Die sechste Auflage der 7 Mountains Music Night

Zum 5. Todestag von Anna

Juli 24, 2015

Zum 5. Todestag von AnnaZum fünften Mal jährte sich am vergangenen Mittwoch der Todestag der kleinen Anna aus Königswinter. Im Alter von nur neun Jahren war das Mädchen in Bad Honnef von ihren Pflegeeltern wiederholt misshandelt worden, bis sie schließlich am 22. Juli 2010 von der Pflegemutter in der Badewanne ertränkt wurde. Der Fall der kleinen Anna ist ebenso traurig wie die Begleitumstände um ihren Tod erschütternd sind. Eine ehrliche, lückenlose Aufarbeitung, samt der damit verbundenen möglichen Konsequenzen für alle Beteiligten, die in irgendeiner Weise Verantwortung dafür getragen haben, dass die kleine Anna im Alter von neun Jahren gestorben ist, fand leider für viele Beobachter nie statt. Wer erwartet hatte, dass auch die zuständige Jugendamtsmitarbeiterin eine harte Strafe erhalten würde, hat sich getäuscht. Am zehnten Verhandlungstag gegen die Sozialpädagogin, die als Mitarbeiterin des Jugendamtes Königswinter für die von ihrer Pflegemutter getötete neunjährige Anna zuständig war, wurde das Verfahren wegen geringer Schuld vorläufig eingestellt. Als Auflage musste sie lediglich eine ihr auferlegte Geldbuße in Höhe von 2000 Euro an die gemeinnützige Organisation „Terre des Hommes“ zahlen. Mancher, der bereits beim Prozess gegen die Pflegeeltern fassungslos erfahren durfte, wie ein kollektives Versagen des Helfersystems die Tat begünstigte, wird über die Milde der Strafe sogar enttäuscht gewesen sein. Gerade weil im Fall Anna eben das Versagen vieler dazu führte, dass ein hilfloses Kind sterben musste, war es aber problematisch, eine einzelne Person – außer der eigentlichen Täterin und dem Pflegevater – zu verurteilen. Ärzte, die Therapeutin, der Mitarbeiter der Diakonie, alle haben ihren Job schlecht gemacht. Auch die Strukturen im Jugendamt trugen Mitschuld.

Harald Hallerbach

In neuem Glanz

Juli 17, 2015

In neuem GlanzSie liegt quasi am schönsten Eingangstor zu Bad Honnef. Sie war ein wenig herunter gekommen, aber jetzt wird sie professionell aufgepäppelt und zu neuem Leben erweckt: Die Fährschänke. Hansi Hatterscheid hat wieder zugeschlagen, „um dieses Kleinod musste ich mich einfach kümmern“. Der Außenanstrich ist fertig, auf der Terrasse stehen die Biertische parat. Der Innenausbau folgt geschwind und wenn alles wie geplant voran geht, dann kann am Samstag bereits ein frisch gezapftes Mühlen-Kölsch mit Blick auf die neue Fähre genossen werden.

Evangelische Frauenhilfe

Juli 3, 2015

Um die Situation der Flüchtlinge in Bad Honnef geht es beim nächsten monatlichen Treffen der Ev. Frauenhilfe Bad Honnef am Mittwoch, 8. Juli. Ab 15 Uhr wird Dr. Beate Schaaf im Ev. Gemeindehaus an der Luisenstraße über die Hilfen und Angebote berichten, die es aktuell in Bad Honnef gibt. |eb

„Koalition“ oder „Dialog“ in Bad Honnef?

Juni 29, 2015

UMFRAGE: „Mit dem Bürgermeister zum Wohle der Stadt!?“ Otto Neuhoff ist seit einem Jahr Bürgermeister.

