VEREIN(T) GEWINNT: BAD HONNEF AG UNTERSTÜTZT EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT IN DER REGION

Der „Charmeur“ hat uns verlassen

September 12, 2014

Egbert Krahé war einer von 18 „Krahes“ in Bad Honnef aber der einzige Krahé mit einem „accent aigu“ auf dem e, ausgesprochen: Kraheee. Darauf legte er besonderen Wert, zumal im Rheinland die letzte Silbe ja ganz gern „verschluckt“ wird. Auch ansonsten war Egbert Krahé selbst, und nicht nur sein Name, unvergleichlich. Er sprach sechs Sprachen fließend. Unter anderen auch finnisch, sicherlich eine der schwierigsten Sprachen auf dem Globus, wenn man nicht eben in Finnland aufgewachsen ist. Krahé war ein Charmeur der alten Diplomaten- Schule. Damen, oder wie er gerne sagte, „Mädels“, begrüßte und verabschiedete er mit einem formvollendeten Handkuss, ohne die Hand jemals mit dem Mund zu berühren. Krahé war unglaublich altmodisch. Er hatte immerhin eine Schreibmaschine. Und ein Telefon. Das war’s. Kommunikation ginge auch so. Ohne Computer. Als Berufsdiplomat, nach dem humanistischen Abitur, einem Konsulatspraktikum in Bonn und zwei Staatsexamen, war der gebürtige Kölner, Jahrgang 1936, 40 Jahre lang „unterwegs“ im Dienste der Bundesrepublik Deutschland. Istanbul, Helsinki, Den Haag, Amsterdam, Antwerpen, Mailand und Bratislawa hießen einige der vielen Stationen seines Berufslebens. Als stellvertretender Botschafter wirkte er in Neuseeland und als Generalkonsul in Göteburg. Seit 1997 lebte „de kölsche Jung“, geboren im „Bad Honnef“ von Köln, im Nobel-Vorort Lindental, „sehr glücklich“ im „echten Bad Honnef“. Seit der Gründung des Partnerschaftskomitee Bad Honnef - Ludvika war er bis vor vier Jahren 1. Vorsitzender. Nun ist er gestorben.

2. Bad Honnefer Sommerbiathlon

September 5, 2014

Nach dem erfolgreichen ersten Bad Honnefer Sommerbiathlon-Wettbewerb im September letzten Jahres wurde jetzt der Zweite am Samstag 13. September mit einem Schießtraining vorbereitet. 18 Mannschaften mit je 4 Sportlern wurden angemeldet, Schul- ,Vereins- und Betriebsmannschaften. Die Besetzung des Wettbewerbs zeichnet sich in diesem Jahr durch mehr Betriebsmannschaften aus. Erstmalig tritt eine Mannschaft des HIT-Einkaufzentrums an, das örtliche Versorgungsunternehmen, die BHAG, stellt 2 Mannschaften, aber auch die Stadtsparkasse misst sich mit Mannschaften des Deutschen Amateur Radio Clubs, der Katholischen Jugend und natürlich der örtlichen Sportvereine wie dem TV-Eiche, dem ATV Selhof und den Honnefer Schützenvereinen. Das Internat Schloss Hagerhof besetzt mit 3 Mannschaften alle drei Altersgruppen des Wettbewerbs. Ein letztes Schießtraining findet am Sa. den 6. Sept. 014 statt, Beginn 10 Uhr im Schützenheim, Schmelztalstr. 18.

Das wird ein besonderes Sportfest der Stadt Bad Honnef, mit Musik, Bratwurst und Kuchen. Die Familien der Sportler sind herzlich eingeladen – zu Applaus und Schmaus!

Nähere Informationen bei: Diether Habicht- Benthin, Schmerbachweg 23, 53604 Bad Honnef, E-Mail: d.habicht-benthin@t-online.de

Dienstjubiläen bei der Stadt

September 5, 2014

Vorsitzende des Personalrates der Stadt Bad Honnef Inge Reiche, Christa Luschinski - Dienstjubilarin - 40 Jahre im öffentlichen Dienst tätig, Monika Löblein - Dienstjubilarin - 40 Jahre im öffentlichen Dienst tätig, Bürgermeister Otto Neuhoff. (v.l.n.r.)Für Bürgermeister Otto Neuhoff gehört es zu den angenehmen Aufgaben, Dienstjubiläen zu würdigen. Er gratulierte zwei Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Bad Honnef, die 40 Jahre im öffentlichen Dienst tätig sind. Monika Löblein und Christa Luschinski freuten sich über die Ehrung und nehmen sie als Ansporn, auch zukünftig ihre gute Arbeit fortzusetzen.

