Oder doch lieber ein Elektro-Fahrrad?

Die Geschichte der Wally Feiden

April 14, 2014

BÜRGERMEISTERAMT: Am 14. Oktober 2004 wurde das schwarze Bad Honnef rot

Prominent: Die Bürgermeisterin mit Ministerpräsident, Bundespräsident, Landrat und Bundeskanzlerin (v.l.)Die Geschichte der Wally FeidenSeit dem 14. Oktober 2004 ist nichts mehr so wie es immer war,in Bad Honnef. Schon am 26. September hatte sich Ungewöhnliches ereignet. Bei den NRW-Kommunalwahlen hatte die CDU, die seit 1945 die Mehrheit im Rat und alle Bürgermeister gestellt hat, zwar wieder die meisten Stimmen und – zusammen mit ihrem Ableger, dem „Bürgerblock“ und der FDP – erneut die Mehrheit errungen. Aber CDU-Bürgermeisterkandidat Peter Brassel – fünf Jahre lang hatte er die Stadt regiert – schaffte nicht die nötige absolute Mehrheit. Ein Vorsprung von fast zehn Prozent auf seine sozialdemokratische Herausforderin Wally Feiden reichte nicht aus. Eine Stichwahl war angesagt.

Die Stadt erwachte aus ihrer Lethargie. Plötzlich formierte sich die Initiative „Wally wählen“ und die Bonner Oberbürgermeisterin und SPD- Präsidiumsfrau Bärbel Dieckmann kam über den Rhein und erklärte im Weinhaus Steinbach, wie eine rote Frau seit Jahren erfolgreich eine bürgerliche Ratsmehrheit domestiziert. „Et hätt noch immer joot jejange“ trösteten sich die irritierten Christdemokraten damals. Zumal ihre konservativen Freunde vom „Bürgerblock“ ihre Anhänger für den Noch-Bürgermeister an die Urne riefen und die Liberalen sich anschlossen. Eine rote Bürgermeisterin in Bad Honnef- für die bürgerliche Mehrheit ein Alptraum. Geschichte! Damals notiert von Klaus Wirtgen. Heute ist „Uns Wally“ allgegenwärtig.

So, als wenn es niemals einen anderen Bürgermeister gegeben hätte. Pardon: Eine Bürgermeisterin. Konrad Adenauer hat es einst gesagt, Wally Feiden kann es heute auch von sich behaupten: „Ich stelle fest, ich bin einzigartig.“ Denn: Wally Feiden ist die einzige Bürgermeisterin in Nordrhein-Westfalen, die mit über 70 Jahren noch im Amte ist. Und das ohne jegliche Ermüdungserscheinung. Jopa Vedders, ihr Technischer Beigeordneter, kann das bestätigen. „Ich kriege langsam aber sicher die Krise, wenn ich spät Abends gegen 22 oder auch schon mal 23 Uhr noch Licht in ihrem Büro sehe. Beispielsweise nach Rats- oder Ausschusssitzungen.“ Wally Feiden ist eben krisenerprobt. Geboren am 4.November 1940 in Schlesien, verhinderten die letzten Kriegsjahre eine unbeschwerte Kindheit. Ihren Vater, der an der Ostfront kämpfte, sah sie ganze drei Mal. Er gilt seit 1945 als vermisst. Im Alter von vier Jahren kämpfte Wally ohne jegliche ärztliche Hilfe um ihr Leben: Typhus war ausgebrochen. Nach dem Krieg wohnte sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in Niedersachsen, in einer unbeheizten Futterküche zwischen Diele und Kuhstall. 1947 begann die Schulzeit. Lernen und lesen machten ihr so richtig Spaß. 1952 wurde sie in einem Internat für Mädchen aufgenommen. Beliebt bei Lehrern und Mitschülerinnen wurde Wally schnell Klassensprecherin.

