Erleben Sie Elektromobilität! Am Samstag, 09. Mai 2015 von 10 - 18 Uhr am Rathausplatz Bad Honnef.

Bad Honnef dampft

April 17, 2015

Bad Honnef dampft„Dampfst du schon, oder rauchst du noch…?“ Das ist der Slogan von CalitO e-smoke. Vor knapp sechs Wochen eröffnete das erste Fachgeschäft für elektronische Zigaretten in der Linzer Straße und schon zählen die Inhaber Anja und Patrick Marquard (r.) über 200 Stammkunden. Dampfen statt rauchen, das ist der gesundheitsbewusste Trend unserer Zeit. Ein Trend, der von Bad Honnef aus in die gesamte Region ausstrahlt. „Unsere Kunden kommen nicht nur aus Bad Honnef, sondern aus Siegburg, Asbach, Königswinter oder Troisdorf“, freuen sich die Marquard’s. Gesundheitsstadt Bad Honnef eben.

PK Wittichenau hat große Pläne

April 10, 2015

PK Wittichenau hat große PläneIm Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Partnerschaftskomitees Bad Honnef / Wittichenau stand das Jahresprogramm 2015. Doch zunächst blickte Vorsitzender Peter Endler mit den zahlreich erschienen Mitgliedern auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück: Höhepunkte waren zweifellos die Jahresreise nach Südpolen, die trinationale Jugendbegegnung sowie die Zeitzeugenveranstaltungen mit dem ehemaligen Wittichenauer Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Peter Schowtka im Sibi, in der Realschule St. Josef sowie im Rathaus zum 25. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November.

Aber auch in diesem Jahr hat das Partnerschaftskomitee viel vor. Neben den zahlreich geplanten Aktivitäten hat sich der Vorstand ein besonderes Ziel gesetzt. „Wir möchten die Bad Honnefer Vereine und Schulen noch stärker in die Städtepartnerschaft mit Wittichenau einbeziehen“, so Peter Endler. Sein Appell: „Aus Wittichenau liegen aktuell mehrere Einladungen vor – unter anderem zu einem Fußballturnier und einem Musikfestival. Es wäre wirklich schön, wenn Gruppen aus Bad Honnef diesen Einladungen folgen würden.“ Wenn ein Verein Interesse an einem Kontakt nach Wittichenau hat, möge er sich gerne an das Partnerschaftskomitee wenden. Dies gilt selbstverständlich auch für jede Schulklasse. „Wir unterstützen jede Aktivität nach Kräften“, so Endler.

Neben diesem inhaltlichen Ziel stehen auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm des Partnerschaftskomitees. Die Höhepunkte: Zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft wird im September – pünktlich zum Weinfest - eine Gruppe aus Wittichenau in Bad Honnef erwartet. Im Mittelpunkt des Besuchs steht ein Jubiläums- Frühstück auf Einladung von Bürgermeister Neuhoff im Rathaus.

Angestrebt wird auch in diesem Jahr eine trinationale Jugendbegegnung – diesmal in Lubomierz, der polnischen Partnerstadt von Wittichenau.

Und ein besonderer touristischer Leckerbissen wird die Jahresreise sein, die im September nach Nordböhmen führt – ein Ziel, das derzeit leider kaum ein Reiseveranstalter auf dem Programm hat. Auf der Reise ist auch ein Besuch der Wittichenauer Partnerstadt Tanvald /Tschechien und in Wittichenau selbst vorgesehen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung stieß eine Präsentation der sorbischen Osterbräuche auf großes Interesse. Besonders beeindruckend waren die Bilder von dem – weit über die Region hinaus bekannten - jährlichen Osterreiten. |eb

Exkursion ins Bad Honnefer Rathaus

April 10, 2015

Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 während des Politikunterrichts im Rathaus mit Bürgermeister Otto NeuhoffSchülerinnen und Schüler der Klasse 7 des Städtischen Siebengebirgsgymnasiums mit ihrer Lehrerin Stefani Horstmann besuchten im Rahmen des Politikunterrichts das Bad Honnefer Rathaus. Zunächst begrüßte Bürgermeister Otto Neuhoff die Klasse im Ratssaal und stand Rede und Antwort. Die Schülerinnen und Schüler waren gut vorbereitet und stellten ihm viele und wissenswerte Fragen.