Monika Löblein ist Verwaltungsangestellte und nach dem Einsatz in der Finanzabteilung heute in der Bauabteilung und dort für den Fachdienst Kaufmännisches Gebäudemanagement tätig. Stadtamtfrau Christa Luschinski ist im Jugendamt der Stadt Bad Honnef mit den Aufgaben der Beistand- und Vormundschaften betraut.

Bürgermeister Otto Neuhoff lobte sie: „Kompetente Mitarbeiterinnen, die Erfahrung haben und aufgeschlossen sind für neue Herausforderungen der Arbeitswelt, tragen die Verwaltung der Stadt Bad Honnef. Als Ansprechpartnerinnen für die Bürgerinnen und Bürger sind sie ein Garant für sachliche und sachkundige Bearbeitung der Aufgaben. 40 Jahre im Beruf - das ist eine Würdigung wert. Ich freue mich - als Neuling im Amt des Bürgermeisters - auf die zukünftige vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Während einer Feierstunde überreichte er den Jubilarinnen je eine Urkunde, auf der die beachtliche Zahl der 40 Dienstjahre schwarz auf weiß festgehalten wurde, und einen Blumenstrauß. |eb

RSK – Heimat oder Krake?

September 1, 2014

SU: Sau unterwegs, oder was?

Meist verbinden uns mit dem Rhein-Sieg-Kreis (RSK) gerade mal zwei Gedanken. Zum einen kostet Bad Honnefs Mitgliedschaft Geld; auch unsere Stadt zahlt die „Kreisumlage“ für Leistungen, die eben der Kreis für seine Kommunen erbringt. Zum anderen adelt uns die uniforme Autonummer, deren SU bundesweit ankündigt: „Sau unterwegs!“

Tiefere Heimatgefühle lassen sich mit Kürzel RSK nicht wirklich wecken. Denn RSK ist nicht eine Region, sondern gleich mehrere. Wir sind Siebengebirge, und das Vorgebirge ist nun mal woanders – vom „Ländchen“ ganz zu schweigen. Weil es 1969 nicht darum ging, wie in den Kreisen Aachen, Recklinghausen oder Hochsauerland Einheit zu stiften; Leitgedanke war eher eine Regelung, wie die neue und plötzlich stark wachsende Hauptstadt Bonn aus ihrem Einzugsgebiet herausoperiert werden konnte. RSK steht ab da für den Rest und bildet den zweitgrößten Kreis unseres Bundeslandes.

In der dem Rheinländer vorbehaltenen Bescheidenheit weisen Spitzen des RSK seitdem darauf hin, dass es bei Ausdehnung und Bevölkerungszahl doch eher um die Größenordnung kleiner Bundesländer wie Bremen oder Saarland ginge. Seine Kreistagsmitglieder werden gern „Abgeordnete“ genannt, denn das klingt nach mehr. Wenn RSK schon eher als Sammelsurium besticht denn durch Identität, dann lässt man sich wenigstens nicht lumpen.

Bad Honnef ist eine von neunzehn Kommunen im RSK – darunter wenig kaum kleinere, aber in der Tat einige deutlich größere. Dennoch stellt Honnef gleich fünf der achtzig Mitglieder im Kreistag. Da macht es Sinn zu gucken, was der Kreis so macht und kann. Nutzt er Bad Honnef oder saugt er dringend benötigte Mittel ab?

611 Millionen Euro will der RSK in 2014 ausgeben – und nennt dies „die Summe aller Aufwendungen“. 1.450 Menschen sind dort beschäftigt inklusive der Azubis und gerade beurlaubten Elternteile. Auch das Kreishaus gehört zu den großen seiner Art und wird noch durch zahlreiche Außenstellen ergänzt. Ein solch erheblicher Aufwand muss sich durch Wirkung rechtfertigen und messen lassen.