Vor einem Jahr wurde der parteilose Otto Neuhoff (r.) mit 61,6 Prozent zum Bürgermeister gewählt.Stadtverbandsvorstand und Fraktion der CDU Bad Honnef haben während einer Klausurtagung am Wochenende einstimmig beschlossen, Sondierungsgespräch mit den anderen im Rat der Stadt Bad Honnef vertretenen Parteien mit dem Ziel zu führen, für die nächsten Jahre verlässliche Mehrheitsverhältnisse im Rat zu gewährleisten. Die CDU wird zunächst mit der SPD, dem Bürgerblock und der FDP sprechen. Die Gespräche sollen nach der Sommerpause stattfinden“, erklärten Stadtverbandsvorsitzender Bernhard Spies und Fraktionsvorsitzender Sebastian Wolff. Beide machten deutlich, dass dabei die Sacharbeit im Sinne der Stadt im Vordergrund stehen wird. „Wir haben in seinem ersten Jahr gut und konstruktiv mit dem Bürgermeister zusammengearbeitet. Dies soll auch weiterhin so sein. Ein mögliches Ratsbündnis sollte zusammen mit dem Bürgermeister zum Wohle der Stadt arbeiten“, erklärten Spies und Wolff.

Die HWZ fragte Politiker und Bürger, was sie vom Vorschlag der CDU halten, in Bad Honnef wieder eine Koalition zu bilden. Dieser Vorschlag solle das Geschehen im Rat insgesamt „berechenbarer“ machen, weil dann mit zuverlässigen Mehrheiten gearbeitet werden könne. Unsere Frage war schlicht und einfach: „Was halten sie von einer Koalition zum jetzigen Zeitpunkt hier in Bad Honnef“?

„Das ist Quatsch. Wechselnde Mehrheiten sind konstruktiv für die Sachentscheidungen. Der Politikstil von Otto Neuhoff ist einfach gut. So soll es bleiben“. Wolfgang Wilke, Mitglied der CDU

„Ich kann das nicht nachvollziehen, aber wir leben halt in einer Demokratie“. Jörg Pütz, Kaufmann

„Ich erlebe im Rat eine positive und aktive Grundhaltung, es bilden sich in offenen Debatten zu Sachthemen unterschiedliche Mehrheiten, dieser offene Dialog führt zu einer mit tragfähigen Mehrheiten demokratisch gefundenen Lösung. Dieser Politikstil hat sich bewährt und wir sehen keinen Grund, weshalb man daran etwas ändern sollte.“ Irina Briese, Sprecherin der Grünen.

„Das die CDU als größte Fraktion einen Partner sucht ist nur verständlich. Der Bürgerblock wird der Einladung folgen und die Gespräche ergebnisoffen führen. Klar ist, wir haben Otto Neuhoff mit ins Amt gebracht und seine Ergebnis - und sachorientierte Politik muss dabei nachhaltig unterstützt werden.“ Christoph Kramer, Vorsitzender Bürgerblock

„Koalitionsgedöns ist Vergangenheit. Ich schaue in die Zukunft, und die sieht gut aus“. Peter Hurrelmann, Kommunikationsfachmann

„Mit Otto Neuhoff wurde nicht nur ein neuer Bürgermeister gewählt sondern auch ein neuer Politikansatz. Wir haben im Wahlkampf Otto Neuhoff und den „Dialog Bad Honnef“ aus voller Überzeugung unterstützt. Denn Dialog Bad Honnef bedeutet Teilhabe nicht nur der Politik sondern auch der Zivilgesellschaft, der Vereine und der Bürgerinnen und Bürger an politischen Entscheidungen in der Stadt. Dieser Politikansatz hat bei den Wahlen eine breite Mehrheit bekommen. Eine Koalition wäre eine Koalition gegen diesen neuen Politikstil, ich kann mir daher auch nicht vorstellen, dass FDP und Bürgerblock, die Otto Neuhoff und den Dialog Bad Honnef unterstützt haben, für eine Koalition mit der CDU zur Verfügung stehen“. Joachim Langbein, Sprecher der Grünen.

