Oder doch lieber ein Elektro-Fahrrad?

Gute Zeichen – schlechte Zeichen

April 21, 2014

UNTERNEHMERFRÜHSTÜCK: „Eine insgesamt positive Wirtschaftsentwicklung“

Erst frühstücken, dann reden: Thomas Radermacher, CDU-BM-Kandidat Sebastian Wolff, Rhein-Sieg-Landrat Frithjof Kühn, Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost (v.l.)Das werden wir auch machen, wenn ich Bürgermeister bin, versprach Kandidat Sebastian Wolff nach seinem ersten Unternehmerfrühstück im Hause Profittlich. Eben reden, bevor Probleme dazu zwingen. Hausbesuche bei Honnefer Unternehmern sollen genau so dazu gehören, wie regelmäßige Treffen zum gemeinsamen Frühstück. „Ich werde mich nicht im Rathaus verschanzen“. „Stargast“ bei der Premiere in Rhöndorf war Landrat Frithjof Kühn, der die „insgesamt positive Wirtschaftsentwicklung“ der Stadt beschrieb, ohne dabei die Problemzonen zu vergessen. Kühn, der nach 15 Jahren im kommenden Juni seinen Posten als Landrat zur Verfügung stellt, kennt seinen Kreis mit den 19 Städten und Gemeinden in und auswendig. Und er konnte es nicht wirklich verhehlen, dass ihm Bad Honnef ganz besonders am Herzen liegt. „Hier würde ich gerne alt werden“, schmunzelte der 70jährige.

Das Stichwort: „Bad Honnef hat die mit Abstand älteste Bevölkerung in der Region. Nach einer Prognose der Bertelsmann-Stiftung wird das Durchschnittsalter von derzeit 45,9 Jahren bis zum Jahre 2030 auf 50,1 Jahre ansteigen. Der Anteil der über 65jährigen wird von 24% auf 33% anwachsen. Die Ansiedlung von jungen Familien und eine entsprechende Wohnraumpolitik bleibt vor diesem Hintergrund eine vordringliche Aufgabe. In dieses Bild passt, dass Bad Honnef als einzige Kommune im Rhein-Sieg-Kreis seit nunmehr drei Jahren einen negativen Gewerbemeldesaldo aufweist“. Heißt: Mehr Schließungen als Gründungen. Beispiele: „TX-Logistik zieht 2015 mit 200 Mitarbeitern nach Troisdorf. Das Katholisch Soziale Institut (KSI) zieht 2017 mit 70 Mitarbeitern und jährlich 17.000 Besuchern nach Siegburg auf den Michaelsberg. Die Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) mit 2.000 Gästen pro Jahr plant für 2016 den Umzug nach Bonn. In Anbetracht all dieser Herausforderungen braucht Bad Honnef in Zukunft eine engagierte und kompetente Wirtschaftsförderung“. Und: „Bad Honnef braucht einen starken Bürgermeister, der sich persönlich für die Stadt einsetzt“. Mehr Gewicht solle in Zukunft auch auf die Tourismusförderung gelegt werden.

Die attraktive Lage zwischen Siebengebirge und Rhein eröffne erhebliches Potential. Durch eine erneute Beteiligung an der „Tourismus Siebengebirge GmbH“ könne dies sicherlich besser genutzt werden als bisher. „Man muss dabei sein, um mitmachen zu können. Bad Honnef sollte auf Augenhöhe mit Königswinter kommen“.