Bad Honnef führt im laufenden Jahr 9,5 Millionen Euro an die Kreiskasse ab. Bei einem kommunalen Haushalt von ca. 46 Millionen macht das etwa 21 Prozent aus. Dafür übernimmt der Rhein- Sieg-Kreis z.B. vollends oder zu wesentlichen Teilen Leistungen in den Bereichen Ordnung (Polizei, Ordnung, Feuerwehr), Katastrophenschutz, Wirtschaftsförderung, Verkehr, Öffentlicher Personennahverkehr, Berufsschulen und andere Bildungseinrichtungen, Soziales (z.B. Heimunterbringung), Umwelt samt Landschaftsschutz, KFZWesen, Kommunal- und Haushaltsaufsicht. Weitere wie Müll und Entsorgung (RSAG) oder die arbeitsmarktorientierte Regionalagentur kommen hinzu. Beim Jugendamt wählte Bad Honnef die Möglichkeit, ein eigenes auf lokaler Ebene einzurichten und so den Großteil dieses Fachbereichs selbst zu erledigen.

Es fällt also keinesfalls schwer, Gegenwert für das dem RSK zugewiesene Geld auszumachen. Eher trifft die Aufgabe zu, diese Leistungen besser oder besonders gut zu machen und sehr effizient zu arbeiten. Zumal weitere Felder wie z.B. die Suche und Identifizierung von Fördergeldern in Land, Bund sowie Europa auf lokaler Ebene in den Rathäusern oft nicht abgebildet werden können. Offensichtlich gibt es gute Gründe, neben lokalen auch regionale Verwaltungsstrukturen zu betreiben und dafür Mittel bereitzustellen.

Der Rhein-Sieg-Kreis als Umlageverband hat für diese Abgaben in 2014 einen „Kreis-Hebesatz“ von 36,13 Prozentpunkten beschlossen. Diese Größe ist kompliziert berechnet und nicht kurz und knapp zu erklären. Wirklich leicht lässt sich jedoch verstehen, dass hier schon Veränderungen hinter dem Komma große Auswirkungen für die Kommunen haben. Deshalb ist es vornehme Aufgabe der fünf Honnefer Kreistagsmitglieder, jenseits des Geredes vom „gewohnt niedrigen Niveaus der Kreisumlage“ Frau Sigrid Hofmanns als lokaler Finanzchefin Freude zu bereiten – und weitere Senkungen des Hebesatzes zu bewirken.

Die hiesigen Kreistagsmitglieder kommen aus vier Parteien: Nicole Westig von der FDP, Ulla Studthoff von der SPD, Jörg Erich Haselier und Klaus Döhl von der CDU, Burkhard Hoffmeister von den Grünen. Sie besetzen verschiedene Schwerpunkte in unterschiedlichen Sachthemen, sodass Jede und Jeder in den eigenen Ausschüssen und Projekten Konkretes erreichen kann, um das Ganze gut zu gestalten. Noch sind sie kein lokales Team, doch in Fortsetzung der neuen, mittlerweile ausdrücklich von Allen akzeptierten Bad Honnefer Dialogpolitik sollten sie parteiübergreifend ein solches werden. Was zwar neu und ungewohnt wäre, aber logisch. Die Politik konnte bei den Weinbergen bereits lernen, wie sich Einigkeit auf Erfolg auswirkt. Warum also nicht den Kreistag ein wenig nach Honnefer Interessen aufmischen? Und konkrete Ziele für unsere Stadt anpeilen:

Besonders in der Wirtschaftsförderung hat sich Bad Honnef immer bescheiden gegeben und aus der Not eine vermeintliche Tugend gemacht, indem es das Thema zur „Chefsache“ erklärte und dann folgerichtig Ergebnisse zwischen erfolgsarm und erfolglos einfuhr. Auch in den nächsten Jahren spart sich der hiesige Rat mangels gemeinsamen Konzeptes diesen wichtigen Ausschuss und siedelt Wirtschaftsförderung salopp bei Haushalt und Finanzen an. Warum nicht die im Saft stehenden 15 hauptamtlichen Wirtschaftsförderer (plus Sekretariatsbesatzungen) im RSK nutzen und profitieren? Zum Beispiel durch Erfahrungsaustausch mit den leistungsfähigen Troisdorfer Wirtschaftsförderern – denn das sind die, die uns gerade TX Logistik abgeworben und dieses erfolgreichste Unternehmen der Stadt zum Umzug bewegten. Oder durch Anleihen beim St. Augustiner Campus, denn auch die nun wirklich reputierte Honnefer Fachhochschule kann ihr Wissen über Transfer Hoteliers, Tourismus sowie Marketing für direkte Anwendung nutzbar machen. Die Beispiele lassen sich fortsetzen.