„Davon halte ich überhaupt nichts. Die CDU sollte zu den Sachthemen zurück finden. Bei dieser CDU-Führung sehe ich wenig Chancen für eine vernünftige Zusammenarbeit“. Manfred Rauw, FWG-Fraktionsvorsitzender.

„Es läuft doch alles prima. Im Moment sehe ich keinen Bedarf für eine Koalition. Dennoch werden wir uns anhören, was die CDU uns vorzuschlagen hat“. Rainer Quink, FDP-Fraktionsvorsitzender.

„Das ist Schwachsinn. Never change a runing System“. Detlev Mai, Marketingexperte

„Bisher läuft alles sehr rund, daher muss man schon sehr gute Gründe haben, um von der erfreulich sachbezogenen Linie mit wechselnden Mehrheiten abzuweichen“. Gundolf Seidel, CDU-Mitglied.

„Wir wollen doch nicht die alten Zeiten aufleben lassen. Wir sitzen alle in einem Boot, mit Otto an der Spitze. Nur so geht es voran“. Dirk Pütz, Kaufmann

50 Jahre in Bad Honnef für Bad Honnef

Juni 22, 2015

JUBILÄUM: 50 Jahre Malteser Hilfsdienst

50 Jahre in Bad Honnef für Bad Honnef50 Jahre in Bad Honnef für Bad Honnef50 Jahre in Bad Honnef für Bad HonnefDie Bad Honnefer Malteser feiern am kommenden Wochenende gemeinsam mit der Pfarrgemeinde Sankt Johann Baptist ihr 50-jähriges Bestehen. Mit fast 200 aktiven Mitgliedern ist die rein ehrenamtliche Gruppierung des Malteser-Hilfsdienstes eine der aktivsten Gruppen weit und breit. Ihren Anfang nahm sie 1965 mit der Initiative einiger junger Leute aus Bad Honnef und Königswinter, die an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen hatten.

Die Geschichte der Honnefer Malteser begann Mitte der Sechziger Jahre in einer Zeit des Aufbruchs und des gesellschaftlichen Wandels. Eine Gruppe junger Leute, zumeist Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde, wollte sich damals in der Krankenpflege engagieren, weil im Honnefer Krankenhaus nach dem Weggang der Ordensschwestern ein Pflegenotstand drohte. Ein Erste-Hilfe-Kurs brachte im Herbst 1965 die entscheidende Initialzündung: Die jungen Leute beschlossen, eine eigene Malteser-Gruppe zugründen. Johannes Wenning wurde erster Stadtbeauftragter. Anfangs erhielt die kleine Gruppe, die zwar über Sanitätstaschen und eine Trage verfügte, aber noch nicht über ein Fahrzeug, Unterstützung aus dem benachbarten Hennef.

Schwesternhelferinnen- und Erste-Hilfe- Ausbildung sowie Sanitätsdienst sind in den Folgejahren prägend für die junge Gliederung. In den frühen Siebziger Jahren verschieben sich die Schwerpunkte der Gliederungsarbeit dann hin zu den „Blaulichtdiensten“ Katastrophenschutz und Sanitätsdienst. Ihr erstes richtiges Blaulicht bekommen die Honnefer im Jahr 1972, als sie einen Behelfskrankenwagen anschaffen. Im Jahr 1974 übergibt der Innenminister von Nordrhein-Westfalen der Honnefer Malteser-Gliederung einen Katastrophen- Sanitätszug mit mehreren Fahrzeugen und mit reichlich Einsatzmaterial. Junge Männer erhalten so auch die Möglichkeit, statt des Wehrdienstes eine Verpflichtung im Katastrophenschutz einzugehen.

