem Anlass wartet man förmlich darauf, dass irgendein Schlauberger diese Vorzeige-Attraktion der Stadt wegsparen will. Klar allerdings ist, dass der BHAG-Initiative zur Elektromobilität die Zukunft gehört; eine weitere Stromtankstelle eröffnet. Erstaunlich, dass der BUND einer LaGa doch einiges abgewinnen kann, sofern sie denn nachhaltig und ökologisch organisiert wird. Der Bürgermeister hört zu, das Planungsbüro gibt Informationen auf der gut besuchten Veranstaltung im Inselcafé. Totgesagte leben länger: Für die nächste Ratssitzung wird eine Anfrage zum Sozialen Wohnungsbau eingereicht. Und der Umweltausschuss berät über „Rehe auf dem Neuen Friedhof“.

Mai:

Die beruhigende Nachricht vorweg: Noch immer sind die Würste, die man beim Aufstellen des Maibaums am Kapellchen in Selhof brät, die besten ihrer Art in der Stadt. Und noch immer ist das Pfingstlager der KJG unerreicht. Beunruhigend nur, dass genau jene KJG in der City ein Unterbringungsproblem haben wird – bedingt durch den Neubau hinter der Kirche, dessen Umnutzung schon die Jugend der Malteser in die „Rettungsmeile“ vertrieb.

Aus Rhein in Flammen wird ein dreitägiges Festival mit sehr ansehnlichem Programm. Wohl der Stadt, die eine solche Insel hat. Ein Kleinod! Auch am Abend des Feuerwerks und der paradierenden Rheinflotte kippt sie nicht um, obwohl Abertausende hochkonzentriert allein am westlichen Ufer stehen. Ganz so voll ist die zweite große Bürgerbeteiligung zur LaGa-Bewerbung nicht. Dennoch konstatieren aufmerksame Beobachter: Die Bürger lernen schnell und wissen dieses Instrument zu nutzen. Also werden sie bald auch den neuen Sevice „Onleihe“ der Stadtbücherei beherrschen. Zum Monatswechsel zieht die HWZ eine erste große Bilanz unter dem Stichwort gesteigerter Lebensqualität: Verwaltung deutlich besser und kommunikativer aufgestellt, Gesamtschule auf dem Weg, Kanalsanierung als Herkulesaufgabe zügig angegangen und trotz grober Einschränkungen bei den Anwohnern akzeptiert. Überhaupt zieht die Bevölkerung mit beim Generalkurs, und so kommen zum großen Elternprotest gegen neue OGS-Beiträge kaum zwei Handvoll Leute. Insbesondere Rhöndorf hat sich verändert vom Domizil der gut 2.000 Wohlhabenden und meist beharrenden Älteren zum lebendigen Stadtteil. Drei neue Wohngebiete geben Profil: auf dem Gelände des ehemaligen Deutsch-Französischen Jugendwerks, im (nun weitgehend gerodeten) Nachtigallenwäldchen und bei der Villa Merkens. Eine als solche erkennbare Gastromeile mit veritablen Leuchttürmen (Caesareo, Haus im Turm, Gilbert’s, Allessandro mit dem irren Mango-Yoghurt-Eis) ist inzwischen um Laden und Lädchen ergänzt. Natürlich stört noch der unsägliche Bahnhof in seiner Scheußlichkeit samt zahlreicher Barrieren. Und natürlich bleibt der Ziepchesplatz als Parkareal artfremd und falsch genutzt. |bh

Fortsetzung folgt

Kanalbaumaßnahme

Dezember 30, 2015

Zu Beginn des Jahres 2016 startet der Kanalbau in der Fußgängerzone Bad Honnef in den nächsten Bauabschnitt. Ab dem 4. Januar 2016 wird wieder die Baustelle auf dem Marktplatz Bad Honnef eingerichtet und im Kreuzungsbereich Hauptstraße/Weyermannallee wird mit der Errichtung der nächsten Baugrube begonnen, die unterirdisch mit der schon errichteten Baugrube auf dem Marktplatz verbunden werden wird. Durch die Größe und Lage der neuen Baugrube in der Hauptstraße muss die Verkehrsführung geändert werden. Ab der Kreuzung Hauptstraße/Weyermannallee ist kein Begegnungsverkehr mehr möglich.

Der Verkehr aus Richtung Rhöndorf stadteinwärts wird durch eine Einbahnstraßenregelung durch die Stadt geleitet. Für den Gegenverkehr in Fahrtrichtung nach Rhöndorf wird eine Umleitung über die Menzenberger Straße, Bahnhofstraße und Luisenstraße eingerichtet. Die Zufahrt bis zur Post „Am Saynschen Hof“ bleibt frei. Die Weiterfahrt in die Bahnhofstraße in Richtung Hauptstraße/ Rhöndorf wird gesperrt. Auch auf dem Marktplatz wird wieder eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Die Zufahrt zum Marktplatz ist über die Hauptstraße in Richtung Marktplatz möglich und die Ausfahrt über die Rommersdorfer Straße.