Interkommunale Zusammenarbeit ist ohne Zweifel sinnvoll. Sie hilft sparen durch gemeinsame Bauhöfe, Bibliotheken, Musikund Volkshochschulen, Rechnungsprüfer und Liegenschaftsmanager. Allerdings könnte sie darüber hinaus wirklich neue Ressourcen eröffnen wie das vielbeschworene Regionalmanagement oder gemeinsame touristische Vermarktung. Wo wäre eine Kommunale Logistik-Gesellschaft (Komm- Log) besser anzusiedeln als beim Kreis, der so die Gemeinden zusammenführen und Nutzen bei Einkauf, Wartung, Qualität, Vertragsabschlüssen oder Verhandlungen erzeugen kann?

Warum nicht Erfahrungsaustausch in größerem Stil organisieren? Andere können vom Wissen der Bad Honnef AG zur Kommunalisierung von Netzen und Versorgung profitieren; also kann Bad Honnef lernen, wie es die eigene Kaufkraft in der Stadt behält und bindet. Nur unter 70 Prozent des Einkommens der Honnefer Haushalte werden in Geschäften und Läden vor Ort ausgegeben, zum Shoppen geht es nicht selten nach Troisdorf oder Siegburg. Nicht weil die dort größer sind oder mehr Parkplätze hätten – denn das haben sie nicht und orientierten stattdessen frühzeitig auf attraktive Entwicklung der Innenstädte samt funktionalem ÖPNV. So freut sich z.B. der Siegburger Handel über mehr als 150 Prozent der eigenen Kaufkraft. Spätestens unter der freundlichen Drohung eines in direkter Nachbarschaft projektierten FOC sollten wir von den Besten abgucken.

Für viele Projekte braucht es Fördergelder. Offensichtlich beherrscht unser Rathaus deren Beschaffung bisher nicht besonders gut, wie die „Regionale 2010“ in entwaffnender Deutlichkeit bewies: Königswinter erhielt (sehr) viele Fördergelder, Bad Honnef ging leer aus. Das könnte durch Kooperation mit dem hier recht kompetenten Kreis sehr effizient verbessert werden. Auch eine Bewerbung zur Landesgartenschau im grünen Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium lässt sich in breiter Kooperation erfolgversprechender gestalten als über eine Kampagne gleich welcher politischen Gruppe.

Die Liste lässt sich fortsetzen. Natürlich finden sich eher Nachfolger für demnächst sinnfreie Leerstände in Honnefer Großimmobilien wie dem KSI, dem GIZ-Komplex um den Uhlhof oder dem „Geistlichen Zentrum“ an der Wilhelmstraße, wenn bei der Suche der RSK hilft. Der Park der Villa Schaaffhausen ließe sich im Rahmen eines Förderprojektes problemloser sanieren als aus der Tasche eh stark beanspruchter Privatinvestoren. Und Aegidienberg braucht mehr Busse der REVG. Der Kreis ruft nicht laut, denn er hat bereits alle Hände voll zu tun. Bad Honnef sollte dabei sein. |bh