Zurück zur positiven Entwicklung: Anstieg der Einwohner, Anstieg der sozialversicherten Beschäftigten, Anstieg der Kaufkraft je Einwohner, erfolgreiche Ansiedlungsbilanz auf Gewerbeflächen seit 1993. „Die gute Wirtschaftsentwicklung in Bad Honnef ist zu einem nicht unwesentlichen Teil darauf zurückzuführen, dass die Stadt aufgrund der starken Berufspendlerverflechtung mit Bonn in den Genuss mehrerer Ausgleichsprojekte des Bundes mit erheblicher struktureller und arbeitsmarktlicher Bedeutung gekommen ist“. Ein weiterer Erfolg für die Stadt sei die Ansiedlung der Internationalen Fachhochschule gewesen, mit 1.800 Studenten und 100 Beschäftigten. Die Rahmenbedingungen stimmen, so Kühn, „auch weil der Rhein-Sieg-Kreis mit rund 580.000 Einwohnern ein starker und zukunftssicherer Wirtschaftsstandort mit einer sehr günstigen Wirtschaftsstruktur und anhaltendem Wachstum ist.

Mit seinen 19 Städten und Gemeinden gehört er zu den Regionen mit der dynamischsten Entwicklung in Deutschland. Seit seiner Entstehung durch die kommunale Neugliederung im Jahre 1969 weisen die Zahlen der Einwohner, Arbeitsplätze und Unternehmen beständig hohe Zuwächse auf. Ursachen des Wachstums sind vor allem die expansive Entwicklung der vorhandenen Wirtschaft, erfolgreiche Neugründungen und Neuansiedlungen von Unternehmen im Kreisgebiet. Die Attraktivität des Kreises bei Wirtschaftsunternehmen und Existenzgründern ist vor allem durch seine hervorragenden Standortqualitäten begründet. Zu ihnen zählen insbesondere die unmittelbare Nachbarschaft zur Bundesstadt Bonn sowie zur Metropolregion Köln, die ungewöhnliche Lagegunst und die hervorragenden Verkehrsanbindungen, die überdurchschnittliche Ausstattung mit Wissenschafts-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, ein außerordentlich hoch qualifiziertes Arbeitskräftepotential sowie das breite Angebot an attraktiven und preisgünstigen Gewerbegrundstücken“.

Die Geschichte der Wally Feiden

April 17, 2014

BÜRGERMEISTERAMT: Am 14. Oktober 2004 wurde das schwarze Bad Honnef rot Teil 2

Die Geschichte der Wally FeidenDie Geschichte der Wally FeidenDie Geschichte der Wally FeidenNach dem zweiten Semester ging sie für mehrere Monate nach London und betreute als „au pair“ drei zwei bis sechs Jahre alte Kinder eines amerikanischen Diplomaten. Zurückgekehrt an die Uni Bonn setzte sie das Studium zügig fort und bestand das notwendige „Große Latinum“ als Externe am Kölner Konrad-Adenauer-Gymnasium rechtzeitig vor dem Philosophicum. Kurz danach wurde sie vom damaligen „Papst der Germanistik“ Benno von Wiese in sein Team der wissenschaftlichen Mitarbeiter aufgenommen und durfte die Neuauflage seines Standardwerks „Die Deutsche Tragödie von Lessing bis Hebbel“ betreuen. Außerdem vermittelte er ihr einen lukrativen weiteren Job: Einmal in der Woche machte sie fortan Gattinnen aus der arrivierten Gesellschaft fit für den small talk auf Empfängen und Cocktail- Parties im „Treibhaus Bonn“, jedenfalls in Sachen deutsche Literatur. Außerdem diskutierte sie hier auch über Ursprünge und Ziele der „Studentenrevolte“. Als Gründungsmitglied der Studentengewerkschaft war sie hier besonders kompetent, versuchte man doch über diese Organisation die Mißstände an den damaligen Universitäten friedlich zu überwinden. Die APO, die Anti-Schah- und Vietnam-Demonstrationen, der Sechs-Tage-Krieg im Nahen Osten, die Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg in Berlin – in dieser Zeit fiel es manchmal schwer einfach weiter an der Examensarbeit zu schreiben. Dennoch, im Herbst 1967 bestand sie das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Höheren Schulen mit der Gesamtnote „gut“ und erhielt das Angebot von Professor von Wiese, bei ihm zu promovieren. Da er aber zunächst eine Gastprofessur in den USA antrat, war es vorbei mit dem Job an der Uni, und die Förderung nach dem Bundesversorgungsgesetz für Kriegswaisen war mit dem Examen ebenfalls erloschen. Da sie das ursprüngliche Ziel, am Gymnasium Deutsch und Englisch (zwei Korrekturfächer) zu unterrichten, längst aufgegeben hatte, mußte ein anderer Broterwerb die Zeit bis zur Rückkehr des Doktorvaters überbrücken. Durch einen Zufall erfuhr sie vom Aufbau einer katholischen Wochenzeitung in der Bonner Königstraße. Bald baute sie hier an führender Stelle das Redaktionsressort Dokumentation mit auf und lernte so frühzeitig die zukünftigen Redakteure kennen, die aus der ganzen Bundesrepublik für das ehrgeizige Projekt angeworben wurden.

