Verein(t) gewinnt

30 Jahre „Bibic“ in Bad Honnef

Juli 18, 2014

GEBURTSTAG: Seine Grillspezialitäten eroberten die Region

30 Jahre „Bibic“ in Bad Honnef30 Jahre „Bibic“ in Bad Honnef30 Jahre „Bibic“ in Bad HonnefStadtpolitiker der alten Garde schwärmen noch heute: „Damals waren die Ratssitzungen viel kürzer und erheblich effektiver. Die Politik haben wir eh hinterher gemacht“. Hinterher im „Zagreb“, ganz entspannt beim Bierchen. „Und das dauerte nicht eben selten bis in die frühen Morgenstunden“, erinnern sich Bosko und Barica Bibic. 1984 war Werner Osterbrink Bürgermeister. Sie Stadt stand vor einer riesigen Herausforderung. Die Kur- und Bäderzeit ging zu Ende, der Weg zur Seminar- und Kongressstadt begann. Just in dieser spannenden Zeit eröffneten die Bibic’s das Restaurant „Zagreb“, dort in der Hauptstraße, wo heute ein asiatisches Restaurant beheimatet ist.

Bibic brachte die Küche des Balkans in die Stadt und landete damit einen Volltreffer. Seine Grillspezialitäten eroberten die Region. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Bibic übernahm danach eine Zeit lang die Gastronomie im Ruderclub. Seine Gäste folgten ihm an den Yachthafen. Dann, 1998, legte er sich das heutige Haus, das Restaurant „Rheingold“ zu. Die Erfolgsgeschichte ging unvermindert weiter. 2005 trat Sohn Dejan in die Fußstapfen seiner Eltern. Mit den allerbesten Voraussetzungen: Hotelbetriebswirt und Küchenmeister, Absolvent der Steigenberger Hotelfachschule Bad Reichenhall. Leitende Positionen im Gästehaus Petersberg, im Maritim Hotel und in der Steigenberger Hotelkette. Zuletzt leitete Dejan Bibic eine zwanzigköpfige Küchen- Brigade in einem Sport- und Wellnesshotel in der Nähe von München.

Zurück in Bad Honnef, „ich liebe meine Heimatstadt“, erweiterte er den ohnehin schon riesigen Gastronomiebereich. Neben Restaurant, Terrasse und Biergarten eröffnete er die „Rheingold-Lounge“. Auch die Speisekarte erhielt Feinschliff. Zu den Balkangerichten gesellten sich Fisch-, Fleisch- und Pastaspezialitäten. Auf der wechselnden Wochenkarte findet der Gast zudem internationale Gerichte. „Die Lust am kochen, tüfteln und ausprobieren ist bei mir nach wie vor sehr stark ausgeprägt, denn bekanntlich isst das Auge ja mit“. Das Auge ist ein gewichtiger Faktor im Rheingold-Areal. Der Blick über Palmen und alten Baumbestand auf den Yachthafen lässt schon sehr angenehme Urlaubsgefühle aufkommen.

Um das gastronomische Angebot noch einmal zeitgemäß zu erweitern, verpachtete Bibic kürzlich die ehemalige Lounge an die kreativen Betreiber des Eisatelier’s. Im Jubiläumsjahr standen und stehen einige Investitionen auf dem Plan. So wurde der Biergarten neu bestuhlt und der Terrasse wurden neue Schirme spendiert. „Ende des Jahres findet dann eine Jubiläumsparty statt, für unsere treuen Gäste, und die, die es noch werden wollen“.

Honnefer Hafenstadt I.