Mallorca und die Bad Honnefer Teil 2

August 15, 2014

Jörg Pütz wünscht sich von den Bad Honnefer Bürgern ein wenig mehr „mediterrane“ Gelassenheit, seine Tochter Anna, die seit ihrem Abi auf der Insel jobbt, um ihre spanischen Sprachkenntnisse aufzubessern, wünscht sich von den Mallorquinern ein wenig mehr „deutsche Disziplin“. Max Walkembach, der mit seiner Frau Renate bereits 1954 die Insel für sich entdeckt hat, schrieb in seinen Erinnerungen „Zoröck jelurt“ über „die fast als Wunder zu bezeichnenden Eindrücke: Die Sonne, im Untergehen einen Schleier von kleinen Wolken um sich bildend und in langer Lichtbahn golden glänzend dass Meer erstrahlen lässt. Ebenso faszinierend ist das Morgenlicht, dass das Meer türkisfarben oder cobaltblau färbt. Wie viel Schönheit wird doch dem Herzen durch das Auge geschenkt“. Die Ferien sind vorüber. Mallorca, Insel unserer Sehnsucht, ist wieder so fern. Wir sehnen uns nach Sonne und einem Glas mallorquinischen Wein, dazu ein Schälchen Oliven und noch ein paar Kleinigkeiten wie Sobrasada, Käse, Schinken, um uns ein kleines Tapas-Menu anzurichten. Also musste Mallorca zu uns kommen. Das dachte sich auch der Gründer des „el Mallorquin“, Georg Weimert, ein Honnefer Jung, Mallorquiner im Herzen. Das erste Mal kam er in einer Tragetasche auf die Insel, als Baby. Das war 1968 und bis zu seinem sechsten Lebensjahr blieb er Insulaner, dann musste er zurück nach Bad Honnef, um die Schulbank zu drücken. Doch da waren ja noch die Wochenenden und die Ferien, die er dank seiner Eltern, wahre Mallorcapioniere der ersten Stunde, verbringen konnte. So haben diese sonnigen Jahre seine Liebe zur Insel unauslöschlich geprägt. Er machte es sich zur Aufgabe, qualitativ hochwertige, nicht für den Massenmarkt bestimmte Lebensmittel vor allem aus touristisch kaum erschlossenen Regionen im Inselinneren Mallorcas nach Deutschland zu bringen. Dabei sollten alle Produkte aus mallorquinischer Herstellung stammen, vor allem solche, die bis dato nur für den Inselbedarf hergestellt wurden. Alle Infos dazu: www.mallorquiner.com

Bad Honnef soll Bottrop retten!?

August 15, 2014

Nach einer ersten Simulationsrechnung schlägt der Kommunal-Soli der rot-grünen Landesregierung im Jahr 2015 mit 91.015,74 Euro zu Buche. Für die beiden Bad Honnefer Kreistagsabgeordneten Döhl und Haselier stellt die Zwangsabgabe eine offene Bestrafung dar. „Die rot-grüne Pflichtauflage vergiftet das kommunale Klima. Die dramatische Finanzlage der Kommunen wird sich durch den Kommunal-Soli noch weiter verschärfen. Es ist kaum zu glauben, daß die Stadt Bad Honnef, die sich im Haushaltssicherungskonzept befindet, also erst auf Sicht wieder einen ausgeglichenen Haushalt haben wird, mit einer Zwangsabgabe belastet wird. Das ist in etwa so, als wenn Hartz-IV-Empfänger zur Einkommensteuer herangezogen würden.

Im vergangenen Jahr hat die rot-grüne Landesregierung den widersinnigen Kommunal- Soli zur Finanzierung des sogenannten Stärkungspaktes auf den Weg gebracht. Nachdem in diesem Jahr Bad Honnef und weitere 58 Kommunen die 92 Millionen Euro Kommunal-Soli leisten müssen, wird Bad Honnef 2015 eine von 78 Kommunen sein, die die ungerechte Umlage zahlen müssen. Insgesamt müssen in den Jahren bis 2022 rund 780 Millionen Euro von angeblich „reichen“ Städten aufgebracht werden. Zu diesen „reichen Städten“ gehört angeblich auch Bad Honnef, eine Stadt, die nur in der Lage ist für Ihre Bürger das absolut Notwendige zu leisten.

Städte und Gemeinden, die eine solche Zusatzbelastung verkraften können gibt es in Nordrhein-Westfalen kaum. Denn die tatsächliche Leistungsfähigkeit einer Kommune bleibt bei der Berechnung des Kommunal- Soli völlig außen vor. Lediglich zehn der 78 abundanten Zahler-Kommunen können einen wirklich ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Alle anderen hätten heute schon Millionenverluste in ihren Haushaltsplänen. 23 Kommunen, darunter eben auch Bad Honnef, sind aufgrund ihrer schlimmen Finanzlage selbst in der Haushaltssicherung. Auf die Verschuldung der Haushalte der Zahler-Kommunen, die heute schon rund 2,2 Milliarden Euro beträgt, werde keine Rücksicht genommen. „Das hat mit dem gesunden Menschenverstand und finanzpolitische Seriosität nichts mehr zu tun“, so Döhl und Haselier unisono. „Rot-Grün hat keine Vorstellung von solider Haushaltspolitik. Umverteilung ist nicht die Lösung, sondern das Problem.“