Im streng reglementierten Internat gab es allerdings oftmals Anlass zu opponieren. Im Teenager-Alter wurden die Fesseln des Internats für Wally immer unerträglicher. Mit Unterstützung ihrer Mutter konnte sie die Nonnenschule von 1958 bis 1961 als „Laufschülerin“ besuchen und ihr Abitur machen. Sie konnte die Tanzschule besuchen und erste Kontakte zu Jungen knüpfen. Durch die Kontakte mit dem Jungen-Gymnasium lernte Wally Dichter- und Autorenwerke kennen, deren Namen allein in ihrer Nonnenschule schon blankes Entsetzen hervorriefen. Hier hatte sie gelernt, daß Werner Bergenguen, Gertrud von Le Fort und Edzard Schaper die größten Schriftsteller der Kriegs und Nachkriegszeit waren. Nun hörte sie von Brecht, Celan und vielen anderen. Stunden verbrachte sie nun in der Buchhandlung am Rand der Innenstadt. Mit einem guten Abitur und einer viel beachteten Abschiedsrede im Namen des Jahrgangs endete die letztendlich schöne Schulzeit. Zum Kummer der Mutter und entgegen der eigenen ursprünglichen Absichten wählte Wally nicht den Weg der meisten ihrer Mitschülerinnen zur ortsansässigen Pädagogischen Hochschule, um Grundschullehrerin zu werden, sondern sie ließ sich an der Bonner Universität für die Fächer Germanistik und Anglistik immatrikulieren. Bewußt hatte sie den Studienort gewählt: Sie kannte hier niemanden. Sie wollte erproben, wie man allein auf den Füßen steht. Die Orientierung an der Uni, das Vorlesungsund Seminarprogramm - die ersten Wochen vergingen wie im Flug. Aber dann kamen die ersten einsamen Sonn- und Feiertage: Wally wußte, dass sie nun Leute kennenlernen mußte. Der Zufall half nach. Sie hatte ihr Schreibgerät in ihrer Beueler Bude vergessen. Sie bat den Nachbarn zur Rechten im Hörsaal 8 um Aushilfe. „Kugelschreiber oder Füller“, fragte der sympathische junge Mann zurück. „Füller, Frau und Fahrrad verleiht man nicht“, so entschied sich Wally für den Kugelschreiber - beim ersten gemeinsamen Lachen ahnten die jungen Leute jedoch noch nicht, dass sie sieben Jahre später den Bund fürs Leben schließen würden. Das Studium bekam sie gut in den Griff. Schon nach dem ersten Semester bestand sie den begehrten „Schein“ im ungeliebten Fach Gotisch der älteren Germanistik. Die erste Seminararbeit über die „Bedeutung der Farben in Adalberts Stifters Studien“ wurde ein „Sehr gut“. In den Semesterferien machte sie ein Praktikum bei einer Bank – einfach mal für alle Fälle.

Fortsetzung folgt

„Schlaumäuse“-Tourstopp in Bad Honnef

April 11, 2014

SPRACHFÖRDERUNG: Axel Voss stattet Kiga St. Johannes mit Bildungspaket aus

Axel Voss (Mitglied des Europäischen Parlaments, 2.v.r.) und Sebastian Gerlach (Microsoft Europe, rechts) überreichen Kita-Leiterin Heidi Höver ein Schlaumäuse-Bildungspaket. Links: Sebastian Wolff, CDU-Bürgermeisterkandidat, der die Tour nach Bad Honnef geholt hat.„Schlaumäuse“-Tourstopp in Bad Honnef„Schlaumäuse“-Tourstopp in Bad Honnef„Schlaumäuse“-Tourstopp in Bad HonnefDie bundesweite Tour der Schlaumäuse von Microsoft Deutschland macht Halt in Bad Honnef. Der Abgeordnete des Europaparlaments Axel Voss unterstützt die Bildungsinitiative und macht sich für seinen Wahlkreis stark: Ab heute nutzt der Kindergarten St. Johannes die neueste Version der Schlaumäuse-Lernsoftware, von der bereits 257 Kindertagesstätten in der Region profitieren. Die Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ von Microsoft und Partnern unterstützt die frühkindliche Sprachförderung von fünf- bis siebenjährigen Kindern in bundesweit mehr als 10.000 Kitas. Die Lernsoftware wurde von Didaktikexperten mit wissenschaftlicher Begleitung der Universität Erfurt entwickelt. Die Kinder lernen anhand von animierten Figuren und Spielen, Buchstaben und Wörter nachzusprechen und ihre Kenntnisse selbstständig kontinuierlich auszubauen.