Das Abwasserwerk der Stadt Bad Honnef rechnet mit einer Dauer der Bautätigkeiten für diesen Bauabschnitt bis Mitte des Jahres 2016. |eb

Studenten sammeln für Flüchtlingsfond

Dezember 30, 2015

Studenten sammeln für FlüchtlingsfondIm Rahmen des International Food Day auf dem Campus der IUBH School of Business and Management in Bad Honnef (IUBH) wurden über 230,- Euro für den Flüchtlingsfond gesammelt.

Der International Food Day wurde bereits zum zweiten Mal von der International Society, einer Untergruppe der Studierendenvertretung (Student Common Room e.V.), veranstaltet. Viele Bad Honnefer nutzen die Gelegenheit, um mit den Studierenden in Kontakt zu kommen. Ein reges Treiben, Probieren und sich Austauschen rund um die zahlreichen Stände war die ganze Mittagszeit über zu beobachten.

Wie schon im Mai war es den Studierenden und Organisatoren im Rahmen dieser Veranstaltung ein großes Anliegen, Spenden für einen Wohltätigen Zweck zu sammeln. „Viele der Studierenden stammen aus dem Nahen Osten oder Anrainerstaaten, daher war es für uns eine schnelle Entscheidung, auch jetzt mit dem Flüchtlingsfond zusammenzuarbeiten“ sagt Aaron Bartel, Organisator des International Food Day.

Die Spenden wurden von Annette Stegger vom „Fonds zur Integration von Flüchtlingen“ der Bürgerstiftung Bad Honnef bereits für ein konkretes Projekt eingeplant. Um die Integration der in Bad Honnef untergebrachten Flüchtlinge zu stärken, soll schon in den nächsten Wochen ein regelmäßiges zusammenkommen zwischen Flüchtlingen und Flüchtlingshelfern initiiert werden. Trotz herausragenden freiwilligen Engagements fallen kontinuierlich Kosten an, welche durch diese Spende gedeckt werden können. |eb

Geschenke in letzter Minute

Dezember 18, 2015

GESCHENKIDEEN: „Last Minute“ aus dem individuellen Bad Honnefer Angebot

Individuelles Schmuckstück von Zumsande für die AllerliebsteDicke Zigarre für den Opa von EimermacherBrillenaccessoires von BethSchönheitsprodukte von FacelinesFüllfederhalter von RetzGemälde von KreutzbergGeschenkgutschein von SunpointModische Accessoires von Rosa ValenzDampfer von Calito e SmokeWeinpräsente oder Geschenkkörbe vom HITUltramoderner WebergrillWeihnachtszeit ist Geschenkezeit. Und wie immer kommt Weihnachten auch in diesem Jahr völlig unverhofft daher. So ist es gut zu wissen, dass die Bad Honnefer Geschäftswelt quasi eine wahre Fundgrube für Geschenkesuchende bietet. Beispielsweise eine dicke Zigarre für den Opa von Eimermacher, ein individuelles Schmuckstück von Zumsande für die Allerliebste, Brillenaccessoires von Beth, Schönheitsprodukte von Facelines, ein Füllfederhalter von Retz, ein Geschenkgutschein von Sunpoint, ein Gemälde von Kreutzberg, modische Accessoires von Rosa Valenz, ein Dampfer von Calito e Smoke, Weinpräsente oder Geschenkkörbe vom HIT, aus dem Haus im Turm oder von den Genießer-Pfaden, oder vielleicht einen ultramodernen Webergrill. Stöbern, aussuchen, einpacken. Freude schenken. In Bad Honnef ist nichts unmöglich. Persönliche Beratung inklusive. Das Fest kann kommen.

Pufpaff schenken

Dezember 18, 2015

Dem Lions Club Bad Honnef ist es gelungen, den auch von Fernsehauftritten bekannten Kabarettisten Sebastian Pufpaff für eine Benefiz-Veranstaltung in Bad Honnef zu gewinnen. Pufpaff ist in Bad Honnef aufgewachsen und wohnt in unserer Stadt. Es wird sein erster Auftritt in Bad Honnef sein, wenn er am 13. April 2016 die Bühne des Kursaals betritt. Karten können schon jetzt bei Bonn-Ticket und der Buchhandlung Werber für 22 Euro erworben werden und vielleicht auf dem weihnachtlichen Gabentisch platziert werden. |eb

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