Klaus Linnig von der Verwaltung der Stadt führte anschließend durch das Rathaus. Er zeigte die repräsentativen Bereiche und beantwortete den Schülern Fragen zur Verwaltung und zum Stadtrat. Die Schülerinnen und Schüler lernten, dass Kommunalpolitik spannend ist und dass es eine lohnende Aufgabe ist, sich für die Heimatstadt stark zu machen. |eb

Bad Honnefer im Aufbruch

April 10, 2015

Bad Honnef, ein idyllisches Städtchen zwischen Siebengebirge und dem Rhein gelegen, mit den Ortsteilen Rhöndorf, Rommersdorf, Selhof und auf der Höhe Aegidienberg, mit den Hiergeborenen oder Zugezogenen – bereit, ein gemeinsames Wohlfühlen zu gestalten.

Einige Zentren haben gewachsene, sprich fertige Strukturen, die von den Bürgern angenommen sind. Andere Teile wiederum warten noch auf ihre gestalterische Wohnlichkeit.

Der parteilose Bürgermeister Otto Neuhoff versucht nun mit der Stadtverwaltung, dem Rat und den Mitbürgern in ihren Bereichen, wo nötig, zufriedene Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Ziel: Möglichst vielen am liebsten allen ein freundliches Umfeld anbieten zu können. Das geschieht am besten, wenn der Einzelne die persönlichen Ansprüche etwas zurücknimmt, mit der Überlegung: Was kann ich für die Allgemeinheit tun und weniger, was werden andere für mich bereithalten. Z.B. sollte der Kraftfahrzeugverkehr so weit wie möglich auf die Einwohner verteilt werden. Nicht verbrannte Erde auf der einen Seite und im Gegenzug beruhigte Straßen unterstützen.

Jeder achte auf die Sauberkeit vor der eigenen Haustüre und in der Stadt. An zahlreichen Stellen nehmen städtische Müllbehälter meinen Abfall und den Kot meines Hundes auf.

Es wird persönliches Engagement erwartet und zugleich die Freude am Dialog: Bürgermeister und Honnefer Bürger haben eine gemeinsame Zukunft. Wir dürfen erfahren, was in unserer Stadt geschieht und mitwirken am Entstehen und Geschehen unserer Heimat. Wenn ich über die Zusammenhänge informiert bin, kann ich Erfolge begrüßen, aber auch notwendige unangenehme Entscheidungen mittragen. Es geht um meine, unsere Heimat, mein, unser Zuhause. Kreativ sich mit seinem Wohnort verbinden, auch ein wenig mit der Geschichte befassen, steigert das Zusammengehörigkeitsgefühl und unsere Freude hier wohnen zu dürfen, gefestigt durch die innere Überzeugung.

Gute Vorsätze, friedvoll von gegenseitiger Achtung getragen – dies von jedem als meine Hoffnung, mein Wille, mein Ziel vor Augen. Meine individuell-persönliche Chance für ein gemeinsames Zusammenleben ergreifen.

Wir Bad Honnefer: Gemeinsam sind wir stark – aber auch gute Arbeit nimmt gute Zeit.