Wally Feiden heiratete im Januar 1968 in Bonn ihren Rüdiger, den jungen Mann, der ihr sieben Jahre zuvor im Hörsaal einen Kugelschreiber lieh. So beginnen Liebesgeschichten. Damit verabschiedete sie sich endgültig von der Universität und ihren Doktor-Plänen, ging mit dem ursprünglichen Vorbereitungsbüro Katholische Wochenzeitung im August desselben Jahres nach Frankfurt zu PUBLIK – als stellvertretende Leiterin der Redaktionsabteilung Dokumentation. „Für einen Neuling war das schon eine Riesenchance“, beurteilt Wally Feiden heute noch ihren Schritt ins Berufsleben. „In eine Redaktion, die noch keine festgefahrenen Hierarchien kennt, kann man sich ganz anders einbringen und wird auch ganz anders gefordert“. Die organisatorischen und technischen Probleme bei einem neuen Objekt erforderten ein außergewöhnliches Engagement. So durfte sie nicht nur in den verschiedenen Ressorts mitarbeiten, sondern mußte vor dem Andruck auch durchaus bis zwei Uhr nachts in der Druckerei letzte Korrekturen annehmen, kurzfristige Berichte – vielleicht vom Vatikan-Korrespondenten Helmut Herles, dem ehemaligen Chefredakteur des Bonner Generalanzeigers – einschieben und schließlich auch direkt im Blei – es wurde noch von Hand gesetzt, und Spiegelschrift mußte man lesen lernen – aktuelle Nachrichten redigieren. Und doch ließ sie 1970 Redaktionsarbeit und Frankfurter Kollegen hinter sich, weil nun erst einmal die Familie Vorrang hatte: Im Mai wurde Tochter Sonja geboren. Im November zog die Mutter von Wally Feiden nach Bonn und löste bald die Eltern in der Betreuung des geliebten Enkelkinds ab.

Endlich, nach Monaten der Aushilfs- oder Honorartätigkeit beim Bundespresseamt und dem General-Sekretariat des Deutschen Roten Kreuzes, konnte Wally Feiden wieder eine feste Stelle antreten. Bei der Deutschen Welle in Köln arbeitete sie wiederum in der Redaktion Dokumentation und leitete zusätzlich das Pressearchiv mit acht Mitarbeitern. Mit der Geburt des Sohnes Felix im März 1973 stellte sie diese Tätigkeit ein, blieb aber durch freie Mitarbeit und Urlaubsvertretungen in der Redaktion Südosteuropa noch einige Jahre mit dem Sender verbunden. Im Mittelpunkt stand aber für Wally Feiden fortan die Familie. Schon bald engagierte sie sich in Spielgruppen und natürlich im Kindergarten einer Elterninitiative, damals auch Kinderladen genannt. Die sogenannte antiautoritäre Erziehung wurde in dieser Zeit von den einen ebenso heftig befehdet wie von den anderen befürwortet. „Repressionsfreie Erziehung“ hieß das pädagogische Ziel im Kinderladen an der Bonner Colmantstraße, zu dessen Mitbegründern im übrigen auch die Familie des ehemaligen Moderators der ARD-Tagesthemen, Ulrich Wickert, gehörte. Wally Feiden wurde hier bald Vorsitzende. Über den besten pädagogischen Weg wurde im Kinderladen anhaltend und durchaus strittig diskutiert, an jedem Dienstag in der Woche. Renovieren, Essen kochen, Personal einstellen und führen – für alles sorgten die Eltern. „Auch das war eine sehr fruchtbare Zeit, manche Freundschaften von damals dauern heute noch an, bei den Kindern wie bei den Eltern,“ sagt Feiden heute mit Wehmut in der Stimme, weil ihr seit Jahren die Zeit fehlt, diese alten Freundschaften auch zu pflegen.