Juli 18, 2014

Honnefer HafenstadtHallo Herr Böndel, ich habe soeben mit großem Interesse Ihren Artikel über die „Hafenstadt“ Bad Honnef gelesen. Ich denke, wenn man von Honnef als „Hafenstadt“ berichtet, darf man auch nicht den kleinen, unscheinbaren Ortsteil Rhöndorf dabei vergessen. Hier hatte in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts die Motorbootgesellschaft Rheinland ihren Sitz, mit Anlegestellen vor dem damaligen Hotel Eikerling (Bellevue). Die Betreiber dieser Motorbootgesellschaft waren die Rhöndorfer Familien Peter und Theodor Stang, Johann Schwippert und Schraaf. Es wurden mehrer so genannte Lokalboote im Ausflugsverkehr auf dem Rhein zwischen Köln und Koblenz betrieben. Die Schiffe mit den Namen „Rheinland I – VI “ waren in Königswinter auf der Werft Jean Stauff gebaut worden. In den Sechziger Jahren hatte das Fahrgastschiff „Hans-Jakob“ meiner Eltern Johannes und Katharina Käufer noch lange Zeit den Heimathafen Rhöndorf. Übrigens meine Mutter Katharina Käufer, legte im Januar 1961 in Duisburg bei der Wasser und Schifffahrtdirektion die Prüfung zum Rheinschifferpatent ab und war damals die erste Frau auf dem Rhein mit einem solchen Patent. In diesem Sinne, schöne Grüsse aus dem Rhöndorfer Unterdorf

Peter Käufer

Ein Bad Honnefer Unternehmer packt an

Juli 11, 2014

Ein Bad Honnefer Unternehmer packt anEin Bad Honnefer Unternehmer packt anFrank Dorst hat sich im Frühjahr 2013 entschlossen aus einem Schandfleck in der Fußgängerzone ein Schmuckstück zu machen. Das an der Hauptstraße 61a gelegene, aus dem 19. Jahrhundert stammende Haus wird komplett saniert und steht kurz vor der Fertigstellung. Unter der Federführung der Firma Schopp Immobilien GmbH, wird das Haus fast ausschließlich von Honnefer Handwerkern saniert. Frank Dorst vertritt die Einstellung, dass er als Bad Honnefer Unternehmer soweit möglich örtliche Bertriebe zu beschäftigen hat. Dies wirkt sich in einer harmonischen Zusammenarbeit aus. Man kennt sich und unterstützt sich gegenseitig, was gerade bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten, bei denen die Gewerke intensiv zusammenarbeiten müssen, wichtig ist. Es entstehen ein Ladenlokal und -mitten im Herzen von Bad Honnef – drei moderne Mietwohnung mit Altbauflair.

Außer der Fassaden- und Dachsanierung, die das Haus im neuen Glanz erscheinen lassen, wurde die gesamte Haustechnik erneuert, die Fenster ausgetauscht, moderne Bäder eingebaut sowie Maler- und Bodenbelagsarbeiten durchgeführt. Trotzdem bleibt der Charme des Altbaus erhalten. Vom Gewölbekeller über das alte Treppenhaus, mit gedrechselten Handläufen, bis zu den Wohnungen mit Deckenhöhen über 3,50 Metern erwartet die Mietinteressenten im Dachgeschoss das Highlight, die Dachterrasse mit Panoramablick über ganz Bad Honnef. Somit arrondiert sich das Dreieck um den Eselbrunnen nach und nach zu einem Blickfang mitten in der Stadt. Es fehlt leider nur noch die dringend notwendige Sanierung des Hauses Nr. 76, früher bekannt als Calabria (Foto r.). Dieses Haus zerfällt immer mehr und es gibt kein Anzeichen für Aktivitäten. Da es nunmehr seit über zehn Jahren ungenutzt dasteht, liegt die Vermutung nahe, dass nur noch ein Abriss des Hauses wirklich Sinn macht. An dieser Stelle könnten dann für Bad Honnef im Erdgeschoss weitere Gewerbeflächen und in den Obergeschossen Wohnräume entstehen. Die Absichten der Eigentümer sind jedoch nicht bekannt. |mo