Heinz Willi Fleischhacker

Bundesumweltpreis für Bad Honnef

April 1, 2015

ZUKUNFT: Kreis und Land unterstützen Laga-Bewerbung: Schnellstraße wird entsiegelt

Bionic als Prinzip: Von der Natur als Lehrmeister lernen!Bionic als Prinzip: Von der Natur als Lehrmeister lernen!Noch vor Ostern kann Bad Honnef zeigen, dass es seine Bewerbung zur Landesgartenschau ernst meint. Der Kreistag machte den Weg frei: Bereits am Mittwoch der Karwoche verabschieden Verkehrs- und Vergabeausschuss Rhein-Sieg per Umlaufbeschluss, wann und mit welchem Auftragnehmer die Maßnahme realisiert wird. Denn Eile ist geboten, da der Umbau als demonstrative Vorleistung im Geiste der Laga abgeschlossen sein soll, wenn zum September die Bewerbungsfrist endet.

Im Benehmen mit dem hiesigen Rathaus hatten Kreistagsabgeordnete aus Bad Honnef vorgeschlagen, eine erste Straße in ihrer Stadt zu entsiegeln. Der Laga-Bewerbung soll so Nachdruck verliehen werden, wenn ein wesentliches Stück Natur Einzug in das kommunale Wegenetz findet. Sichtung und Bewertung der technischen Spezifikationen brauchten ihre Zeit, doch dann stellte sich im Siegburger Kreishaus niemand quer. So reichte eine Mitteilung auf der Kreistagssitzung letzte Woche, um die finalen Schritte einzuleiten. Als erste entsiegelte Verkehrsfläche ist das Teilstück der Schnellstraße zwischen den Anschlussstellen Rhöndorf und Honnefer Kreuz bestimmt.

Asphalt und Bitumen werden abgetragen und durch eine Wabenstruktur aus recyceltem Material ersetzt. In den Waben selbst findet als Einschüttung fast jedweder organische Stoff Platz; für Bad Honnef erhalten Humus und Schwemmschlamm aus der Region den Vorzug gegenüber leichterer, jedoch über weite Strecken zu transportierender Streu. Primäreffekt ist der der Entsiegelung – zukünftig kann Niederschlag einfach versickern, sodass teure Kanalisation längs der Fahrbahnen verzichtbar bleibt. Dies funktioniert auch mit teilverdichtetem Unterbau, wie ihn Schnellstraßen brauchen. Aquaplaning ist auf entsiegelten Strecken kein Thema mehr.

Durch den in die Waben eingebrachten Humus vermindern sich Abrollgeräusche erheblich; auch sonstiger Lärm wird gedämmt. Was die Anwohner deutlich entlastet. Je schwerer und voluminöser das Fahrzeug, desto zuverlässiger fällt dessen Benzinverbrauch geringer aus. Mit dem Reifenabrieb verhält es sich ähnlich, normale Druckabweichungen der Reifenluft sind weitgehend unkritisch. Bei Strecken-Neubau reduzieren sich Kosten für Material und Arbeit, Logistikaufwand sowie LKW-Anfahrten z.T. erheblich.

Für Bundestraßen ist in Nordrhein-Westfalen der Landesbetrieb Straßenbau zuständig. Die Behörde stellte in Aussicht, bei erfolgreicher Entsiegelung die Stadt Bad Honnef für einen der Bundesumweltpreise vorzuschlagen. Denn die drei grundlegenden Parameter umfassender Nachhaltigkeit seien durch das Projekt erfüllt: das ökologische Moment durch Verzicht auf finale Oberflächenverdichtung, das ökonomische durch den Kollateralnutzen geringerer Kosten, das soziale durch besondere Eignung der offenen Fahrbahndecke für schwerere SUVs als boomender Fahrzeuggattung. Dass eine solche Nominierung die Chancen Bad Honnefs bei der Laga-Bewerbung erkennbar verbessert, scheint nachvollziehbar. |bh

Ingrid Bergman: Abi in Bad Honnef

April 1, 2015

Ingrid Bergman: Abi in Bad HonnefWie erst jetzt bekannt wurde, hat Ingrid Bergman 1934 in Bad Honnef ihr Abitur gemacht. Aus bestätigten Quellen Ihres Familienkreises wurde dieses Original nun veröffentlicht. Ingrid Bergmans Mutter, die Deutsche Friedel Adler Bergman, starb, als Ingrid drei Jahre alt war. Der Vater Justus Samuel Bergman war Fotograf und hatte in den Jahren 1933-1934 in Bonn eine Anstellung als freier Fotograf des Verlagshauses „Verlag von Henry und Cohen“. Später besser bekannt als „Bouvier Verlag“.