Fortsetzung folgt

Der Ehrenring der Stadt

April 17, 2014

Der Ehrenring der StadtEs sollte eine ganz besondere Auszeichnung werden. Für ganz besondere Verdienste für Bad Honnef. Mit dieser Idee wandten sich Bürgermeister Peter Brassel und 1.Beigeordneter Karl-Heinz Stang 2001 an Goldschmied Georg Zumsande und an den weltberühmten Honnefer Künstler Ernst-Günter Hansing. Und sie schufen den Ehrenring der Stadt. Den goldenen Ringkopf ziert das Hansing-Portrait von Ehrenbürger Konrad Adenauer, über die Ringseiten windet sich der Rhein mit dem Siebengebirge. Franz Josef Kayser, Siegfried Westhoven und Wilhelm Herbrecht wurde dieses wertvolle Schmuckstück bereits verliehen, nun soll Bürgermeisterin Wally Feiden damit geehrt werden.

Shared Space – Die Antwort auf FOC

April 17, 2014

„Shared Space“ als Verkehrsplanungskonzept will die gemeinsame Nutzung der ganzen Straße oder des ganzen Platzes durch alle Verkehrsteilnehmer. Schilderwald, Ampeln, Bürgersteige fallen weg. Alle Verkehrsteilnehmer sind absolut gleichberechtigt, Miteinander ersetzt Vorrangstellungen.

Es gelten nur zwei Regeln:

  • Gegenseitige Rücksichtnahme
  • Rechts vor Links

Shared Space will Niemanden draußen halten. Auch keine Kfz, denn Shared Space wird dort gemacht, wo Autos fahren – und weiter fahren sollen. Nach dem Leitsatz „Kontinuierliches Langsamfahren ist sinnvoller als schnelles Stop & Go.“ Shared Space wertet den öffentlichen Raum auf und ersetzt ein Streben nach Regulierung oder festgelegten Dominanzen.

Ganz wichtig: Shared Space funktioniert. Es funktioniert sogar zweifelsfrei, und das weltweit. In der großen Londoner Einkaufsstraße und in der City norddeutscher Kleinstädte oder westfälischer Zentren. Jede und Jeder kann sich vor Ort davon überzeugen, denn es ist vielfache Wirklichkeit. Immer und nur in Innenstädten, stets als ganzheitliches Konzept.

Die Ziele von Shared Space sind definiert:

  • die City, den öffentlichen Raum lebenswerter machen
  • die Sicherheit erhöhen
  • den Verkehrsfluss verbessern

Bad Honnef will seine City sowieso neu strukturieren. Im Zuge dieses Prozesses kann Shared Space Attraktivität erhöhen, weil es Raum für weitere Außengastronomie schafft, weil es Flanieren fördert, weil es die Kaufumgebung für den Einzelhandel verbessert. Geparkt werden kann da, wo Raum ist – nah beim Geschäft für die gezielte Besorgung, im Parkhaus für den ausführlicheren Bummel.