„Unsere Stadt wird massiv bestraft. Es ist doch allen Beteiligten klar: Bad Honnef kann nicht die Finanzprobleme von Gelsenkirchen, Bottrop und Herne lösen. Bei Rot- Grün ist der, der spart, der Dumme!“ |eb

Helmut Könemund: Hypnose bei Krebs

August 1, 2014

In der Zeit vom 1. bis zum 31. August findet der zweite Aktionszeitraum „Hypnose für Krebserkrankte – Hypnose als Krebshilfe“ in Bad Honnef statt. Innerhalb dieser Zeit haben Betroffene die Möglichkeit gegen eine freiwillige Spende an die Deutsche Krebshilfe eine Hypnosesitzung zu erhalten. Die Diagnose „Krebs“ ist nach wie vor für die Betroffenen und deren Angehörige eine Angst auslösende Situation. Ängste bereiten eine möglicherweise verringerte Lebenserwartung, aufwendige und belastende Therapien sowie Beschwerden, die mit der Krebserkrankung zusammenhängen können. Hier kann die Hypnose – praktiziert durch einen ausgewiesenen Experten wie den Bad Honnefer, Hypnotiseur Helmut Könemund – helfen. Wichtig zu wissen ist, dass nicht jede Hypnose gleich wirksam ist. Der Hypnotiseur muss Erfahrung haben, er muss wissen, was er tun kann und was nicht. Er muss dem Klienten absolutes Vertrauen vermitteln können. Erst wenn diese Faktoren zusammenkommen, beginnt eine erfolgreiche Anwendung der Hypnose. Der Hypnotiseur Helmut Könemund bietet jetzt für betroffene Krebspatienten ein spezielles Programm an. Diese Sitzungen für Betroffene werden an einem Tag pro Monat angeboten. Die Hypnosesitzungen sind während der gesamten Dauer für den Klienten vollkommen kostenfrei. Wobei eine freiwillige Spende an die Deutsche Krebshilfe hochwillkommen ist. Diese wird selbstverständlich zu 100% an die Deutsche Krebshilfe weitergeleitet.

Helmut Könemund – zertifiziert durch das OMNI Hypnosis Training Center (USA), die National Guild of Hypnotists (USA), das National Board of Hypnosis (USA) – setzt dabei revolutionäre und einzigartig erfolgreiche Hypnosetechniken ein. Helmut Könemund: „Ich verstehe die Hypnose dabei als wichtige Unterstützung der eigentlichen Krebstherapie. Sie macht den Klienten bereit für die notwendigen Maßnahmen der Onkologen. Dadurch kann die Erfolgsrate der Krebsbehandlung wesentlich steigen.“ Die oftmals belastenden Begleitumstände der Krebstherapie und der Erkrankung können mithilfe von Hypnose optimiert und kontrolliert werden. Viele Patienten haben große Angst vor den Nebenwirkungen von Chemotherapien und Bestrahlungen oder vor Schmerzen, die manche Krebserkrankung begleiten. Mit Hilfe der Hypnose durch Helmut Könemund kann die Kontrolle der Schmerzen erlernt werden. Schmerzlinderung ist dabei ein wichtiges Ziel, die Wrkung kann zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen anhalten. Durch das Aneignen und Trainieren der Selbsthypnose für die spätere Eigenanwendung wird der Patient dauerhaft befähigt, unangenehme Empfindungen sowie seine Schmerzen zu kontrollieren und zu meistern. Das Resultat ist eine Lösung von Verkrampfungen, Entspannung und im Ergebnis größere Zuversicht und ein Zurückgewinnen der Lebensfreude. Ein schmerzfreier Patient kann sich besser für weitere Therapieschritte wappnen. „So ist es leichter möglich, eine Chemotherapie durchzustehen und deren belastenden Nebenwirkungen wie Erschöpfung, Übelkeit, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit unter Kontrolle zu bringen“, erklärt Helmut Könemund von Hypnose- effektiv. Ebenfalls ist bei Krebserkrankungen auch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers besonders wichtig. Das kann durch die Hypnose erreicht und unterstützt werden. Helmut Könemund konzentriert sich mit seiner Hypnosesitzung auf die Anregung des Immunsystems und die Mobilisierung der körpereigenen Abwehrkräfte, um den Organismus des Kranken im Kampf gegen die Krebserkrankung zu stärken. Aber auch psychologische Wirkmöglichkeiten der Hypnose sind wichtige Faktoren für eine Heilung, denn ein selbstbewusster, aktiver und angstfreier Umgang mit der Diagnose „Krebs“ ist für Patienten entscheidend. |eb

