Fotowettbewerb der Bad Honnef AG und der Stadtsparkasse Bad Honnef

Gewaltfreies Miteinander

Mai 15, 2015

PROJEKT: Gewaltfrei – ein Netzwerk zur Gewaltprävention in Bad Honnef

Gewaltfrei – ein Netzwerk zur Gewaltprävention in Bad HonnefGewaltfrei soll ein – wie der Name schon sagt – gewaltfreies Miteinander, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, auf verschiedenen Ebenen fördern. Im vergangenen Jahr hat das Aalkönigskomitee erstmals seine Fördermittel gebündelt und in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring Bad Honnef ein Konzept mit dem Schwerpunkt Gewaltprävention entwickelt. So konnten verschiedene Institutionen fünf soziale Projekte unter dem Dach des Netzwerkes erfolgreich auf die Schiene setzen und verwirklichen.

In diesem Jahr hat sich das Angebot des Netzwerks auf nunmehr acht Projekte erhöht. Mit dem „BAEGI“ und dem Projekt des Frauenzentrums, „Und das soll Liebe sein“, sind zwei bewährte Projekte in Neuauflage. Beim „BAEGI“, dem Bauspielplatz in Aegidienberg, handelt es sich um ein abenteuerpädagogisches Konzept des Jugendtreffs Aegidienberg. Mit Hammer und Nagel erschaffen die Teilnehmer-Kids nach ihren eigenen Vorstellungen ein Dorf. Sie werden zu selbstständigen Unternehmern, Arbeitnehmern und verbringen tagsüber ihr Dorfleben mit eigener Währung und eigenen, für alle geltenden Gesetzen. Weniger fröhlich, aber dennoch enorm wichtig und auch in Bad Honnef von Bedeutung, ist das Thema der häuslichen Gewalt gegen Frauen. Das Frauenzentrum Bad Honnef setzt zu diesem Thema in Einzel- und Gruppengesprächen mit betroffenen jungen Frauen an. Sie lernen eigene Beziehungsmuster zu erkennen, Verhaltensweisen – eigene und die des Partners – zu analysieren und die Wirkung auf die eigene Erfahrung zu überprüfen. Werden sogenannte Warnsignale für Gewalt in Partnerschaften erkannt, kann eine langfristig sich aufbauende Gewaltdynamik verhindert werden.

Zu den sechs weiteren Projekten, die unter dem Schirm des Netzwerkes stehen, gehört auch das Projekt der evangelischen Jugend: „Frieden geht anders“ – ein Projekt zur Friedensbildung. Für einen Friedensaufbau spielen Bildungs- und Lernprozesse eine große Rolle. Konstruktive Konfliktbearbeitung will gelernt sein. Wissen über die Zusammenhänge von Gewalteskalation, über Konfliktursachen, über die Grundlagen für Frieden, aber auch über das Entstehen eigener Weltbilder muss sich aufbauen. Um die gewachsene Komplexität mit friedlichen Mitteln zu gestalten müssen wir lernen, mit Interessenkonflikten und Meinungsverschiedenheiten anders umzugehen. Und genau hier setzt das Projekt an. „Frieden geht anders an“ wird sich über einen Projektzeitraum von über drei Jahren erstrecken.

Wie schon im vergangenen Jahr dabei: das Haus der Jugend in Bad Honnef. Diesmal allerdings mit einem neuen Projekt. Über einen Zeitraum von sechs Monaten werden einmal pro Woche gemeinsam mit zwölf bis 16-jährigen Jugendlichen im Rahmen des Nachmittagsangebots Trickfilme erstellt/produziert. Inhaltlich stehen dabei die Umsetzung kreativer Ideen, der spielerische Erwerb von Medienkompetenz, die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und deren Anliegen sowie die intensive Arbeit im Team im Vordergrund. Die KjG Bad Honnef ist seit diesem Jahr ebenfalls mit einem Projekt im Netzwerk vertreten. „Gewaltfrei leiten“ so heißt die Weiterbildungsmaßnahme für die Leiter der Honnefer KjG. Hierbei geht es darum, den Leitern im Rahmen eines teambildenden Workshops einen „Werkzeugkoffer“ mit Instrumenten zu füllen, die geeignet sind, Gewalt den Nährboden zu entziehen.