In Sachen Orientierungshilfen, Gestaltungsmerkmale und -instrumente, hohe Eignung betr, Inklusion, Umsetzungsweg etc. gibt es zahlreiche dokumentierte Erfahrungen. Dieses Rad muss in keiner Weise neu erfunden werden. Ein wirklich kompetentes Planungsbüro sitzt in Köln und hat schon erfolgreich für unsere Stadt gearbeitet. Shared Space wäre also machbar, zumal mit der Bahnhofstraße ein bereits heute sehr geeigneter Pilotbereich besteht, der keine aufwändigen Umbauten braucht.

Shared Space ist ein Planungsprinzip. Es eignet sich keinesfalls als Riegel gegen Autos oder als reine Maßnahme der Verkehrsberuhigung; wer das will, der kaufe Stoppschilder und Straßensperren. Shared Space in Bad Honnef wäre allemal die richtige und konkurrenzfähige Antwort auf ein FOC in Königswinter. Jedoch: Jeder Bruch mit traditionellen Regeln provoziert intuitive Ablehnung. Also wäre es Aufgabe der Politik, statt eines Produktes einen Prozess zu steuern. Was ja rheinische Spezialität ist. |bh

Nicole Westig gewählt

April 17, 2014

Nicole Westig gewähltNicole Westig, FDP-Kreistagskandidatin aus Bad Honnef, ist nun auch Mitglied des FDP-Bezirksvorstands Köln. Die 46jährige, die als wissenschaftliche Referentin im NRW-Landtag arbeitet, konnte sich vergangene Woche in Bergheim bereits im ersten Wahlgang als eine von sieben Beisitzern durchsetzen. Der Bezirksverband umfasst die Kreisverbände Rhein-Erft, Rhein-Berg, Rhein-Sieg und Oberberg sowie die Städte Köln, Bonn und Leverkusen. In der Woche zuvor war Westig bereits als Mitglied des FDP-Kreisvorstands Rhein-Sieg bestätigt worden.

Die mehr als 100 anwesenden FDP-Mitglieder wählten die Honneferin mit dem besten Ergebnis erneut zur Beisitzerin. In ihrer Vorstellung hatte Westig betont, sich künftig besonders für die Nachwuchsförderung einsetzen zu wollen. „Wir gehen gut aufgestellt in die Wahlen am 25. Mai. Aber wir brauchen noch mehr junge Leute, damit wir auch künftig eine starke liberale Truppe im Rhein-Sieg-Kreis bilden“, so die Liberale. |eb

Noch wenige Plätze frei

April 17, 2014

Das Partnerschaftskomitee Bad Honnef - Wittichenau bietet vom 16. bis zum 22. September eine Bürgerfahrt nach Polen an. Dafür sind noch einige wenige Plätze frei. Die von Werner Osterbrink ortskundig konzipierte einwöchige Reise beginnt mit einem Flug von Köln/Bonn nach Katowice (Kattowitz). Es sind drei Übernachtungen in Kraków (Krakau) und zwei Übernachtungen in Wrocław (Breslau) in Vier-Sterne-Hotels gebucht, in Wittichenau erfolgt die Übernachtung in der Pension „Zur Grafschaft“. Am ersten Tag wird die Bad Honnefer Gruppe das ehemalige Konzentrationslager in Auschwitz besuchen. Danach geht es nach Krakau, wo unter anderem eine Stadtführung durch die malerische Altstadt sowie eine Besichtigung des Königsschlosses auf dem Wawel-Hügel geplant sind. Weiter führt die Reise nach Wadowice (Frauenstadt) mit Besichtigung der Basilika und des Geburtshauses von Papst Johannes Paul II. Nächster Höhepunkt: Ein Besuch in dem Marienwallfahrtsort Czestochowa (Tschenstochau) mit der „Schwarzen Madonna“. Weiter geht es nach Opole (Oppeln) und Wrocław (Breslau), wo es u.a. die wieder aufgebaute Altstadt zu erkunden gilt. Nach einer interessanten Fahrt durch das Kotlina Jeleniogórska (Hirschberger Tal) steht ein Besuch der Wittichenauer Partnerstadt Lubomierz auf dem Programm, bevor die Heimreise über Löbau, Bautzen und Wittichenau führt. Der Rückflug erfolgt von Dresden nach Köln/Bonn Der Teilnehmerpreis (Doppelzimmer mit Halbpension) beträgt 885 Euro einschl. Transfer zum Flughafen. Weitere Informationen: www.wittichenau-bad-honnef.de. Informationen: Klaus Eckenroth, Telefon: 02224/ 940909. |eb