Bad Honnef is e Jeföhl …

Juli 28, 2014

FABELHAFT: Eine Stadt im Sommermodus

Gut, Bad Honnef hat keinen Plan, kein Image, kein Alleinstellungsmerkmal und noch kein strategisches Konzept für die Zukunft. Aber: Bad Honnef hat, zumindest was die Lebensqualität angeht, die beste Hardware weit und breit. Und: Bad Honnef hat ein riesiges Potential. Die Lage zwischen Rhein und Wald. Die Insel, die Innenstadt mit Geschäften und Restaurants die ihresgleichen suchen aber niemals finden werden. 350 Gäste aus aller Welt waren auf Einladung der „GIZ“ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) vergangene Woche in der Stadt, genauer: Im Seminaris Kongresspark. Ein Thema des Kongresses: Zukunftsvisionen. „Pläne in die Tat umsetzen, mit den richtigen Ideen und mit den richtigen Partnern“. Wie passend. Für die „GIZ“-Spezialisten war Bad Honnef genau der richtige Partner. Konferieren im Kurhaus, Frühstück und Grillabende im Kurpark, chillen auf der Insel. Bilderbuchwetter, Traumatmosphäre. Die genossen auch unzählige Bürger in ihrer Stadt, wie unsere Fotos recht eindrücklich beweisen. Die Hardware stimmt. Die Software muss noch einmal neu aufgespielt werden. Mit einer Landesgartenschau? Mit einem Golfplatz am Menzenberg? Zeit für Träume. Bad Honnef war ein Weinort, eine Hafenstadt, eine Kurstadt und ist nun eine Kongress- und Fachhochschulstadt. Kelten, Römer, Schweden und Germanen haben sich hier ebenso wohl gefühlt wie Königinnen, Prinzessinnen, Künstler oder wohlhabende Kölner Geschäftsleute. Die „goldenen“ Zeiten sind längst vorbei. Die Stadt hat kein eindeutiges Profil mehr. Keine Außenwirkung, einmal abgesehen von den Großveranstaltungen, die flächendeckend beworben werden. Aus Bad Honnef muss wieder eine „Marke“ werden, die sich in den Köpfen der Menschen festsetzt. „Bad Honnef is a Jeföhl“, ja, aber das reicht nicht wirklich. Hier fehlt eben die Aussicht auf den Dom. Glückes Geschick: Nach dem Bürgermeisterwahlkampf haben sich alle handelnden Personen dieser Stadt ganz doll lieb. Der neue Bürgermeister setzt auf den Dialog mit allen Fraktionen und Bürgern. Dinge können nicht nur geträumt sondern auch umgesetzt werden. Das gehört zur notwendigen Software. Das vergangene Wochenende hat gezeigt, wie begehrenswert die Stadt ist, bei Bürgern und Besuchern ebenso. Die Bilder vermitteln ein gutes Gefühl. Viel Spaß beim betrachten. |bö

30 Jahre „Bibic“ in Bad Honnef

Juli 18, 2014

GEBURTSTAG: Seine Grillspezialitäten eroberten die Region

30 Jahre „Bibic“ in Bad Honnef30 Jahre „Bibic“ in Bad Honnef30 Jahre „Bibic“ in Bad HonnefStadtpolitiker der alten Garde schwärmen noch heute: „Damals waren die Ratssitzungen viel kürzer und erheblich effektiver. Die Politik haben wir eh hinterher gemacht“. Hinterher im „Zagreb“, ganz entspannt beim Bierchen. „Und das dauerte nicht eben selten bis in die frühen Morgenstunden“, erinnern sich Bosko und Barica Bibic. 1984 war Werner Osterbrink Bürgermeister. Sie Stadt stand vor einer riesigen Herausforderung. Die Kur- und Bäderzeit ging zu Ende, der Weg zur Seminar- und Kongressstadt begann. Just in dieser spannenden Zeit eröffneten die Bibic’s das Restaurant „Zagreb“, dort in der Hauptstraße, wo heute ein asiatisches Restaurant beheimatet ist.