„Bildung ist Europas wichtigste Ressource. Ohne ausreichende Sprachkenntnisse haben Kinder erhebliche Nachteile in ihrer Bildungskarriere. Der frühkindliche Spracherwerb ist das Fundament für den Erfolg in Bildung und Beruf. Deshalb müssen wir Wert darauf legen, dass schon im frühkindlichen Alter der für die Schule erforderliche Grundwortschatz aufgebaut wird. Die Schlaumäuse leisten dazu einen wichtigen Beitrag“, so Axel Voss, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Region Mittelrhein. Das Microsoft Surface mit Windows 8, das die Kita erhält, ist mit der neuesten Version der Schlaumäuse ausgestattet. Die Bildungsinitiative Schlaumäuse von Microsoft besteht bereits seit mehr als zehn Jahren und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Mit den Schlaumäusen legt Microsoft einen Grundstein für eine umfassende Sprachförderung und unterstützt die altersgerechte Medienerziehung“, so Sebastian Gerlach, Senior Manager External Affairs, Microsoft Europe. |eb

„Frau vom Checkpoint Charlie” in Bad Honnef

April 11, 2014

Zu einem Gastvortrag hat der Lions Club Bad Honnef Jutta Fleck eingeladen, die als weltweit bekannte „Frau vom Checkpoint Charlie“ Teil der unheilvollen deutsch-deutschen Trennungsgeschichte in den 80er Jahren wurde. Sie wird am 15. April um 19.30 Uhr im Foyer des Kursaals in Bad Honnef (freier Eintritt) über ihren gescheiterten Fluchtversuch aus der DDR, den Prozess wegen Republikflucht, den Freikauf durch die Bundesrepublik und ihren aufsehenerregenden Protest gegen die Trennung von ihren Kindern am Westberliner Checkpoint Charlie erzählen.

Jutta Fleck, die zum Zeitpunkt ihrer Flucht noch Gallus hieß, leitet in Wiesbaden ein Projekt der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, das sich mit der politisch-historischen Aufarbeitung der SED-Diktatur befasst. Als Zeitzeugin tritt sie vor allem in Schulen auf. Ihre engagierte Aktion am Grenzübergang zwischen Westund Ostberlin im Oktober 1984 lieferte im Jahre 2006 auch den Stoff für einen ARD-Fernsehfilm, in dem Veronica Ferres in der Rolle von Jutta Gallus auftrat. |eb

Sport oder: Ist Milch weiß oder flüssig?

April 11, 2014

Selbstverständlich ist Milch weiß UND flüssig, das weiß jedes Kind – aber darum geht es auch nicht bei der Frage nach einer weiteren großen Sporthalle für Bad Honnef. Ich freue mich über jeden, der erkennt, dass Sport sowohl Hobby ist als auch das Allgemeinwohl fördert. Selbstverständlich sind viele Menschen bereit, z.T. hohe Beiträge für ein Fitnessstudio zu zahlen, leider sind sie aber oft nicht bereit (oder einfach nicht in der finanziellen Lage!!!), hohe Beiträge für einen Sportverein zu zahlen. Aber vielleicht liegt das einfach daran, dass man ein Fitnessstudio und das, was es bietet, nicht unbedingt mit einem Sportverein vergleichen kann. Wer vielleicht weder in dem einen noch in dem anderen Mitglied ist, mag die Unterschiede nicht kennen. Und derjenige weiß daher auch nicht, warum die Arbeit der Sportvereine so immens bedeutsam ist für das Allgemeinwohl. Weil es eben viel mehr ist als Hobby.

Es geht hier zum Beispiel um eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche. Im Sportverein lernen sie Rücksicht zu nehmen auf ihre Mitmenschen, Teamfähigkeit ist hier das Schlagwort. Sie müssen lernen, mit Erfolgen und Misserfolgen umzugehen.