Maibäume

April 17, 2014

Die Stadtverwaltung Bad Honnef weist darauf hin, dass das Aufstellen von Maibäumen an Straßenleuchten nicht gestattet ist. Schäden können verursacht oder die Standsicherheit der Straßenleuchten beeinträchtigt werden. Widerrechtlich angebrachte Bäume werden kostenpflichtig entfernt. |eb

Die Geschichte der Wally Feiden

April 14, 2014

BÜRGERMEISTERAMT: Am 14. Oktober 2004 wurde das schwarze Bad Honnef rot

Prominent: Die Bürgermeisterin mit Ministerpräsident, Bundespräsident, Landrat und Bundeskanzlerin (v.l.)Die Geschichte der Wally FeidenSeit dem 14. Oktober 2004 ist nichts mehr so wie es immer war,in Bad Honnef. Schon am 26. September hatte sich Ungewöhnliches ereignet. Bei den NRW-Kommunalwahlen hatte die CDU, die seit 1945 die Mehrheit im Rat und alle Bürgermeister gestellt hat, zwar wieder die meisten Stimmen und – zusammen mit ihrem Ableger, dem „Bürgerblock“ und der FDP – erneut die Mehrheit errungen. Aber CDU-Bürgermeisterkandidat Peter Brassel – fünf Jahre lang hatte er die Stadt regiert – schaffte nicht die nötige absolute Mehrheit. Ein Vorsprung von fast zehn Prozent auf seine sozialdemokratische Herausforderin Wally Feiden reichte nicht aus. Eine Stichwahl war angesagt.

Die Stadt erwachte aus ihrer Lethargie. Plötzlich formierte sich die Initiative „Wally wählen“ und die Bonner Oberbürgermeisterin und SPD- Präsidiumsfrau Bärbel Dieckmann kam über den Rhein und erklärte im Weinhaus Steinbach, wie eine rote Frau seit Jahren erfolgreich eine bürgerliche Ratsmehrheit domestiziert. „Et hätt noch immer joot jejange“ trösteten sich die irritierten Christdemokraten damals. Zumal ihre konservativen Freunde vom „Bürgerblock“ ihre Anhänger für den Noch-Bürgermeister an die Urne riefen und die Liberalen sich anschlossen. Eine rote Bürgermeisterin in Bad Honnef- für die bürgerliche Mehrheit ein Alptraum. Geschichte! Damals notiert von Klaus Wirtgen. Heute ist „Uns Wally“ allgegenwärtig.

So, als wenn es niemals einen anderen Bürgermeister gegeben hätte. Pardon: Eine Bürgermeisterin. Konrad Adenauer hat es einst gesagt, Wally Feiden kann es heute auch von sich behaupten: „Ich stelle fest, ich bin einzigartig.“ Denn: Wally Feiden ist die einzige Bürgermeisterin in Nordrhein-Westfalen, die mit über 70 Jahren noch im Amte ist. Und das ohne jegliche Ermüdungserscheinung. Jopa Vedders, ihr Technischer Beigeordneter, kann das bestätigen. „Ich kriege langsam aber sicher die Krise, wenn ich spät Abends gegen 22 oder auch schon mal 23 Uhr noch Licht in ihrem Büro sehe. Beispielsweise nach Rats- oder Ausschusssitzungen.“ Wally Feiden ist eben krisenerprobt. Geboren am 4.November 1940 in Schlesien, verhinderten die letzten Kriegsjahre eine unbeschwerte Kindheit. Ihren Vater, der an der Ostfront kämpfte, sah sie ganze drei Mal. Er gilt seit 1945 als vermisst. Im Alter von vier Jahren kämpfte Wally ohne jegliche ärztliche Hilfe um ihr Leben: Typhus war ausgebrochen. Nach dem Krieg wohnte sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in Niedersachsen, in einer unbeheizten Futterküche zwischen Diele und Kuhstall. 1947 begann die Schulzeit. Lernen und lesen machten ihr so richtig Spaß. 1952 wurde sie in einem Internat für Mädchen aufgenommen. Beliebt bei Lehrern und Mitschülerinnen wurde Wally schnell Klassensprecherin.