Das Jungenprojekt “MÄNNL(ICH)“, das zweite vom Jugendtreff Aegidienberg initiierte Projekt, soll Jungs im Alter von 9 bis 13 Jahren in ihrer individuellen Männlichkeit unterstützen und fördern. In einem geschützten Rahmen, nur unter „uns“ Jungs, werden Fragen aufgegriffen wie: „Was ist männlich“, „Wie erfahre ich meine eigene Identität“ oder „Gewalt, Zeichen von Stärke oder Schwäche?“

In der Offenen Ganztagsschule wird in diesem Jahr geboxt. Die Schüler haben die Möglichkeit neben der sportlichen Komponente auch von anderen Aspekten des Boxsportes zu profitieren. Denn zum einen wird das Selbstvertrauen gefördert und zum anderen die Konzentrationsfähigkeit verbessert. Begleitet wird das Projekt durch Trainer des Allgemeinen Turnvereins (ATV) aus Selhof. Das achte Projekt ist ein Angebot für die Schüler der Konrad-Adenauer-Schule, an ihren Projekttagen einen Film gemeinsam mit einem professionellen Filmemacher zu kreieren. Die Schüler sollen hierbei die Möglichkeit haben sich in unterschiedlichen Rollen zu erfahren: vom Drehbuchautor zum Schauspieler, über den Regisseur bis hin zum Kameramann. Inhaltlich soll sich der Film mit dem Thema Gewalt auseinandersetzen und gewaltfreie Handlungsalternativen aufzeigen.

Neben den acht einzelnen Projekten lädt das Netzwerk Gewaltfrei zweimal im Jahr zu einem offenen Erfahrungsaustausch rund um das Thema Gewaltprävention für Jugendliche – dem Forum Gewaltfrei – ein. |cw

Bad Honnef: Zahlen, Daten, Fakten

Mai 15, 2015

HEIMAT: Von den Honschaften bis zur Gegenwart von Heinz Willi Fleischhacker

Bad Honnef: Zahlen, Daten, FaktenBad Honnef, das idyllische Städtchen zwischen Siebengebirge und dem Rhein gelegen, beschreibt sein Wappen: Von Silber und Rot, 30 mal geschachter Schild, belegt in der oberen Hälfte mit einem durchgehenden, fünfflälzigen blauen Turnierkragen.

Die Einwohnerzahlen betragen ganz aktuell laut Auskunft der Stadtverwaltung: Aegidienberg 7.176, Bad Honnef Mitte 10.190, Rhöndorf 2.463, Selhof 7.664, insgesamt 27.493 Bürgerinnen und Bürger.

Stadtteile: Aus der Vielfalt der historischen Gebäude, dem örtlichen Geschehen in Gegenwart und Vergangenheit, kann hier nur jeweils ein Auszug aus der Fülle des Bestandes aufgezeigt werden. Der Stadtteil Aegidienberg besteht aus 13 Ortsteilen. Hier mit einer Aufteilung der Einwohner in Aegidienberg 586, Hövel 465, Brüngsberg 248, Efferoth 18, Siefenhoven 194, Neichen 154, Himberg 197, Rottbitze 340, Wintersberg 22, Höhe 56, Retscheid 41, Orscheid 220, Wülscheid 256. Insgesamt 2. 797 Einwohner. Im Jahre 1.555 erste urkundliche Erwähnung von „Gilienberg“. Sehenswert: Die kath. Pfarrkirche St. Aegidius. An den romanischen Westturm aus dem 12. Jahrhundert wurde 1824 das heutige Kirchenschiff angebaut.

Stadtteil Innenstadt: 150 Jahre Stadtrechte Bad Honnef am 14. Juli 2012.1983 Einweihung des Rathauses. Die evangelische Kirche wurde am 2.12. 1900 eingeweiht. Die kath. Kirche St. Johann Baptist stammt aus dem 11. Jahrhundert, an- und umgebaut im 13. Jahrhundert und 1912. CURA Kath. Krankenhaus im Siebengebirge wurde 1.888 gebaut (Elise- Philomene-Stift). Am 1.10.1892 wurde auf Hohenhonnef die Lungen-Heilstätte eröffnet.