Auch die Senioren erleben hier das Miteinander in einer Gruppe, wichtig bei der heutzutage oft drohenden Vereinsamung – das geht weit über das reine Sporttreiben hinaus. Reha-Gruppen – Selbsthilfegruppen – diese Menschen kommen nicht nur wegen des Sportes. Vereinssport ist einfach etwas Anderes als einsam durch den Wald zu joggen oder am Rhein Rad zu fahren. Und eines darf man nicht vergessen: wir Sportvereine „bewegen“ ein Viertel der Honnefer Bevölkerung und das über alle Generationen hinweg.

Und selbstverständlich sind die Vereinsmitglieder bereit, einen Beitrag zu den Kosten zu leisten, das tun sie doch seit Jahren! Die Organisation des Sportes in städtischen Sporthallen wird zu großen Teilen ehrenamtlich vom svb geregelt. Durch Hausmeisterdienste tragen die Sportvereine nicht unerheblich zur Kosteneinsparung bei. Außerdem haben zahlreiche Sportvereine in den vergangenen Jahren durch Bau und Unterhalt eigener Sportanlagen hohe Summen investiert und diese werden durch die Mitglieder aufgebracht, oft genug durch steigende Beiträge.

Trotzdem brauchen wir dringend eine zusätzliche große Sporthalle in Aegidienberg. Dass davon nichts im Untersuchungsbericht der Sporthochschule Köln zu lesen ist liegt daran, dass auch hier der Bedarf der Sportvereine nicht erfragt wurde.

Noch ein letzter Punkt: ja, die Sportvereine haben in erstaunlicher Solidarität die Zahlung eines Betriebskostenanteils für 2013 abgewehrt. Es ging hier darum, dass die Vereine im letzten Quartal plötzlich und unerwartet eine hohe Summe für die Nutzung der städtischen Sporthallen aufbringen sollten, obwohl sie per Bescheid und Nutzungsordnung eigentlich davon befreit sind. Jeder der weiß, wie ein Vereinshaushalt funktioniert, kann bestätigen, dass das den Vereinen große Probleme verursacht.

Wir Sportvereine sind weder unwissend, noch uneinsichtig, noch unwillig. Aber wir brauchen Planungssicherheit. Und wir möchten, dass man mit uns spricht, uns zu Rate zieht und uns nicht vor vollendete Tatsachen stellt. Tatsachen, die sich Menschen ausgedacht haben, die mit Sport nichts oder nur wenig zu tun haben.

Zu den indiskutablen Seitenhieben von Herrn Kniebes auf seine politischen Gegner (s. HWZ vom 04.04.14) möchte ich gar nicht eingehen, sind sie doch ein gutes Bespiel dafür, wie man nicht miteinander umgehen sollte!