Ingrid Bergman war eine schwedische Schauspielerin (u. a. „Casablanca“, „Das Haus der Lady Alquist“, „Anastasia“), Filmlegende und dreifache Oscar-Preisträgerin. Sie wurde am 29. August 1915 in Stockholm in Schweden geboren und starb am 29. August 1982 im Alter von 67 Jahren in London. |ca

Bedingungen und Barrieren

April 1, 2015

REGION und STADT: In die Zukunft denken

Bedingungen und BarrierenEines überrascht ganz besonders: Mit welchem Elan, mit welcher Energie sich in Bad Honnef aktuell Bürgerinnen und Bürger einbringen. Vor allem die Idee der Landesgartenschau beflügelt. Sie lässt Menschen engagiert zusammenkommen, die sich sonst nicht kommunalpolitisch betätigen. Schneller als erhofft betritt der vom Bürgermeister im Wahlkampf beschworene „neue Akteur“ das Spielfeld, denn die Einwohner selbst mischen mit.

Längst haben alle Beteiligten gemerkt, dass die Bewerbung nicht nur bloße Kampagne ist, sondern dass sie bereits jetzt umfangreiche Bausteine zur Stadtentwicklung liefert. Denn natürlich bringt eine direkte Achse zwischen Ufer und City die Stadt näher an den Fluss, und ähnlich fördernd wird sich eine Verbindung der städtischen wie auch privaten (z.B. Villa Schaaffhausen) Parks auswirken – erst recht unter Einbeziehung des Geländes um die ehemaligen Schrebergärten. Als kollateraler Nutzen kommt so die zentrale Brache Saynscher Hof auf die Tagesordnung.

Otto Neuhoff (r.) holt die Arbeitskreise ins Rathaus, lässt Herrn Flachs von der Verwaltung auf den Ernst und den notwendigen konzentrierten Einsatz aller Kräfte für eine erfolgreiche Bewerbung hinweisen. Er sorgt für sehr frühzeitige Information und Einbeziehung der Politik im Rat sowie der Bewohner auf einer gut besuchten ersten Versammlung zur Bürgerbeteiligung. Die war zudem modern gestaltet mit ihren Arbeitsgruppen unterVerzicht auf sonst übliche Frontalunterrichtsmethodik. So konnten sich Jede und Jeder artikulieren, keine Idee blieb ungehört.

Kein Zweifel, Neuhoff moderiert das Prozedere. Ein Eindruck, der nur entstehen kann, weil Bürger diesen Prozess eröffneten und tragen. Weil die Bevölkerung die Laga offensichtlich gewinnen will. Weil mehr als nur eine Handvoll Engagierte sich richtig ins Zeug legen. Ganz nebenbei ziehen unter solchen Vorzeichen alle Parteien mit, wenn im städtische Haushalt die Sanierung der kommunalen Finanzen rigoros in Rekordzeit und heftige Belastungen beinhaltend einig verabschiedet wird. Weil eben Alle erkennen, dass der Wiedergewinn eigener Handlungsfähigkeit erstrebenswert und wirklich nützlich wäre.