Bürgermeistertreffen

Juli 4, 2014

Bürgermeister Otto Neuhoff (l.) und Bürgermeister Peter Wirtz (r.) trafen sich zu einem ersten offiziellen Gespräch im Bad Honnefer Rathaus.Die Zusammenarbeit zwischen den Städten Königswinter und Bad Honnef wird sich auf jeden Fall intensivieren. Bad Honnefs Bürgermeister Otto Neuhoff hatte den Königswinterer Bürgermeister Peter Wirtz eingeladen, um ein erstes Gespräch zum Kennenlernen und über die künftige Zusammenarbeit zu führen. Für den neuen Bürgermeister von Bad Honnef Otto Neuhoff war es bereits das zweite Gespräch mit einem Stadtoberhaupt aus einer Nachbargemeinde, nachdem er sich vor wenigen Tagen mit Karsten Fehr von der Verbandsgemeinde Unkel getroffen hatte.

„Königswinter und Bad Honnef haben viele gemeinsame Interessen im Siebengebirge und können von einer zielorientierten Zusammenarbeit auch unter Effizienzgesichtspunkten nur profitieren“, erklärte Bürgermeister Otto Neuhoff. Beide Bürgermeister wollen deshalb auch künftig engen Kontakt pflegen. |eb

Sturm in Bochum – Alarm in Bad Honnef

Juni 27, 2014

Sturm in Bochum – Alarm in Bad HonnefDie heißesten Pfingsten, die Deutschland je erlebt hat, zogen am Abend und in der Nacht des Pfingst-Montags verheerende Stürme mit Orkan-Böen nach sich. Besonders betroffen waren Düsseldorf und das Ruhrgebiet. Für das THW Bad Honnef bedeutete dies, Alarm am frühen Dienstagmorgen. Bereits um 5:30 Uhr standen 15 Helfer bereit zur Abfahrt in den Sturmeinsatz nach Bochum. Knapp zwei Stunden später erreichten sie die Bochumer Innenstadt - vor ihnen ein Bild der Verwüstung. Unzählige Bäume waren umgeknickt oder beschädigt. Schienen, Straßen, und Wege waren blockiert, Dächer und Häuser beschädigt. Bei hochsommerlichen Temperaturen begann damit der Sturmeinsatz für die Helfer aus Bad Honnef. Für sie galt es vor allem Bäume zu zersägen und Verkehrssicherungsmaßnahmen durchzuführen. |eb

Termine koordiniert

Juni 27, 2014

Nachdem es im letzten Jahr bei den Veranstaltungen in Rheinbreitbach und Bad Honnef/Königswinter zur Terminüberschneidung gekommen war, haben sich die Verantwortlichen in einvernehmlicher Regelung abgestimmt. Das Parkfest in Rheinbreitbach, das in diesem Jahr zum 35. Mal stattfindet, war in der Vergangenheit immer am letzten Wochenende im August. Für die Seven Mountains Music Night, die in diesem Jahr zum 5. mal stattfindet, gab es bisher keinen Fix-Termin. Nun einigten sich die Macher auf folgende Termine: Das Parkfest findet am 23. und 24. August statt, die 7MMN am 30. August. |eb

Bürgermeister-Stichwahl

Juni 20, 2014

Hallo Herr Böndel,

ebenso klar wie das Ergebnis der Stichwahl zum Bürgermeister in Bad Honnef ist die Botschaft, die die Bürger damit an die politischen Parteien im Rat verbinden. Sie sind des machtpolitischen Ränkespiels überdrüssig und erwarten an dessen statt nunmehr die Umsetzung des von Otto Neuhoff im Wahlkampf propagierten Dialogs. In den Fokus rücken müssen die Probleme und Verbesserungspotentiale in unserer Stadt. Ein Wettbewerb widerstreitender Auffassungen ist dabei durchaus gut. Nur darf dieser nicht wie allzuoft in der Vergangenheit zum Stillstand führen, sondern es gilt, ihn konstruktiv und zielgerichtet zum Wohl der Stadt zu gestalten. Das Zeug dazu hat Otto Neuhoff!