Rommersdorfer Straße

Im Jahr 1979 wird Dr. Hans Michael Höller nach Heinz Rüddel und Käthemarie Gundelach vierter Stadtbeauftragter der Honnefer Malteser. Er wird die Ortsgliederung entscheidend prägen. Zwischenzeitlich ist die Unterkunft in einer Mietgarage in Rhöndorf zu eng geworden und die Suche nach Alternativen beginnt. Fündig wird man in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche: Das ehemalige Gebäude einer Bauunternehmung in der Rommersdorfer Straße wird 1982 angemietet. Es soll für rund 25 Jahre das Zuhause der Malteser werden.

Mit der Gründung der ersten Malteser- Jugendgruppe schlagen die Bad Honnefer Malteser 1983 ein neues Kapitel auf. Die Jugendarbeit wird die Ortgliederung fortan entscheidend prägen und sie wird sich in Sachen Nachwuchsgewinnung als Segen erweisen. Mit dem heutigen Stadtbeauftragten Dr. Andreas Archut und Stadtarzt André Schmitz sind heute zwei Gründungsmitglieder der Malteser Jugend Mitglieder der Malteser-Stadtleitung. Auch, wenn sich die Ortsgliederung Anfang der 90-er Jahre weitgehend ausdifferenziert hat, ist es eine Zeit der Experimente und der neuen Herausforderungen. Eine solche Herausforderung ist die Betreuung der „Spätaussiedler“ und DDR-Flüchtlinge, die in den Monaten vor der „Wende“ zahlreich in Bad Honnef untergebracht wird.

„Bloody Malti“

Im Jahr 1992 gründen Jugendliche die Verletztendarstellergruppe „Bloody Malti“. Inspiriert von einer niederländischen Gruppe üben und praktizieren die Jugendlichen die täuschend echte Imitation medizinischer Notfallsituationen. Statt auf Ketchup und roter Kreide setzt die Gruppe früh auf selbst entwickelte Rezepturen für die Darstellung von Wunden und Brandblasen und trainiert in der Gruppe die Darstellung von Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt und anderen Notfällen. Die Bloody- Malti-Gruppe besteht bis heute und ist gefragter Partner für Übungen von Feuerwehren und Rettungsdiensten in weitem Umkreis.

Ende der Neunziger Jahre wird der Katastrophenschutz umstrukturiert – eine Folge des Endes des Kalten Krieges und der damit veränderten Sicherheitslage. Die Einheiten werden reduziert, aber dafür mit besserem Material ausgestattet. Im neuen Jahrtausend folgt die Bildung von „Einsatzeinheiten“. Die Honnefer Malteser werden der Bezirksregierung Köln zugeordnet und erhalten die Leitung der Einsatzeinheit „BRK06“, an der auch Malteser aus Meckenheim, Hennef und Siegburg beteiligt sind.

Im neuen Jahrtausend verändert sich auch die Jugendarbeit. Die „klassische“ Jugendarbeit mit einzelnen Jugendgruppen und -leitern wird durch neue Zugangswege für den Malteser-Nachwuchs immer mehr abgelöst. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Schulsanitätsdienste, die sich in dieser Zeit nach und nach in den Schulen rund um das Siebengebirge bilden und die von den Honnefer Maltesern durch Ausbildung, Beratung und Betreuung unterstützt werden.

„Rettungsmeile“

Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends kämpft die Stadtleitung der Honnefer Malteser um die Zukunftssicherung der Gliederung. Diese steht und fällt mit einer neuen Lösung für deren Unterbringung. Die alte Unterkunft in der Rommersdorfer Straße erfüllt nicht mehr die neuen Anforderungen des Katastrophenschutzes. Auf der Suche nach Alternativen werden Pläne für einen Neubau konkret. Die Stadt Bad Honnef hat dafür ein Grundstück in Erbpacht an der Quellenstraße bereitgestellt. Zur Finanzierung des Bauprojekts erhalten die Honnefer Malteser zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung. Nach langer verbandsinterner Überzeugungsarbeit erhält das Projekt Ende 2007 „Grünes Licht“. 2008 findet der Erste Spatenstich für das „Malteser Quartier“ statt, im Frühjahr 2009 folgt die feierliche Eröffnung im Beisein von Malteser- Präsident Dr. Constantin von Brandenstein- Zeppelin.