Kaum Jemand drückt noch laut Skepsis aus. Die so beliebte wie destruktive Praxis kleinlichen Streits samt Ablehnung und Aussitzens bleibt bisher in der Trickkiste. Die Bürgerschaft als „neuer Akteur“ schaut der Politik genau auf die Finger. Ein Umstand, der sehr heilsam wirkt. Es könnte sogar sein, dass unter so effizienter Kontrolle auf den einen oder anderen Rückfall in Eitelkeiten verzichtet werden wird. Auch im Rathaus führten innovative Umstellungen und neue Personalien zu einem Klima, welches Aufbruch gestattet und wirkliche Chance sein kann. Ob das allerdings auch die Region betrifft, bleibt abzuwarten. Alteingesessene berichten, dass immer dann nichts gelungen ist, wenn zuvor „Interkommunale Kooperation“ beschworen wurde. Nichts scheitert so wiederholt und quasi gesetzmäßig wie die zyklischen Bemühungen um Zusammenlegung von Bauhöfen, Liegenschaftsverwaltung, Finanzwesen etc.. Die gemeinsame Volkshochschule ist der Lichtblick – doch das funktioniert wirklich schlichtweg überall. Schon in den Musikschulen klappte Zusammenarbeit gerade wieder nicht, weil eine offensichtlich einflussreiche Dame aus dem Königswinterer Förderkreis ernsthaft meinte, man passe nicht zusammen – denn die Honnefer könnten einfach nicht tanzen und würden ein auch nur akzeptables Niveau kaum erreichen.

Mindestens ebenso kapital war die Verblendung der Honnefer Politik, als sie die gemeinsame Tourismus GmbH vor mehr als zehn Jahren de facto verließ. Ein Fehler, der damals geleugnet wurde. Vernunft und Voraussicht waren Opfer auf dem Altar irrationaler Rivalität zwischen den Siebengebirgsstädten. Dieser Fehler muss endlich revidiert werden. Kann sich irgendwer vorstellen, dass Marketing zum Tourismus im Siebengebirge sinnvoll getrennt stattfindet? Zweimal, in beiden Städten, zu ein und demselben Thema? Da seinerzeit jedoch derart viel Porzellan zerschlagen wurde, werden es nur die beiden Bürgermeister selbst richten können.

So ähnlich verhält es sich häufig. Ohne Machtwort werden sich schlachterprobte Heckenschützen am Drachenfels kaum auf belastbare Partnerschaft einigen, wird das Jobcenter Siebengebirge nicht gemeinsam am besten Ort angesiedelt sein, kann eine Schulentwicklung schon mittelfristig der demographischen Entwicklung nicht folgen, wird es der national vermutlich höchsten Konzentration an Schwimmbädern kollektiv finanziell schlecht gehen.

Neben der Durchsetzungskraft unserer Bürgermeister kann zumindest in Bad Honnef hilfreich sein, dass dessen Einwohner zuerst den Dialog und dann die Laga entdeckten. Es mag ja sein, dass sich Parteien „mal“ nicht einigen oder sogar Ortsvereine der gleichen Farbe sich nicht mögen, doch die Leute in den Städten selbst orientieren längst auf Lösungen und gemeinsames Tun. Eine Handvoll Gestriger mag der Folklore interlokaler Konflikte frönen, doch den Wein gibt es nur deshalb weiterhin, weil wir uns gemeinsam wehrten. Das sollten Bad Honnef und Königswinter üben. Beim „Gipfeltreffen“ von Wirtschaft und Politik auf dem Drachenfelsplateau unterhielten sich 300 Menschen aus beiden Städten angeregt und gut vier Stunden lang. Man fand sich wieder – oder entdeckte sich.

„Tourismusregion Siebengebirge“ wäre ein weiterer guter und sinnvoller Trainingsgegenstand. Ein Thema, das aus der Natur der Sache heraus nur partnerschaftlich zu lösen ist. Also braucht es eine gemeinsame Gesellschaft mit koordinierten Aktivitäten, Anlaufstellen, mit gemeinsamer Werbung, Internetpräsenz, Strategie. Die Strahlkraft bündeln – eben in die Zukunft denken.