M.-J. Püllen, Vorsitzende tve

bösARTig

April 7, 2014

Meine sehr verehrten Damen und Herren, vor einigen Jahren beschäftigte sich die „Montag Stiftung Urbane Räume und Regionale Vision - 2037“ mit Visionen für Bad Honnef: „Schlüsselprojekt ist die Lösung des Verkehrsproblems B42/ Bahntrasse auf der rechten Rheinseite. Bad Honnef muss sich zum Rhein hin entwickeln. Nur durch die Verlegung dieser Verkehrsadern in einen zweispurigen Tunnel können die Entwicklungspotentiale langfristig aktiviert werden. Der Tunnel verläuft auf 2,5 Kilometer zwischen dem Honnefer Kreuz und dem Anschluss Rhöndorf“. Sehr cool, oder? Geschätzte Kosten damals: 250 Millionen Euro. Dem gegenüber stünden geschätzte 100 Millionen Euro an Grundstückserlösen. „Die für Bad Honnef typische Villenbebauung wird entlang der damit geschaffenen Uferpromenade mit hochwertigen Geschäfts- und Wohnhäusern mit direktem Rheinbezug fortgeführt“. Warum nicht? Denn: „Durch die malerische Flusslage und die gute Anbindung an die Zentren Bonn und Köln gibt es auch zukünftig eine große Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum“. Können wir in diesen Dimensionen mitdenken? Zur Zeit wohl eher nicht. Wir streiten uns über vier Parkplätze auf dem Marktplatz. Und über 4,50 Euro Benutzungsgebühr für Sportarenen. Noch sind wir nicht fit für Visionen. Aber: Ein neuer Bürgermeister könnte uns alle, Bürger, Rat und Verwaltung mitnehmen, auf einen zukunftsorientierten Weg. Ein Bürger hat sich eben über „Visionen“ in unserer Titelgeschichte Gedanken gemacht. Dieser Bürger möchte seinen Namen vorerst nicht genannt wissen wollen. Natürlich ist der Name der Redaktion wohl bekannt. Nur soviel vorab: Vorname Peter. Der Nachname beginnt mit H… Herr Hurrelmann, nee, mehr werde ich jetzt auf keinen Fall verraten. „Fühl Dich Frühlich“, das erste Stadtfest der Saison, steht vor der Tür. Organisator Jürgen Kutter hat alle Hände voll zu tun, um die Stände auf und um den Marktplatz herum geschickt zu verteilen. Fast alle Unternehmer ziehen mit, fast alle freuen sich auf die zu erwartenden, auf die sprudelnden Umsätze, auf die vielen Besucher. Manch ein Honnefer Unternehmer will sich aber partout nicht solidarisch erklären und lehnt Buden oder Zelte im Umkreis seines Geschäftes ab. Es ist nicht so einfach, in dieser Stadt alle unter einen Hut zu bringen. Es hieß einmal, „wir ziehen alle an einem Strang“. Das ist wohl in Vergessenheit geraten. Zurück zu den Visionen. Helge Kirscht und Helga Ebel-Gerlach veranstalten in diesem Jahr zum ersten Mal „Rhein in Flammen“ auf der Insel Grafenwerth. Sie machen aus dem betagten „Inselfest“ ein „Inselfestival“. Ein kleiner aber sehr feiner Unterschied. Heißt: Unterhaltung, Zirkus, Kirmes und Live-Musik für die ganze Familie von Anfang an. Mit Überraschungen am laufenden Band. So wird ein Mitglied der legendären Kelly-Familie aufspielen, die Bürgermeisterkandidaten werden über ihr Vorleben plaudern, und Kandidat Otto Neuhoff wird mit seiner Band auftreten: „Things have changed“. So soll es sein. Ein schönes Wochenende allerseits, fühlen Sie sich so richtig frühlich…

Aprilscherz: WDR überträgt Gründungsversammlung im Hontes

April 4, 2014

WDR überträgt Gründungsversammlung im Hontes„Es reicht. Unser geliebtes Bad Honnef, es wird nur ausgebeutet. Die überdurchschnittlichen Steuereinnahmen gehen zum Land. Ein übertriebenes Sicherheitsbedürfnis der Bezirksregierung schließt die Weinberge. Im eigenen Siebengebirge dürfen wir uns nicht mehr frei bewegen. Die Straßen in Bad Honnef sind die schlechtesten in ganz NRW, obwohl die Bad Honnefer sehr viel Kfz Steuer bezahlen“. Die Zeit ist überreif, einen eigenen Stadtstaat zu gründen, dachte sich Gerd Papenbrock und postete den Aufruf dazu bei Facebook. Das rief nicht nur zahlreiche Befürworter auf den Plan, sondern auch den WDR, der filmte die Gründungsversammlung, und sendete den „Aprilscherz“ am vergangenen Dienstag in der Aktuellen Stunde.

Wolff: „Transparenz herstellen“

März 28, 2014

Wolff: „Transparenz herstellen“CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Wolff und die CDU-Kreistagsabgeordneten aus Bad Honnef, Klaus Döhl und Jörg Erich Haselier, wollen, dass die Kommunalpolitik aktiv mit gestaltet, wie es in Bad Honnef und im Rhein-Sieg-Kreis in 20 Jahren aussehen soll – und zwar vor allem in der Flächenvorsorge für Wohnbauland, für die Wirtschaft, die Freizeit und Erholung, sowie in Fragen von Infrastruktur und Verkehr.