Bewährungsprobe

Eine ganz große Bewährungsprobe bewältigen die Mitglieder der Einsatzeinheit im Sommer 2010, als sie bei der „Loveparade“ in Duisburg als Reserveeinheit beim Sanitätsdienst eingesetzt werden. Das 35-köpfige Kontingent wird als eine der ersten Einheiten zur Unfallstelle geschickt, als es im Zugangstunnel des Festgeländes zur Katastrophe kommt. Der Einsatz dauert mehrere Stunden, in denen die Honnefer Sanitäter um das Leben zahlreicher Verletzter kämpfen, Leichtverletzte versorgen und unverletzte Notfallbetroffene betreuen. Für ihren Einsatz werden sie später vom Bundespräsidenten mit Ehrenurkunden ausgezeichnet, die von Regierungspräsidentin Gisela Walsken überreicht werden.

Unter dem Eindruck wachsender Ansprüche an die Einsatz- und Leistungsfähigkeit ehrenamtlicher Kräfte rücken die verschiedenen Hilfsorganisationen zusammen. Das „Rettungsmeilenfest“ 2010 ist ein Ausdruck dieser neuen Gemeinschaftlichkeit. Den Spitznamen „Rettungsmeile“ hat die Quellenstraße erhalten, weil dort in unmittelbarer Nachbarschaft und kurzer zeitlicher Abfolge Malteser, Technisches Hilfswerk und Deutsches Rotes Kreuz ihre Unterkünfte errichtet haben. |aa

Ein feierliches Ereignis

Juni 5, 2015

Ein feierliches EreignisAm vergangenen Freitag spielte der Spielmannszug TV Eiche Bad Honnef gemeinsam mit dem Musikzug „Bergklänge“ Heisterbacherrott aus Königswinter im Innenhof des Haus Schlesien den Großen Zapfenstreich.

„Gänsehaut pur“, das war nach dem Großen Zapfenstreich die einhellige Meinung der Zuhörer. Auch die Spielmänner des TV Eiche waren zufrieden. 200 Jahre Preußen im Rheinland – das war der Anlass für das höchste militärische Zeremoniell. Für den feierlichen Rahmen sorgte die Ehrengarde der Stadt Bonn. Mit Pechfackeln säumten sie den Weg der rund 75 Musiker. |eb

Gewaltfreies Miteinander

Mai 15, 2015

PROJEKT: Gewaltfrei – ein Netzwerk zur Gewaltprävention in Bad Honnef

Gewaltfrei – ein Netzwerk zur Gewaltprävention in Bad HonnefGewaltfrei soll ein – wie der Name schon sagt – gewaltfreies Miteinander, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, auf verschiedenen Ebenen fördern. Im vergangenen Jahr hat das Aalkönigskomitee erstmals seine Fördermittel gebündelt und in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring Bad Honnef ein Konzept mit dem Schwerpunkt Gewaltprävention entwickelt. So konnten verschiedene Institutionen fünf soziale Projekte unter dem Dach des Netzwerkes erfolgreich auf die Schiene setzen und verwirklichen.

In diesem Jahr hat sich das Angebot des Netzwerks auf nunmehr acht Projekte erhöht. Mit dem „BAEGI“ und dem Projekt des Frauenzentrums, „Und das soll Liebe sein“, sind zwei bewährte Projekte in Neuauflage. Beim „BAEGI“, dem Bauspielplatz in Aegidienberg, handelt es sich um ein abenteuerpädagogisches Konzept des Jugendtreffs Aegidienberg. Mit Hammer und Nagel erschaffen die Teilnehmer-Kids nach ihren eigenen Vorstellungen ein Dorf. Sie werden zu selbstständigen Unternehmern, Arbeitnehmern und verbringen tagsüber ihr Dorfleben mit eigener Währung und eigenen, für alle geltenden Gesetzen. Weniger fröhlich, aber dennoch enorm wichtig und auch in Bad Honnef von Bedeutung, ist das Thema der häuslichen Gewalt gegen Frauen. Das Frauenzentrum Bad Honnef setzt zu diesem Thema in Einzel- und Gruppengesprächen mit betroffenen jungen Frauen an. Sie lernen eigene Beziehungsmuster zu erkennen, Verhaltensweisen – eigene und die des Partners – zu analysieren und die Wirkung auf die eigene Erfahrung zu überprüfen. Werden sogenannte Warnsignale für Gewalt in Partnerschaften erkannt, kann eine langfristig sich aufbauende Gewaltdynamik verhindert werden.