Fortsetzung folgt

Parkmöglichkeiten in Bad Honnef erweitert

April 1, 2015

Parkmöglichkeiten in Bad Honnef erweitertDer Parkraum in Bad Honnef ist knapp, deshalb prüft die Verwaltung eingehend, wo neue Parkplätze eingerichtet werden können. In der Schülgenstraße vor dem Ärztehaus kann künftig abends bzw. nachts außerhalb der Zeiten, wo der Platz für Taxen reserviert ist, geparkt werden. Nur für Taxen ist dort das Parken von montags bis freitags von 08:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 08:00 bis 12:00 Uhr erlaubt. Außerdem wurden die Taxenplätze in der Alexander-von-Humboldt-Straße gegenüber dem Hotel entfernt, so dass diese Stellflächen somit künftig ebenfalls durch die Allgemeinheit zum Parken genutzt werden können. Rund um den Marktplatz sind die Poller gefallen, endlich darf auch in der Innenstadt geparkt werden (Foto). |eb

Lösung der Honnefer Verkehrsprobleme in Sicht

April 1, 2015

Lösung der Honnefer Verkehrsprobleme in SichtEine durchgreifende Lösung der Verkehrsprobleme in der Bad Honnefer Innenstadt ist jetzt in Sicht. Wenn es nach bislang vertraulichen Plänen der Verwaltung geht (die dieser Zeitung vorliegen) und die politischen Gremien zustimmen, wird es in absehbarer Zeit keinen nennenswerten Verkehr mehr auf der Achse Saynscher Hof – Rhöndorf und retour geben. Wie die HWZ zwischenzeitlich erfahren hat, ist die Zustimmung des Rates so gut wie sicher. Man rechnet dabei mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren und Kosten von ungefähr 250 Millionen Euro.

Nachdem bekannt geworden war, das aus Fördermitteln des Bundes für klamme Kommunen erhebliche Mittel auch nach Bad Honnef fließen werden, die allerdings zweckgebunden u.a. für infrastrukturelle Maßnahmen verwendet werden müssen – dazu zählt auch die Verkehrsinfrastruktur –, hat die Verwaltung Pläne für einen Straßentunnel zwischen Bad Honnef und Rhöndorf erarbeitet. Sie wurde dabei unterstützt von Schweizer Experten (Swiss Mining AG), die ihre Erfahrungen beim Bau des St. Gotthard-Tunnels eingebracht haben. Danach ist vorgesehen, beginnend am Saynschen Hof eine Tunnelröhre bis auf Höhe des ehemaligen Deutsch-Französischen Jugendwerkes zu bauen, die den innerörtlichen und Durchgangsverkehr aufnehmen soll.

Die Trasse wird dem heutigen oberirdischen Straßenverlauf entsprechen. Wie aus dem Rathaus dazu verlautete, werden die Bad Honnefer von den Bauarbeiten selbst so gut wie nichts mitbekommen, weil die bauausführende Gesellschaft (Swiss Mining AG) sich der so genannten Schildvortriebsweise bedienen wird, die im Lockergestein ihre Anwendung findet. Dabei wird ein Stahlzylinder im Querschnitt des späteren Tunnelprofils mit hydraulischen Pressen vorangetrieben, die sich ihrerseits gegen das fertige Gewölbe abstützen. Dabei wird die Tunnelröhre ausgeräumt und durch Felsanker und Spritzbeton befestigt. Bedenken, dass sich im Zuge der Baumaßnahme ein tragisches Unglück wie seinerzeit in Köln ereignen könnte – wo das Stadtarchiv einstürzte – und dabei z.B. die Gründerzeit- Villen entlang der Haupt- und Rhöndorfer Straße Schaden erleiden würden, begegnen die Experten aus dem Rathaus mit dem Hinweis, man baue schließlich einen Straßentunnel und keine U-Bahn.