Stadtteil Rommersdorf-Bondorf: 831 Erste urkundliche Erwähnung von Rommersdorf. Die Annakapelle wurde 1.868 von der Stiftsdame Ottilia Carolina von Bongart erbaut. Der Ursprung der Villa Schaaffhausen fällt in die 1.770er Jahre. Stadtteil Rhöndorf: Pfarrkirche St. Maria Heimsuchung seit 1905, Marienkapelle seit 1716, Waldfriedhof seit Anfang der 1920er Jahre. Ziepchensplatz, Ziepchensbrunnen seit 1844. Dr. Konrad Adenauer lebte hier von 1935-1967, Penaten von 1908 an in Rhöndorf, Haus im Turm seit dem Mittelalter.

Stadtteil Selhof: Pfarrkirche St. Martin, erste Kirche 1933, nach Abriss jetzige 1968 konsekriert. St. Martinus Kapelle 1710 als hölzerne Kapelle errichtet, St. Martinusschule seit 1878, Schloss Hagerhof ab 1960 Schul- und Internatsgebäude. Gaststätte Kaiser: Ab 1914 ist die Gaststätte im Besitz der Eheleute Fritz und Sybille Kaiser. Die übertragen sie ihrem Sohn Friedrich-Matthias und dessen Frau Katharina. Dieses Ehepaar Kaiser erlangt Kultstatus in Selhof.

Die Honschaften: Honnef hatte in der Vergangenheit nie den Charakter einer geschlossenen Stadt mit eigener Verwaltung gehabt. Im Gegensatz zu Königswinter wohnten die Leute im weiten Tal in sechs deutlich voneinander geschiedenen Honschaften (Hundertschaften), von denen drei bei der Kirche St. Johann Baptist aneinanderstießen: Mülheim, Bondorf und Beuel. Rommersdorf lag am Ausgang des Möschbaches, Rhöndorf weit im Norden wo der Varensbach von der Löwenburg herabkam und Selhof weit im Süden am Ufer des Obaches mit dem Anhängsel Menzenberg. Hoch oben entstand die siebte Honschaft: Honneferrott, später Aegidienberg genannt. Hier noch einmal die sieben Hohnschaften: Aegidienberg, Selhof, Beuel, Bondorf, Rommersdorf, Mülheim, Rhöndorf. Wer nun Neugier auf seine lebendige Heimatgeschichte verspürt, wird im Bad Honnefer Gutenberghaus, Archiv Museum- Treff, Hauptstr. 40, sonntags von 10 Uhr bis 13 Uhr geöffnet, umfangreich informiert Der Wohnort wird zur Heimat, wenn man sich engagiert und sich für ihn interessiert.

Geschichtsweg erkunden

Mai 15, 2015

Der Geschichtsweg Rommersdorf steht kurz vor seiner Vollendung. Grund genug für das Partnerschaftskomitee Bad Honnef – Wittichenau, zu einem geführten Rundgang am 29. Mai ab 15 Uhr unter fachkundiger Leitung von Dr. Hans Peter Mensing, Historiker und Vorstandsmitglied des Heimat- und Geschichtsvereins Herrschaft Löwenburg, einzuladen. Dr. Mensing wird den Teilnehmern die Stationen des – nach Rhöndorf - zweiten Geschichtsweges in Bad Honnef – zeigen und auch die Idee erläutern, die hinter diesem gemeinsamen Projekt der Bürgerstiftung, des Heimat- und Geschichtsvereins, des Kultur- und Verkehrsvereins sowie engagierter Bürgerinnen und Bürger steht. Interessierte Gäste sind zu dem Rundgang herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist allerdings zwingend erforderlich. Treffpunkt ist an der Annakapelle in Rommersdorf. Der Spaziergang dauert ca. 2 Stunden und endet am Weinhaus Steinbach, wo der Nachmittag in lockerer Runde ausklingen soll. Anmeldungen ab 19 Uhr unter 02224/75057 (Kösterke). |eb