Und noch eine Botschaft geht meiner Meinung nach von dieser Stichwahl aus: Bad Honnef ist der alten Frauen und Männer überdrüssig, die noch nicht begriffen haben, dass ihre Zeit schon lange der Vergangenheit angehört und damit auch ihre Auffassung der Kommunalpolitik als Tummelplatz für machttaktische Spielchen. Mit dem eindeutigen Ergebnis haben die Bürger sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie eine wie auch immer geartete Verbindung der beiden stärksten Parteien ohne größere Schnittmenge in Sachfragen, aber mit jeder Menge Pöstchen für ihre verdienten Mitglieder, eben genau nicht wollen! Wenn Frau Wahl sowie die Herren Osterbrink und Wengler dies auch einsähen, verbliebe ihnen wohl noch etwas Zeit, um darüber zu reflektieren, was sie während ihrer aktiven politischen Zeit anders und vielleicht auch besser hätten machen können. Den heutigen Ratsmitgliedern wäre wohl mehr Gestaltungsspielraum verblieben und so manches Gezänke gar nicht erst nötig gewesen!

H.J. Kniebes

„Als Honnef noch am Rhein lag“

Juni 20, 2014

„Als Honnef noch am Rhein lag“Mit der neuen Ausstellung „Als Honnef noch am Rhein lag“ zeigt das Gutenberghaus, wie einst der Strom das Leben der Menschen in Bad Honnef beeinflusste, während heute durch Bundesstraße 42 und Bahnlinie das tägliche Treiben im Zentrum der Stadt kaum vom Rhein berührt wird.

Anhand von ausgewählten Exponaten beleuchtet die Ausstellung die enge Wechselbeziehung zwischen dem Rhein und der Honnefer Region. Dabei nimmt die Sonderschau ihren Ausgang in der Antike mit römischen Funden, führt über das Mittelalter und die Neuzeit bis in die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts. Hier wird schwerpunktmäßig das Alltagsleben der Honnefer Fischer- und Schifferfamilien veranschaulicht. Früher lebten viele Schifferund Fischerfamilien im Stadtteil Mühlheim mit seiner direkten Lage am Flussufer. Von der Bedeutung des Fischfanges für die Menschen der Gegend künden antike Fischereiutensilien, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Neben Exponaten aus der Sammlung des Gutenberghauses und Leihgaben anderer Museen haben auch die Nachkommen von Fischern und Schiffsleuten authentische und persönliche Zeugnisse zur Verfügung gestellt, in denen das Berufsleben auf dem Rhein lebendig wird. So erzählen Kunstwerke, Alltagsgegenstände, detailgetreue Modelle, Plastinate von Rheinfischen, historische Filmausschnitte und persönliche Lebenswege in ihrem Zusammenklang die bewegte Geschichte von Honnefern. Medien- und Mitmach-Stationen machen „Als Honnef noch am Rhein lag“ zu einem vielseitigen Erlebnis. Als besonderer Programmpunkt kann der historische Aalschokker „Aranka“ des Fördervereins Aranka e.V. nach Voranmeldung besichtigt werden. Über die gesamte Laufzeit bietet das Gutenberghaus verschiedene Begleitprogramme an, die kurzfristig angekündigt werden. Öffnungszeiten: jeweils am Sonntag von 10 bis 13 Uhr. Die Ausstellung wird gezeigt bis zum Herbst 2014. |eb