Zu den sechs weiteren Projekten, die unter dem Schirm des Netzwerkes stehen, gehört auch das Projekt der evangelischen Jugend: „Frieden geht anders“ – ein Projekt zur Friedensbildung. Für einen Friedensaufbau spielen Bildungs- und Lernprozesse eine große Rolle. Konstruktive Konfliktbearbeitung will gelernt sein. Wissen über die Zusammenhänge von Gewalteskalation, über Konfliktursachen, über die Grundlagen für Frieden, aber auch über das Entstehen eigener Weltbilder muss sich aufbauen. Um die gewachsene Komplexität mit friedlichen Mitteln zu gestalten müssen wir lernen, mit Interessenkonflikten und Meinungsverschiedenheiten anders umzugehen. Und genau hier setzt das Projekt an. „Frieden geht anders an“ wird sich über einen Projektzeitraum von über drei Jahren erstrecken.

Wie schon im vergangenen Jahr dabei: das Haus der Jugend in Bad Honnef. Diesmal allerdings mit einem neuen Projekt. Über einen Zeitraum von sechs Monaten werden einmal pro Woche gemeinsam mit zwölf bis 16-jährigen Jugendlichen im Rahmen des Nachmittagsangebots Trickfilme erstellt/produziert. Inhaltlich stehen dabei die Umsetzung kreativer Ideen, der spielerische Erwerb von Medienkompetenz, die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und deren Anliegen sowie die intensive Arbeit im Team im Vordergrund. Die KjG Bad Honnef ist seit diesem Jahr ebenfalls mit einem Projekt im Netzwerk vertreten. „Gewaltfrei leiten“ so heißt die Weiterbildungsmaßnahme für die Leiter der Honnefer KjG. Hierbei geht es darum, den Leitern im Rahmen eines teambildenden Workshops einen „Werkzeugkoffer“ mit Instrumenten zu füllen, die geeignet sind, Gewalt den Nährboden zu entziehen.

Das Jungenprojekt “MÄNNL(ICH)“, das zweite vom Jugendtreff Aegidienberg initiierte Projekt, soll Jungs im Alter von 9 bis 13 Jahren in ihrer individuellen Männlichkeit unterstützen und fördern. In einem geschützten Rahmen, nur unter „uns“ Jungs, werden Fragen aufgegriffen wie: „Was ist männlich“, „Wie erfahre ich meine eigene Identität“ oder „Gewalt, Zeichen von Stärke oder Schwäche?“

In der Offenen Ganztagsschule wird in diesem Jahr geboxt. Die Schüler haben die Möglichkeit neben der sportlichen Komponente auch von anderen Aspekten des Boxsportes zu profitieren. Denn zum einen wird das Selbstvertrauen gefördert und zum anderen die Konzentrationsfähigkeit verbessert. Begleitet wird das Projekt durch Trainer des Allgemeinen Turnvereins (ATV) aus Selhof. Das achte Projekt ist ein Angebot für die Schüler der Konrad-Adenauer-Schule, an ihren Projekttagen einen Film gemeinsam mit einem professionellen Filmemacher zu kreieren. Die Schüler sollen hierbei die Möglichkeit haben sich in unterschiedlichen Rollen zu erfahren: vom Drehbuchautor zum Schauspieler, über den Regisseur bis hin zum Kameramann. Inhaltlich soll sich der Film mit dem Thema Gewalt auseinandersetzen und gewaltfreie Handlungsalternativen aufzeigen.