Am 25. Juni 2013 hat die Landesregierung ihren Entwurf für eine Novelle des Landesentwicklungsplans Nordrhein-Westfalen (LEP) beschlossen. Am 28. Februar 2014 endete das Konsultationsverfahren. 1047 Kommunen, Verbände, Unternehmen usw. waren zur Abgabe von Stellungnahmen eingeladen worden. Darunter war auch die Stadt Bad Honnef.

Der Landesentwicklungsplan trifft zentrale Weichenstellungen für die Entwicklung des Landes in den nächsten 20 Jahren. Es kommt darauf an, dass diese Weichen richtig gestellt werden und in der Landespolitik entsprechende Unterstützung finden. Die Kritik am Entwurf der Landesregierung ist unüberhörbar. Mittlerweile schlägt der Landesregierung eine breite Protestwelle von Bürgern, Kommunen, Verbänden und Unternehmen entgegen. Schon heute ist daher absehbar, dass die Landesregierung den Entwurf des LEP grundlegend überarbeiten muss.

CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Wolff: „Damit die begonnene breite gesellschaftliche Diskussion der Novelle des Landesentwicklungsplans rational und zielführend fortgeführt werden kann, muss die Landesregierung Transparenz über das gesamte Verfahren herstellen. In einem ersten Schritt muss die Landesregierung hierfür alle ihr vorliegenden Stellungnahmen zum Landesentwicklungsplan veröffentlichen.“ Wolff begrüßt den entsprechenden Vorstoß der CDU-Landtagsfraktion. Er passe auch gut zur Stellungnahme der Stadt Bad Honnef, die am 12. Februar 2014 im Planungsausschuss beschlossen wurde. „Würde die Fläche um den Uhlhof, wie im LEP Entwurf vorgesehen, als Grünzug festgelegt, so wäre eine Folgenutzung mit möglicherweise notwendigen Umbauten unwahrscheinlich und ein großer Nachteil für die Stadt. Dieses Gebiet muss einer planerischen Steuerung und ggf. Entwicklung soweit wie möglich zugänglich bleiben“, so Wolff.

„Es ist natürlich auch wichtig zu erfahren, was in Nachbargemeinden und in Nachbarkreisen als Stellungnahmen abgegeben wurden, damit wir uns auch im Kreis ein Bild vom Stand der Diskussion machen können, gerade auch vor dem Hintergrund der andauernden verkehrlichen Schwierigkeiten rund um Bonn,“ ergänzten die beiden Bad Honnefer Kreistagsabgeordneten Klaus Döhl und Jörg Erich Haselier. Ebenso sind die Stellungnahmen der Unternehmen der Region von größtem Interesse sowohl für die Stadt als auch für den Kreis.

Ein Landesentwicklungsplan, der wichtige Weichen für die Zukunft stellt, kann nur im Konsens erarbeitet werden, so die CDU-Politiker abschließend. |eb

BM-Kandidat Otto Neuhoff erkundet Rommersdorf

März 28, 2014

BM-Kandidat Otto Neuhoff erkundet Rommersdorf„Der Dialog soll in Bad Honnef künftig einen neuen Stellenwert bekommen“, so Otto Neuhoff (r.) zu Beginn des vierten Teils seiner „Bestandsaufnahme“ in Rommersdorf am Mittwoch.

„Ich bin beeindruckt vom ungeheuren Bürgerengagement in Rommersdorf, das überall sichtbar wird: Ob im Reitersdorfer Park, am Annaplatz oder der liebevoll mit Blumen dekorierten Möschbachstraße oder den gepflegten Fachwerkhäusern. Gleichzeitig ist es der Ortsteil mit den meisten Schülern in Bad Honnef.“ Gleichzeitig wurde klar, wie wichtig ein Stadtentwicklungskonzept ist, dass auch die Zukunft und Nutzung der Parks beinhaltet.

Begleitet von Vertretern der unterstützenden Parteien FDP, Grünen, Bürgerblock und FWG wechselten wie gewohnt kleinere Haltepunkte immer wieder mit größeren ab, die von Grünen-Chef Burkhard Hoffmeister einmal mehr präzise vorbereitet waren.