Eltern reden mit

Mai 1, 2015

Eltern reden mitDer Stadtelternrat (StER) Bad Honnef vertritt die Interessen aller Eltern, deren Kinder in Bad Honnef lernen, arbeiten oder spielen. Die 14 Kindergärten, die neun Schulen und fünf Offenen Ganztagsschulen in Bad Honnef senden uns ihre Elternvertreter zu unseren Mitgliederversammlungen und wählen den Vorstand. Auch Vertreter des Stadtjugendrings und Elternvertreter der Kinder in Tagespflege sind im Stadtelternrat beteiligt. Vor 15 Jahren wurde der Stadtelternrat Bad Honnef vom damaligen Bürgermeister Peter Brassel gegründet, um die Belange der Eltern und Kinder in den Ausschüssen als beratendes Mitglied vertreten zu können. Bei einem Fest am HIT Markt wurde der Geburtstag am vergangenen Wochenende gefeiert.

Maiansingen

April 24, 2015

Die Chorgemeinschaft veranstaltet am Freitag, 1. Mai, 17 Uhr, diesmal im Ratssaal des Rathauses Bad Honnef, ihr traditionelles Maiansingen. Unter der Gesamtleitung von Chordirektor Jochem Röttig werden neben dem gastgebenden Chor der Damenchor Bad Honnef e. V. unter der Leitung von Irina Brochin, der Tenorsolist Hans-Wolf Schölling sowie Hans-Joachim Zick am Klavier die Zuhörer auf die schönste Jahreszeit musikalisch einstimmen (Eintrittfrei). |eb

Bad Honnef dampft

April 17, 2015

Bad Honnef dampft„Dampfst du schon, oder rauchst du noch…?“ Das ist der Slogan von CalitO e-smoke. Vor knapp sechs Wochen eröffnete das erste Fachgeschäft für elektronische Zigaretten in der Linzer Straße und schon zählen die Inhaber Anja und Patrick Marquard (r.) über 200 Stammkunden. Dampfen statt rauchen, das ist der gesundheitsbewusste Trend unserer Zeit. Ein Trend, der von Bad Honnef aus in die gesamte Region ausstrahlt. „Unsere Kunden kommen nicht nur aus Bad Honnef, sondern aus Siegburg, Asbach, Königswinter oder Troisdorf“, freuen sich die Marquard’s. Gesundheitsstadt Bad Honnef eben.

PK Wittichenau hat große Pläne

April 10, 2015

PK Wittichenau hat große PläneIm Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Partnerschaftskomitees Bad Honnef / Wittichenau stand das Jahresprogramm 2015. Doch zunächst blickte Vorsitzender Peter Endler mit den zahlreich erschienen Mitgliedern auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück: Höhepunkte waren zweifellos die Jahresreise nach Südpolen, die trinationale Jugendbegegnung sowie die Zeitzeugenveranstaltungen mit dem ehemaligen Wittichenauer Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Peter Schowtka im Sibi, in der Realschule St. Josef sowie im Rathaus zum 25. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November.

Aber auch in diesem Jahr hat das Partnerschaftskomitee viel vor. Neben den zahlreich geplanten Aktivitäten hat sich der Vorstand ein besonderes Ziel gesetzt. „Wir möchten die Bad Honnefer Vereine und Schulen noch stärker in die Städtepartnerschaft mit Wittichenau einbeziehen“, so Peter Endler. Sein Appell: „Aus Wittichenau liegen aktuell mehrere Einladungen vor – unter anderem zu einem Fußballturnier und einem Musikfestival. Es wäre wirklich schön, wenn Gruppen aus Bad Honnef diesen Einladungen folgen würden.“ Wenn ein Verein Interesse an einem Kontakt nach Wittichenau hat, möge er sich gerne an das Partnerschaftskomitee wenden. Dies gilt selbstverständlich auch für jede Schulklasse. „Wir unterstützen jede Aktivität nach Kräften“, so Endler.

Neben diesem inhaltlichen Ziel stehen auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm des Partnerschaftskomitees. Die Höhepunkte: Zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft wird im September – pünktlich zum Weinfest - eine Gruppe aus Wittichenau in Bad Honnef erwartet. Im Mittelpunkt des Besuchs steht ein Jubiläums- Frühstück auf Einladung von Bürgermeister Neuhoff im Rathaus.