Als Vorbild für die Pläne der Verwaltung diente der Bad Godesberger Straßentunnel, der am 27. September 1999 eröffnet wurde und seitdem eine spürbare Entlastung der Godesberger Innenstadt mit sich gebracht hat. Aber die Honnefer Bauverwaltung hat noch weiter gedacht. Neben dem Autoverkehr soll die Röhre auch Fußgängern und Radfahrern die Möglichkeit bieten, schneller von Bad Honnef nach Rhöndorf oder umgekehrt zu kommen. Zu diesem Zweck ist in den Plänen bergseitig ein Radweg vorgesehen, talseitig ein Fußweg. Aus Sicherheitsgründen werden diese von der Fahrbahn durch eine blickdichte Plexiglas- Wand getrennt. Für die Fußgänger ist außerdem geplant, Laufbänder wie sie von Flughäfen bekannt sind, zu installieren. Angedacht ist auch, die Stadtbuslinie künftig durch den neuen Tunnel zu führen. An den bisherigen Haltestellen Post, Kurhaus, Bismarckstraße, Messbeuel und Rhöndorfer Kapelle sind daher Einstiegsmöglichkeiten vorgesehen, bei denen die Fahrgäste mittels eines gläsernen Aufzugs den Bus erreichen können.

Nach Abschluss der Tunnelarbeiten wird es einen Rückbau des Saynschen Hofes sowie der Hauptund Rhöndorfer Straße geben. Dazu sehen die Pläne Wasserspiele, Ruheinseln und Meeting-Points vor. Auch eine Ausweitung der Fußgängerzone bis Höhe Hölterhoff- Stift ist vorgesehen. Damit würde nicht zuletzt ein weiterer Akzent zur Belebung der Innenstadt gesetzt, heißt es dazu. Interessant ist dabei, dass es offenbar schon Gespräche mit Investoren gegeben hat, die über den informellen Status hinausgehen.

So liegen bislang Anfragen international renommierter Firmen aus Italien wie Gucci oder Bulgari sowie des französischen Herstellers von Edelkoffern, Louis Vuitton, vor. Alle drei zeigen dem Vernehmen nach reges Interesse daran, sich aufgrund der Bad Honnefer Kaufkraft nicht nur auf der Düsseldorfer Kö‘ zu präsentieren, sondern sich bald auch auf der neuen Bad Honnefer Flaniermeile niederzulassen. |hpb

Mesenholl: Folgenutzung ist gesichert

April 1, 2015

Mesenholl: Folgenutzung ist gesichertGerade noch hat die Reinigungsfachkraft den Rathaussaal nach dem Neubürgerempfang durchgesaugt, da hat der Leiter des Ordnungsamtes auf Nachfrage nochmal nachgezählt. Es sind 30.001 Einwohner. Damit ist der Weg frei für eine neue Zeitrechnung in Bad Honnef. Mit einer Einwohnerzahl über 30.000 darf die Stadt ihren eigenen Straßenstrich genehmigen.

Auf Nachfrage bestätigt das Presseamt, dass nun eine vernünftige Folgenutzung für das Gelände der ehemaligen Wäscherei Mesenholl am Fuße des Schmelztales gesichert ist. „Die ersten Planungen sind schon auf dem Weg“, wird das ortsansässige Architekturbüro zitiert. Tagsüber werden die Stellplätze dem Sportplatz zur Verfügung gestellt und ab der Dämmerstunde schummert die Rote Laterne über dem ehrwürdigen Industriegelände.

Damit die Sicherheit und Privatsphäre nicht zu kurz kommt ist auch der Neubau von Verrichtungsboxen geplant. „Architekten können alles, auch Verrichtungsboxen!“ gibt die Architektin zu Protokoll. Eine hiesige Firma ist mit der Umsetzung des ambitionierten Planes beauftragt. Ein hiesiger Firmeninhaber brennt für die neue Aufgabe. „Wir werden hier einen besonderen Ort schaffen, dank auch des exzeptionellen Entwurfs der Architektin“. |ca

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