Im streng reglementierten Internat gab es allerdings oftmals Anlass zu opponieren. Im Teenager-Alter wurden die Fesseln des Internats für Wally immer unerträglicher. Mit Unterstützung ihrer Mutter konnte sie die Nonnenschule von 1958 bis 1961 als „Laufschülerin“ besuchen und ihr Abitur machen. Sie konnte die Tanzschule besuchen und erste Kontakte zu Jungen knüpfen. Durch die Kontakte mit dem Jungen-Gymnasium lernte Wally Dichter- und Autorenwerke kennen, deren Namen allein in ihrer Nonnenschule schon blankes Entsetzen hervorriefen. Hier hatte sie gelernt, daß Werner Bergenguen, Gertrud von Le Fort und Edzard Schaper die größten Schriftsteller der Kriegs und Nachkriegszeit waren. Nun hörte sie von Brecht, Celan und vielen anderen. Stunden verbrachte sie nun in der Buchhandlung am Rand der Innenstadt. Mit einem guten Abitur und einer viel beachteten Abschiedsrede im Namen des Jahrgangs endete die letztendlich schöne Schulzeit. Zum Kummer der Mutter und entgegen der eigenen ursprünglichen Absichten wählte Wally nicht den Weg der meisten ihrer Mitschülerinnen zur ortsansässigen Pädagogischen Hochschule, um Grundschullehrerin zu werden, sondern sie ließ sich an der Bonner Universität für die Fächer Germanistik und Anglistik immatrikulieren. Bewußt hatte sie den Studienort gewählt: Sie kannte hier niemanden. Sie wollte erproben, wie man allein auf den Füßen steht. Die Orientierung an der Uni, das Vorlesungsund Seminarprogramm - die ersten Wochen vergingen wie im Flug. Aber dann kamen die ersten einsamen Sonn- und Feiertage: Wally wußte, dass sie nun Leute kennenlernen mußte. Der Zufall half nach. Sie hatte ihr Schreibgerät in ihrer Beueler Bude vergessen. Sie bat den Nachbarn zur Rechten im Hörsaal 8 um Aushilfe. „Kugelschreiber oder Füller“, fragte der sympathische junge Mann zurück. „Füller, Frau und Fahrrad verleiht man nicht“, so entschied sich Wally für den Kugelschreiber - beim ersten gemeinsamen Lachen ahnten die jungen Leute jedoch noch nicht, dass sie sieben Jahre später den Bund fürs Leben schließen würden. Das Studium bekam sie gut in den Griff. Schon nach dem ersten Semester bestand sie den begehrten „Schein“ im ungeliebten Fach Gotisch der älteren Germanistik. Die erste Seminararbeit über die „Bedeutung der Farben in Adalberts Stifters Studien“ wurde ein „Sehr gut“. In den Semesterferien machte sie ein Praktikum bei einer Bank – einfach mal für alle Fälle.