Schülerinnen und Schüler zu Gast

Juni 20, 2014

Schülerinnen und Schüler zu GastBereits seit 1966 besteht die Schulpartnerschaft der Realschule Sankt Josef in Bad Honnef mit der Schule Sainte Marie in Saint-Dié-des-Vosges in Frankreich. Dieses Jahr besuchten wieder einmal französische Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse die hiesige Realschule und nahmen am Unterricht teil. Bei Gastfamilien waren sie untergebracht. Außerdem absolvierten sie ein umfangreiches Besichtigungsprogramm. Begleitet wurden die Jugendlichen von Denise Labadie, die sich von Beginn an für die Schulfreundschaft einsetzt, und ihrer Kollegin Petra Michel sowie Kollege Christophe Jeannon. An der Realschule Sankt Josef ist Lehrerin Ursula Landau diejenige, die die Aktivtäten maßgeblich unterstützt. Bürgermeisterin Wally Feiden empfing die französischen Jugendlichen, wie es bereits Tradition ist, im Ratssaal und hieß sie herzlich willkommen. „Ich freue mich, zum letzten Mal als Bürgermeisterin vor jungen Leuten auftreten und sprechen zu können“, erklärte sie, denn ihre Amtszeit endet, weil sie sich nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Wahl gestellt hat. Sie berichtete viel Wissenswertes über die Stadt Bad Honnef, besonders über die Schullandschaft. |eb

Die Baumaßnahmen

Juni 13, 2014

INVESTITIONEN: 11 Millionen Euro jährlich

Die BaumaßnahmenDie BaumaßnahmenZu der Informationsveranstaltung über die geplanten Baumaßnahmen im Versorgungs-, Abwasser- und Verkehrsnetz in Bad Honnef hatten DIE GRÜNEN eingeladen. Drei Experten haben hier bis zum Jahr 2017 geplante Baumaßnahmen vorgestellt, die den wesentlichen Teil der öffentlichen Investitionen in Bad Honnef ausmachen.

Klaus Wegner, Mitglied der GRÜNEN im Stadtrat und im Betriebsausschuss, der die Veranstaltung organisierte und moderierte, betonte einleitend die Relevanz der Infrastrukturinvestitionen. So werden in geplante Baumaßnahmen, die Straßen, Wege und Plätze, das Kanalnetz und das Gas-, Strom- und Wasserleitungsnetz betreffen, jährlich zwischen 6 und 11 Mio. Euro in Bad Honnef investiert. Er machte deutlich, dass erforderliche Maßnahmen für die sichere Versorgung mit Gas, Strom, Wasser und Internet, aber auch die Abwasserentsorgung mit hohen Kosten verbunden sind und häufig zu Beeinträchtigungen für Anwohner, Geschäftsleute, Besucher und Verkehrsteilnehmer führen. Auch die Umsetzung neuer Richtlinien verlangt Investitionen in Maßnahmen, die zu Beeinträchtigungen und einer Erhöhung der Abwassergebühren führen können. Die Abwassergebühren werden zu ca. 70 % von den getätigten Investitionen bestimmt.

Mit Blick auf das Anlagevermögen in das Verkehrs-, Versorgungs- und Kanalnetz in Bad Honnef fasste er zusammen, dass ca. 60 % der gut 100 Mio. Euro Infrastrukturvermögen in Bad Honnef unter der Erde liegen. Vom Anlagevermögen der Stadt entfallen auf Straßen (ca. 200 km), Wege und Plätze knapp 43 Mio. Euro. Obwohl die Investitionen der Stadt nach dem aktuellen Haushaltsplan von 3,8 Mio. Euro in 2014 auf 2,5 Mio. Euro in 2017 sinken, steigen die geplanten Aufwendungen für Verkehrswege von knapp 1,0 Mio. Euro auf nahezu 2,0 Mio. Euro. Das Anlagevermögen des Abwasserwerks in das gesamte Kanalnetz beträgt ca. 44 Mio. Euro. Jährlich werden hier bis 2017 zwischen 4 bis 7 Mio. Euro in die Sanierung und Kanalerneuerung investiert. Vom Anlagevermögen der BHAG entfallen auf technische Anlagen für die Strom-, Gas und Wasserversorgung in Bad Honnef ca. 20 Mio. Euro. Investiert werden hier zwischen 1,0 und 2,0 Mio. Euro jährlich. Er setzte sich besonders für eine optimale Abstimmung der Bauplanung zwischen dem Tiefbauamt der Stadt, dem Abwasserwerk und der Bad Honnef AG ein, aber auch für eine frühzeitige Einbeziehung der Anlieger vor der endgültigen Entscheidung über die Planung und Vergabe der Baumaßnahmen.