Angestrebt wird auch in diesem Jahr eine trinationale Jugendbegegnung – diesmal in Lubomierz, der polnischen Partnerstadt von Wittichenau.

Und ein besonderer touristischer Leckerbissen wird die Jahresreise sein, die im September nach Nordböhmen führt – ein Ziel, das derzeit leider kaum ein Reiseveranstalter auf dem Programm hat. Auf der Reise ist auch ein Besuch der Wittichenauer Partnerstadt Tanvald /Tschechien und in Wittichenau selbst vorgesehen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung stieß eine Präsentation der sorbischen Osterbräuche auf großes Interesse. Besonders beeindruckend waren die Bilder von dem – weit über die Region hinaus bekannten - jährlichen Osterreiten. |eb

Exkursion ins Bad Honnefer Rathaus

April 10, 2015

Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 während des Politikunterrichts im Rathaus mit Bürgermeister Otto NeuhoffSchülerinnen und Schüler der Klasse 7 des Städtischen Siebengebirgsgymnasiums mit ihrer Lehrerin Stefani Horstmann besuchten im Rahmen des Politikunterrichts das Bad Honnefer Rathaus. Zunächst begrüßte Bürgermeister Otto Neuhoff die Klasse im Ratssaal und stand Rede und Antwort. Die Schülerinnen und Schüler waren gut vorbereitet und stellten ihm viele und wissenswerte Fragen.

Klaus Linnig von der Verwaltung der Stadt führte anschließend durch das Rathaus. Er zeigte die repräsentativen Bereiche und beantwortete den Schülern Fragen zur Verwaltung und zum Stadtrat. Die Schülerinnen und Schüler lernten, dass Kommunalpolitik spannend ist und dass es eine lohnende Aufgabe ist, sich für die Heimatstadt stark zu machen. |eb

Bad Honnefer im Aufbruch

April 10, 2015

Bad Honnef, ein idyllisches Städtchen zwischen Siebengebirge und dem Rhein gelegen, mit den Ortsteilen Rhöndorf, Rommersdorf, Selhof und auf der Höhe Aegidienberg, mit den Hiergeborenen oder Zugezogenen – bereit, ein gemeinsames Wohlfühlen zu gestalten.

Einige Zentren haben gewachsene, sprich fertige Strukturen, die von den Bürgern angenommen sind. Andere Teile wiederum warten noch auf ihre gestalterische Wohnlichkeit.

Der parteilose Bürgermeister Otto Neuhoff versucht nun mit der Stadtverwaltung, dem Rat und den Mitbürgern in ihren Bereichen, wo nötig, zufriedene Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Ziel: Möglichst vielen am liebsten allen ein freundliches Umfeld anbieten zu können. Das geschieht am besten, wenn der Einzelne die persönlichen Ansprüche etwas zurücknimmt, mit der Überlegung: Was kann ich für die Allgemeinheit tun und weniger, was werden andere für mich bereithalten. Z.B. sollte der Kraftfahrzeugverkehr so weit wie möglich auf die Einwohner verteilt werden. Nicht verbrannte Erde auf der einen Seite und im Gegenzug beruhigte Straßen unterstützen.

Jeder achte auf die Sauberkeit vor der eigenen Haustüre und in der Stadt. An zahlreichen Stellen nehmen städtische Müllbehälter meinen Abfall und den Kot meines Hundes auf.

Es wird persönliches Engagement erwartet und zugleich die Freude am Dialog: Bürgermeister und Honnefer Bürger haben eine gemeinsame Zukunft. Wir dürfen erfahren, was in unserer Stadt geschieht und mitwirken am Entstehen und Geschehen unserer Heimat. Wenn ich über die Zusammenhänge informiert bin, kann ich Erfolge begrüßen, aber auch notwendige unangenehme Entscheidungen mittragen. Es geht um meine, unsere Heimat, mein, unser Zuhause. Kreativ sich mit seinem Wohnort verbinden, auch ein wenig mit der Geschichte befassen, steigert das Zusammengehörigkeitsgefühl und unsere Freude hier wohnen zu dürfen, gefestigt durch die innere Überzeugung.