Start der Tour war am Reitersdofer Park, wo Klaus Wegner anschaulich erklärte, welche außerordentliche Leistung der „Freundeskreis Reitersdorfer Park“ und der Verein „Hauptsache Familie – Bündnis für Bad Honnef“ hier vollbracht haben, um den Park in seiner Schönheit für die Bürger wieder nutzbar zu machen.

Direkt angrenzend wurde die missliche Situation des nunmehr umzäunten Geländes des Edelhoff-Stifts deutlich. Die noch unklare Situation muss dringend geklärt werden. In der Realschule St. Josef erläuterte Schulleiter Stefan Rost die Situation. Mehr als 400 Schüler besuchen die Realschule. Er erklärte Gesprächsbereitschaft, was die Entwicklung eines zukunftsfähigen Schulkonzeptes für ganz Bad Honnef angeht. Die Realschule betrachte sich als Bestandteil der Bildungslandschaft in Bad Honnef. Die Parteienvertreter nahmen diesen Impuls sehr positiv auf.

Am Siebengebirgsgymnasium – mit rund 1000 Schülern Bad Honnef ’s größte Schule – wurde der Investitionsstau deutlich. Trotz der bereits renovierten Räume für die Naturwissenschaften sind die Klassenzimmer, insbesondere die Fenster zum Teil in einem unzumutbaren Zustand. Mehr als die Hälfte der Mittel der Schulpauschale für die Erhaltung der Bad Honnefer Schulen fließt in den nächsten Jahren hierhin.

Mike Kamp (l.) zeigte die Schattenseiten des Schulbetriebs an seinem liebevoll restaurierten Fachwerkhaus. Die Verkehrsinsel vor seinem Haus hat sich zur dauernden Müllhalde entwickelt. Alle Initiativen in Richtung Schule und Stadtverwaltung haben bisher nichts bewirkt.

August Heinen erläuterte den Handlungsbedarf aus der kritische Hochwasser- Situation am Möschbach, die am 20. Juni im letzten Jahr deutlich wurde und äußerte Besorgnis über die Entwicklung auf dem Gelände der Villa Schaaffhausen und insbesondere die Schließung der Römer-Quelle, die seit mehr als 100 Jahren die Anwohner mit frischem Quellwasser versorgt.

Die Investoren Udo Menge und Christian Boettcher erläuterten Ihre Pläne rund um das Gelände und die aus Ihrer Sicht unbefriedigende Entwicklung, die inzwischen zu einem Rechtsstreit geführt hat. Otto Neuhoff regte eine Prüfung an, ob eine kurzfristige Wiederinbetriebnahme der Quelle nicht doch möglich wäre.

Bei der Begehung wurde deutlich, dass insbesondere im Verbund mit dem ebenfalls leerstehenden benachbarten Marienhof sich bereits ein Sicherheitsrisiko gebildet hat, dass sich zuletzt ja auch in einem Brand im ehemaligen Marienhof ausgewirkt hat. „Jedes nicht genutzte Gebäude erhöht das Risiko zum Beispiel durch nicht vorgesehene unkontrollierte Nutzung,“ so Otto Neuhoff vor Ort. Die Situation dürfe nicht einfach so hingenommen werden.

„Mein Eindruck: Rommersdorf ist ein Vorzeige-Ortsteil von Bad Honnef. Das Bürger-Engagement ist beeindruckend. Deutlich wurde auch wie wichtig die Weiterentwicklung der Schullandschaft ist, um für alle Schüler passende Angebote zu haben. Dazu gehört auch ein ordentlicher baulicher Zustand der Schulen. Der Verfall der Villa Schaaffhausen, des Parks und der daraus resultierenden Sicherheitssituation kann nicht im Interesse der Anwohner sein, hier müssen alle Beteiligten an einen Tisch“ so das abschließende Fazit von Otto Neuhoff. |eb