Neben den acht einzelnen Projekten lädt das Netzwerk Gewaltfrei zweimal im Jahr zu einem offenen Erfahrungsaustausch rund um das Thema Gewaltprävention für Jugendliche – dem Forum Gewaltfrei – ein. |cw

Bad Honnef: Zahlen, Daten, Fakten

Mai 15, 2015

HEIMAT: Von den Honschaften bis zur Gegenwart von Heinz Willi Fleischhacker

Bad Honnef: Zahlen, Daten, FaktenBad Honnef, das idyllische Städtchen zwischen Siebengebirge und dem Rhein gelegen, beschreibt sein Wappen: Von Silber und Rot, 30 mal geschachter Schild, belegt in der oberen Hälfte mit einem durchgehenden, fünfflälzigen blauen Turnierkragen.

Die Einwohnerzahlen betragen ganz aktuell laut Auskunft der Stadtverwaltung: Aegidienberg 7.176, Bad Honnef Mitte 10.190, Rhöndorf 2.463, Selhof 7.664, insgesamt 27.493 Bürgerinnen und Bürger.

Stadtteile: Aus der Vielfalt der historischen Gebäude, dem örtlichen Geschehen in Gegenwart und Vergangenheit, kann hier nur jeweils ein Auszug aus der Fülle des Bestandes aufgezeigt werden. Der Stadtteil Aegidienberg besteht aus 13 Ortsteilen. Hier mit einer Aufteilung der Einwohner in Aegidienberg 586, Hövel 465, Brüngsberg 248, Efferoth 18, Siefenhoven 194, Neichen 154, Himberg 197, Rottbitze 340, Wintersberg 22, Höhe 56, Retscheid 41, Orscheid 220, Wülscheid 256. Insgesamt 2. 797 Einwohner. Im Jahre 1.555 erste urkundliche Erwähnung von „Gilienberg“. Sehenswert: Die kath. Pfarrkirche St. Aegidius. An den romanischen Westturm aus dem 12. Jahrhundert wurde 1824 das heutige Kirchenschiff angebaut.

Stadtteil Innenstadt: 150 Jahre Stadtrechte Bad Honnef am 14. Juli 2012.1983 Einweihung des Rathauses. Die evangelische Kirche wurde am 2.12. 1900 eingeweiht. Die kath. Kirche St. Johann Baptist stammt aus dem 11. Jahrhundert, an- und umgebaut im 13. Jahrhundert und 1912. CURA Kath. Krankenhaus im Siebengebirge wurde 1.888 gebaut (Elise- Philomene-Stift). Am 1.10.1892 wurde auf Hohenhonnef die Lungen-Heilstätte eröffnet.

Stadtteil Rommersdorf-Bondorf: 831 Erste urkundliche Erwähnung von Rommersdorf. Die Annakapelle wurde 1.868 von der Stiftsdame Ottilia Carolina von Bongart erbaut. Der Ursprung der Villa Schaaffhausen fällt in die 1.770er Jahre. Stadtteil Rhöndorf: Pfarrkirche St. Maria Heimsuchung seit 1905, Marienkapelle seit 1716, Waldfriedhof seit Anfang der 1920er Jahre. Ziepchensplatz, Ziepchensbrunnen seit 1844. Dr. Konrad Adenauer lebte hier von 1935-1967, Penaten von 1908 an in Rhöndorf, Haus im Turm seit dem Mittelalter.