Bibic brachte die Küche des Balkans in die Stadt und landete damit einen Volltreffer. Seine Grillspezialitäten eroberten die Region. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Bibic übernahm danach eine Zeit lang die Gastronomie im Ruderclub. Seine Gäste folgten ihm an den Yachthafen. Dann, 1998, legte er sich das heutige Haus, das Restaurant „Rheingold“ zu. Die Erfolgsgeschichte ging unvermindert weiter. 2005 trat Sohn Dejan in die Fußstapfen seiner Eltern. Mit den allerbesten Voraussetzungen: Hotelbetriebswirt und Küchenmeister, Absolvent der Steigenberger Hotelfachschule Bad Reichenhall. Leitende Positionen im Gästehaus Petersberg, im Maritim Hotel und in der Steigenberger Hotelkette. Zuletzt leitete Dejan Bibic eine zwanzigköpfige Küchen- Brigade in einem Sport- und Wellnesshotel in der Nähe von München.

Zurück in Bad Honnef, „ich liebe meine Heimatstadt“, erweiterte er den ohnehin schon riesigen Gastronomiebereich. Neben Restaurant, Terrasse und Biergarten eröffnete er die „Rheingold-Lounge“. Auch die Speisekarte erhielt Feinschliff. Zu den Balkangerichten gesellten sich Fisch-, Fleisch- und Pastaspezialitäten. Auf der wechselnden Wochenkarte findet der Gast zudem internationale Gerichte. „Die Lust am kochen, tüfteln und ausprobieren ist bei mir nach wie vor sehr stark ausgeprägt, denn bekanntlich isst das Auge ja mit“. Das Auge ist ein gewichtiger Faktor im Rheingold-Areal. Der Blick über Palmen und alten Baumbestand auf den Yachthafen lässt schon sehr angenehme Urlaubsgefühle aufkommen.

Um das gastronomische Angebot noch einmal zeitgemäß zu erweitern, verpachtete Bibic kürzlich die ehemalige Lounge an die kreativen Betreiber des Eisatelier’s. Im Jubiläumsjahr standen und stehen einige Investitionen auf dem Plan. So wurde der Biergarten neu bestuhlt und der Terrasse wurden neue Schirme spendiert. „Ende des Jahres findet dann eine Jubiläumsparty statt, für unsere treuen Gäste, und die, die es noch werden wollen“.

Honnefer Hafenstadt I.

Juli 18, 2014

Honnefer HafenstadtHallo Herr Böndel, ich habe soeben mit großem Interesse Ihren Artikel über die „Hafenstadt“ Bad Honnef gelesen. Ich denke, wenn man von Honnef als „Hafenstadt“ berichtet, darf man auch nicht den kleinen, unscheinbaren Ortsteil Rhöndorf dabei vergessen. Hier hatte in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts die Motorbootgesellschaft Rheinland ihren Sitz, mit Anlegestellen vor dem damaligen Hotel Eikerling (Bellevue). Die Betreiber dieser Motorbootgesellschaft waren die Rhöndorfer Familien Peter und Theodor Stang, Johann Schwippert und Schraaf. Es wurden mehrer so genannte Lokalboote im Ausflugsverkehr auf dem Rhein zwischen Köln und Koblenz betrieben. Die Schiffe mit den Namen „Rheinland I – VI “ waren in Königswinter auf der Werft Jean Stauff gebaut worden. In den Sechziger Jahren hatte das Fahrgastschiff „Hans-Jakob“ meiner Eltern Johannes und Katharina Käufer noch lange Zeit den Heimathafen Rhöndorf. Übrigens meine Mutter Katharina Käufer, legte im Januar 1961 in Duisburg bei der Wasser und Schifffahrtdirektion die Prüfung zum Rheinschifferpatent ab und war damals die erste Frau auf dem Rhein mit einem solchen Patent. In diesem Sinne, schöne Grüsse aus dem Rhöndorfer Unterdorf

Peter Käufer

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