Gute Vorsätze, friedvoll von gegenseitiger Achtung getragen – dies von jedem als meine Hoffnung, mein Wille, mein Ziel vor Augen. Meine individuell-persönliche Chance für ein gemeinsames Zusammenleben ergreifen.

Wir Bad Honnefer: Gemeinsam sind wir stark – aber auch gute Arbeit nimmt gute Zeit.

Heinz Willi Fleischhacker

Bundesumweltpreis für Bad Honnef

April 1, 2015

ZUKUNFT: Kreis und Land unterstützen Laga-Bewerbung: Schnellstraße wird entsiegelt

Bionic als Prinzip: Von der Natur als Lehrmeister lernen!Bionic als Prinzip: Von der Natur als Lehrmeister lernen!Noch vor Ostern kann Bad Honnef zeigen, dass es seine Bewerbung zur Landesgartenschau ernst meint. Der Kreistag machte den Weg frei: Bereits am Mittwoch der Karwoche verabschieden Verkehrs- und Vergabeausschuss Rhein-Sieg per Umlaufbeschluss, wann und mit welchem Auftragnehmer die Maßnahme realisiert wird. Denn Eile ist geboten, da der Umbau als demonstrative Vorleistung im Geiste der Laga abgeschlossen sein soll, wenn zum September die Bewerbungsfrist endet.

Im Benehmen mit dem hiesigen Rathaus hatten Kreistagsabgeordnete aus Bad Honnef vorgeschlagen, eine erste Straße in ihrer Stadt zu entsiegeln. Der Laga-Bewerbung soll so Nachdruck verliehen werden, wenn ein wesentliches Stück Natur Einzug in das kommunale Wegenetz findet. Sichtung und Bewertung der technischen Spezifikationen brauchten ihre Zeit, doch dann stellte sich im Siegburger Kreishaus niemand quer. So reichte eine Mitteilung auf der Kreistagssitzung letzte Woche, um die finalen Schritte einzuleiten. Als erste entsiegelte Verkehrsfläche ist das Teilstück der Schnellstraße zwischen den Anschlussstellen Rhöndorf und Honnefer Kreuz bestimmt.

Asphalt und Bitumen werden abgetragen und durch eine Wabenstruktur aus recyceltem Material ersetzt. In den Waben selbst findet als Einschüttung fast jedweder organische Stoff Platz; für Bad Honnef erhalten Humus und Schwemmschlamm aus der Region den Vorzug gegenüber leichterer, jedoch über weite Strecken zu transportierender Streu. Primäreffekt ist der der Entsiegelung – zukünftig kann Niederschlag einfach versickern, sodass teure Kanalisation längs der Fahrbahnen verzichtbar bleibt. Dies funktioniert auch mit teilverdichtetem Unterbau, wie ihn Schnellstraßen brauchen. Aquaplaning ist auf entsiegelten Strecken kein Thema mehr.

Durch den in die Waben eingebrachten Humus vermindern sich Abrollgeräusche erheblich; auch sonstiger Lärm wird gedämmt. Was die Anwohner deutlich entlastet. Je schwerer und voluminöser das Fahrzeug, desto zuverlässiger fällt dessen Benzinverbrauch geringer aus. Mit dem Reifenabrieb verhält es sich ähnlich, normale Druckabweichungen der Reifenluft sind weitgehend unkritisch. Bei Strecken-Neubau reduzieren sich Kosten für Material und Arbeit, Logistikaufwand sowie LKW-Anfahrten z.T. erheblich.

Für Bundestraßen ist in Nordrhein-Westfalen der Landesbetrieb Straßenbau zuständig. Die Behörde stellte in Aussicht, bei erfolgreicher Entsiegelung die Stadt Bad Honnef für einen der Bundesumweltpreise vorzuschlagen. Denn die drei grundlegenden Parameter umfassender Nachhaltigkeit seien durch das Projekt erfüllt: das ökologische Moment durch Verzicht auf finale Oberflächenverdichtung, das ökonomische durch den Kollateralnutzen geringerer Kosten, das soziale durch besondere Eignung der offenen Fahrbahndecke für schwerere SUVs als boomender Fahrzeuggattung. Dass eine solche Nominierung die Chancen Bad Honnefs bei der Laga-Bewerbung erkennbar verbessert, scheint nachvollziehbar. |bh

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