13. Messe Sivita(l) für gesundes Leben

März 28, 2014

Am 27. und 28. April dreht sich in Bad Honnef wieder alles um gesundes Leben und Wohnen, denn zum 13. Mal findet die Messe Sivita(l) in den Tagungsräumen des Hotels Seminaris, Alexander-von-Humboldt-Straße 20, statt. Das Team von Vera Wattenbach vom Bad Honnefer Veranstaltungsbüro „Organisation 2000“ knüpft an die Erfolge der vergangenen Jahre an. Abermals werden bewährte und neue Aussteller Mittel, Methoden und Anwendungen der Naturheilkunde zur Prävention, zur Stabilisierung und zur sinnvollen Ergänzung der Schulmedizin, die in diesem Jahr stärker vertreten ist, präsentieren. Die Stadt Bad Honnef ist seit 2006 Mitglied im „Gesunde Städte-Netzwerk“, einem bundesweiten Verbund engagierter Kommunen, deren Ziel es ist, die Gesundheitsförderung als gesellschaftliche Aufgabe im öffentlichen Bewusstsein zu verankern und gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu schaffen. Schirmherrin der Messe ist Bürgermeisterin Wally Feiden. Sie begrüßt die gute Zusammenarbeit der Stadt Bad Honnef mit dem Veranstaltungsteam. Die Messe steht dieses Jahr unter dem Leitgedanken: „Gesundheit möglich machen - Prävention stärken!“ Für die Aufrechterhaltung der Gesundheit kann und muss jeder einzelne selbst etwas tun. Deshalb haben die Messegäste in diesem Jahr erstmals die Gelegenheit, sich über die häufigsten Krankheitsbilder wie Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes und Rückenleiden zu informieren. Neben der Präsentation von Produkten und Hilfsmitteln sieht das Veranstaltungsprogramm Vorträge kompetenter Referentinnen und Referenten zur gesundheitlichen Vorsorge und über Behandlungsmöglichkeiten vor. |eb

Bad Honnefer Pelz- und Ledermanufaktur

März 21, 2014

Bad Honnefer Pelz- und LedermanufakturBad Honnefer Pelz- und LedermanufakturBad Honnefer Pelz- und LedermanufakturBad Honnefer Pelz- und LedermanufakturSie sind kreativ bis unter die Haarspitzen, immer voller neuer Ideen und kaum bremsbaren Tatendrang: Ulrike und Dietmar Bonsch. Nun haben sie sich an die familiären Wurzeln von Ulrike Bonsch zurück erinnert, gleich den passenden Rahmen am Saynschen Hof 23e dazu gefunden, um in Bad Honnef die 1. Pelz- und Ledermanufaktur zu gründen. „Wir sind ein junges Unternehmen, das trotzdem auf eine lange und fast vergessene Tradition der Fell- und Lederverarbeitung zurückblicken kann: 1749 gründete die Familie meiner Urururgroßtante Marianne ein Unternehmen zur Fellverarbeitung und Gerberei in der Nähe von Essen“, sagt Ulrike Bonsch, und: „In Absprache mit unseren Verwandten haben wir unser Familienwappen behutsam modernisiert. Die alten Werte sollten nicht angetastet werden, so dass wir nun quasi ein neues-altes Wappen besitzen, das wir stolz als unser Firmensymbol führen“. Der Name PELEDESTO setzt sich aus den Wörtern: Pelz-Leder-Design-Stoff zusammen. Er steht für ausgezeichnete Qualität, hohes handwerkliches Können und ein individuelles Design. „Der guten alten Tradition folgend verarbeiten wir ausschließlich Leder aus Betrieben, die wir kennen und persönlich besucht haben“. In der Bad Honnefer Pelz- und Ledermanufaktur werden Taschen von zeitloser Eleganz, aus feinstem Leder, natürlich gefärbt und handgenäht, hergestellt. Auch die Pelztaschen sind Unikate, nach den Vorgaben der Kunden von Ulrike Bonsch gestaltet, so wird jede Tasche ein ganz besonderer Blickfang. „Die Taschen werden nach den individuellen Vorstellungen und Wünschen unserer Kunden exklusiv und in aufwendiger Handarbeit gefertigt“. Weitere Informationen: peledesto.de

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