Fortsetzung folgt

„Schlaumäuse“-Tourstopp in Bad Honnef

April 11, 2014

SPRACHFÖRDERUNG: Axel Voss stattet Kiga St. Johannes mit Bildungspaket aus

Axel Voss (Mitglied des Europäischen Parlaments, 2.v.r.) und Sebastian Gerlach (Microsoft Europe, rechts) überreichen Kita-Leiterin Heidi Höver ein Schlaumäuse-Bildungspaket. Links: Sebastian Wolff, CDU-Bürgermeisterkandidat, der die Tour nach Bad Honnef geholt hat.„Schlaumäuse“-Tourstopp in Bad Honnef„Schlaumäuse“-Tourstopp in Bad Honnef„Schlaumäuse“-Tourstopp in Bad HonnefDie bundesweite Tour der Schlaumäuse von Microsoft Deutschland macht Halt in Bad Honnef. Der Abgeordnete des Europaparlaments Axel Voss unterstützt die Bildungsinitiative und macht sich für seinen Wahlkreis stark: Ab heute nutzt der Kindergarten St. Johannes die neueste Version der Schlaumäuse-Lernsoftware, von der bereits 257 Kindertagesstätten in der Region profitieren. Die Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ von Microsoft und Partnern unterstützt die frühkindliche Sprachförderung von fünf- bis siebenjährigen Kindern in bundesweit mehr als 10.000 Kitas. Die Lernsoftware wurde von Didaktikexperten mit wissenschaftlicher Begleitung der Universität Erfurt entwickelt. Die Kinder lernen anhand von animierten Figuren und Spielen, Buchstaben und Wörter nachzusprechen und ihre Kenntnisse selbstständig kontinuierlich auszubauen.

„Bildung ist Europas wichtigste Ressource. Ohne ausreichende Sprachkenntnisse haben Kinder erhebliche Nachteile in ihrer Bildungskarriere. Der frühkindliche Spracherwerb ist das Fundament für den Erfolg in Bildung und Beruf. Deshalb müssen wir Wert darauf legen, dass schon im frühkindlichen Alter der für die Schule erforderliche Grundwortschatz aufgebaut wird. Die Schlaumäuse leisten dazu einen wichtigen Beitrag“, so Axel Voss, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Region Mittelrhein. Das Microsoft Surface mit Windows 8, das die Kita erhält, ist mit der neuesten Version der Schlaumäuse ausgestattet. Die Bildungsinitiative Schlaumäuse von Microsoft besteht bereits seit mehr als zehn Jahren und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Mit den Schlaumäusen legt Microsoft einen Grundstein für eine umfassende Sprachförderung und unterstützt die altersgerechte Medienerziehung“, so Sebastian Gerlach, Senior Manager External Affairs, Microsoft Europe. |eb

„Frau vom Checkpoint Charlie” in Bad Honnef

April 11, 2014

Zu einem Gastvortrag hat der Lions Club Bad Honnef Jutta Fleck eingeladen, die als weltweit bekannte „Frau vom Checkpoint Charlie“ Teil der unheilvollen deutsch-deutschen Trennungsgeschichte in den 80er Jahren wurde. Sie wird am 15. April um 19.30 Uhr im Foyer des Kursaals in Bad Honnef (freier Eintritt) über ihren gescheiterten Fluchtversuch aus der DDR, den Prozess wegen Republikflucht, den Freikauf durch die Bundesrepublik und ihren aufsehenerregenden Protest gegen die Trennung von ihren Kindern am Westberliner Checkpoint Charlie erzählen.

Jutta Fleck, die zum Zeitpunkt ihrer Flucht noch Gallus hieß, leitet in Wiesbaden ein Projekt der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, das sich mit der politisch-historischen Aufarbeitung der SED-Diktatur befasst. Als Zeitzeugin tritt sie vor allem in Schulen auf. Ihre engagierte Aktion am Grenzübergang zwischen Westund Ostberlin im Oktober 1984 lieferte im Jahre 2006 auch den Stoff für einen ARD-Fernsehfilm, in dem Veronica Ferres in der Rolle von Jutta Gallus auftrat. |eb

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