Stephan Reuter, Leiter der Netzwirtschaft der Bad Honnef AG, informierte über die Schwerpunkte der geplanten Sanierungs- und Baumaßnahmen in die Gas-, Strom- und Wasserversorgung von Bad Honnef, die zusammen eine Länge von 1400 km haben. Er hob hervor, dass die Investitionen der BHAG zu mehr als die Hälfte im Zuge von Kanal- und Straßenbaumaßnahmen getätigt werden und die Planungen quartalsweise mit dem Abwasserwerk, dem Tiefbauamt und der Telekom abgestimmt werden. Schwerpunkte dieses Jahr sind die Sanierung der Gas- und Wasserleitungen in der Königin-Sophie Straße, Bismarkstraße, Wilhelmstraße, Am Zehnthof, im Messbeuel und in der Böckingstraße. In den beiden letztgenannten sollen auch die Stromleitungen saniert werden. 2015 und 2016 sollen in der Girardetallee und der Linzer Straße die Strom-, Gas- und Wasserleitungen sanierte werden, im Rheingoldweg die Gas- und Wasserleitungen, an der Rheinpromenade nur Gasleitung und in der Fußgängerzone die Hausanschlüsse im Zuge der Kanalerneuerung. Im Vorfeld der Baumaßnahmen werden die Anlieger schriftlich informiert. Termine und Fragen klären die Mitarbeiter der BHAG mit den Anliegern vor Ort. Die Kosten für die Sanierungsarbeiten werden nicht auf die Anlieger umgelegt, sondern fließen in den Bezugspreis für Strom, Gas und Wasser ein.

Marcus Killat, der neue technische und kaufmännische Leiter der Bad Honnefer Eigenbetriebe, wozu das Abwasserwerk und das Freizeitbad Grafenwerth gehören, stellte die umfangreichen Maßnahmen zur Sanierung und Erneuerung im Kanalnetz von Rhöndorf, Stadtmitte und Selhof vor. Die hierfür ab 2014 geplanten Investitionen für die insgesamt 45 Maßnahmen belaufen sich auf 21 Mio. Euro, davon entfallen auf die Jahre 2014 bis 2016 knapp 10 Mio. Euro und auf 2017 und später gut 11 Mio. Euro.

In Rhöndorf sind Investitionen von ca. 0,8 Mio. Euro geplant. Hierzu zählen Kanalbaumaßnahmen in der Karl-Broel Straße und An St. Göddert in 2014 und in der Rhöndorfer Straße 2015.

In der Stadtmitte von Bad Honnef werden nach der derzeitigen Planung insgesamt ca. 5,8 Mio. Euro investiert, wovon mit 4,4 Mio. Euro der größte Teil auf die Jahre 2014 bis 2016 entfällt. Schwerpunkte sind in 2014 die Kanalerneuerung in der Girardet- und Weyermannallee und der Menzenberger Straße. 2015 und 2016 sollen die Kanäle in der Hauptstraße mit dem besonders sensiblen Bereich der Fußgängerzone, Am Wolfshof, in der Brückenstraße und im Rheingoldweg erneuert werden. Ab 2017 stehen u.a. die Rommersdorfer- und Wilhelmstraße auf dem Plan.

Für Selhof sieht die Planung des Abwasserwerk derzeit Investitionen von ca. 14,5 Mio. Euro vor, davon entfallen lediglich 4,6 Mio. Euro auf die Jahre 2014 bis 2016. Die höchsten Investitionen verlangen die geplante Kanalerneuerung in der Theodor-Wächter- und Menzenberger Straße in 2014, in der Linzer und Selhofer Straße in 2014 und 2015 und in der Schul- und Grabenstraße in 2015 und 2016. Die geplanten 9,8 Mio. Euro für Investitionen in den Jahren ab 2017 enthalten bereits 4,7 Mio. Euro für die Erschließung der vorgesehenen Bebauung in Selhof-Süd.