Stadtteil Selhof: Pfarrkirche St. Martin, erste Kirche 1933, nach Abriss jetzige 1968 konsekriert. St. Martinus Kapelle 1710 als hölzerne Kapelle errichtet, St. Martinusschule seit 1878, Schloss Hagerhof ab 1960 Schul- und Internatsgebäude. Gaststätte Kaiser: Ab 1914 ist die Gaststätte im Besitz der Eheleute Fritz und Sybille Kaiser. Die übertragen sie ihrem Sohn Friedrich-Matthias und dessen Frau Katharina. Dieses Ehepaar Kaiser erlangt Kultstatus in Selhof.

Die Honschaften: Honnef hatte in der Vergangenheit nie den Charakter einer geschlossenen Stadt mit eigener Verwaltung gehabt. Im Gegensatz zu Königswinter wohnten die Leute im weiten Tal in sechs deutlich voneinander geschiedenen Honschaften (Hundertschaften), von denen drei bei der Kirche St. Johann Baptist aneinanderstießen: Mülheim, Bondorf und Beuel. Rommersdorf lag am Ausgang des Möschbaches, Rhöndorf weit im Norden wo der Varensbach von der Löwenburg herabkam und Selhof weit im Süden am Ufer des Obaches mit dem Anhängsel Menzenberg. Hoch oben entstand die siebte Honschaft: Honneferrott, später Aegidienberg genannt. Hier noch einmal die sieben Hohnschaften: Aegidienberg, Selhof, Beuel, Bondorf, Rommersdorf, Mülheim, Rhöndorf. Wer nun Neugier auf seine lebendige Heimatgeschichte verspürt, wird im Bad Honnefer Gutenberghaus, Archiv Museum- Treff, Hauptstr. 40, sonntags von 10 Uhr bis 13 Uhr geöffnet, umfangreich informiert Der Wohnort wird zur Heimat, wenn man sich engagiert und sich für ihn interessiert.

Geschichtsweg erkunden

Mai 15, 2015

Der Geschichtsweg Rommersdorf steht kurz vor seiner Vollendung. Grund genug für das Partnerschaftskomitee Bad Honnef – Wittichenau, zu einem geführten Rundgang am 29. Mai ab 15 Uhr unter fachkundiger Leitung von Dr. Hans Peter Mensing, Historiker und Vorstandsmitglied des Heimat- und Geschichtsvereins Herrschaft Löwenburg, einzuladen. Dr. Mensing wird den Teilnehmern die Stationen des – nach Rhöndorf - zweiten Geschichtsweges in Bad Honnef – zeigen und auch die Idee erläutern, die hinter diesem gemeinsamen Projekt der Bürgerstiftung, des Heimat- und Geschichtsvereins, des Kultur- und Verkehrsvereins sowie engagierter Bürgerinnen und Bürger steht. Interessierte Gäste sind zu dem Rundgang herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist allerdings zwingend erforderlich. Treffpunkt ist an der Annakapelle in Rommersdorf. Der Spaziergang dauert ca. 2 Stunden und endet am Weinhaus Steinbach, wo der Nachmittag in lockerer Runde ausklingen soll. Anmeldungen ab 19 Uhr unter 02224/75057 (Kösterke). |eb

Eltern reden mit

Mai 1, 2015

Eltern reden mitDer Stadtelternrat (StER) Bad Honnef vertritt die Interessen aller Eltern, deren Kinder in Bad Honnef lernen, arbeiten oder spielen. Die 14 Kindergärten, die neun Schulen und fünf Offenen Ganztagsschulen in Bad Honnef senden uns ihre Elternvertreter zu unseren Mitgliederversammlungen und wählen den Vorstand. Auch Vertreter des Stadtjugendrings und Elternvertreter der Kinder in Tagespflege sind im Stadtelternrat beteiligt. Vor 15 Jahren wurde der Stadtelternrat Bad Honnef vom damaligen Bürgermeister Peter Brassel gegründet, um die Belange der Eltern und Kinder in den Ausschüssen als beratendes Mitglied vertreten zu können. Bei einem Fest am HIT Markt wurde der Geburtstag am vergangenen Wochenende gefeiert.

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