In der Diskussion stand die Kanalerneuerung in der Fußgängerzone im Mittelpunkt. Herr Killat ergänzte, dass er hierfür bereits eine Verdopplung der geplanten Baukosten angesetzt habe und alle Möglichkeiten, z. B. eine Tunnelbauweise, zur Vermeidung von Beeinträchtigungen während der Bauphase prüfen lässt. Auf Nachfrage erklärte er, dass die Kosten für die Reparatur, Sanierung und Erneuerung der Kanäle in den meisten Fällen vom Abwasserwerk übernommen werden und in die Abwassergebühren einfließen. Lediglich bei sehr alten Kanälen, die z. B. seit 50 Jahren bestehen und nach der Baumaßnahme eine Fahrbahnerneuerung erfordern, wird eine Kostenbeteiligung der Anlieger in Erwägung gezogen. Die Kosten für ggf. notwendige Erneuerungen der Hausanschlüsse auf dem Grundstück der Anlieger übernimmt das Abwasserwerk allerdings nicht. Jopa Vedders, der Technische Beigeordnete der Stadt, der auch Leiter des Fachbereichs Bauen ist, erläuterte geplante Baumaßnahmen in der Stadtmitte und die Abstimmungsprozesse zwischen der BHAG, dem Abwasserwerk und dem Fachbereich Bauen, die in der Regel vierteljährlich stattfinden. Er überraschte mit der Mitteilung, dass nicht nur ein Umbau des Postgebäudes sondern ggf. der Abriss und Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses auf dem Postgelände in dem Zeitraum bis 2017 ansteht. Allerdings liegt ihm noch kein genehmigungsreifer Bauantrag vor. Besonders wichtig ist ihm die koordinierte Planung der Bauabwicklung, die die geplante Kanalerneuerung in der Fußgängerzone und eventuell weitere Neubaumaßnahmen am Saynchen Hof einbeziehen muss.

Jürgen Kutter als Vertreter des Centrum e.V. sprach die Notwendigkeit an, frühzeitig über den Ablauf geplanter Baumaßnahmen informiert zu werden, da Stadtfeste, insbesondere Verträge mit den Beteiligten am Martinimarkt Vorlaufzeiten von bis zu eineinhalb Jahren erfordern. Vedders sagte zu, dass er sich um eine frühzeitige Klärung der Bauabwicklung mit allen Beteiligten bemüht und alle Anlieger und Geschäftsleute dann sehr zeitnah über die geplante Baumaßnahme und -zeit informieren wird.

Weitere Veranstaltungsteilnehmer machten deutlich, dass Sie auf eine frühzeitige Information über die Planung der Baumaßnahmen besonderen Wert legen und nicht erst nach einer Entscheidung, die keine Veränderungen mehr zulässt. Wenig Verständnis zeigten Sie über eine Erneuerung von Gas-, Wasser- und Stromleitungen und Abwasserkanälen, bei denen die Straßen mehrfach aufgerissen werden. Auch relativ lange Bauzeiten, wie z. B. die vorgesehenen eineinhalb Jahre für weniger als 400 m Länge in der Linzer Straße, wurden kritisiert. Für Anlieger war es besondere wichtig, frühzeitig Klarheit über die von ihnen zu tragende Kostenbeteiligung zu erhalten.

Vedders bot an, alle Anlieger, die von einer Baumaßnahme betroffen seien könnten, so früh wie möglich zu projektbezogenen Veranstaltungen mit Vertretern der BHAG, des Abwasserwerks und des Tiefbauamts einzuladen und sie über die geplante Art der Baumaßnahme und die Bauzeit in ihrer Straße zu informieren.

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